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Katheter mit Minocyclin-/Rifampin-Imprägnierung verringern nachweislich die Resistenz von Bakterien

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- Daten widerlegen die allgemeine Überzeugung, dass Medizinprodukte mit Antibiotikaimprägnierung die Resistenz gegen Antibiotika erhöhen können - Durch den Einsatz von Kathetern mit Minocyclin-/Rifampin-Imprägnierung kann die Wahrscheinlichkeit katheterassoziierter Blutstrominfektionen um das zwölffache reduziert werden - Reduzierung der Notwendigkeit systemischer Antibiotika bei gleichzeitiger Reduzierung der Antibiotikaresistenz

Limerick, Ireland – 23. Juni 2008 – Eine kürzlich bei der Society of Healthcare Epidemiology of America vorgestellte klinische Studie zeigt, dass durch Katheter, die mit den Antibiotika Minocyclin und Rifampin imprägniert wurden, nicht nur das Risiko einer Bakteriämie (d.h. einer bakteriellen Verunreinigung des Bluts), sondern auch die Wahrscheinlichkeit einer Antibiotikaresistenz verringert werden kann. Dies hat sehr positive Auswirkungen auf die Arbeit von Medizinern, die sich mit Maßnahmen zur Bekämpfung nosokomialer Infektionen (Krankenhausinfektionen) beschäftigen, an denen zum Beispiel in Großbritannien jedes Jahr mindestens 100.000 Menschen erkranken.

Bisher wurden von einigen Medizinforschern Bedenken angemeldet, dass die Verwendung entsprechender Medizinprodukte zu einer verstärkten Entwicklung von Resistenzen gegen antimikrobiell wirkende Substanzen beitragen könnte. Issam I. Raad, M.D., Experte für Infektionserkrankungen am M.D. Anderson Cancer Centre der University of Texas, legte jetzt jedoch Daten vor, mit denen die Richtigkeit dieser Hypothese in Frage gestellt wird. Seine Studie, die sich über einen Zeitraum von sieben Jahren erstreckt und dabei die Folgen des umfangreichen Einsatzes von Zentralvenenkathetern mit Minocyclin- und Rifampin Imprägnierung beleuchtet, zeigt, dass die Rate mikrobieller Resistenzen gegen Minocyclin und Rifampin nach der Verwendung dieser Katheter sogar zurückgegangen ist.

Dr. Duncan Wyncoll, Berater für Intensivmedizin in London, ist davon überzeugt, dass die Ergebnisse der Studie für Mediziner von hohem Interesse sein dürften: “Es ist sehr beruhigend zu wissen, dass die langfristige Verwendung von Kathetern mit Antibiotikaimprägnierung nicht zu einer verstärkten Entwicklung von Resistenzen führt. Sehr erfreulich ist auch, dass der Einsatz entsprechender Katheter eine langfristige und nachhaltige Reduzierung der Rate katheterassoziierter Blutstrominfektionen bewirkt."

Charles McIntosh, M.D., Chief Medical Science & Technology Officer bei der Cook Group, die den Minocyclin-/Rifampin-Katheter herstellt, erläutert, wie dieser Rückgang von Resistenzen zu erklären ist: “Diese Studie ist der Beweis für die Richtigkeit der These, dass man den Einsatz von Antibiotika während der gesamten Dauer von Therapien und darüber hinaus reduzieren muss, wenn man die Anzahl resistenter Bakterienstämme reduzieren will. Erst durch die übermäßige Verwendung von Antibiotika waren Bakterien in der Lage, Resistenzen zu entwickeln. Die Studie zeigt, dass die Rate von Blutstrominfektionen durch den von Cook entwickelten Katheter mit Minocyclin- und Rifampin Imprägnierung im Vergleich zu Kathetern, die lediglich mit antiseptischen oder invasiven Mitteln beschichtet sind, über einen Zeitraum von sieben Jahren um den Faktor 12 reduziert wurde. Durch die Verringerung der Anzahl katheterassoziierter Blutstrominfektionen wird auch die Notwendigkeit systemischer Antibiotika wie Vancomycin reduziert. Daher wurde in dieser Studie nach einer langfristigen Verringerung des Einsatzes von Antibiotika ein Rückgang der Anzahl resistenter MRSA-Stämme beobachtet. “

Erklärung der Daten
In einer Präsentation mit dem Titel “Process & Technology: Complimentary, Not Mutually Exclusive” zeigte Dr. Raad auf, dass die Anzahl von Resistenzen gegen Tetracycline (die Familie von Antibiotika, zu denen auch Minocyclin gehört) und Rifampin nach mehr als 500.000 Einsatztagen des antibiotisch beschichteten Katheters deutlich zurückging. So sank der Prozentsatz von MRSA-Resistenzen gegen Tetracyclin von 12 auf 7 Prozent. Bei Rifampin ging der Prozentsatz von MRSA-Resistenzen von 12 auf 4 Prozent zurück (P < 0.01).

“Diese wichtigen Erkenntnisse widerlegen die allgemeine Überzeugung, dass Medizinprodukte mit Antibiotikaimprägnierung die Resistenz gegen Antibiotika erhöhen können”, so Dr. Raad. “Die beiden verwendeten Medikamente, Minocyclin und Rifampin, haben unterschiedliche Wirkungsweisen, weshalb deren Kombination nicht zur Entwicklung von Resistenzen führt. Obwohl sowohl theoretische Überlegungen als auch In-vitro-Daten darauf hindeuten, dass die Entwicklung von Resistenzen gegen antimikrobiell wirkende Substanzen beim Einsatz antimikrobiell imprägnierter Katheter eher unwahrscheinlich ist, lässt sich das Ausmaß bzw. - wie in diesem Fall - das Nichtvorhandensein von Resistenzen am zuverlässigsten durch klinische Studien feststellen, in denen sowohl der kurzfristige als auch der langfristige Einsatz vaskulärer Katheter untersucht wird.”

“Diese Resultate liefern eine fundierte Grundlage für Maßnahmen zur Verhinderung katheterassoziierter Blutstrominfektionen, einer häufig auftretenden nosokomialen Infektion, die sich bildet, wenn Bakterien über einen Zentralvenenkatheter in den Blutstrom gelangen. Da herkömmliche Katheter nicht mit Minocyclin und Rifampin imprägniert sind, können sich Bakterien leichter in ihnen ansiedeln und im Blutkreislauf des Patienten ausbreiten. Katheter der neuesten Technologie sind mit den Antibiotika Minocyclin und Rifampin imprägniert, die synergistisch wirken und eine breitbandige Bekämpfung grampositiver und gramnegativer Organismen gewährleisten.”

Dr. Raad ist Miterfinder der synergistischen Kombination der Antibiotika Minocyclin und Rifampin, mit denen das Material des Spectrum® -Katheters von Cook imprägniert ist. Für die Nutzung der patentierten Technologie zahlt Cook entsprechende Lizenzgebühren an Dr. Raads Institut.

Hinweise für Redakteure
Die 18. Jahreskonferenz der Society of Healthcare Epidemiology of America fand vom 5. bis zum 8. April 2008 in Florida statt. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter http://www.shea-online.org.


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Veronika Mallmann, verantwortlich.

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