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Auswirkungen des AMNOG sind immer noch deutlich und zwingen Apotheker weiterhin zum Sparen:

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Apothekenverbund prüft die komplexen Rechnungen der Großhändler, verhandelt Einkaufskonditionen und hilft so, monatlich hohe Beträge zu sparen.


Mehr als 20 Monate nach Einführung des Gesetzes zur Neuordnung von Arzneimitteln (AMNOG), dessen Ziel es ist, die rasant steigenden Arzneimittelausgaben der gesetzlichen Krankenkassen einzudämmen, machen die mittlerweile erstellten Bilanzen die Auswirkungen des AMNOG auf die öffentlichen Apotheken deutlich sichtbar. Die Margen-Beschränkungen wurden von den pharmazeutischen Großhändlern 1 : 1 an die Apotheken weitergereicht. Durch den deutlich gesunkenen Rohertrag, müssen viele Apotheken weiterhin um ihre Existenz fürchten und sparen, wo immer es möglich ist. Eine Quelle für versteckte Kosten und somit großes Einsparpotential ergibt sich aus den Sammelrechnungen der pharmazeutischen Großhändler. Diese sind bekanntermaßen sehr kompliziert aufgebaut, weshalb die meisten Apotheker/innen die Monatsrechnungen ihrer Großhandelslieferanten nicht oder nur schwer nachvollziehen können. Oft werden Abweichungen von der vereinbarten Kondition nicht erkannt. Eventuell entstandene Rabattfehlbeträge werden dann nicht reklamiert und somit auch nicht ausgeglichen. Die Algebra GmbH, eine der größten deutschen Apothekenverbände, kümmert sich darum, dass Abrechnungsfehler sichtbar und korrigiert werden. Sie verhandelt jährlich die günstigsten Konditionen für ihre Mitglieder und prüft die monatlichen Sammelrechnungen penibel genau. Da der Verbund deutschlandweit 115 Apotheken betreut, kann er auf Grund des hohen Gesamtvolumens das auf Dauer bestmögliche Rabattniveau alljährlich aushandeln.

„Durch das AMNOG sollten Apotheken und Großhändler ihren Beitrag zur Entlastung der Krankenkassen leisten“, erklärt Dirk Strothmeyer, Inhaber der Bären-Apotheke in Sulingen. „Tatsächlich haben die Großhändler aber durch Rabattkürzungen ihren Anteil auf die Apotheker abgewälzt, die nun doppelt zahlen. Das hatte bei mir zur Folge, dass das Betriebsergebnis stark absackte und zahlreiche Sparmaßnahmen getroffen werden mussten. Da hilft es, einen starken Partner wie Algebra an seiner Seite zu wissen.“ Für eine große Apotheke mit einem Jahresumsatz von drei Millionen Euro bedeuten die Rabattkürzungen der Großhändler Rohertragseinbußen von circa 20.000 Euro. Da jedoch die Preise der rezeptpflichtigen Medikamente, die rund 80 Prozent des Umsatzes ausmachen, gesetzlich vorgegeben sind, kann lediglich der NON-RX-Bereich, welcher der freien Preisgestaltung unterliegt, überhaupt noch positiv puffernd wirken. Der Apotheker ist somit stark von den gewährten Rabatten der Pharmagroßhändler abhängig.

„Kauft die Apotheke ein rezeptpflichtiges Medikament beim pharmazeutischen Großhandel, rechnet dieser die gesetzlich vorgegebene Handelsspanne von 3,15 Prozent zuzüglich 70 Cent hinzu. Heraus kommt der Apothekeneinkaufspreis“, erklärt Strothmeyer. Die Apotheke gibt das Medikament zu einem gesetzlich festgelegten Preis an den Patienten ab. „Die Krankenkasse erstattet diesen Apothekenabgabepreis abzüglich der vom Patienten geleisteten Zuzahlung und eines Zwangsrabattes von momentan 1,85 Euro.

