Der t3n-Artikel warnt davor, Passwörter von KI-Chatbots wie ChatGPT, Gemini oder Claude erzeugen zu lassen: Zwar wirken die vorgeschlagenen Zeichenfolgen mit Zahlen und Sonderzeichen oft robust, doch Sicherheitsforscher:innen (u. a. von Irregular) sehen darin eine systematische Schwäche, weil große Sprachmodelle eher wahrscheinliche, plausible Muster als echten Zufall erzeugen – und damit wiederkehrende Strukturen produzieren (z. B. ähnliche Anfänge oder vorhersehbare Positionen von Sonderzeichen). In Tests lag die Entropie der KI-Passwörter demnach weit unter dem Niveau kryptografisch sicherer Passwörter (genannt werden etwa 27 Bit statt rund 98 Bit), was Brute-Force-Angriffe stark erleichtern könne. Die Muster seien teils bereits in Open-Source-Code auf GitHub gefunden worden, wodurch „Vibe-Coding“ zum Einfallstor werden könne. Empfohlen wird stattdessen die Nutzung von Passwort-Managern mit kryptografisch sicheren (Pseudo-)Zufallszahlengeneratoren; zugleich wird erwähnt, dass auch manche Passwort-Manager zuletzt Sicherheitsprobleme hatten, an deren Behebung Hersteller arbeiten.
Quelle: https://t3n.de/news/passwoerter-chatgpt-erstellen-unsicher-1730517/
China hat die USA 2025 wieder als wichtigsten Handelspartner Deutschlands abgelöst: Der Warenhandel mit der Volksrepublik stieg laut Statistischem Bundesamt vor allem durch höhere Importe um 2,1 % auf 251,8 Mrd. Euro, während der Handel mit den USA insgesamt um 5 % sank und bei 240,5 Mrd. Euro lag; danach folgen die Niederlande mit 209,1 Mrd. Euro. Aus China kamen die meisten deutschen Importe (170,6 Mrd. Euro), insbesondere Datenverarbeitungsgeräte sowie elektrische/optische Erzeugnisse, elektrische Ausrüstungen und Maschinen; zugleich sanken deutsche Exporte nach China um 9,7 % auf 81,3 Mrd. Euro. Trotz Rückgangs blieb die USA wichtigster Absatzmarkt deutscher Waren: Exporte dorthin fielen um 9,4 % auf 146,2 Mrd. Euro, wobei Kraftwagen und -teile trotz eines Minus von 17,8 % den größten Anteil stellten.
Quelle: https://www.zeit.de/wirtschaft/2026-02/china-deutschland-usa-warenhandel-importe
Obwohl der Deutschland-Tourismus 2025 ein Rekordjahr verzeichnete, konnte das Gastgewerbe davon kaum profitieren: Nach vorläufigen Destatis-Zahlen stieg der Umsatz nominal um 1,4 %, preisbereinigt sank er jedoch um 2,1 %. Besonders Beherbergungsbetriebe lagen real 2,0 % unter Vorjahr, und auch die Gastronomie blieb unter Druck – Essengehen werde angesichts stark gestiegener Preise für viele zum Luxus; selbst in der feierintensiven Weihnachtszeit fiel der reale Umsatz im Dezember gegenüber Dezember 2024 um 2,0 % (Hotels nominal +2,2 %, real −1,7 %; Gastronomie nominal +1,4 %, real −1,8 %). Zudem deuteten neue Werte darauf hin, dass die Mehrwertsteuersenkung auf Speisen (7 % statt 19 %) bei vielen Gästen nicht ankommt: Restaurantbesuche waren im Januar laut Destatis 3,6 % teurer als ein Jahr zuvor, weil viele Betriebe die Entlastung angesichts steigender Energie-, Waren- und Lohnkosten einbehalten.
Quelle: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/konjunktur/gastgewerbe-umsatz-weniger-100.html
EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat in einem Interview mit dem „Wall Street Journal“ angedeutet, dass sie ihre reguläre Amtszeit bis Ende Oktober 2027 voraussichtlich doch voll erfüllen will: Ihre „Grundannahme“ sei, dass die Konsolidierung der bisherigen Arbeit bis zum Ende ihrer Amtszeit dauere. Damit bremst sie Spekulationen, die durch einen Bericht der „Financial Times“ befeuert worden waren, wonach sie vorzeitig zurücktreten könnte, um Frankreichs Präsident Emmanuel Macron noch Einfluss auf die Nachfolge zu ermöglichen – mit Blick auf die französische Präsidentschaftswahl im April 2027 und ein mögliches Erstarken rechter Kräfte. Laut Reuters soll Lagarde zudem intern betont haben, weiter auf den Job fokussiert zu sein; falls sie ginge, würden Kollegen es von ihr selbst erfahren. In dem Interview stellte Lagarde ihre Kernaufgaben – Preis- und Finanzstabilität sowie „den Euro zu schützen“ – in den Vordergrund und sagte zugleich, das Weltwirtschaftsforum sei eine von mehreren Optionen für die Zeit nach der EZB; Kritik, ein früher Rückzug könnte die Zentralbank politisieren, konterte sie demnach mit dem Verweis auf die Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit der EZB.
In einem potenziell wegweisenden US-Verfahren wirft eine 20-Jährige Plattformen wie YouTube und Instagram vor, ihre Dienste bewusst süchtig machend gestaltet zu haben (z.B. Endlos-Scrollen) und macht psychische Folgen geltend; Meta-Chef Mark Zuckerberg sagte als Zeuge, Meta setze keine Nutzungszeit-Ziele mehr, räumte aber frühere Schwächen bei der Alterskontrolle ein – teils hätten auch Unter-13-Jährige Zugriff, deren Accounts würden bei Auffallen gelöscht.
Quelle: https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/zuckerberg-prozess-100.html
Der Kommentar in der taz (19.02.2026) argumentiert, dass viele Arbeitgeber Mindestlohn, Überstunden-Regeln oder Mitbestimmung systematisch missachten, weil Kontrollen selten und Sanktionen meist schwach seien – etwa bei wiederholten Mindestlohnverstößen trotz Bußgeldern. Genannt werden u.a. Schätzungen zu 850.000 Beschäftigten unter Mindestlohn, 638 Mio. unbezahlten Überstunden (2024) und extrem seltenen Verurteilungen bei Behinderung von Betriebsräten; zugleich sinke die Reichweite von Arbeitnehmervertretungen (nur noch 36 % arbeiten in Betrieben mit Betriebsrat). Viele Betroffene klagten selbst bei Kündigungen kaum (u.a. wegen „erlernter Hilflosigkeit“ und Machtgefälle), weshalb der Autor härtere, häufigere staatliche Kontrollen und öffentlich wirksamere Konsequenzen fordert – denn bislang werde Arbeitsschutz im Schnitt nur alle 100 Jahre geprüft, künftig immerhin etwa alle 20 Jahre.