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FILM: DIE TREIBENDE KRAFT DER SOCIAL MEDIA

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Interview mit Sabine Wagner, sehFrisch Filmproduktion, zur Funktion des Films in den Sozialen Medien

CPC: Frau Wagner, Sie engagieren sich offensiv für den Einsatz von Film / Video im Bereich der Social Media. Sie sind Initiatorin des Projekts "Social Media Film" - was ist Ihr zentrales Anliegen?

Sabine Wagner: Der Film ist die direkteste und leichteste Vermittlung auch komplexerer Inhalte hin zur schnellen Auffassung und Wahrnehmung des Menschen. Bewegtbilder sind das authentischste Medium zur Abbildung menschlichen Handelns, die wirkungsvollste Vermittlung menschlicher Fantasien, Gefühle und Bedürfnisse. Und das Wichtigste dabei ist: Der Film führt Momente vor, wie sie Sprache/Text allein so nicht vermitteln kann.

Das heißt für uns als Filmemacher bezogen auf Social Media: Wenn Soziale Medien Menschen / Gruppen auch tatsächlich substantiell erreichen und verbinden wollen, müssen sie Interaktionen bewirken; genau das gewährleistet der Film. Daher provoziere ich und sage: Erst der Social Media Film schafft die wirklich identifizierende Sozialität, das real Bewegende der Sozialen Medien, also die mediale Ursache intensiver menschlicher Interaktion.



CPC: Warum, Frau Wagner? Erzeugen Social Media für Sie eine Art Entfremdung oder sogar eine Hemmung sozialen Verhaltens?

Sabine Wagner: Das hängt von der weiteren Entwicklung der Social Media ab. - Social Media sind Plattformen mit einer Art Börsenfunktion von Informationen, Interessen und Kontakten. Als solche sind sie eine fantastische, innovative Dimension: Im Gegensatz zur TV geprägten Medienwelt schaffen Soziale Medien wirkliche Teilhabe und proaktive informationelle Selbstbestimmung. Die einseitige Deutungshoheit der Fernsehmedien wird damit zunehmend ersetzt durch die Social Media mit ihren dynamisch vernetzenden und wertsetzenden Systemfunktionen.

Aber: Nehmen Sie als Beispiel das sicher wichtige Microblogging (z. B. Twitter): Wenn Informationsvermittlung monologisch bleibt - wie eben auch klassisch das TV -, dann schafft sie Wissen, aber keine Interaktion. Auch Social Media bewirken dann das Gegenteil: Der Nutzer vereinsamt, denn er ist informiert, aber nicht motiviert. Erst der Film bewirkt die dazugehörige Emotion, führt Bewegung vor, "verführt" zum Dialog, zur Kommunikation.



CPC: Was müssen dann Soziale Medien leisten, um ihrem zentralen Anspruch gerecht zu werden?

Sabine Wagner: Die wesentlichen Social Media Nutzungen sind noch eher recht textlastig und wie gesagt monologisch, damit bleiben sie virtuell. Das Foto ist zwar auf dem Vormarsch, dennoch: Social Media sind aktuell noch zu "un-emotional". Wirkliche Sozialität basiert aber doch auf Leben und Erleben von meist direkter Interaktion.

Und weiter: Sozialität hängt ab von der Ansprache von Intellekt und Gefühlen gleichzeitig. Das muss also dicht und verbindend sowie schnell und ganzheitlich geschehen. Textmessage hier und Youtube-Video dort, - das bedient immer eine der Hirnhälften, zumeist aber eben nicht beide. Dieses "missing link" müssen Soziale Medien zumindest schließen, um bündige gruppen- und zielgerechte Interaktionen zu erzeugen und effizient zu steuern. Oder anders gewendet: Social Media haben die Form und Logik organisiert, jetzt müssen wir an die Inhalte, an die Substanz. Und die ist doch wesentlich emotional!



CPC: Das würde doch in der Konsequenz heißen, dass die Social Media Angebote der klassischen Medien "einbetten" müssen, um ihrer eigentlichen Kernfunktion zu entsprechen?

Sabine Wagner: Richtig, die klassischen und Sozialen Medien beginnen, eine Art von Symbiose zu entwickeln. Und es funktioniert doch schon, so etwa beim Text, auch beim Foto bis hin zum "real-time-Selfy". Und jetzt der Film. Die Social Media sind die großartige Chance, vor allem den Film als zentrales Medium dazu zu nutzen, die Vermittlungsfunktion von Medien gewissermaßen zu demokratisieren.

Nicht nur TV-Einschaltquoten entscheiden, sondern qualifizierende Teilhabe, eine sich einspielende, in der Regel gruppenspezifische Mitbestimmung. Damit werden Angebot und Nachfrage erzeugt, weiterführende Prozesse an Interaktion und Kommunikation aktiviert. Es wird endlich ein richtiger Markt erzeugt bzw. ein Medienmarkt, der seine Angebotsoligopole zugunsten der Pluralität von Nachfrage verliert. Darin liegt die wirklich wesentliche Sozialität der Social Media begründet, wenn Anbieter und Nutzer erfolgreich die vereinsamende Virtualität überwinden. Dafür ist der Film das zentrale Interface, die Kernfunktionen der Social Media auch nachhaltig expansiv zu gewährleisten.



