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Allgemeine Kreditversicherung Coface AG |

Coface-Gruppe nimmt Deutschland von der negativen Watchlist

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Aktuelle Länderratings der Coface: Niederlande abgestuft – USA wieder oben auf A1


Paris/Mainz. Im jüngsten Länderrating der Coface-Gruppe, einem der weltweit führenden Kreditversicherer, steht Deutschland nicht länger auf der negativen Beobachtungsliste. Nachdem die Bundesrepublik im vergangenen Jahr von A1 auf A2 abgestuft und im zweiten Rating 2003 auf die negative Watchlist gesetzt worden war, sehen die Experten dank steigender Industrieproduktionen und größerer Zuversicht innerhalb der Unternehmen für 2004 wieder bessere Perspektiven, wie die deutsche Tochtergesellschaft Allgemeine Kreditversicherung Coface AG (AKC), Mainz, mitteilt. Die USA stiegen von A2 auf A1, während die Niederlande eine Abstufung auf A2 erfuhren. Einen positiven Trend sieht die Coface bei den EU-Beitrittsländern: Die Tschechische Republik, Slowakei und Polen erhielten bessere Ratings als zuletzt.

Nach dem Abschwung im zweiten Quartal 2003 sieht die französische Coface-Gruppe in ihrem aktuellen Länderrating wieder bessere Perspektiven für Deutschland: Wie die AK Coface mitteilt, steht die Bundesrepublik nicht länger auf der negativen Beobachtungsliste. Die Experten stufen Deutschland in der zweithöchsten Kategorie A2 ein. Zwar erwartet die Coface keine Erholung der Wirtschaft noch in diesem Jahr, doch hätten sich die Aussichten für 2004 verbessert. Grund für die positive Prognose sind in erster Linie deutlich gestiegene Industrieproduktionen. Sollten die privaten Haushalte ihre Kaufzurückhaltung aufgeben, könnte dies zu einem Nachholeffekt führen, der die Binnennachfrage erhöht. Die Coface hielte Wachstum in Deutschland dann für möglich – vorausgesetzt, auch auf dem Weltmarkt steigt die Nachfrage nah deutschen Waren.

Zudem habe die Zuversicht der Unternehmen zugenommen. Dies sei auf die Reformmaßnahmen der Regierung zur Flexibilisierung des Arbeitsmarktes zurück zu führen. Die geplanten Steuersenkungen hingegen gäben Anlass zu der Befürchtung, dass Deutschland die Maastricht-Grenze von drei Prozent beim öffentlichen Defizit nicht allzu schnell wieder unterschreitet.

Zwar bleibe die Situation für die Unternehmen wacklig, doch habe die Zahl der Pleiten abgenommen. Die Zahlungsmoral sehen die Coface-Experten ebenfalls auf dem Weg der Besserung. Obwohl es nach wie vor zu vielen Zahlungsausfällen komme, scheine die Talsohle durchschritten.

Die USA, die zuletzt mit positiven Aussichten in A2 geführt wurden, stehen im Coface-Länderrating erstmals seit Dezember 2001 wieder in der höchsten Stufe A1. Die verbesserte Kapitallage der Unternehmen in einem zunehmend schwungvollen wirtschaftlichen Umfeld führte zu dieser Aufwertung. Steuervergünstigungen und die dauerhaft niedrigen kurzfristigen Zinsen haben laut Coface den Privatverbrauch angekurbelt, wovon besonders der Immobilienmarkt und die Automobilindustrie, aber auch der Einzelhandel profitierten.

Auch auf Seiten der Unternehmen nähmen die Investitionen wieder zu. Die Firmen verbesserten ihre Rentabilität durch Produktivitätssteigerungen und profitierten vom schwachen Dollarkurs, der die Exporte erleichterte und die Gewinne ausländischer Tochtergesellschaften vergrößerte, so die Coface. Im ersten Halbjahr 2003 nahm die Zahl der Insolvenzen um sieben Prozent ab. Der Kreditversicherer erwartet, dass sich die Erholung der US-amerikanischen Wirtschaft fortsetzt und noch verstärkt.

