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Neuer Gammelfleischskandal zieht auf

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Bundesinstitut für Risikobewertung: Gesundheitliches Risiko ist unwahrscheinlich


Berlin/Stuttgart, 14. Juli 2010 - Schon wieder zieht ein Gammelfleischskandal durch die Medienlandschaft. Recherchen des SWR zufolge befindet sich derzeit mit Clostridien belastetes Rindfleisch im deutschen Handel. Die bislang nahezu unbekannten, stäbchenförmigen Keime sind kälteresistent und sorgen dafür, dass Fleisch selbst im Vakuum-Beutel mit einem ekelerregenden Geruch verdirbt. Vermutlich sind sie ursprünglich über Haut und Hufen von Rindern in brasilianische Schlachtbetriebe gelangt.

„Aus diesem Problem hat sich mittlerweile eine große Welle entwickelt. Groß deswegen, weil alle Länder und mittlerweile Tonnagen (Tragfähigkeit eines Handelsschiffs) davon betroffen sind. Da geht es um 10 Tonnen, 20 Tonnen, 40 Tonnen“, so der Fleischexperte Professor Manfred Gareis im Bericht des SWR. Zu erkennen sei die Kontaminierung anhand der aufgeblähten Vakuum-Beutels. Gareis befürchtet aber, dass Fleisch, das eigentlich entsorgt werden muss, wieder in den Handel gelangt: „Das Fleisch wird umverpackt und umetikettiert. Es wird versucht, das Fleisch auf jeden Fall zu retten und durch illegale Maßnahmen wieder in den Verkehr zu bringen“.

Kommt das Fleisch in Deutschland an, können sich die Sporen nach Öffnen des Vakuumbeutels ungehindert im weiterverarbeitenden Betrieb verteilen. „Die Keime scheinen so widerstandsfähig zu sein, dass normale Reinigungs- und Desinfektionsmittel nur schwer etwas gegen sie ausrichten können. Um die Vermehrung trotzdem unter Kontrolle halten zu können, sollten die fleischverarbeitenden Geräte, etwa Schneidemaschinen, ergonomisch so gestaltet sein, dass die Anhaftung des Schneidguts minimal ist und die Geräte leicht und effektiv zu reinigen sind“, erklärt Andreas Gmelin, Director Food Processing bei Bizerba. Der Technologiehersteller aus Balingen hat eine neue Oberflächenveredelung entwickelt, welche den wasser- und schmutzabweisenden Lotus-Effekt nutzt und die hygienischen Bedingungen verbessert.

Ob das belastete Fleisch selbst tatsächlich gesundheitsschädlich ist, gilt derweil als noch ungeklärt. In einer vorläufigen Stellungnahme des Bundesinstituts für Risikobewertung vom 06. Juli 2010 heißt es: „Typische Anzeichen sind eine aufgeblähte Verpackung und ein übler Geruch, der vom Fleisch ausgeht. Derart sensorisch verändertes Fleisch ist nicht mehr für den Verzehr geeignet, eine mögliche Gesundheitsgefahr für Verbraucher ist aus Sicht des Bundesinstituts für Risikobewertung aber unwahrscheinlich“. Der Keim gelte als nicht krankheitsauslösend und wurde deswegen vom Ausschuss für Biologische Arbeitsstoffe der niedrigsten Risikogruppe zugeordnet.

Foodwatch hat die Behörden in Bund und Ländern aufgefordert, angesichts der ungeklärten Risikoeinschätzung nach dem Vorsorgeprinzip zu handeln: Zunächst müssten die belasteten Fleischprodukte unverzüglich aus dem Verkehr gezogen und die betroffenen Betriebe vorübergehend geschlossen werden, um eine umfassende Reinigung und Desinfektion sicherzustellen. Weiter verlangt Foodwatch, dass die Behörden die Öffentlichkeit umfassend über belastete Produkte, betroffene Betriebe und ergriffene Maßnahmen informieren.

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