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Discounter setzen mehr Einweggetränke ab

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Klassische Lebensmitteleinzelhandel verliert Marktanteile


Düsseldorf - In PET-Flaschen abgefülltes Bier wird 2004 seine Marktanteile deutlich steigern. Aldi als führende deutsche Discountkette wird in Kürze flächendeckend Bier in PET-Flaschen anbieten, berichtet die WirtschaftsWoche. Aldi Nord hat inzwischen in allen 2.500 Filialen das Bier in PET ins Sortiment aufgenommen und will von Januar an verstärkt dafür werben. Bei Aldi Süd führen inzwischen rund 10 der 25 regionalen Niederlassungen Bier in Plastikflaschen.

Die belgische Martens-Brauerei, die den Discounter mit Maternus-Pils beliefert, installiert eigens eine weitere Abfüllanlage, um Kapazitätsengpässe zu vermeiden. „Wir werden mit Bier in PET-Flaschen Erfolg haben“, heißt es aus der Aldi-Zentrale in Essen. Anfang November war nach Brancheninformationen der Marktanteil von PET-Flaschen im Einzelhandel für die Biersorte Pils bereits auf 7,4 Prozent gestiegen.

Durch die erfolgreiche Einführung von Bier in Einweg-Plastikflaschen werde sich nach Einschätzung von Branchenexperten eine deutliche Verschiebung der Marktanteile zugunsten der Discounter ergeben. Der klassische Lebensmitteleinzelhandel habe sich durch seine Boykottstrategie gegen das Dosenpfand ein Eigentor eingehandelt. In fast allen großen Supermärkten wurden Einweggetränke ausgelistet, um die Pfandregelung der Verpackungsverordnung auszuhebeln.

Auf der Basis der bis November 2003 vorliegenden monatlichen Markterhebungen der Nürnberger Gesellschaft für Konsumgüterforschung rechnet die Deutsche Umwelthilfe (DUH) mit einer Mehrwegquote von 60 - 61% für das Gesamtjahr 2003. Der Novemberwert lag bei 60,3%. "Damit sind alle Hoffnungen der Einweglobby hinfällig, dieses oder nächstes Jahr die Mehrweg- Schutzquote von 72% zu erreichen und damit den Prozess der Aussetzung des Pfandes zu beginnen", so DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch.

Auch nach Angaben der Kölner Firmen Interseroh und Westpfand gäbe es keine Grundlage, dass Dosenpfand in Frage zu stellen. Der klassische Lebensmitteleinzelhandel schade sich durch die Auslistung von Einweggetränken. Die Discounter seien der große Gewinner, denn hier steige der Einweg-Absatz deutlich an. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass der traditionelle Einzelhandel seine Weigerungsstrategie gegen das Dosenpfand durchhält. Der Verlust an Marktanteilen zugunsten der Discounter ist beträchtlich. Ich gehe nicht davon aus, dass der Mehrweganteil von 72 Prozent überhaupt noch erreicht werden kann. Die Hoffnung auf einen Automatismus zur Abschaffung des Pflichtpfandes geht ins Leere", so die Einschätzung des Westpfand-Geschäftsführers Siegfried Harzheim.


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Claudia Klemp, verantwortlich.

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