Die Niederlande leiden unter einer Verlangsamung des Wachstums und steigenden Insolvenzzahlen. Der Negativtrend, der Ende 2002 seinen Anfang nahm, hat sich nach Einschätzung der Coface im ersten Halbjahr 2003 auf Grund sinkender Nachfrage nach niederländischen Gütern in Europa und nur stagnierender Binnennachfrage verstärkt. Die Unternehmen hätten mit steigenden Lohnkosten zu kämpfen, weshalb sie ihre Investitionen zurückschraubten. Auch die Verbraucher hätten ihre Ausgaben reduziert. Als Gründe nennen die Experten steigende Arbeitslosenzahlen sowie eine härtere Finanzpolitik, die angesichts des zu erwartenden öffentlichen Defizits mit Steuererhöhungen und Kürzungen der Zuschüsse für Arbeitsbeschaffungsprogramme einher gehe. In der ersten Jahreshälfte nahmen die Insolvenzen um 18 Prozent zu. Die Coface erwartet vor 2004 keine Erholung. Dann, so die Schätzung, könnte das niederländische Bruttoinlandsprodukt wieder um 1,3 Prozent steigen.

Drei künftigen EU-Mitgliedsstaaten bescheinigten die Experten eine Aufwärtsentwicklung: Die Tschechische Republik steigt von A3 auf A2, Nachbar Slowakei (A4) findet sich jetzt auf der positiven Watchlist. Damit liegen beide Staaten im Coface-Rating unter dem Weltdurchschnitt im Risiko-Niveau für Investoren. Polen, mit A4 bewertet, steht nun nicht mehr auf der negativen Beobachtungsliste.

Die weiteren Anpassungen der Coface-Länderratings fielen positiv aus – bis auf Bahrain, das von A2 auf A3 abgewertet wurde. Spanien, in A1 geführt, steht nicht länger auf der negativen Beobachtungsliste. Auch die Perspektiven für die angeschlagenen Volkswirtschaften der Türkei (C) und Argentiniens (D) erschienen günstiger: Beide Länder werden nun auf der positiven Beobachtungsliste geführt. Keine Veränderungen ergaben sich für die Schweiz (A1), Großbritannien (A1) und Italien (A2): Alle drei Länder bleiben auf der negative Watchlist.

Die Coface-Gruppe stuft die Länder in sieben verschiedene Gruppe ein. A1 bis A4 entsprechen Investmentgrades. B, C und D stehen für höhere Risiken unterhalb der Investmentgrades. Einzelheiten zu den aktualisierten Länderratings sowie zu insgesamt 141 Länderbewertungen sind kostenlos auf der Website www.cofacerating.com nachzulesen.


Infos:
Allgemeine Kredit Coface Holding AG
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Erich Hieronimus oder Christian Giesen
Isaac-Fulda-Allee 1
55124 Mainz
Telefon 06131/323-541 oder - 542
Telefax 06131/323-70-541
Mail: erich.hieronimus@ak-coface.de oder
christian.giesen@ak-coface.de
Homepage: www.ak-coface.de

Zum Unternehmen:
Die Allgemeine Kreditversicherung Coface AG, Mainz, zählt zu den großen Drei auf dem deutschen Kreditversicherungsmarkt. Sie gehört zu einem der weltgrößten Kreditversicherer, der Coface-Gruppe, Paris. Über die klassische Kreditversicherung hinaus, die Unternehmen vor Forderungsverlusten im In- und Ausland schützt, bietet die AK Coface über Beteiligunggesellschaften auch Factoring, Inkasso und Ratingdienstleistungen an. Das Unternehmen verfügt über Informationen zu rund 44 Millionen Unternehmen in aller Welt. Es kann so Kunden der Versicherungsnehmer aus allen Branchen und in über 120 Ländern hinsichtlich ihrer Zahlungsfähigkeit überprüfen.
Moody´s, eine der drei großen internationalen Ratingagenturen, hat die Coface-Gruppe im Insurance Financial Strength Rating mit Aa3 bewertet. Das Rating bezieht sich auch auf die AKC. Die internationale Rating-Agentur Fitch Ratings bewertet die Coface S.A und die AK Coface zum dritten Mal mit AA, der zweithöchsten Bewertungsstufe. Dieses Rating wurde zuletzt Anfang 2003 bestätigt.
Die Allgemeine Kredit Coface verzeichnete 2002 einen Umsatz in Höhe von 257 Millionen Euro inklusive Factoring und Inkasso. Sie deckte Risiken von rund 58 Milliarden Euro ab. Der Konzern beschäftigt über 770 Mitarbeiter. Die Coface-Gruppe insgesamt hat über 83.000 Kunden und übernimmt Deckungen in 140 Ländern. Sie hat mehr als 4200 Angestellte und erzielte 2002 einen Umsatz von 973 Mio Euro.


Web: http://www.cofacerating.com


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Jens Bednarek, verantwortlich.

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