info@PortalDerWirtschaft.de | 02635/9224-11
Suchmaschinenoptimierung
mit Content-Marketing - Ihre News
TeleTrusT - Bundesverband IT-Sicherheit e.V. |

TeleTrusT - Bundesverband IT-Sicherheit e.V.: IT-Sicherheitswirtschaft fordert nationale 'Security-Roadmap'

Bewerten Sie hier diesen Artikel:
0 Bewertungen (Durchschnitt: 0)


Klare Strategie für IT-Sicherheit und Datenschutz von Behörden, Unternehmen, Wissenschaft und Bürgern ist Grundlage für nationale Souveränität


Der Bundesverband IT-Sicherheit e.V. (TeleTrusT) fordert die künftige Bundesregierung auf, die Erarbeitung und Umsetzung einer nationalen 'Security-Roadmap' in ihr Arbeitsprogramm aufzunehmen. Das immer offenkundiger werdende Ausmaß der Abhöraktionen...

Berlin, 28.10.2013 - Der Bundesverband IT-Sicherheit e.V. (TeleTrusT) fordert die künftige Bundesregierung auf, die Erarbeitung und Umsetzung einer nationalen 'Security-Roadmap' in ihr Arbeitsprogramm aufzunehmen.

Das immer offenkundiger werdende Ausmaß der Abhöraktionen zeigt die Herausforderungen durch Cyber-Spionage. Dem muss durch eine entsprechende Priorisierung im kommenden Regierungsprogramm Rechnung getragen werden. Eine nachhaltige IT-Sicherheitsstrategie, in die die maßgeblichen Beteiligten aus Politik, Anwendern, Wissenschaft und IT-Sicherheitsindustrie eingebunden sind, ist für die Sicherstellung der Handlungs-Souveränität von Staat und Wirtschaft dringend erforderlich.

Mit dem im September 2013 eingerichteten "Runden Tisch zur IT-Sicherheitstechnik' hat die Bundesregierung bereits eine wichtige Grundlage geschaffen. Nun gilt es, dieses Gremium, in dem alle Vertreter an einem Tisch sitzen, mit der Erarbeitung einer konkreten nationalen 'Security-Roadmap' zu beauftragen. Ziel ist es, die bereits identifizierten Handlungserfordernisse zu konkretisieren, mit den erforderlichen Finanzmitteln zu versehen und einen detaillierten Zeitplan zur Umsetzung vorzugeben.

"Voraussetzung für sichere IT ist die Beschaffung und der Einsatz von hochwertiger und vertrauenswürdiger Sicherheitstechnologie. Und diese gibt es weder zum Nulltarif noch kommt sie von alleine zum Einsatz. Das hat die Abhöraktion von Merkels ungeschütztem Partei-Handy noch einmal gezeigt', so TeleTrusT-Vorstand und Sirrix-CEO Ammar Alkassar. "Der Schutz von Daten und Kommunikation ist die Verkehrssicherheit einer digitalisierten Gesellschaft des 21. Jahrhunderts: Niemand stellt heute ernsthaft die Gurtpflicht trotz Komforteinbußen in Frage. Bei der IT-Sicherheit müssen wir dort noch hin."

Deutschland hat bereits eine ausgeprägte und international erstklassige IT-Sicherheitsindustrie und durch enge Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik auch eine bedarfsgerechte Lösungspalette zur Absicherung von IT-Systemen. Diese muss nun aktiv in eine langfristige und abgestimmte IT-Sicherheitsstrategie und -Roadmap integriert werden.

"Dabei muss das Ziel sein, einen Paradigmenwechsel in der IT-Sicherheit voranzutreiben, um nachhaltig und effizient unsere Informationen und Daten zu schützen. IT-Systeme müssen pro-aktiv vor intelligenten Angriffen geschützt werden, statt wie bisher nur reaktive Maßnahmen zu ergreifen. In diesem innovativen IT-Sicherheitsbereich ist Deutschland bereits Vorreiter, eine verstärkte Umsetzung ist allerdings erforderlich", meint Prof. Norbert Pohlmann TeleTrusT-Vorsitzender und Leiter des Instituts für Internet-Sicherheit der Westfälischen Hochschule.

Zu den weiteren bereits identifizierten Handlungsempfehlungen gehören:

1. Angemessenes hohes IT-Sicherheitsniveau anstreben und IT-Sicherheitsmarkt stärken:

- Verpflichtung zur Einhaltung branchenspezifischer IT-Sicherheitsstandards in kritischen Infrastrukturen

- Nationales Routing der nationalen Kommunikationsverkehre (z.B. IP, E-Mail, Voice)

- Definition messbarer Sicherheitsziele für Deutschland (z.B. Domänenzertifizierung, E-Mail-Verschlüsselung)

2. Stärkung der Evaluierungskapazitäten von IT-Sicherheitsprodukten:

- Überprüfung der Produkthaftung für IT-Sicherheitsmängel

- Aufbau von zertifizierten IT-Sicherheitsdienstleistern zur Bewertung von IT-Sicherheitsprodukten

- Ausbau des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik zur kompetenten Begleitung der Digitalisierung der Gesellschaft durch verstärkte Beratungs- und Zertifizierungskapazitäten

- Deutsche IT-Sicherheitswirtschaft aktiv ausbauen

3. Flankierung bei der Bereitstellung von Risikokapital für IT-Sicherheitsunternehmen:

- stärkere Berücksichtigung nationaler IT-Sicherheitsinteressen bei öffentlichen Vergaben


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, PresseBox.de, verantwortlich.

Pressemitteilungstext: 415 Wörter, 3962 Zeichen. Als Spam melden


Kommentare:

Es wurde noch kein Kommentar zu diesem Thema abgegeben.



Ihr Kommentar zum Thema





Weitere Pressemitteilungen von TeleTrusT - Bundesverband IT-Sicherheit e.V. lesen:

TeleTrusT - Bundesverband IT-Sicherheit e.V. | 24.11.2016

ISO-Norm für Internetanalysen in der Markt-, Meinungs- und Sozialforschung

Berlin, 24.11.2016 - ISO 19731 "Digital analytics and web analyses for purposes of market, opinion and social research - Vocabulary and service requirements" ist eine neue Norm für die Markt-, Meinungs- und Sozialforschung im Internet. Die Norm stel...
TeleTrusT - Bundesverband IT-Sicherheit e.V. | 31.10.2016

Nur ein Drittel deutscher Unternehmen ausreichend auf DDoS-Attacken vorbereitet

Berlin, 31.10.2016 - Im Rahmen der it-sa 2016 führte Link11 in Kooperation mit TeleTrusT eine Umfrage unter 250 IT-Entscheidern und -Beratern durch. Aktueller Hintergrund war die umfassende DDoS-Attacke auf den DNS-Service des Anbieters dyn, die u.a...
TeleTrusT - Bundesverband IT-Sicherheit e.V. | 06.09.2016

TeleTrusT/VOI-Signaturtag 2016

Berlin, 06.09.2016 - Der Bundesverband IT-Sicherheit e.V. (TeleTrusT) und der Verband Organisations- und Informationssysteme e.V. (VOI) setzen mit dem Informationstag "Elektronische Signatur" am 20.09.2016 in Berlin die Veranstaltungsreihe der Vorjah...