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In Schwimmbädern und Badeseen lauern häufig krankmachende Erreger


In Schwimmbädern und Badeseen lauern häufig krankmachende Erreger München, 19. Juli 2010__ Ab ins Wasser! Bei tropischen Temperaturen im Sommer lechzen alle nach einem Sprung ins Kühle - ob im Freibad oder in den Natursee. ...

München, 19. Juli 2010__ Ab ins Wasser! Bei tropischen Temperaturen im Sommer lechzen alle nach einem Sprung ins Kühle - ob im Freibad oder in den Natursee. Doch kaum jemand ahnt, dass die wohltuende Erfrischung auch Gefahren bergen kann. Im kühlen Nass tummeln sich nicht selten Krankheitserreger wie Viren, Bakterien, Pilze und Parasiten. Was viele dabei überrascht: Dies gilt nicht nur für Badeseen, sondern kommt auch in unzureichend gechlorten Freibädern vor.

Die Erreger gelangen durch versehentliches Schlucken von Wasser in den Mund oder dringen durch andere Körperöffnungen ein. Die Infektionen, die sie auslösen, sind unterschiedlich:

· Jeden Sommer infizieren sich mehrere hundert Badende mit der sogenannten Zerkariendermatitis ("swimmer´s itch"). Sie wird verursacht von Wurmlarven (Zerkarien), die normalerweise in Wasservögel eindringen. Hin und wieder bohren sie sich jedoch versehentlich in die Haut eines Schwimmenden. So unangenehm der Gedanke daran auch sein mag: Die Larven lösen unter der Haut nur einen leichten Juckreiz aus und sterben innerhalb weniger Tage ab.

· Pseudomonas-Bakterien halten sich nicht nur im Wasser, sondern auch im Erdboden und im Darm von Menschen und Tieren auf. Die Bakterien lösen Infektionen des Ohres und äußeren Gehörganges aus ("swimmer´s ear"). Die Bakterien können auch zu einer Dermatitis führen - einem juckenden Ausschlag, den man sich vor allem nach längerem Aufenthalt in sehr warmem Wasser zuzieht, etwa in nicht richtig desinfizierten Sprudelbecken.

· Über solche können auch Legionellen oder Leptospiren verbreitet werden, die man mit dem Dampf einatmet und die zu einer Lungenentzündung oder grippeähnlichen Beschwerden führen können.

· Adenoviren befallen vor allem die oberen Atemwege und lösen grippeähnliche Beschwerden aus. Am häufigsten erkranken Kinder und Jugendliche.

· Für Durchfallerkrankungen nach dem Baden sind meist Noroviren, verantwortlich. Seltener lassen sich diese Beschwerden auf eine Infektion mit Bakterien wie Shigellen und Escherichia coli, Parasiten wie Giardia oder Kryptosporidien zurückführen.

· Ebenfalls zu den Bakterien gehören die Chlamydien. Manche Arten führen beim Menschen zu einer Lungenentzündung, andere verursachen eine Entzündung von Bindehaut und Hornhaut, die sich durch rote, tränende Augen ankündigt.

· Auch nach dem Bad kann man sich noch anstecken. Vor allem in feucht-warmen Umkleiden und Duschkabinen sind Viren, die Warzen auslösen. Die Erreger von Fußpilz verbreiten sich hier ebenfalls schnell.

"Die Anzahl der Personen, die sich beim Baden mit Krankheiten infizieren, ist jedoch gering", sagt NetDoktor.de-Autorin und Ärztin Dr. med. Felicitas Witte.

Mehr Informationen über die verschiedenen Krankheitserreger in Badeseen und im Schwimmbad gibt es auf NetDoktor.de unter http://www.netdoktor.de/Magazin/Keime-in-Badeseen-Larven-auf-11085.html, http://www.netdoktor.de/Magazin/Schwimmbad-und-Infektionen-Bo-11086.html und http://www.netdoktor.de/Krankheiten/Infektionen/Wissen/Keime-im-Wasser-Uebersicht-11087.html.





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Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Christoph Hausel, verantwortlich.

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