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Semantisches Web und das Ende der Google-Erfolgsstory

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Suchmaschinen sollen mit Alltagswissen ausgestattet werden


Graz/München/Berlin - Vision und Praxis von so genannter Semantik- und Web-2.0-Technologie thematisierte die Konferenz Triple-I in Graz http://triple-i.tugraz.at: Mit der Einbindung von Alltagswissen will Henry Lieberman vom MIT dafür sorgen, dass Computer Menschen tatsächlich verstehen. „Wenn wir wollen, dass Computer Menschen wirklich helfen, dann brauchen die Rechner Zugriff zu Alltagswissen“, so Henry Lieberman, Leiter der Software Agent Gruppe am Massachusetts Institute of Technology MIT http://web.media.mit.edu/~lieber/, auf der Wissensmanagement-Konferenz Triple-I. Dazu sammelt sein Team grundlegende triviale Informationen und entwickelt daraus Ontologien, um beispielsweise die den Satz „Ich bin gefeuert worden“ richtig zu deuten. Mit deren Hilfe wird das Wissen in maschinenlesbare Informationen übersetzt.

Entsprechende Systeme könnten Anwender nach einem Bericht der Computer Zeitung http://www.computer-zeitung.de zum Beispiel bei der Terminplanung unterstützen. Die Software erkennt etwa, dass der Nutzer für eine bestimmte Verabredung einen Routenplaner oder eine Hotelreservierung benötigt. Dies kann das System verstehen, da es die grundlegende Information hat, dass ein Termin den Aufenthalt an einem anderen Ort erfordert. „Solche Technologien können laut Lieberman auch in anderen Szenarien zum Einsatz kommen wie etwa bei der Kundenbetreuung oder beim Helpdesk. Ebenso gibt es Versuche, Suchmaschinen mit Alltagswissen auszustatten. Anwender könnten dann Anfragen in natürlicher Sprache eingeben. Damit verheißt der Wissenschaftler das Einlösen des Versprechens, das die semantischen Technologien von Beginn an begleitet: Die Möglichkeit, dass Computer ihre menschlichen Nutzer tatsächlich verstehen“, so die Computer Zeitung.

„Mit der semantischen Suche versucht man die Ergebnisse der Sprachforschung zu nutzen, um Suchbegriffe oder natürlich-sprachliche Suchanfragen tiefer zu analysieren und semantisch anzureichern. Suchergebnisse sollen am Ende präziser und besser strukturiert herausgegeben sowie um viele andere, nahe liegende Themengebiete angereichert werden. Idealerweise kann eine gestellte Frage dann auch in einem Satz beantwortet werden“, erklärt Sprachdialogexperte Lupo Pape, Geschäftsführer von SemanticEdge http://www.semanticedge.de in Berlin.

Diesem Trend entgegen komme die immer stärkere semantische Aufbereitung der Webinhalte in vielen Suchbereichen durch Internetnutzer, die weltweit in Netzwerken aktiv seien. Das beste Beispiel hierfür sei Wikipedia. Und genau da setzt die von Microsoft übernommene Firma Powerset http://www.powerset.com an. Sie versucht, diese schon strukturiert eingegebenen Inhalte noch besser ‚suchbar’ zu machen und dabei auch natürlich-sprachliche Eingaben zu interpretieren. Das Ergebnis ist sehr viel spannender als die Google-Suche mit den endlosen Trefferlisten“, meint Pape gegenüber NeueNachricht http://www.ne-na.de. Das sei genau der richtige Weg und könnte der Anfang vom Ende der Google-Erfolgsstory werden.

Gekoppelt mit Spracherkennung und Sprachsynthese komme man zu ganz neuen Sucherfahrungen. „Eine gesprochene Frage zu einem beliebigen Thema wird auch durch einen gesprochenen Satz beantwortet. Dieses Szenario ist keinesfalls Science-Fiction, denn parallel zu den Fortschritten in der Suchtechnologie macht auch die Spracherkennung Entwicklungssprünge. Auch die Dialogtechnologie spielt hier ein bedeutende Rolle, da bei vielen Anfragen weiterführende Fragen und Präzisierungen erforderlich sind, die einen intelligenten Dialog erforderlich machen“, sagt Pape.

Die Frage „Wie komme ich jetzt am schnellsten nach Berlin?" mache die Klärung erforderlich, ob man mit dem Zug, dem Auto oder dem Flugzeug reisen möchte. „Es wird noch lange dauern, bis die vielen Fragen, die irgendjemand zu irgendeinem Zeitpunkt hat. beantwortet werden können. Aber in vielen Domänen, in denen die Informationen semantisch schon sehr gut erschlossen und die wichtigsten Nutzungsszenarien klar sind, ist jetzt schon vieles möglich. Beispielsweise Fahrplaninformationen und Navigationssysteme, um von A nach B zu kommen. Oder Wissensfragen, die über Dienste wie Wikipedia beantwortet werden“, resümiert Pape.


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