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So tickt der Bio-Käufer – Nationale Verzehrstudie II schafft Deutschlands größte Datenbasis

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Karlsruhe/Nürnberg, 09. Juli 2010 - Sandalen oder Stiefel, bodenlange Gewänder und lange Haare mit Blumen verziert: So sah er aus, der prototypische Hippie der Flower-Power-Ära. Er strebte nach Frieden, geistiger und religiöser Entwicklung und nach inniger Verbundenheit mit der Natur. Aus Respekt vor den Tieren war er zudem meistens Vegetarier. Viele Teile seiner Ideologie reichen bis in die Gegenwart hinein und manifestieren sich zum Beispiel im derzeitigen Bio-Boom.

Das Max-Rubner-Institut (MRE) widmete sich in der aktuellen Nationalen Verzehrstudie II der Frage, ob ein Zusammenhang zwischen dem Einkauf von Biolebensmitteln und dem Lebensstil besteht. Rund 14.200 Konsumenten gaben Auskunft über ihre Ernährungsgewohnheiten und begründeten somit die umfassendste Datenbasis, die es in Deutschland je gegeben hat. Und so kann den Erkenntnissen zufolge der typische Biokäufer charakterisiert werden: Er zeigt insgesamt eine gesündere Lebensmittelauswahl, verzehrt mehr Obst und Gemüse und weniger Fleisch und Wurstwaren. Er konsumiert weniger Süßwaren, Limonaden und Tabakwaren und ist zudem sportlich aktiver. Bio-Konsum sei dabei längst nicht mehr ausschließlich eine Frage des Geldbeutels, so die Erkenntnisse der Nationalen Verzehrstudie II. Denn auch in der Studien-Gruppe mit dem niedrigsten Einkommen haben sich inzwischen Intensivkäufer biologischer Lebensmittel gefunden.

Das Marktforschungsunternehmens GfK bestätigt, dass Bioprodukte schon lange für die gesamte Bevölkerung attraktiv sind. Einer Analyse zufolge kauften im vergangenen Jahr 94 Prozent der deutschen Haushalte Bioprodukte und gaben dabei im Schnitt 84 Euro aus. Durchschnittlich 20 Mal landeten Biolebensmittel im Einkaufskorb, das entspricht 3,9 Prozent der jährlichen Gesamtausgaben für Lebensmittel. Ungeachtet der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage hat der ökologische Landbau auch im Jahr 2009 weiter zugelegt: Statistiken des Bundesministeriums für Ernährung zufolge hat die Anzahl der Öko-Betriebe gegenüber dem Vorjahr um 1.234 zugenommen. Insgesamt liegt der Anteil der Öko-Landschaft bei 5,6 Prozent – gemessen an der Gesamtzahl der landwirtschaftlichen Betriebe.

Die ökologische Landwirtschaft verzichtet auf bestimmte Pflanzenschutzmittel, Wachstumsförderer, Mineraldünger und Gentechnik. Zudem dürfen den Erzeugnissen keine Geschmacksverstärker, künstliche Aromen oder Farb- und Konservierungsstoffe zugefügt werden. Nur dann können sie unter dem Namen Bio verkauft werden. Doch der Verzicht auf Konservierungsstoffe macht Produkte leichter verderblich und anfälliger für eine bakterielle Kontaminierung schon während der Produktion. Hackfleisch gehört aufgrund des Zerkleinerungsgrades und der damit verbundenen größeren Oberfläche zu den leicht verderblichen Lebensmitteln. Durch die Zerkleinerung ist die Kontaktoberfläche mit der umgebenden Atmosphäre sehr viel größer, es herrschen optimale Wachstumsbedingungen für zahlreiche verderbnisverursachende und krankheitserregende Mikroorganismen.

Technologiehersteller sind daher darum bemüht, alle Anlagen, die mit leichtverderblichen Lebensmitteln in Berührung kommen, entsprechend den strengen Hygieneanforderungen zu konstruieren. So auch das Unternehmen Bizerba aus Balingen. „Wir haben die Kontrollwaage CWP Neptune entwickelt, um leichtverderbliche und unverpackte Lebensmittel hygienegerecht zu wiegen und zu sortieren. Sie wurde ergonomisch so konstruiert, dass sie Bakterien wenig Raum bietet und den Gestaltungskriterien der European Hygienic Engineering and Design Group (EHEDG) gerecht wird“, sagt Claudia Gross, Director Global Marketing and Communication bei Bizerba. Diese Technologie stelle sicher, dass leichtverderbliche Lebensmittel wie Hackfleisch auch ohne den Zusatz von Konservierungsstoffen sicher beim Endkonsumenten ankommen.

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