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Wohnraummangel verschärft Immobilienpreise – Neubautätigkeit sinkt laut Frühjahrsgutachten weiter

Laut dem Frühjahrsgutachten der Immobilienweisen wird die Zahl fertiggestellter Neubauwohnungen 2026 auf rund 215.000 sinken – deutlich weniger als im Vorjahr. Damit bleibt das Wohnraumangebot in Deutschland angespannt, was die Preise weiter steigen lässt: 2025 verteuerten sich Wohnimmobilien im Schnitt um 4 %, in Metropolen wie Frankfurt sogar um 5,7 %. Der Verband deutscher Pfandbriefbanken rechnet mit weiteren Preissteigerungen, da der Wohnraummangel anhält. Ökonomen fordern zusätzliche staatliche Maßnahmen wie Bürgschaften zur Finanzierung von Neubauten, um den Markt zu entlasten.

Quelle: https://www.spiegel.de/wirtschaft/wohnraummangel-duerfte-immobilien-2026-abermals-verteuern-a-e4da08fc-e713-4e9d-a5d4-ee0b0d3e3c73

Bonus-Debatte bei VW bringt Betriebsratschefin Cavallo vor anstehender Wahl unter Druck

Im Vorfeld der Betriebsratswahl bei Volkswagen sorgt ein möglicher Millionen-Bonus für die Konzernführung für Unmut in der Belegschaft. Auslöser ist ein Bericht der Bild, laut dem VW-Finanzchef Antlitz überraschend 6 Milliarden Dollar freisetzte, wodurch Boni von bis zu 1,75 Millionen Euro pro Vorstand ausgelöst werden könnten. Betriebsratschefin Daniela Cavallo, zugleich Aufsichtsratsmitglied, steht in der Kritik, diesen Vorgang nicht rechtzeitig kommuniziert zu haben – besonders, da sie zuvor einem Gehaltsverzicht für die Belegschaft zugestimmt hatte. Die Belegschaft fühlt sich übergangen, Oppositionsgruppen wie „Die andere Liste“ nutzen die Situation im Wahlkampf. Der Konzern schweigt bislang.

Quelle: https://taz.de/Bonus-Wunder-bei-Volkswagen/!6153457/

Boom bei Biolebensmitteln: Nachfrage übersteigt Angebot – Importabhängigkeit wächst

Im Jahr 2025 stieg der Umsatz mit Biolebensmitteln in Deutschland auf den Rekordwert von 18,2 Milliarden Euro – ein Plus von 6,7 % im Vergleich zum Vorjahr. Die heimische Anbaufläche konnte mit dieser Entwicklung nicht Schritt halten und wuchs nur um 1,1 %, was den Bioanteil auf 11,7 % der landwirtschaftlichen Fläche bringt. Da die Nachfrage das inländische Angebot übersteigt, müssen zunehmend Bioprodukte wie Möhren, Zwiebeln oder Fleisch importiert werden. Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft fordert daher politische Maßnahmen zur Förderung des Ökolandbaus, unter anderem durch eine stärkere Anerkennung ökologischer Leistungen in der EU-Agrarpolitik

Quelle: https://www.zeit.de/wirtschaft/2026-02/bio-lebensmittel-umsatz-wachstum#cid-79931977

Schwache Nachfrage und Deflationsdruck bremsen Chinas Wirtschaft trotz Exportboom

Die chinesische Wirtschaft steht zunehmend unter Druck: Trotz stabiler Exportzahlen leidet der Binnenmarkt unter schwacher Nachfrage, Überkapazitäten und sinkenden Preisen. Im Januar 2026 stiegen die Verbraucherpreise nur leicht um 0,2 %, während die Herstellerpreise weiter fielen – ein Zeichen für drohende Deflation. Viele Konsumenten geben sich zurückhaltend, vergleichen Preise oder kaufen bewusst günstiger ein. Kleine Einzelhändler berichten von rückläufigem Umsatz, während die Regierung versucht, mit Konsumanreizen wie Gutscheinen und günstigen Krediten gegenzusteuern. Experten fordern Reformen im Sozialsystem, um die Kaufbereitschaft der Bevölkerung zu stärken.

Quelle: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/weltwirtschaft/china-wirtschaft-schwaeche-100.html

Algerien rüstet sich als künftiger Lieferant für grünen Wasserstoff nach Europa

Algerien will seine Rolle als Energielieferant ausbauen und bis 2035 massiv in den Export von grünem Wasserstoff investieren. Mit großflächigen Photovoltaikanlagen in der Sahara und einem neuen Masterstudiengang in Wasserstofftechnik schafft das Land Grundlagen für eine klimafreundliche Zukunft. Ein geplanter \"Südlicher Wasserstoffkorridor\" soll den Energieträger über Tunesien und Italien bis nach Deutschland bringen. Während erste Pilotprojekte anlaufen, wartet die algerische Seite auf klare Abnahmezusagen aus Europa. Mit industrieller Produktion wird nicht vor 2030 gerechnet.

Quelle: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/energie/gruener-wasserstoff-algerien-100.html

Physikerin Scheppat kritisiert deutsche Autobranche: „Ohne Mut keine Zukunft“

Die Physikerin und Wasserstoffexpertin Birgit Scheppat sieht die deutsche Autoindustrie in einer existenziellen Krise. In einem Interview mit der taz kritisiert sie deren Mutlosigkeit und mangelnde Innovationskraft beim Wandel zu emissionsfreier Mobilität. Während asiatische Länder längst voranschreiten, würden deutsche Konzerne wie VW oder Porsche zögern, ihre E-Strategien konsequent umzusetzen. Scheppat fordert gezielte politische Anreize, klare industriepolitische Vorgaben und Investitionen in europäische Batterietechnologie. Nur so könne die Branche wettbewerbsfähig und klimaneutral werden.

Quelle: https://taz.de/Physikerin-ueber-die-deutschen-Autobauer/!6151648/