News und Meldungen



Diesel und E10 über 2 Euro: Bundeskartellamt soll Preissprünge an Tankstellen prüfen

Nach dem Iran-Krieg sind die Spritpreise weiter stark gestiegen: Super E10 lag in der Spitze bei 2,003 €/l, Diesel bei 2,086 €/l; im Tagesschnitt wurden zuletzt 2,005 €/l (Diesel) und 1,935 €/l (E10) genannt. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) kündigte eine kartellrechtliche Prüfung im Austausch mit dem Bundeskartellamt an, Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) drohte bei möglicher „Abzocke“ mit Konsequenzen; eine Spritpreisbremse sei laut Reiche nicht geplant. ADAC und Mineralölverband streiten über die Angemessenheit: Die Branche verweist auf deutlich höhere Einkaufspreise, der ADAC hält die Erhöhungen für unverhältnismäßig.

Quelle: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/verbraucher/spritpreise-benzin-diesel-bundeskartellamt-100.html

Bund stoppt neue Klimaanpassungs-Förderung für Kitas und Pflegeheime

Die Bundesregierung vergibt 2026 keine neuen Mittel im Programm „Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen“, das etwa Pflegeheime und Kitas bei Maßnahmen gegen Hitze und Starkregen unterstützt, wie das Umweltministerium auf eine Grünen-Anfrage mitteilt; finanziert würden nur laufende Vorhaben und noch einige Anträge aus 2024. Grüne und Wohlfahrtsverbände kritisieren, dass soziale Träger Anpassungen oft nicht refinanziert bekommen und ohne Bundesgeld Investitionen wie Verschattung oder Dachbegrünung schwer stemmen können; laut Ministerium konnten wegen knapper Haushaltsmittel zuletzt nur rund ein Viertel der Anträge bewilligt werden.

Quelle: https://taz.de/Hitzeschutz-fuer-Pflegeheime-und-Kitas/!6159518/

Telekoms „Magenta AI Call Assistant“: KI soll bei Anrufen mitlauschen – Zustimmung bleibt Knackpunkt

Auf dem Mobile World Congress 2026 stellt die Deutsche Telekom einen „Magenta AI Call Assistant“ vor, der sich künftig zu Telefonaten dazuschalten lässt und dann z. B. Fragen im Gespräch beantworten kann – in der Demo hakt das wegen Messe-Lärm zunächst, später liefert die KI u. a. Tipps für Barcelona und erklärt sich noch auffällig oft (wohl nur zu Vorführzwecken). Kernpunkt der Analyse: Wenn die KI „bei jedem Gespräch“ potenziell mithört, stellt sich vor allem die Frage nach Einwilligung, Transparenz und Kontrolle – insbesondere, was passiert, wenn nicht alle Gesprächsteilnehmer das wollen.

Quelle: https://t3n.de/news/magenta-ai-call-assistant-mobilfunk-gespraech-mithoeren-1732439/

Neues Gebäudemodernisierungsgesetz: Mehr Wahlfreiheit beim Heizen – doch Branche warnt vor Kostenfallen

Die Bundesregierung plant ein Gebäudemodernisierungsgesetz mit mehr Wahlfreiheit beim Heizen, doch Handwerk und Energieberater kritisieren unklare Förderregeln und warnen vor Kostenfallen durch steigende CO₂-Preise und teure „grüne“ Beimischungen. Wärmepumpen bleiben vor allem im Neubau/Sanierung Standard, gelten aber bei unsanierten Altbauten teils als schwierig; Gas oder Öl könnten dort höchstens übergangsweise genutzt werden, zumal ab 2029 strengere Vorgaben drohen. Beispielrechnungen nennen etwa 19.000–20.000 Euro für eine Ölheizung und rund 35.000 Euro für eine Wärmepumpe, die durch Förderung (bis zu 16.500 Euro) im Eigenanteil näher zusammenrücken kann, während die Wärmepumpe im Betrieb oft günstiger ist – insgesamt überwiegt Planungsunsicherheit.

Quelle: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/energie/gebaeudemodernisierungsgesetz-heizungsbauer-100.html

Preisschock an der Zapfsäule: Super E10 knackt die 2-Euro-Marke – Politik fordert Eingreifen

Laut ADAC hat nach Diesel nun auch Super E10 im bundesweiten Durchschnitt kurzzeitig die 2-Euro-Marke überschritten (E10 morgens bis 2,003 €/l, Diesel 2,086 €/l); im Tagesschnitt lagen die Preise zuletzt ebenfalls hoch (Diesel 2,005 €/l, E10 1,935 €/l). Politik und Behörden reagieren: Bremens Regierungschef Andreas Bovenschulte (SPD) fordert eine Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne, Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) kündigt eine Überprüfung der Preisbildung im Austausch mit dem Bundeskartellamt an, und Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) warnt vor „Abzocke“. Als Haupttreiber nennt der Artikel den Krieg zwischen Israel und Iran sowie die Sperrung der Straße von Hormus; zudem wird wieder über Maßnahmen wie eine Spritpreisbremse diskutiert.

Quelle: https://www.spiegel.de/wirtschaft/service/tanken-jetzt-kostet-auch-super-e10-mehr-als-zwei-euro-a-7a631f96-43c2-4099-9f50-5b4543dc1d8d

Anthropic setzt rote Linien für Militär-KI – Pentagon droht mit Zwang per Notstandsgesetz

Der KI-Anbieter Anthropic will dem US-Verteidigungsministerium vertraglich untersagen, seine Software für Massenüberwachung in den USA sowie in vollständig autonomen Waffen einzusetzen, und begründet das mit Missbrauchsrisiken und der aus seiner Sicht noch unzureichenden Verlässlichkeit von KI in Waffensystemen, berichtet t3n unter Berufung auf dpa. Laut CEO Dario Amodei reagierte das Pentagon scharf: Man wolle nur mit Firmen arbeiten, die „jedem legalen Einsatz“ zustimmen, andernfalls drohe eine Einstufung Anthropics als Lieferkettenrisiko, was das US-Geschäft massiv erschweren könnte; zudem steht im Raum, dass das Ministerium den Defense Production Act von 1950 nutzen könnte, um die Einschränkungen zu kippen – mit einer von Anthropic genannten Frist bis zum späten Freitagnachmittag in Washington. Ein ranghoher Pentagon-Vertreter, Emil Michael, attackierte Amodei öffentlich auf X, während Anthropic warnt, KI könne verstreute Daten zu detaillierten Personenprofilen zusammenführen und dürfe nicht „wissentlich“ eingesetzt werden, wenn dadurch Soldaten oder Zivilisten gefährdet würden. Der Konflikt gewinnt Brisanz, weil Anthropic-Software laut Bericht auch bei einer US-Operation zur Gefangennahme von Nicolás Maduro genutzt worden sein soll (Details unklar) und weil das Pentagon unter Minister Pete Hegseth betont, keine Modelle verwenden zu wollen, die Kriegsführung einschränken; als möglicher Profiteur einer Anthropic-Blockade wird xAI genannt, wobei offen bleibt, ob andere Anbieter die gleichen Fähigkeiten liefern können.

Quelle: https://t3n.de/news/anthropic-will-ki-nicht-fuer-autonome-waffen-freigeben-pentagon-droht-mit-notstandsgesetz-von-1950-1731600/