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Die EU braucht mehr Wissenschaftler

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Europäischer Forschungsrat soll Kluft zu Amerika und Asien schließen


Bonn/Neuss – Die Europäische Union (EU) braucht mehr Wissenschaftler. Ein Europäischer Forschungsrat (ERC) soll nun Abhilfe schaffen. In Berlin traf man sich dieser Tage zur Auftaktkonferenz, an der unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel, Forschungsministerin Annette Schavan, EU-Forschungskommissar Janez Ptocnik und die EU-Parlamentarierin Angelika Niebler teilnahmen. Die Konferenz wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) http://www.dfg.de im Rahmen der EU-Präsidentschaft in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften ausgerichtet. Mit dem ERC solle die Grundlagenforschung aufgewertet werden. Der ERC identifiziere und fördere darüber hinaus exzellenten wissenschaftlichen Nachwuchs. Jungen Forscherinnen und Forschern würden insbesondere durch die Förderlinie der Starting Independent Researcher Grants Möglichkeiten eröffnet, sich auf europäischer und auch auf internationaler Ebene zu etablieren, so der Innovations-Report http://www.innovations-report.de.

Dass großer Nachholbedarf besteht, machte Angela Merkel mit den Worten klar, dass in Europa 700.000 junge Wissenschaftler zusätzlich ausgebildet werden oder von außerhalb angeworben werden müssten. Sonst falle die EU im Wettstreit mit den Amerikanern und Asiaten zurück. Diese zusätzliche Zahl von Forschern sei nötig, um die angestrebten Forschungsaufgaben in der EU in Höhe von drei Prozent des Bruttosozialprodukts in der Praxis einzusetzen, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) http://www.faz.net. Der ERC bekomme bis 2013 rund 7,5 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt, um die besten jungen Wissenschaftler in Europa zu halten oder sie aus anderen Erdteilen anzulocken. Zurzeit liegt der Anteil der Forschungsausgaben von Staat, Wirtschaft, Stiftungen und Unternehmen in der EU am Bruttosozialprodukt bei zwei Prozent, in Deutschland bei 2,5 Prozent. In der EU sind momentan rund 1,2 Millionen Wissenschaftler tätig – auf die Bevölkerung bezogen nur halb so viele wie in den USA.

Skeptisch äußert sich Tobias Janßen von der Beteiligungs- und Beratungsgesellschaft Goldfish Holdings http://www.goldfish-holdings.com in Neuss: „Bei solchen Auftaktveranstaltungen werden immer schöne Worte gemacht. Diesmal war die Rede davon, dass die EU durch die Einrichtung des ERC zu einer Art Champions League der weltbesten Wissenschaftler werden solle. Doch mit Geld allein ist es nicht getan. In Deutschland brauchen wir beispielsweise Reformen des Beamtenrechts, so dass hoch qualifizierte Wissenschaftler auch nach Erreichen der formalen Altersgrenze weiter an einer Universität forschen müssen. Sonst wandern sie nämlich nach Amerika ab. Außerdem müssen wir den Aufwand für Verwaltungstätigkeiten herunterschrauben, denn der ganze Formalkram und die Gremienarbeit schläfert das kreative Potenzial der Professoren ein. Und nicht zuletzt sollte man über eine Reduzierung der Lehrverpflichtungen für die Wissenschaftler an den Hochschulen nachdenken, die eigentlich jede freie Minute für ihre Forschung benötigen.“ Es wäre aber ein großer Erfolg für die Bundeskanzlerin, wenn sie die EU-Präsidentschaft für eine Stärkung des Wissenschafts- und Forschungsstandorts Europa nutzen könnte.


Web: http://www.ne-na.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Ansgar Lange, verantwortlich.

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