CPC: Wo ist dann angesichts dieser Gesamtentwicklung der Medien der Social Media Film genau einzuordnen?

Sabine Wagner: Die Sozialen Medien werden sich als zentraler "Transitverteiler" für umfassende Informationsbündelung und Themensteuerung sämtlicher Medieninhalte und -ebenen etablieren. Und damit erfüllen sie ihre wichtigste gesellschaftliche Funktion der "Sozialisierung": Soziale Medien erzeugen multilaterale Räume und Cluster.

Und genau hier wird deutlich: Social Media und Film haben eine analoge Funktionslogik, nämlich eine Art Navigationsleistung in der Verbindung von Tools, Informationen, Inhalten, Lebenswelten, Interaktionen. Dabei aber ist der Film das lebendige Interface, das sämtliche medialen Prozesse und Funktionalitäten substantiell integrieren und nachhaltig beeindruckend verbinden kann.

Denn das Bewegtbild ist das einzige Format, das - wie eingeführt - kurz, schnell, intensiv, einfach wie punktgenau Ideen, Visionen und Realitäten aus verschiedensten Dimensionen bündelt und zielgerecht "neu" erzeugt. Als solcher leistet der Film die unverzichtbare Integration und Fusion für mediale Kernaussagen, um - wie oben gesagt: beide Hirnhälften stimulierend - die emotionale wie rationale, aktive Teilhabe an den sozialen Prozessen zu inspirieren und auf Dauer zu gewährleisten. Dabei wird sich allerdings der Fokus des Films noch stärker von der Perspektive des Anbieters weg hin zum Informationsbedarf des zu aktivierenden Nachfragers / Zuschauers wenden: Der Filmemacher wird so noch klarer zum "Anwalt" des Social Media Nutzers.



CPC: Das bringt mich hier für heute zur letzten Frage: Diese Einordnung des Films in die aktuelle Medienentwicklung zeigt aber doch auch, dass der Film mehr ist als ein Format unter verschiedenen: Das stellt doch dann auch wesentlich höhere Anforderungen an die journalistische Qualität, oder?

Sabine Wagner: Das ist präzise so. Denn auf der einen Seite haben wir heute vielfältige, auch günstigste technische Möglichkeiten, Filmaufnahmen zu machen - das "Film-Selfy" gewissermaßen. So birgt auch etwa das Life-Streaming interessante Potentiale der aktiven Demokratisierung und Teilhabe an unseren gesellschaftlichen Prozessen.

Dennoch - auf der andern Seite - liegt die substantielle Verantwortung des professionellen Filmemachers in der höchsten und konsequenten Achtung der informationellen Selbstbestimmung des Zuschauers. Das allein kann auch nur den innovativen Systemanforderungen der Sozialen Medien gerecht werden.

Für unser Verständnis von Filmproduktion heißt das, dass die Authentizität des Bewegtbilds das oberste Gebot ist. Wir machen Filme für Menschen über Menschen, also sind wir auch selbst natürlich nicht "kalt", sondern emotional beteiligt und auch subjektiv. Aber als solche sind wir das professionell erweiterte Auge des Zuschauers und fokussieren die klare Identität der jeweiligen Protagonisten: natürlich, unverfälscht, authentisch.

Ob bei Prominenten oder bei Menschen wie du und ich: Den direkten Ausdruck von Gefühl und seelischer Bewegung, die Mimik, Gestik, das inhaltliche Engagement zeigen wir genau so, wie wir das Sein eines Menschen, einer Gruppe ganz real vorfinden. Diese Ehrlichkeit schafft das berührende wie verbindende Momentum, das auch die Spannung und Neugier des Zuschauers fesselt.

Ob Kinder in Äthiopien oder eine Behindertgruppe in Viersen: Die beste Dramaturgie ist in der Vielfalt menschlicher Lebenswelten selbst zu entdecken. Und eben diese Gestaltung ganz einzigartiger Filmszenen bildet direkt ab und führt intensiv vor, führt und verbindet aber vor allem zurück zum Menschen selbst. Genau das ist die oberste Maxime des Social Media Films und sein zentraler wie dringender Nutzen für die angemessene Weiterentwicklung der Sozialen Medien.


Danke für das Gespräch!



(Die Fragen stellte Michael Heynen, CPC Communications Policy Center, Brüssel)



Information zu Sabine Wagner, Inhaberin / Geschäftsführerin der sehFrisch Video- und Filmproduktion:

Nach ihren Anfangsjahren im Textjournalismus ist Sabine Wagner seit über 20 Jahren vor allem in der TV-Filmproduktion tätig. Herbst 2013 startete sie die sehFrisch-Projektierung "Social Media Film"; ihre Vision: "Der Film gewährleistet die reale Sozialität der Sozialen Medien!"

Ihr Schwerpunkt sind Filme "über Menschen für Menschen" mit dem dazu notwendigen professionellen Storytelling und Coaching in visueller Kommunikation. Ihre Filme sind geprägt von der für sie typischen dramaturgischen Leitlinie: Authentische Menschen in ihrer jeweiligen Lebensrealität, identifizierende Szenen als bewegender Spiegel und Motivator menschlicher Aktivität.

http://sehFrisch.de - neuester Film: https://www.youtube.com/watch?v=Z3EZuf-jOro


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Joel Collas, verantwortlich.

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