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Spritpreise sinken weiter – ADAC sieht nur erste Entspannung nach Osterhoch

Die Kraftstoffpreise in Deutschland gehen laut ADAC weiter zurück und liegen inzwischen deutlich unter dem Niveau rund um Ostern: Ein Liter Super E10 kostet aktuell im Schnitt etwa 2,16 Euro (−1,6 Cent zum Vortag), Diesel rund 2,31 Euro (−4,7 Cent). Auch andere Auswertungen bestätigen den Abwärtstrend mit ähnlichen Durchschnittspreisen. Dennoch bewertet der ADAC den Rückgang lediglich als erste Korrektur zuvor stark gestiegener Preise; angesichts der Unsicherheiten durch den Iran-Konflikt sei die Lage am Kraftstoffmarkt zwar etwas entspannter, eine nachhaltige Entwarnung gebe es jedoch noch nicht.

Quelle: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/verbraucher/spritpreis-entwicklung-104.html

Arbeitgeber zweifeln an voller 1.000-Euro-Prämie für Beschäftigte

Die geplante steuerfreie Entlastungsprämie von bis zu 1.000 Euro für Beschäftigte dürfte nach Einschätzung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände deutlich seltener ausgezahlt werden als die Inflationsausgleichsprämie von 2022, von der damals mehr als 80 Prozent der Tarifangestellten profitierten. Arbeitgebervertreter kritisieren, dass Bundesregierung und Koalition Erwartungen geweckt hätten, obwohl die Zahlung freiwillig ist und von den Unternehmen finanziert werden muss; insbesondere in Branchen mit bereits abgeschlossenen Tarifverträgen seien zusätzliche Zahlungen kaum realistisch. Auch der Steuerzahlerbund hält die Maßnahme für problematisch und plädiert stattdessen für eine Ausweitung der Entfernungspauschale. Die Koalition hatte die Prämie zusammen mit einer befristeten Senkung der Mineralölsteuer beschlossen.

Quelle: https://taz.de/Entlastungspraemie/!6171436/

EU-Staaten reagieren auf Energiekrise mit Milliardenhilfen – Deutschland diskutiert noch

Mehr als 20 EU-Staaten haben wegen der stark gestiegenen Energiepreise bereits Entlastungen beschlossen, während Deutschland weiter über zusätzliche Maßnahmen debattiert. Die Niederlande planen Hilfen für einkommensschwache Haushalte, steuerliche Entlastungen für Nutzfahrzeuge und Zuschüsse zur Wärmedämmung, Italien stellt ein rund drei Milliarden Euro schweres Paket für Unternehmen und zur Senkung der Spritpreise bereit. Auch Griechenland und Österreich haben die Mineralölsteuer gesenkt, Frankreich hilft bislang nur begrenzt bestimmten Berufsgruppen, was dort bereits Proteste auslöst. Auf EU-Ebene ist derzeit keine Lockerung der Schuldenregeln vorgesehen; stattdessen sollen mehr Spielräume für Subventionen und Maßnahmen für günstigeren Strom geschaffen werden.

Quelle: https://www.tagesschau.de/ausland/europa/energiekosten-eu-entlastungen-100.html

Chinas Wirtschaft wächst zu Jahresbeginn überraschend stark – Irankrieg belastet bislang kaum

Chinas Wirtschaft ist im ersten Quartal 2026 trotz der Folgen des Irankriegs überraschend kräftig um 5,0 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gewachsen und damit stärker als von Analysten erwartet. Als Gründe gelten laut Ökonomen hohe strategische Energiereserven, ein breiter Energiemix und staatliche wirtschaftspolitische Maßnahmen. Zugleich warnen Fachleute vor wachsenden Risiken, weil der Krieg die Weltkonjunktur, die Exportnachfrage und über steigende Preise auch Chinas Wirtschaft im weiteren Jahresverlauf belasten könnte. Peking setzt deshalb weiter darauf, den schwachen Binnenkonsum zu stärken und so die Abhängigkeit vom Export zu verringern.

Quelle: https://www.spiegel.de/wirtschaft/china-wirtschaft-legt-im-ersten-quartal-trotz-irankriegs-deutlich-zu-a-4a00760a-7198-415b-bb69-5eb8fdee1336

Apple-Intelligence-Lücke: Forscher hebeln KI-Schutzmechanismen per Prompt Injection aus

Sicherheitsforscher haben nach eigenen Angaben mehrere Schwachstellen in Apple Intelligence gefunden, mit denen sich die eingebauten Guardrails per Prompt Injection umgehen ließen; in Tests gelang dies bei 76 von 100 zufälligen Eingaben. Ausgenutzt wurde vor allem, dass Apple zunächst schwächere lokale Modelle einsetzt, bevor komplexere Cloud-Modelle übernehmen. Zu den Methoden gehörten unter anderem unverständliche „Neural Execs“ sowie missbräuchlich eingesetzte Unicode-Zeichen aus rechts-nach-links geschriebenen Sprachen, mit denen sowohl Modellschutz als auch nachgelagerte Filter umgangen wurden. Apple war laut den Forschenden bereits im Oktober 2025 informiert worden und hat die Lücken inzwischen durch interne Änderungen in seinen Betriebssystemen geschlossen.

Quelle: https://t3n.de/news/prompt-injection-bei-apple-intelligence-wie-forscher-die-ki-guardrails-mit-simplen-tricks-umgehen-1738469/

EU verschärft Vorgehen gegen Billigimporte: Neue Gebühr auf Online-Ware ab November

Die EU führt ab dem 1. November 2026 eine neue Bearbeitungsgebühr für online bestellte Waren aus Drittstaaten ein, um die stark gestiegenen Kosten für Kontrolle und Abfertigung der Paketflut zu decken. Die genaue Höhe soll noch von der EU-Kommission festgelegt werden. Zusätzlich gilt bereits ab Juli 2026 eine vorläufige Abgabe von drei Euro für Pakete mit einem Warenwert bis 150 Euro, die bisher zollfrei eingeführt werden konnten. Betroffen sind vor allem Plattformen wie Shein, Temu, AliExpress und Amazon, über die täglich Millionen Sendungen in die EU gelangen. Mit den neuen Regeln will Brüssel Billigimporte bremsen, gleiche Wettbewerbsbedingungen schaffen und die Kontrolle unsicherer oder nicht konformer Produkte verschärfen; ob die Mehrkosten am Ende bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern landen, ist noch offen.

Quelle: https://taz.de/Neue-Bearbeitungsgebuehr/!6166464/