News und Meldungen



Fachkräftelücke wächst besonders stark bei Fleischfachverkäufern

Die Fachkräftelücke ist 2025 in Deutschland prozentual am stärksten bei Fleischfachverkäufern gewachsen: Laut einer Analyse des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung konnten in diesem Beruf im Schnitt 4.665 Stellen nicht mit qualifizierten Bewerbern besetzt werden, mehr als 40 Prozent mehr als im Vorjahr. Als Gründe nennt die Studie vor allem den demografischen Wandel, einen hohen Anteil älterer Beschäftigter und zu wenig Nachwuchs. Ebenfalls deutlich verschärft hat sich der Mangel bei Erdbewegungsmaschinenführern und Steuerberatern. In absoluten Zahlen bleiben jedoch Bauelektrik und Altenpflege die Berufe mit den größten Engpässen. Insgesamt ist die Fachkräftelücke zwar gesunken, was laut Kofa aber vor allem an der schwachen Wirtschaft und einer geringeren Zahl ausgeschriebener Stellen liegt.

Quelle: https://www.spiegel.de/wirtschaft/fachkraeftemangel-die-luecke-waechst-an-der-fleischtheke-am-staerksten-a-eb952f99-f465-4ac4-9f3e-0c5ac69a9f1c

BAIC kündigt Natrium-Akku für E-Autos mit sehr kurzer Ladezeit an

Der chinesische Autobauer BAIC hat einen Natrium-Ionen-Akku als Prototyp vorgestellt, der als günstige und robustere Alternative zu Lithium-Ionen-Batterien gilt und laut Unternehmen in nur elf Minuten vollständig geladen werden kann. Mit einer Energiedichte von über 170 Wattstunden pro Kilogramm liegt die Technik noch unter klassischen Lithium-Ionen-Akkus, was bei gleichem Gewicht geringere Reichweiten bedeutet, soll dafür aber Vorteile bei Sicherheit, Kosten und Rohstoffverfügbarkeit bieten. Besonders bei niedrigen Temperaturen sieht BAIC Stärken: Der Akku soll zwischen minus 40 und plus 60 Grad einsatzfähig sein und bei minus 20 Grad noch 92 Prozent seiner Kapazität liefern. Damit positioniert sich BAIC neben CATL und Changan als weiterer Anbieter, der Natrium-Akkus in Richtung Serienreife für Elektroautos bringen will.

Quelle: https://t3n.de/news/e-auto-baic-salz-akku-1735622/

Gesundheitsökonomin Stern: Deutschland bremst KI in der Medizin aus

Die Gesundheitsökonomin Ariel Dora Stern sieht in Künstlicher Intelligenz große Chancen für frühere Diagnosen, bessere Patientensteuerung und weniger Bürokratie im Gesundheitswesen, etwa in Radiologie, Dokumentation und bei der Auswertung von Gesundheitsdaten. Deutschland nutze dieses Potenzial jedoch deutlich zu wenig, weil Digitalisierung, Datennutzung und Schnittstellen im Vergleich zu den USA stark hinterherhinkten; beim Aufbau moderner digitaler Krankenhausstrukturen liege man laut Stern rund elf Jahre zurück. Zugleich warnt sie vor den Folgen übermäßiger Regulierung, betont aber auch die realen Datenschutzrisiken und plädiert für einen Mittelweg zwischen strengen deutschen und laxeren US-Regeln. Ärzte seien bei Haftung, Ausbildung und technischer Kompetenz bislang oft noch nicht ausreichend vorbereitet, während viele Patientinnen und Patienten KI-Anwendungen im Alltag bereits offener gegenüberstünden.

Quelle: https://www.zeit.de/digital/2026-03/ki-gesundheitswesen-chatbots-forschung-ariel-stern

Europäisches Patentamt meldet Rekord bei Anträgen – China und Südkorea holen stark auf

Beim Europäischen Patentamt sind 2025 mit 201.974 Anmeldungen so viele Patente eingereicht worden wie nie zuvor, ein Plus von 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zwar kamen weiterhin die meisten Anträge aus den EPA-Mitgliedsstaaten, das Wachstum fiel dort aber gering aus, während Anmeldungen aus dem Ausland um 2,1 Prozent zunahmen, besonders aus China und Südkorea. Die USA blieben nach Anteil der Patente auf Platz eins, Deutschland folgte auf Rang zwei, China zog erstmals an Japan vorbei auf Platz drei. Inhaltlich dominierte die Computertechnologie einschließlich künstlicher Intelligenz, mit besonders starkem Wachstum in der Quantentechnologie und digitaler Kommunikation. Unter den Unternehmen lag Samsung erneut vorn, gefolgt von Huawei, LG und Qualcomm; Nokia war als bestplatziertes europäisches Unternehmen Fünfter, Siemens das führende deutsche Unternehmen.

Quelle: https://www.zeit.de/wirtschaft/2026-03/patentanmeldungen-eu-rekordzahl-anstieg-china-gxe

Studie fordert feste Klimabudgets für Kommunen

Eine Studie des Deutschen Instituts für Urbanistik kommt zu dem Schluss, dass Städte und Gemeinden beim Klimaschutz und bei der Klimaanpassung vor allem durch knappe Finanzen, Personalmangel und bürokratische Förderstrukturen ausgebremst werden. Im Auftrag von Klima-Allianz und Klima-Bündnis schlagen die Autorinnen deshalb vor, Kommunen statt einzelner Projektanträge feste Klimabudgets und dauerhaft finanzierte Klimamanagerinnen zur Verfügung zu stellen, damit sie bewährte Maßnahmen wie LED-Straßenbeleuchtung, Begrünung oder Solaranlagen schneller umsetzen können. Als positives Beispiel gilt das rheinland-pfälzische Förderprogramm Kipki, das laut Kommunalvertretern wirksamere und zügigere Entscheidungen ermöglicht. Zugleich warnen Kommunen, dass die geplante Reform des Heizungsgesetzes die Wärmewende vor Ort erschweren und die Erreichung von Klimazielen gefährden könnte.

Quelle: https://taz.de/Knappe-Kassen/!6165341/

EU-Beschwerde gegen FIFA: Verbraucherschützer kritisieren überhöhte und intransparente WM-Ticketpreise

Die Verbraucherorganisation Euroconsumers und das Fanbündnis Football Supporters Europe haben bei der EU-Kommission Beschwerde gegen die FIFA eingereicht, weil sie der WM 2026 überhöhte, intransparente und teils dynamisch festgelegte Ticketpreise sowie unfaire Verkaufsbedingungen vorwerfen. Kritisiert werden unter anderem stark gestiegene Preise bis zu 9.000 US-Dollar für reguläre Finaltickets, Nachteile für Fans mit Behinderungen und organisierte Fanclubs sowie ein offizieller Weiterverkaufsmarkt, auf dem Tickets ohne Preisgrenze weiterverkauft werden können, während die FIFA an Verkäufer- und Käufergebühren mitverdient. Die EU-Kommission hat den Eingang der Beschwerde bestätigt und prüft nun, ob ein Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht vorliegt.

Quelle: https://www.sportschau.de/fussball/fifa-wm-2026/verbraucherschuetzer-legen-beschwerde-gegen-fifa-ein,verbraucherschutz-tickets-preise-100.html