Das US-Verteidigungsministerium erwägt laut Medienberichten, die Kooperation mit Anthropic zu beenden, weil das Unternehmen den militärischen Einsatz seines KI-Modells „Claude“ vertraglich einschränkt. Verteidigungsminister Pete Hegseth fordert demnach KI-Systeme, die für „alle rechtmäßigen Zwecke“ genutzt werden dürfen – einschließlich Waffenentwicklung und Gefechtsunterstützung. Während andere Anbieter wie OpenAI, Google und xAI entsprechende Vereinbarungen getroffen hätten, beharrt Anthropic auf Nutzungsregeln, die Gewaltanwendung, autonome Waffen und Massenüberwachung ausschließen. Berichten zufolge wurde Claude über eine Partnerschaft mit Palantir bei einer US-Operation zur Ergreifung des venezolanischen Ex-Präsidenten Nicolás Maduro eingesetzt. Anthropic-Chef Dario Amodei warnt seit Längerem vor den Risiken militärischer KI-Nutzung. Das Pentagon äußerte sich zunächst nicht offiziell zu den Vorwürfen.
Mit der zunehmenden Nutzung von KI-Chatbots wie ChatGPT oder Perplexity verlagert sich die Sichtbarkeit von Marken in die direkte Antwortlogik der Systeme. Wer dort nicht als Quelle auftaucht, verliert frühzeitig potenzielle Kundschaft. Zwar eröffnen neue Werbeformate in KI-Chats zusätzliche Reichweitenoptionen, doch nachhaltiger Erfolg hängt laut t3n von organischer Präsenz ab. Entscheidend dafür sind relevante Inhalte und eine starke Markenautorität („Brand Authority“), damit KI-Systeme eine Marke als vertrauenswürdige Quelle zitieren. Unternehmen sollten daher gezielt hochwertigen Content aufbauen, um langfristig in KI-generierten Antworten berücksichtigt zu werden.
Quelle: https://t3n.de/news/brand-authority-marke-ki-zitiert-1729549/
Ein Experiment eines Personalökonomen, bei dem Beschäftigte mit überdurchschnittlich vielen Fehltagen per Brief auf ihr Verhalten im Vergleich zu Kolleg:innen hingewiesen wurden, senkte zwar die Zahl der Krankmeldungen – doch laut Kommentar ist dieser Ansatz kontraproduktiv. Die Debatte um hohe Krankenstände, zuletzt befeuert durch Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz, verkenne die Risiken von Präsentismus: Wer krank arbeitet, verursacht laut Schätzungen deutlich höhere volkswirtschaftliche Kosten als durch reguläre Fehlzeiten entstehen. Während Lohnfortzahlungen 2024 rund 82 Milliarden Euro gekostet hätten, beziffert die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin die Kosten von Präsentismus auf 227 Milliarden Euro. Krankmeldungen seien daher kein Missbrauch, sondern gesundheitlich und ökonomisch sinnvoll.
Quelle: https://taz.de/Praesentismus-ist-teuer-Lieber-krankmelden-als-krank-arbeiten/!6154820/
Im Jahr 2025 leitete die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls in 6.121 Fällen Verfahren wegen mutmaßlicher Verstöße gegen das Mindestlohngesetz ein – bei insgesamt 25.765 überprüften Arbeitgebern. Besonders häufig betroffen waren das Hotel- und Gastgewerbe mit fast 2.500 Verfahren, daneben Speditionen, Bauunternehmen sowie Friseur- und Kosmetikbetriebe. Als typische Verstöße gelten nicht erfasste Arbeitszeiten, unbezahlte Mehrarbeit, unzulässige Lohnabzüge oder Scheinselbstständigkeit. Laut Schätzungen könnten bis zu 2,5 Millionen Beschäftigte unterhalb des Mindestlohns bezahlt werden. Der gesetzliche Mindestlohn stieg Anfang 2026 auf 13,90 Euro. Die Linke fordert angesichts der Zahlen deutlich mehr Kontrollen und zusätzliches Personal für den Zoll.
In der Debatte um Wohlstand und Produktivität rückt die Rolle von Führungskräften stärker in den Fokus: Studien zeigen, dass viele Beschäftigte in Deutschland mit ihren Vorgesetzten unzufrieden sind – laut Gallup waren 2024 nur 16 Prozent vollkommen zufrieden, 78 Prozent machten nach eigenen Angaben lediglich „Dienst nach Vorschrift“. Fehlende Motivation und innere Kündigung könnten die deutsche Volkswirtschaft rund 113 Milliarden Euro kosten, mehr als zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Experten betonen, dass gute Führung Motivation, Kreativität und Loyalität fördert und damit einen Wettbewerbsvorteil schafft. Verantwortung trügen jedoch nicht nur Chefetagen, sondern alle Ebenen eines Unternehmens
Quelle: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/fuehrungskultur-wohlstand-teilzeitdebatte-100.html
Laut dem Frühjahrsgutachten der Immobilienweisen wird die Zahl fertiggestellter Neubauwohnungen 2026 auf rund 215.000 sinken – deutlich weniger als im Vorjahr. Damit bleibt das Wohnraumangebot in Deutschland angespannt, was die Preise weiter steigen lässt: 2025 verteuerten sich Wohnimmobilien im Schnitt um 4 %, in Metropolen wie Frankfurt sogar um 5,7 %. Der Verband deutscher Pfandbriefbanken rechnet mit weiteren Preissteigerungen, da der Wohnraummangel anhält. Ökonomen fordern zusätzliche staatliche Maßnahmen wie Bürgschaften zur Finanzierung von Neubauten, um den Markt zu entlasten.