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Münchner Mineralientage Fachmesse GmbH |

Bayerische Ur-Vögel zu Gast in München

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Größte jemals gezeigte Ausstellung von Archaeopteryx-Originalen

München, 13. Oktober 2009 - Sechs von zehn weltweit bekannten Original-Fossilien des berühmten Ur-Vogels Archaeopteryx sind vom 30. Oktober bis 1. November auf den Mineralientagen München zu sehen. Der älteste Vogel der Erdgeschichte zählt zu den wertvollsten Fossilien der Welt. Er gilt als Beweis für die Abstammung der Vögel von den Sauriern und belegt damit Darwins Evolutionstheorie. Das seltsame Tier lebte vor 150 Millionen Jahren, hatte Federn und Flügel, aber auch Zähne, Krallen und einen Saurierschwanz. Die wenigen versteinerten Abdrücke, die man vom Ur-Vogel gefunden hat, stammen alle aus Bayern. Sie befinden sich heute im Besitz von Museen in Europa und den USA. Nun werden sie zum ersten Mal zusammen ausgestellt. Ein Experten-Workshop im Paläontologischen Museum München soll neue wissenschaftliche Erkenntnisse liefern. Anschließend werden die kostbaren Leihgaben auf Europas größter Mineralienmesse der Öffentlichkeit präsentiert - den Rahmen bildet ein nach der Periode der Jurazeit gestalteter Fossiliengarten mit Pflanzen, Seen und Inseln, echten Saurierschädeln und lebensgroßen Saurierskeletten.

"Das Zusammentreffen der Ur-Vögel in München ist eine kleine Sensation. Zum ersten Mal ist es möglich, einen großen Teil der Original-Funde direkt miteinander zu vergleichen. Wir erhoffen uns davon neue Erkenntnisse über die Lebensweise des Ur-Vogels, die uns bis heute Rätsel aufgibt", sagt Dr. Gert Wörheide, Direktor der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie. Neben dem Paläontologischen Museum München stellen das Jura-Museum Eichstätt, das Bürgermeister-Müller-Museum Solnhofen und das Wyoming Dinosaur Center Thermopolis in den USA ihre Archaeopteryx-Fundstücke als Leihgabe zur Verfügung. Weitere Exemplare sind angefragt, darunter das Fossil aus Haarlem/Niederlande sowie ein Original, das bis heute als "verschollen" gilt - es befindet sich in Privatbesitz und ist Wissenschaft und Öffentlichkeit bislang nur als Abguss bekannt.

"Ich freue mich sehr, dass wir so viele Museen für die größte bislang gezeigte Ausstellung von Archaeopteryx-Originalen gewinnen konnten. Es handelt sich hier um ein national wertvolles und sehr faszinierendes Kulturgut. Dafür wollen wir auch die Öffentlichkeit begeistern", betont Christoph Keilmann, der sich als Geschäftsführer und Veranstalter von Europas größter Mineralienmesse dafür eingesetzt hat, dass die wertvollen Fossilien in München drei Tage lang öffentlich zu sehen sind. Seit 46 Jahren präsentieren Händler, internationale Museen und private Sammler aus aller Welt auf den Mineralientagen München spektakuläre Naturschätze. Neben dem Verkauf und Handel mit Schmuck und Edelsteinen spielt auch die Wissensvermittlung auf der Messe eine zentrale Rolle. Groß angelegte Sonderausstellungen in Kooperation mit internationalen Museen sollen die Besucher für die Schätze und Wunder der Natur begeistern. Neben der Archaeopteryx-Sonderschau sind Mineralien aus dem fernen Indien, Riesenkristalle aus der Schweiz, hochkarätige Kunstwerke weltbekannter Edelsteingestalter, Entspannung mit Heilsteinen auf der Wellness-Insel und erlebnisreiche Mitmach-Aktionen für Kinder weitere Highlights.

