News und Meldungen



Deutsche Stahlindustrie in der Krise – Produktion 2025 auf Tiefststand seit Finanzkrise

Die deutsche Stahlproduktion ist 2025 auf nur noch 34,1 Millionen Tonnen gefallen – den niedrigsten Wert seit 2009. Laut Wirtschaftsvereinigung Stahl sank die Kapazitätsauslastung unter 70 %, was auf eine historisch schwache Nachfrage, wachsenden Importdruck und hohe Energiepreise zurückgeführt wird. Auch die Inlandsnachfrage brach auf rund 30 Millionen Tonnen ein. Hauptgeschäftsführerin Kerstin Maria Rippel fordert für 2026 entschlossene politische Maßnahmen zur Standortsicherung, insbesondere im Außenhandel und bei wettbewerbsfähigen Strompreisen, die als zentral für eine klimaneutrale Transformation gelten.

Quelle: https://www.spiegel.de/wirtschaft/industrie-stahlproduktion-2025-auf-dem-niedrigsten-stand-seit-finanzkrise-a-9303989e-b157-4b2c-9ed5-70e31bffa858

Neue Abhängigkeit: EU droht energiepolitische Erpressbarkeit durch US-LNG-Importe

Während Europa seine Gasimporte aus Russland stark reduziert hat, warnt der Thinktank IEEFA nun vor einer neuen Abhängigkeit von den USA: Bereits 57 % der europäischen LNG-Importe stammen von dort – Tendenz steigend. Grünen-Politikerin Katharina Dröge kritisiert Bundeskanzler Friedrich Merz für eine verfehlte Strategie und fordert, das Zollabkommen mit den USA teilweise zurückzunehmen. Hintergrund sind politische Spannungen, unter anderem durch Drohungen von Donald Trump. Auch die Klimaverträglichkeit der langfristigen LNG-Verträge steht in der Kritik. Experten fordern eine rasche Dekarbonisierung und mehr Energieeffizienz, um Europa unabhängiger und sicherer aufzustellen.

Quelle: https://taz.de/Energieversorgung-in-Europa/!6146931/

Trotz Rekord: Netflix wächst stark – verliert aber Milliarden an der Börse wegen Warner-Übernahmeplänen

Netflix zählt inzwischen 325 Millionen zahlende Nutzer weltweit und erzielte im letzten Quartal einen Gewinn von 2,42 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 29 % im Vergleich zum Vorjahr. Trotz dieses Erfolgs reagierten Anleger verunsichert auf die geplante Übernahme von Warner Bros. für rund 83 Milliarden Dollar. Seit Bekanntwerden des Deals, der vollständig bar bezahlt werden soll, verlor die Netflix-Aktie etwa 30 % an Wert. Der Konzern setzte seine Aktienrückkäufe aus und konkurriert mit Paramount, das Warner Bros. inklusive TV-Sendern wie CNN für über 100 Milliarden Dollar übernehmen will.

Quelle: https://t3n.de/news/325-millionen-kunden-netflix-boomt-und-verliert-trotzdem-milliarden-an-der-boerse-1726102/

Musk vs. Ryanair: Internet-Streit eskaliert – Musk spielt mit Übernahme-Idee

Nach einem öffentlichen Schlagabtausch mit Ryanair-Chef Michael O’Leary startete Elon Musk auf seiner Plattform X eine Umfrage zur Übernahme der Billigfluglinie, die sich gegen den Einbau seines Starlink-Internets an Bord wehrt. O’Leary lehnt die Technologie wegen erhöhter Betriebskosten und fehlender Nachfrage ab, woraufhin es zu gegenseitigen Beschimpfungen kam. Ein Kauf ist allerdings laut EU-Recht kaum möglich, da Fluglinien mehrheitlich europäischen Eigentümern gehören müssen – Musk ist US-Amerikaner. Ryanair reagierte mit einer Spottaktion und kündigte eine Pressekonferenz an.

Quelle: https://www.zeit.de/wirtschaft/2026-01/starlink-internet-ryanair-elon-musk-michael-oleary-spacex-lufthansa

Deutsche Wirtschaft sendet erste Erholungssignale – Experten hoffen auf nachhaltigen Aufschwung

Nach zwei Jahren Rezession zeigt die deutsche Wirtschaft erstmals wieder leichte Aufwärtstendenzen: Der ZEW-Index ist im Januar 2026 deutlich gestiegen, was laut Expertinnen wie Sonja Marten von der DZ Bank vor allem auf fiskalpolitische Impulse der Bundesregierung zurückzuführen ist. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs 2025 um 0,2 %, Auftragsbücher der Industrie füllen sich wieder und sinkende Erzeugerpreise deuten auf eine Abschwächung der Inflation hin. Dennoch bleibt die Lage fragil: US-Präsident Trumps Zolldrohungen könnten die erhoffte Erholung gefährden, und ohne strukturelle Reformen warnen Ökonomen wie Carsten Brezeski vor einem kurzfristigen Aufschwung ohne langfristige Perspektive.

Quelle: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/konjunktur/wirtschaft-wachstum-investitionen-lieferketten-inflation-100.html

Führungspositionen zunehmend unattraktiv – hohe Belastung und fehlende Vereinbarkeit als Hauptgründe

Immer weniger Beschäftigte in Deutschland wollen Führungsverantwortung übernehmen, wie eine neue Kofa-Studie zeigt: Nur 14 % der Befragten würden ein entsprechendes Angebot annehmen. Hauptgründe sind hohe Arbeitsbelastung, Eingriffe ins Privatleben und unzureichende Flexibilität. Besonders Frauen und Teilzeitkräfte fordern neue Modelle wie Teilzeitführung und Homeoffice. Trotz leicht rückläufiger Zahlen bleibt die Fachkräftelücke in Führungspositionen mit rund 28.500 unbesetzten Stellen problematisch.

Quelle: https://www.spiegel.de/wirtschaft/karriere-hohe-arbeitsbelastung-schreckt-vor-chefposten-ab-a-d32c3eb0-7e74-498f-81c4-43c942df9374