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Gentechnisch veränderte Nahrung bei McDonald’s

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Bisher waren Gentechnik-freie Chicken Mc Nuggets für McDonald’s wichtig. Seit Anfang April dürfen die Lieferanten für McDonald’s jedoch gentechnisch verändertes Futter verwenden. Kritik kommt nun nicht nur von den Endverbrauchern.

Verwendung von gentechnisch verändertem Futter



Seit Anfang dieses Monats erlaubt die Fastfoodkette McDonald’s seinen Lieferanten gentechnisch verändertes Futtermittel zu verwenden. Bisher wurde verlangt, nur gentechnisch unverändertes Futter zu verwenden. Ein Konzernsprecher erläuterte , dass die internationalen und nationalen Lieferanten von Hähnchenfleisch nun mitgeteilt hätten, „dass sie mit Beginn des zweiten Quartals dieses Jahres keine ausreichenden Mengen an nicht gentechnisch veränderten Futtermitteln zu wirtschaftlich vertretbaren Konditionen garantieren können“.

Kritik seitens Greenpeace



Bei der Umweltorganisation Greenpeace stößt die plötzliche Änderung auf starke Kritik. Stephanie Töwe-Rimkeit, Gentechnik-Expertin von Greenpeace behauptet, dass für McDonald’s nur der Preis zähle. Jeder Kunde der zukünftig einen Chickenburger kauft, fördere den Einsatz von Gift und Gentechnik in der Landwirtschaft. Dabei würde der Preis für einen Chickenburger laut Berechnungen von Greenpeace um nicht einmal einen Cent steigen, wenn weiterhin gentechnisch unverändertes Futtermittel verwendet würde.

Auch Supermärkte betroffen



Neben McDonald’s sind auch Supermärkte betroffen. Seit 14 Jahren kam die Geflügelindustrie nun ohne Gen-Soja aus. Das ändert sich jedoch nun. Nach Aussage des Zentralverbands der deutschen Geflügelwirtschaft bekommen Masthähnchen, Legehennen und Puten zukünftig wieder vermehrt gentechnisch verändertes Futter. Eine im März von Greenpeace durchgeführte Umfrage zeigt, dass nur Rewe und Tegut weiterhin Eier und Hähnchen ohne Gentechnik produzieren. Diskounter wie Lidl und Aldi können dies nicht garantieren. Andere ebenfalls große Discounter wie Edeka, Netto und Kaiser’s möchten auf Gen-Soja im Tierfutter verzichten. Dies wird jedoch seit Jahren zumindest für Geflügelfleisch nicht verwirklicht.

Umstellung nicht aus Not, sondern aus Kostengründen



Seitens Greenpeace heißt es, dass die Umstellung auf gentechnisch verändertes Futtermittel ohne Not geschehe. Im Vergleich zur letzten Saison geben es zehn Prozent mehr gentechnikfreie Soja. Die Geflügelwirtschaft hingegen behauptet das Gegenteil, es gebe nicht ausreichend Gentechnikfreie Soja. Vom Einzelhandel werden diese Aussagen als gegeben hingenommen und somit die Verantwortung für seine Produkte abgegeben. Die Gentechnikexpertin von Greenpeace erklärt, dass ein gentechnikfrei gefüttertes Hähnchen maximal nur acht Cent mehr kosten würde, die Discouterriesen jedoch nicht bereit seinen dies zu zahlen. Und dies, obwohl sich laut einer aktuellen „Emnid-Umfrage“ 75 Prozent der deutschen Verbraucher sich das Siegel „Ohne Gentechnik“ auf den Produkten wünschen.

McDonald’s betont gleichbleibende Qualität



McDonald’s betont, dass durch die neue Praxis weder Qualität noch Sicherheit des Essens beeinträchtigt werden. Es sei kürzlich von der Weltgesundheitsorganisation festgestellt worden sein, dass gentechnisch verändertes Tierfutter keine negative Auswirkungen auf die Qualität oder Sicherheit von Fleisch, Milch oder Eiern habe. Die Beschränkung für Lieferanten sei vor diesem Hintergrund von McDonald’s in 27 europäischen Märkten für das zweite Quartal aufgehoben worden.


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, FairNet4You, verantwortlich.

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