Laut einer Studie des Verbands forschender Arzneimittelhersteller (VFA) bleibt der Krankenstand in Deutschland seit vier Jahren deutlich über dem langjährigen Durchschnitt und verursachte wirtschaftliche Ausfälle von bis zu 160 Milliarden Euro. Hauptursachen sind laut Studie häufige Atemwegserkrankungen und eine anhaltend hohe Zahl an Arztbesuchen. Der Verband fordert mehr Prävention, etwa durch Grippeimpfungen. Die Debatte über Arbeitsmoral wurde zuletzt durch CDU-Chef Friedrich Merz befeuert, der die hohen Fehlzeiten kritisierte und die telefonische Krankschreibung infrage stellte.
Paypal stärkt seine Position im wachsenden Markt des KI-gestützten Handels („Agentic Commerce“) durch die Übernahme des israelischen Startups Cymbio. Die Plattform ermöglicht es Händlern, Produktdaten, Lagerbestände und Fulfillment-Prozesse über mehrere Verkaufskanäle zu synchronisieren und für KI-Interfaces wie Microsoft Copilot oder Perplexity zugänglich zu machen. Ziel ist es, klassische Webshops zunehmend durch autonome, KI-vermittelte Kaufprozesse zu ersetzen. Paypal will so die Relevanz seines Ökosystems sichern und Händlern ermöglichen, ihre Sichtbarkeit in neuen digitalen Vertriebskanälen zu erhöhen
Im Interview mit der taz warnt Autorin Teresa Bücker vor den Folgen eines politischen Rollbacks in der Gleichstellungspolitik, wie ihn aktuelle Forderungen aus der Union zur Einschränkung des Teilzeitrechts darstellen. Bücker plädiert für ein neues Verständnis von Vollzeitarbeit mit einer Obergrenze von 30 Stunden pro Woche – als Reaktion auf gesellschaftliche Realitäten wie Care-Arbeit und ungleiche Löhne. Sie sieht in der Forderung nach mehr Vollzeitarbeit einen Angriff auf soziale Errungenschaften und mahnt eine demokratische Debatte über Zeit, Arbeit und Teilhabe an.
Quelle: https://taz.de/Autorin-Teresa-Buecker-zu-Teilzeitstreit/!6148661/
Laut einer Studie der Universität Linz und des Instituts für Angewandte Wirtschaftsforschung in Tübingen hat die Schattenwirtschaft in Deutschland 2025 mit 510 Milliarden Euro ein Zehnjahreshoch erreicht, was 11,5 % des BIP entspricht. Hauptursachen sind schwaches Wirtschaftswachstum, steigende Arbeitslosigkeit sowie Anreize durch Mindestlohnerhöhung und neue Minijob-Grenzen. Für 2026 wird ein weiterer Anstieg auf 538 Milliarden Euro prognostiziert. Im internationalen Vergleich liegt Deutschland unter dem Durchschnitt, verzeichnete aber seit 2021 das stärkste Wachstum unter 20 Industrieländern.
Nach fast 20 Jahren Verhandlungen haben sich die EU und Indien auf ein Freihandelsabkommen geeinigt, das Zölle und Handelsbarrieren abbaut und den Austausch von Waren und Dienstleistungen fördern soll. Das Abkommen gilt nicht nur als wirtschaftlich bedeutend, sondern auch als geopolitisches Signal angesichts globaler Machtverschiebungen. Mit zusammen rund zwei Milliarden Menschen und einem Viertel des weltweiten BIP entsteht eine der größten Freihandelszonen der Welt.
Quelle: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/eilmeldung-eu-indien-freihandelsabkommen-100.html
Mit ihrem Vorschlag „Buy-BW“ zur bevorzugten Beschaffung von Fahrzeugen aus baden-württembergischer Produktion durch öffentliche Stellen stößt die AfD im Landtagswahlkampf auf heftige Kritik von führenden Ökonomen. Marcel Fratzscher (DIW), Clemens Fuest (ifo) und Veronika Grimm werfen der Partei wirtschaftspolitische Inkompetenz vor und warnen vor schwerwiegenden Folgen für die exportorientierte Region. Die Idee widerspreche EU-Recht, gefährde den Binnenmarkt und könne Handelskonflikte auslösen. Statt Protektionismus brauche es technologische Innovationen und offene Märkte, betonen die Fachleute.