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Dienstleistungswirtschaft schafft 450.000 neue Jobs

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Industrieprodukte aufwerten durch intelligente Servicekonzepte


Berlin - Die Dienstleistungsbranche schafft in Deutschland 450.000 neue Jobs und sorgt für mehr Aufträge und Investitionen. Laut aktuellem Dienstleistungsreport des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) http://www.dihk.de macht die Konjunktur in diesem Sektor im Frühjahr 2007 einen großen Satz nach vorne. "Die Geschäftslage ist so gut wie seit 15 Jahren nicht mehr", bestätigte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben. Ursache hierfür sei der Export-Boom, von dem insbesondere die unternehmensbezogenen Dienstleister profitierten. Außerdem trügen jetzt auch personennahe Serviceanbieter wie zum Beispiel Leasinggesellschaften, private Bildungsanbieter, Kinos und Sportstudios, die Dynamik des Aufschwungs mit. Die Dienstleistungsunternehmen erwarten, dass im Jahr 2007 - neben dem boomenden Export - auch die Binnenkonjunktur weiter an Fahrt gewinnt. "Insbesondere Branchen wie zum Beispiel die IT-Dienste, die Werbewirtschaft, die Sicherheitsdienstleister, die Zeitarbeitsunternehmen und nach Jahren der Jobflaute auch wieder die Verkehrs- und Logistikwirtschaft schaffen neue Jobs", so Wansleben. "Sie suchen aber gleichzeitig nicht selten vergeblich nach passenden Mitarbeitern." Insbesondere die IT-Branche würde davon profitieren, wenn für qualifizierte ausländische Fachkräfte die Zugangshürden zum deutschen Arbeitsmarkt gesenkt werden. Vor allem Erleichterungen für ausländische Absolventen einer deutschen Hochschule sind aus DIHK-Sicht längst überfällig. Denn diese Personen beherrschten die deutsche Sprache und seien bereits gut integriert. Ausländer, die hier zu Lande im Anschluss an ihr Studium einen Job mit einem jährlichen Mindestgehalt von 40.000 Euro finden, sollten daher in Deutschland bleiben können.

"Die Produktivitätsrevolution in der Industrie ist zu Ende", sagte Michael Müller, Geschäftsführer der auf IT-Dienstleistungen spezialisierten a&o-Gruppe http://www.ao-services.de und Wirtschaftssenator im Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) http://www.bvmwonline.de . So florierend und Gewinn bringend sie einst gewesen oder in Spezialmärkten immer noch sei, sie gehe mit Riesenschritten der Vergreisung entgegen. "Die wirtschaftliche Prioritäten der Industrieländer müssen in Anlehnung an den verstorbenen Managementexperten Peter F. Drucker darin bestehen, die Produktivität in den Wissens- und Dienstleistungsbereichen zu erhöhen. Der ökonomische Erfolg Deutschlands hängt nicht mehr in erster Linie davon ab, wie viele Autos, Daimer-Chrysler, BMW oder Volkswagen bauen. Der DIKH-Report belegt, dass Dienstleistungen ein wirklicher Jobmotor sind. Daher sollten wir alte Industrie-Zöpfe abschneiden und uns anstrengen, damit in naher Zukunft 90 Prozent der Wirtschaftsleistung aus Dienstleistungen resultiert."

Sehr vielen Industriegüterherstellern fehlten schlichtweg Ideen, um das Kundendienst- und Servicegeschäft zu einer stärkeren Quelle von Umsatz und Ertrag zu entwickeln. "Da kann man schnell den Anschluss verlieren und sich abwärts bewegen. Es mangelt an innovativen, integrierten Informationssystemen. Nur wenige Firmen sind in der Lage, in der gesamten Serviceorganisation einheitliche Qualitäts- und Leistungsstandards durchzusetzen. Auch in der Ersatzteillogistik und im Anlagenmanagement werden die Innovationspotentiale moderner Technologien noch zu wenig genutzt", moniert Müller. Besonders die klassischen Industrieprodukte, die mittlerweile überwiegend im Ausland hergestellt werden, könnten durch ausgefeilte Dienstleistungskonzepte eine Aufwertung erfahren.

"Smarte Produkte führen zu völlig neuen Dienstleistungen und verlängern die Wertschöpfungskette. So können der After Sales-Service und die Logistikbranche in erheblichen Maße von den Zukunftstechnologien profitieren, etwa bei einer besseren Überwachung für eine vorbeugende Gerätewartung, die zu reduzierten Betriebskosten und Ausfallzeiten führt. Die präventive Wartung optimiert die Betriebsbereitschaft der Produkte. GPS und die rasante Entwicklung von präzisen Navigationsdiensten zeigen schon jetzt, wo die Reise hingeht", weiß Dienstleistungsökonom Müller. Bei der Diebstahlssicherung, Fälschungssicherung, Rückverfolgung und Nachbestellung könne man Methoden entwickeln zur Einschätzung und Verrechnung des entstehenden Risikos.

"RFID im Auto kann Daten zu Fahrstrecke, Tageszeit oder Geschwindigkeit ermitteln und die Grundlage zur Berechnung der monatlichen Versicherungskosten darstellen. Der smarte Werkzeugkasten übernimmt die Aufgabe der Vollständigkeitskontrolle etwa bei der Flugzeugwartung und benachrichtigt Mechaniker, falls Werkzeuge fehlen oder sich an der falschen Stelle befinden. RFID-Chips entlasten den Mechaniker von aufwendigen Kontrollen und benachrichtigen ihn nur beim Auftreten von Fehlern. Der Einsatz von Mitarbeitern, Bauteilen und Werkzeugen erfolgt zielgerichteter und verringert unproduktive Tätigkeiten wie Suchaktionen oder Wartezeiten. Die Technologie kann sogar sicherstellen, dass die Mechaniker die richtigen Aktionen am Flugzeug ausführen, die richtigen Bauteile und Werkzeuge verwenden", betont Müller. Nur wenn Deutschland in diesen neuen Geschäftszweigen in der ersten Liga mitspiele, sei man auf den internationalen Märkten wettbewerbsfähig.


Web: http://www.ne-na.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Ansgar Lange / Gunnar Sohn, verantwortlich.

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