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Branchenexperten wagen einen Blick in die Zukunft des Jahres 2020:

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Sprache wird die Informationstechnik steuern – IT-Systeme passen sich den Menschen an


München - Laut einer Studie des Massachusetts Institute of Technology (MIT) habe sich in der Dekade seit 1998 so viel verändert wie nie zuvor in der Menschheitsgeschichte. Experten gehen davon aus, dass dieser Prozess bis 2020 eine weitere Beschleunigung erfährt: „ Die ITK-Industrie wird in dieser Zeit mehr Innovationen hervorbringen als je zuvor“, prognostiziert Lars Thomsen, Gründer und Geschäftsführer des Beratungsbüros Future Matters http://www.future-matters.com, nach einem Bericht der Computer Zeitung http://www.computerzeitung.de.

Heute müssten die Menschen die IT-Systeme verstehen, künftig sei es an den Systemen, die Menschen zu verstehen und etwa deren Interessen durch ihr Nutzerverhalten zu erkennen. „Ein entscheidender Faktor wird die Künstliche Intelligenz sein“, so Thomsen. Nach Ansicht von SemanticEdge-Geschäftsführer Lupo Pape http://www.semanticedge.de gehe es in der KI-Forschung nicht mehr darum, in den konstruierten Computern oder Robotern den besseren Menschen zu erkennen und auf eine postbiologische Welt zuzusteuern. „IT ist dazu da, Menschen zu unterstützen und nicht umgekehrt – und dieser Vision sind wir in den letzten zehn Jahren erheblich näher gekommen. Beispielsweise legt die Analyse von Audiodateien eine der Grundlagen für die Verbesserung des Kundenservices. Davon profitiert jeder, unabhängig davon, ob er sich mit der Technologie auseinandersetzt oder nicht", meint Gisa Heinemann, Sales Director EMEA von Verint http://verint.com.

„Das sind Wahnvorstellungen. Heute geht es darum, dass sich der Mensch nicht länger dem Computer anpassen muss. Die Informationstechnik muss sich an den Menschen anpassen. Softwaresysteme müssen daher intelligenter werden, damit sie besser verstehen, was der Mensch von ihnen will und damit sie sich umgekehrt dem Menschen einfacher verständlich machen: Das gilt besonders für die Sprachsteuerung. Es geht nicht um eine Nachahmung der Kommunikation zwischen Menschen, sondern um eine angemessene Behandlung des Menschen im Dialog mit dem Computer“, so Sprachdialogexperte Pape. Professor Wolfgang Wahlster, Leiter des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) http://www.dfki.de sieht die semantische Wende als größte Herausforderung für die Informatik: „Nicht die Interaktion über komplizierte Kunstsprachen mit Tastatur und Maus, sondern die Kooperation in der Alltagsbegrifflichkeit mit Sprache und Gestik stehen im Zentrum einer ‚Informatik für den Menschen’.“

Donatus Schmid, Sprecher der Geschäftsleitung von Sun Microsystems Deutschland http://de.sun.com ist davon überzeugt, dass die Künstliche Intelligenz den Schritt in die Arbeitswelt tun werde, zum Beispiel wenn es darum geht, Terminvereinbarungen am Telefon über die Spracherkennung im Kalender festzuhalten. Für Ralph Haupter von Microsoft Deutschland werden drei Aspekte die IT-Welt 2020 kennzeichnen: eine servicebasierte IT-Infrastruktur, eine individuelle, und nicht ortsgebundene Gestaltung des Berufslebens sowie grundlegende Veränderungen der Haptik: Ein Touchscreen ersetze die Maus und die Sprache steuere die IT-Systeme: „Die meisten Unternehmen profitieren dann von flexiblen und dynamischen IT-Strukturen.“ De facto werde das ein Mix aus eigenen Rechenzentren, angemieteten Online-Services und leistungsstarken Endgeräten mit intuitiver Benutzeroberfläche sein, die Mitarbeitern zudem ein hohes Maß an Mobilität ermöglichen.

„Gemeinsam ist diesen Visionen, dass nicht mehr der Mensch die Rolle der IT definiert, sondern sich selbst über die IT in der Gesellschaft definieren muss – angefangen vom aktuellen Wissensstand über die Teilnahme an virtuellen Communities bis zur Definition der eigenen Rolle in Arbeits- und Berufsleben“, schreibt die Computer Zeitung. Die IT werde praktisch alle Lebensbereiche erschlossen haben, prognostiziert denn auch Frank Sawatzke von IBM Deutschland. Und für Menschen, die das nicht ausschließlich als Bereicherung empfinden, fügt er hinzu: „Sie wird noch bestehende Barrieren auch im Privatbereich – wie etwa bei Echtzeit-Übersetzungen – überwinden helfen.“ Zudem werde die IT einen wichtigen Beitrag zur Lösung der drängenden Menschheitsprobleme leisten: globale Entwicklung, Sicherung der natürlichen Ressourcen, Wissen und Bildung. Siehe auch: http://www.wiwo.de/technik/sprachsteuerung-erorbert-die-maerkte-304115/; http://www.absatzwirtschaft.de/pdf/voicedaysflyer.pdf; http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=060825028; http://www.standort-deutschland.com/functions/print_b.php?id=1623&sprach_id=1&link=page-3.id-1623.sprach_id-1.projekt-107.land-.st_id-60.seite-1.


Web: http://www.ne-na.de


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