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Rechtliche Unsicherheiten bremsen Höhenpflug der Wettanbieter

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Branche erzielte während der WM Rekordumsätze, doch die Aktien profitieren davon nicht


Bonn/Düsseldorf – Schon vor dem offiziellen Ende der Fußballweltmeisterschaft 2006 steht ein Sieger fest: Während der WM sind die Sportwettumsätze explodiert. Doch die Branchenaktien profitieren davon nicht, schreibt die Welt am Sonntag (WamS) http://www.wams.de.

Bonn/Düsseldorf – Schon vor dem offiziellen Ende der Fußballweltmeisterschaft 2006 steht ein Sieger fest: Während der WM sind die Sportwettumsätze explodiert. Doch die Branchenaktien profitieren davon nicht, schreibt die Welt am Sonntag (WamS) http://www.wams.de. Nach dem Fußballfest drohten massive Probleme. „Unsere Erwartungen wurden weit, weit übertroffen“, sagte Hannes Androsch, Aufsichtsratschef des österreichischen Anbieters Betandwin http://www.betandwin.com. Weltweit hätten die Fans mit kleinen und großen Einsätzen auf die Ergebnisse der Fußballspiele gesetzt. Der britische Konkurrent William Hill http://www.willhill.com rechne allein in Großbritannien mit Wettumsätzen in Höhe von einer Milliarde Pfund währender der WM.

„Die Aktien der Wettanbieter zeichnen jedoch ein ganz anderes Bild“, schreibt WamS-Redakteur Frank Stocker. „Ihre Kurse sind parallel zum Ausverkauf an den Börsen seit Mitte Mai deutlich gesunken. Besonders stark wurde Betandwin getroffen. Papiere des Unternehmens haben in wenigen Wochen fast die Hälfte ihres Wertes verloren.“ In Deutschland habe der Staat ein Monopol auf Sportwetten. Vermarktet werden sie von der Lotto-Tochtergesellschaft Oddset http://www.oddset.de. Allerdings gebe es vier Unternehmen, die in den letzten Wochen der Existenz der DDR eine Lizenz in einem der fünf neuen Länder bekamen. Auf der Basis dieser Berechtigungen bieten sie auch heute noch bundesweit private Sportwetten an. Das größte Unternehmen mit einer solchen Lizenz sei Betandwin, so Stocker.

„Die Kursverluste sind in erster Linie auf die gesetzliche Unsicherheit zurückzuführen. Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts Ende März 2006 hat die Lage nicht beruhigt. Im Gegenteil: Eine Reihe von Gerichtsurteilen und politischer Aktivitäten hat den Eindruck erweckt, als bleibe das staatliche Wettmonopol auch weiterhin völlig unangetastet“, sagt der Sportwettenexperte Jörg Peisert, Geschäftsführer der Düsseldorfer JP&P Vermögensmanagement GmbH http://www.jpp-online.com. Peisert zufolge habe die Wettbranche während der WM jedoch Rekordumsätze eingefahren: „Zunächst muss die Unsicherheit aus dem Markt heraus, und dann wird der Markt diese Umsätze auch wieder honorieren. Wann es zu einer Trendwende bei den Aktienkursen kommt, kann man jetzt jedoch noch nicht absehen. Dies hängt eben nicht nur vom Markt, sondern vor allem auch von den gesetzlichen und politischen Rahmenbedingungen ab, in denen sich der deutsche Sportwettenmarkt bewegen muss.“

Am 21. Juni entschied das Bundesverwaltungsgericht http://www.bverwg.de, dass die DDR-Lizenzen nur in jenen Bundesländern gelten, in denen sie ausgestellt wurden, nicht bundesweit. "Dieses Urteil ist sehr negativ für Betandwin, auch wenn das Unternehmen dies stets bestreitet", sagte Leopold Salcher, Analyst bei der Raiffeisen Centrobank http://www.rcb.at in Wien, laut dem Zeitungsbericht. Im vergangenen Geschäftsjahr habe Betandwin ein Drittel seiner Erträge in Deutschland erzielt. „Folglich raten die meisten Analysten derzeit eher auf die weltweit agierenden Unternehmen wie Partygaming, 888.com oder Sportingbet zu setzen. Die Aktie von Betandwin empfiehlt dagegen nur noch eine Minderheit zum Kauf, trotz des jubelnden Aufsichtsrats“, so Stocker.



Web: http://www.ne-na.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Paul Humberg, verantwortlich.

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