Hintergrundinformation zum Ur-Vogel Archaeopteryx

Darwin-Jahr 2009: 150 Jahre Evolutionstheorie - Ur-Vogel als Beweisstück

Der Ur-Vogel Archaeopteryx ist eines der wichtigsten Beweisstücke für die Theorie von der Entstehung der Arten, mit der der Naturforscher Charles Darwin vor genau 150 Jahren die Naturwissenschaften und das Weltbild revolutionierte. Er hatte unter anderem behauptet, dass es in der Evolution Übergangsformen gibt, sogenannte Brückentiere, die Merkmale der alten und neuen Art in sich vereinen. Im Jahr 1861, nur zwei Jahre nach Veröffentlichung seiner Theorie, entdeckte man im bayerischen Solnhofen den versteinerten Abdruck eines taubengroßen Tieres, das wie ein Puzzle aus Einzelteilen von Reptilien und Vögeln zusam-mengesetzt schien: es hatte Federn, Flügel und einen Vogelkopf, aber auch Zähne im Schnabel, Krallen und einen langen, knöchernen Schwanz wie ein Saurier. Seit dem ersten Fund wurden neun weitere Skelette und eine Feder entdeckt, die als bester Beweis gelten, dass die modernen Vögel von den Sauriern abstammen. Die Ur-Vögel lebten vor rund 150 Millionen Jahren. Die Solnhofener Plattenkalke in Bayern sind bis heute weltweit die einzigen Vorkommen des ältesten bekannten Vogels der Erdgeschichte geblieben. Entsprechende Bedeutung hat das Fossil als einzigartiges, wissenschaftlich wertvolles Dokument.

Archaeopteryx: Vogel-Krimi um eines der bedeutendsten Fossilien der Welt

Rund um die einzelnen Archaeopteryx-Funde ranken sich spannende Geschichten bis hin zu Kriminalfällen und Streitigkeiten um die Eigentumsverhältnisse. So behauptete ein Steinbruchbesitzer beim Solnhofener Exemplar, dem sechsten Ur-Vogel-Fund, das wertvolle Fossil sei von einem Arbeiter unter der Hand verkauft worden. Das Münchner Exemplar Nr. 7 wäre beinahe in einem Zementwerk zu Kalkpulver vermahlen worden - die Bruchstücke wurden in der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie in mühsamer Kleinarbeit zusammengefügt. Viel Aufsehen gab es auch um Archaeopteryx-Fund Nr.10: Das "Thermopolis-Exemplar" wurde mangels staatlicher Mittel für den Erwerb des nationalen Kulturgutes in die USA verkauft. Auch kursieren immer wieder Gerüchte, wonach sich manche dieser wissenschaftlich bedeutsamen und unersetzlichen Fossilien noch in privaten Sammlungen befinden, unzugänglich für die Wissenschaft. So ist der dritte Archaeopteryx-Fund, das sogenannte "Maxberg-Exemplar", vor Jahren aus Privatbesitz spurlos verschwunden. Alle Nachforschungen blieben bis heute erfolglos. Auch das achte Archaeopteryx-Exemplar - es befindet sich im Besitz eines anonymen Privatsammlers - ist der Wissenschaft bisher im Original nicht zugänglich gewesen, obwohl es schon 1990 entdeckt wurde und seit 1996 der Öffentlichkeit bekannt ist - leider nur als Abguss.

Schutz des Ur-Vogels aus Bayern als national wertvolles Kulturgut

Kritisiert wird im Zusammenhang mit den verschollenen und ins Ausland verkauften Archaeopteryx-Funden das geltende Denkmalschutzgesetz in Bayern: Dieses Gesetz ist nicht auf Fossilien anwendbar, da es sich dabei angeblich um Naturobjekte und nicht um Kulturobjekte handelt. In der Erkenntnis, dass Wissenschaft zur Kultur eines Landes gehört, sind wissenschaftlich wertvolle Fossilien in anderen Bundesländern durch die jeweils geltenden Denkmalschutzgesetze geschützt. Rückwirkend wurde das verschollene "Maxberg-Exemplar", zusammen mit den damals noch nicht in staatlichem Eigentum befindlichen Exemplaren von Eichstätt, Solnhofen und München, 1995 vom Bundesministerium des Inneren in das "Verzeichnis national wertvollen Kulturgutes" aufgenommen. Grundlage hierfür ist das "Gesetz zum Schutz deutschen Kulturgutes gegen Abwanderung". Dies bedeutet, dass diese Objekte nicht ohne Genehmigung aus Deutschland ausgeführt werden können.Wissenschaftlich wertvolle Fossilien sind somit nach Bundesgesetz, nicht aber nach dem geltenden Landesgesetz des Freistaates Bayern, als "Kulturgut" anerkannt. Neue Initiativen in der Politik, die nach dem Bekanntwerden des in die USA abgewanderten 10. Archaeopteryx-Exemplars ergriffen wurden, streben an, dass auch in Bayern der Fossilienschutz im Denkmalschutzgesetz verankert wird.





Münchner Mineralientage Fachmesse GmbH
Christoph Keilmann
Postfach 1361
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