Die Handelsspanne der Apotheke ist vom Gesetzgeber ebenfalls genau festgelegt. Sie bekommt 3 Prozent auf den Apothekeneinkaufspreis und 8,35 Euro pro Packung, abzüglich des oben genannten Zwangsrabatts von 1,85 Euro. Wird das Medikament im Notdienst abgegeben, gibt es noch 16 Cent für den Notdienst obendrauf. Diese 16 Cent werden dann in einen Notdienstfond einbezahlt.
Würde eine Apotheke ausschließlich verschreibungspflichtige Medikamente abgeben, läge deren Handelsspanne bei maximal 20Prozent vom Umsatz.
Davon müssten dann alle Fixkosten wie Löhne, Miete und Versicherungen bestritten werden. Eine solche Apotheke ist in der Regel nicht überlebensfähig.

Eine genaue monatliche Prüfung der Sammelrechnung kann zu erheblichen Rückzahlungen führen

Die angesprochenen Entwicklungen in punkto sinkender Rohertrag zwingen die Apotheker immer weiter zum Sparen, wobei die komplizierten und meist unübersichtlichen Sammelrechnungen der Großhändler verstärkt in den Fokus rücken. Für die meisten Apotheker ist es sehr schwer, diese zu verstehen. „Mit dem Großhändler verhandelt man Konditionen für einzelne Warengruppen, die alle unterschiedlich rabattiert werden“, erklärt Strothmeyer. „Dazu kommen Tagesangebote und Arzneimittel ohne Rabattierung, Skonto, oder eventuell Boni sowie Mali. Die Entschlüsselung und Nachrechnung aller Segmente dieser Sammelrechnung und die Nachforderungen an den Großhandel würde sehr viel Zeit in Anspruch nehmen, die man besser mit den Kunden verbringen könnte.“ Aus diesem Grund übernimmt Algebra die Überprüfung der Sammelrechnungen. Das Unternehmen kontrolliert penibel die einzelnen Posten, vergleicht die versprochenen mit den Ist-Rabatten und sorgt für die entsprechende Korrektur der Abrechnungen.
Gemeinsam stark: In Vertretung für 115 Apotheken verhandelt die Algebra GmbH mit den für die Apotheken-Gruppe in Frage kommenden Großhändlern
Bis 2004 gab es im RX-Bereich Rabatte von bis zu 12 Prozent. Heute liegen diese durchschnittlich bei 3,5 Prozent. Dementsprechend ist der Rohertrag der Deutschen Apotheke gesunken. Der einzelne Apotheker hat bei Verhandlungen mit den Großhändlern oft das Problem, dass er nicht weiß, welches Rabattniveau zu welcher Zeit angemessen ist.
„Die Hauptschwierigkeit besteht darin, dass der pharmazeutische Großhandel von sich aus nicht immer Bestkonditionen anbietet. Der durchschnittliche Apotheker ist sich dessen aber nicht bewusst, weil ihm normalerweise die Vergleichsmöglichkeit mit anderen Apothekern fehlt. Rabattverhandlungen sind somit oft Gefühlssache“, so Strothmeyer. Da die Algebra aber den Gesamtwarenbezug ihrer 115 Mitglieder, welche ihre Zugehörigkeit zu dem Verbund nicht öffentlich kenntlich machen müssen, bündelt und die Einkaufskonditionen für dieses doch erhebliche Umsatzvolumen jährlich mit den Großhändlern verhandelt, ist das mögliche Ergebnis natürlich besser als wenn einer allein verhandelt. Sie können durch ihre monatlichen Kontakte mit über 150 einzelnen Apotheken gut überblicken, welche Konditionen marktgerecht sind und welche nicht. „So kann die Algebra sicherstellen, dass jede Mitgliedsapotheke den für sie bestmöglichen Rabatt bekommt. Auch ist es für den Großhandel wichtig, ob er lediglich eine Apotheke als Kunde verlieren könnte oder gleich einen ganzen Verbund, der Marktanteile bewegt“, so Strothmeyer.


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Angela Geiß, verantwortlich.

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