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IGeL in Arztpraxen - doch eher Fluch als Segen?

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Defizite in Motivation und Organisation: Ein Drittel der Arzthelferinnen mag IGeL 'überhaupt nicht'

32,1 Prozent der Medizinischen Fachangestellten gaben bei einer Studie des PKV Informationszentrums (www.medizinische-fachangestellte.de) an, IGeL "überhaupt nicht" zu mögen. 17 Prozent waren zwar grundsätzlich dafür, fühlten sich mit dem Angebot von Selbstzahlerleistungen aber überfordert. Die gute Nachricht: Die Hälfte (50,9 Prozent) sagte "Ich mache das gerne, denn damit biete ich Patienten einen guten Service". Aktives IGeL-Management betreiben immerhin 43,9 Prozent der befragten Arztpraxen, noch mehr allerdings (46,7 Prozent) bieten IGeL nur an, wenn es sich von selbst ergibt.



Heidrun Polegek, Chefredakteurin des MFA-Beratungsbriefs MFA Exklusiv sieht immer noch große Defizite der Arztpraxen beim Angebot von Selbstzahlerleistungen: "Es ist schon erschreckend, dass immerhin mehr als ein Viertel der Arzthelferinnen und MFAs ihr Wissen über das IGeL-Angebot als mittel bis schlecht einschätzt und sogar 38,6 Prozent ihre Fähigkeiten in der IGeL-Beratung ebenso beurteilt. Hier ist die Praxisleitung gefragt, die anscheinend nur wenig für die Schulung der Mitarbeiterinnen tut. Es geht darüber hinaus auch um rhetorische Fähigkeiten um Umgang mit Patienten, die den MFAs niemand vermittelt." Da auch die sinnvolle organisatorische Einbindung des IGeL-Angebots in den Praxisablauf von einem Drittel der Befragten moniert wurde, gibt es laut Studie großen Handlungsbedarf in den Praxen.



Heidrun Polegek: "Das Hauptproblem ist, dass die Praxisleitung meist keine Zeit hat, sich intensiv um Einführung, Organisation und Betreuung der IGeL-Leistungen, die ja sowohl für Patienten als auch Praxisergebnis einen überaus positiven Wert haben können, kümmert. Ich empfehle deshalb, eine geeignete MFA für diese Aufgabe einzusetzen. Diese kann sich ein professionelles Wissen durch entsprechende Fortbildungen aneignen. In diesem Bereich gibt es sehr gute Angebote, die auch berufsbegleitend - z. B. in Form eines Fernlehrgangs zur IGeL-Beraterin mit Prüfung und Zertifikat - absolviert werden können (www.medizinische-fachangestellte.de/igel)."



Patienten sehen IGeL übrigens eher positiv: 34,9 Prozent der MFAs gaben an, dass ihre Patienten IGeL als eine wichtige Ergänzung zu den Praxisleitungen einschätzen. Wirklich genervt davon sind nur 14,5 Prozent. Es gibt also ein großes Potential von Patienten, die Selbstzahlerleistungen durchaus schätzen oder ihnen neutral gegenüberstehen. Diese Patienten aktiv im IGeL-Management zu betreuen, kann Arztpraxen einen großen wirtschaftlichen Vorsprung verschaffen. "Die Investition in die Mitarbeiterforbildung lohnt sich auf jeden Fall. Es ist an der Zeit für ein Umdenken in den Arztpraxen!" betont Heidrun Polegek.


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Herr Tim Egenberger (Tel.: 089 45228090), verantwortlich.

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