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Die „alten Werte“: Sonntagsreden und die Realität

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bdvb-Präsident Prof. Dr. Franz Peter Lang skizziert die Kriterien, die Leistungsträger innovativ und kreativ machen


Deutschland muss sich auf seine „alten Kernkompetenzen“ besinnen. Dazu gehören Leistungsbereitschaft, Strebsamkeit, Lerneifrigkeit und Durchhaltevermögen in Bildung, Forschung und Arbeit als Grundlagen von kollektiver Kreativität und Erfolg. Es gilt nicht nur den Anschluss an die ökonomisch-technologischen Weltspitze wieder gewinnen, sondern in deren Spitzengruppe zurück zu kehren! Schöne Worte aus Politikermund, Rückbesinnung auf Leistung! Wissen die Sonntagsrednerinnen und –redner eigentlich, wovon sie da reden, fragt bdvb-Präsident Prof. Dr. Franz Peter Lang in der neuen Ausgabe des Mitglieder-Magazins des Bundesverbandes Deutscher Volks- und Betriebswirte (bdvb).

„Leistungsträger verbindet eine positive und zugleich kritische Haltung gegenüber Unternehmen, Staat und Gesellschaft. Diese ist gekennzeichnet von vorbildlichem Engagement, hoher Leistungsbereitschaft und Eigenverantwortlichkeit.“ So nachzulesen, im „Grundverständnis“ des Aktionskreises Leistungsträger (www.ak-leistungstraeger.de). Leistungsträger zeichnen sich nach dieser Definition dadurch aus, dass sie in ihrem Beruf und ihrem gesellschaftlichem Engagement den an sie gestellten Anforderungen in überdurchschnittlichem Maße entsprechen wollen. Damit wollen sie entscheidend zu wirtschaftlichem Erfolg und Wohlstand beitragen. Sie verstehen sich als Garanten hoher Leistungsqualität und sehen sich als Promotoren unseres Wohlstandes über die Steigerung der Prosperität in allen (!) Sektoren der Volkswirtschaft. Leistungsträger sind darum auch in allen Berufsgruppen zu finden und nicht auf Führungsebenen beschränkt.

Um Leistungsträger zu sein, bedarf es nicht nur der Motivation durch von außen gesetzte Anreize, ganz gleich ob diese monetärer oder nicht monetärer Art sind. Ausschlaggebend ist vor allem die intrinsische Motivation, die sich durch die Begriffe Wollen, Können und Dürfen am besten beschreiben lassen.

Das „Wollen“ entsteht auf der Basis von Leistungsbereitschaft und durch die Übernahme von Eigenverantwortung.. Das „Können“ beruht auf fachlicher Qualifikation und der Bereitschaft diese in Handeln umzusetzen. Das „Dürfen“ beruht schließlich auf gewährten Handlungsfreiräumen in Unternehmen, Wirtschaft und Staat. Nur freie Individuen können eigenverantwortlich handeln. So entsteht Selbstentfaltung, Kreativität und Pluralität. Qualifikation wiederum wird am besten in freien Hochschulen erlangt, in der Lehrinhalte und Lehrer undogmatisch und an vorhandenen Wissensbeständen orientiert vermittelt werden.

Wenn das die wesentlichen Kriterien sind, die Individuen und Unternehmen leistungsbereit und leistungsfähig machen, so ist nicht einzusehen, warum sie in Politik und Staat weitgehend vernachlässigt werden. Leider zeigt die bürokratische Praxis in Deutschland insbesondere im Bereich der Hochschulpolitik, dass man derlei Zusammenhänge nicht kennt oder nicht erkennen will. Karriereopportunismus, Seilschaften und Kontrollzwänge kennzeichnen vielfach die existierenden Strukturen. Private Initiativen werden von Lebenszeitapparatschiks ignoriert und wenn sie sich der Gängelei entziehen wollen, sabotiert. Beispiele lassen sich aus nahezu allen Bereichen anführen, die wohlwollende Förderung privater Initiativen ist die Ausnahme.

Die selbsternannten Reformer und Mahner mit parlamentarischen Mandaten und politischen Ämtern sehen dabei gerne darüber hinweg, dass ihre in Magazinen und Journalen vorgetragenen Reformforderungen als leere Reden verhallen oder in den Apparaten einfach ignoriert werden. Simple Ignoranz und Verschlimmbesserungen kennzeichnen die Realität.

Dies ist die eigentliche Misere in Deutschland. Während man in weiten Teilen der Welt die Bedeutung der persönlichen und wirtschaftlichen Freiheiten als Reform- und Leistungsmotor seit langem schon erkannt hat, streikt man hierzulande um Pinkelpausen und führt mit spätmittelalterlichen Sozialphrasen in Provinzwahlkämpfe. Das politische Deutschland besinnt sich eben nicht auf früher die „alten Werte“! Das Gegenteil ist der Fall bzw. man hatte noch nie eine konkrete Vorstellung von deren sinnvollen Inhalten. Wir sind auf uns selbst gestellt und müssen auf eigenen Initiativen aufbauen!


Weitere Infos unter http://www.bdvb.de

Kontakt:
Bundesverband Deutscher Volks- und Betriebswirte e.V. (bdvb)
Dr. Arno Bothe
Tel. 0211-372332
Email: info@bdvb.de



Web: http://www.bdvb.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Arno Bothe, verantwortlich.

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