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Existenzsicherer sind keine guten Unternehmer

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„Global Entrepeneurship Monitor“ in Berlin vorgestellt


Bonn/Berlin – In Deutschland gibt es eine gute Förderinfrastruktur, aber keine Kultur der Selbständigkeit. Wie die Autoren des neuen „Global Entrepeneurship Monitors“ (GEM) schreiben, hapert es vor allem bei der Bereitstellung von Eigen- und Fremdkapital durch Beteiligungsgesellschaften, Banken und Sparkassen. Die Studie analysiert jährlich das Gründungsgeschehen im internationalen Vergleich. Mehr als 100.000 Bürger in 35 Ländern wurden dazu von rund 1.300 Gründungsexperten befragt. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) http://www.iab.de, die KfW Bankengruppe http://www.kfw.de sowie das Institut für Wirtschafts- und Kulturgeographie der Universität Hannover http://www.wigeo.uni-hannover.de stellten den GEM jetzt in Berlin vor.

Die befragten Experten stellen den deutschen Schulen ein vernichtendes Urteil aus: Die Behandlung der Themen Unternehmertum und Existenzgründung sei völlig unzureichend. Generell sei die Kultur der Selbständigkeit hier zu Lande nur schwach ausgeprägt. Michael Müller, Wirtschaftssenator im Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) http://www.bvmwonline.de und Geschäftsführer der in Neuss und Potsdam ansässigen a & o-Gruppe http://www.ao-services.de, wundert sich nicht über diesen Befund: „Es gibt den alten Spruch: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Der bestätigt sich hier. Wenn junge Leute in der Schule Marx statt Erhard lesen, in Fernsehserien oft ein falsches Bild vom Arbeitsleben vermittelt wird und Unternehmer nur als Ausbeuter und Raffkes präsentiert werden, überrascht es nicht, dass viele Schüler, Auszubildende und Studenten keine unternehmerische Geisteshaltung mitbringen.“

Die Bildungseinrichtungen dürften ihr Ziel nicht nur darin sehen, die jungen Menschen für den öffentlichen Dienst oder Angestelltenpositionen fit zu machen. „Wir diskutieren momentan intensiv über die Generation Praktikum. Auch wenn Frauen und Männer mit einer guten Ausbildung heute immer noch überdurchschnittliche Chancen haben, eine Vollzeitstelle zu erhalten, darf man die Augen nicht vor der Tatsache verschließen, dass Selbständigkeit und Flexibilität immer wichtiger werden. Es kann eben auch eine gute Option für einen Hochschulabsolventen sein, ein eigenes kleines Unternehmen zu gründen. Wer in der Schule keinen Sinn dafür vermittelt bekommen hat und aus der Not heraus eine Ich-AG anmeldet, der hat allerdings schlechte Karten“, so der Wirtschaftssenator.

Es ist daher nur folgerichtig, dass die Deutschen im internationalen Vergleich sehr pessimistisch sind, was Gründungschancen anbelangt. Beim Anteil potenziell wachstumsstarker Gründungen liege Deutschland im Mittelfeld und damit besser als bei den Gründungen insgesamt, so die Studie. Ostdeutsche seien bei den potenziell wachstumsstarken Gründern überproportional vertreten, Frauen dagegen unterrepräsentiert. Bei der politischen Unterstützung potenziell wachstumsstarker Gründungen belege Deutschland immerhin einen Platz im vorderen Drittel.

Die Gründungsquote in Deutschland ist insgesamt auch deshalb gestiegen, weil Gründungen aus ökomischer Not weiter zugenommen haben. Allerdings schaffe der klassische Unternehmertyp, der nach Unabhängigkeit strebe, eine Idee verwirklichen und dabei ein hohes Einkommen erzielen wolle, in der Regel mehr Arbeitsplätze als der aus Mangel an Alternativen zum Unternehmer gewordene Existenzsicherer.


Web: http://www.ne-na.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Ansgar Lange, verantwortlich.

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