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Wolfgang Bergmann |

Rente mit 70: "Bis zum Tod in Arbeit und Hartz IV" - (Erneuerbare Zahlungsmittel)

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Rente mit 70 ist nicht nur bevölkerungswissenschaftlicher Unsinn, sondern auch für die Markt- und Volkswirtschaften ein Desaster, das den Binnenmärkten den Rest geben wird und das lässt sich realmathematisch nachweisen.

Wenn die Menschen alle 4 Jahre tatsächlich um 1 Jahr älter werden, dann wäre im Jahr 2050 die Lebenserwartung bei Männern 86 Jahre (heute 76) und bei Frauen 92 Jahre (heute 82). Möglich ist das schon. Es stellt sich jedoch die grundsätzlich Frage: "Wem gehören diese zusätzlichen Lebensjahre?" Der Chef des Instituts der deutschen Wirtschaft, Prof. Michael Hüther, hat das schon vorentschieden. Man kann ihn nur so verstehen. Diese Jahre gehören und zwar dynamisch der Wirtschaft und somit dem Unternehmer.

Ich widerspreche hier und stelle fest, diese Zeit gehört dem Menschen, der sie erleben darf. Nicht nur in erster Linie, sondern naturbedingt, wie sein ganzes ureigenste Leben. Er wird es auch selber mit allem Leid und Freude tragen. Wer dem, wie Herr Hüther widerspricht, der hat keinen Sinn für Menschenrechte und die Würde des Menschen. Er befindet sich außerhalb der weltweiten Verfassungen der Nationen und der Charta der Vereinten Nationen.

Der Meinung Herrn Hüthers schließen sich die Herren Alfred Boss (IFW Kiel) und Herr Prof. Klaus Zimmermann (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung) an. Die Ansagen dieser Herren widersprechen nicht nur den Menschenrechten, sondern fördern eine neue Art der Leibeigenschaft. Leibeigenschaft oder Eigenbehörigkeit bezeichnet eine im späten Mittelalter und der frühen Neuzeit weit verbreitete persönliche Abhängigkeit von Menschen von ihrem Grundherren - in diesem Falle wären das die Unternehmer, die Herren der Arbeitsplätze. In der Leibeigenschaft gehörte der Mensch von Geburt bis zum Tode seinem Herrn.

Nach geltender Rechtslage wird das gesetzliche Renteneintrittsalter zwischen 2012 und 2029 in monatlichen Schritten von derzeit 65 auf 67 Jahre angehoben. Hüther forderte die Bundesregierung in der "Rheinischen Post" auf, diesen Prozess fortzusetzen. "Wir sollten 2029 nicht aufhören, das Rentenalter anzuheben, sondern auch danach damit fortfahren", empfahl der Ökonom (Quelle Hamburger Abendplatt). Natürlich weiß kein Mensch und auch der Ökonom nicht was 2050 geschieht oder 2012 und 2029 geschehen ist.

Wenn man sich diese Pressenachricht anschaut entsteht der Eindruck, dass Herr Hüther entweder von allen Geistern verlassen ist, oder er will schlicht und einfach vom Rentenalter 67, das schon von SPD und CDU beschlossen und zwischen 2012 und 2029 in Kraft tritt und jetzt von der SPD in Frage gestellt wird ablenken, um den Status quo 67, beizubehalten. Das würde bedeuten, dass dieser Mann doch kein Unmensch in Sache Rente ist, wie er sich in der Öffentlichkeit gibt. Leider kann man dem nicht auf den Grunde gehen.

Das Motto "Sozial ist was Arbeit schafft", ein neoliberales Instrument unserer Zeit, sowie das Wort Arbeitsplätze, welches in allen möglichen Variationen (z.B. Arbeitsplatzgarantien usw.) zum Unwort geworden und der Gehirnwäsche dienlich ist, spricht jedoch mehr für eine neue Renaissance der Leibeigenschaft. Der Arbeitsplatz wird zum einzig Wahren und Heiligtum erklärt und viele beten in schon an.

Es gibt nur sehr selten eine 65jährige oder einen 65jährigen, wenn sie dieses Alter überhaupt erreichen durften, die nicht in Form von kleinen oder auch schlimmeren Leiden betroffen sind und doch guten Willens erst mit 65 in Rente gehen, wie sich das gehört. Das ist nicht die Regel. Der überwiegende Teil geht schon vor 65 in Rente oder Pension und zwar weil er muss. Die Rentenversicherer und ihre Ärzte sind sehr genau in ihren Bescheiden und Beurteilungen.

Da die Frührente und Frühpensionierung, sowie Altersteilzeitrente, Arbeitsunfähigkeitrente usw. die Normalität ist muss man sich schon fragen, wo will man mit dieser Rente ab 67 oder gar 70 hin und was will man mit dieser Bedrohungen, denn es ist eine für den verdienten Ruhestand, bezwecken?

Die Lebenserwartung liegt bei den Männern heute bei 76 Jahren und bei Frauen bei 82 Jahren, das heißt, dass nur wenige Männer überhaupt 70 Jahre alt werden (siehe Statistiken), die Frauen kommen da besser weg. Das zusätzliche 1 Jahr, alle 4 Jahre, das wir laut demoskopischen Faktors länger leben, kann nicht berücksichtigt werden. Man muss sich ehrlicherweise mit dem Jetzt, da keiner weiß was in 50 Jahren mit der realen Lebenserwartung tatsächlich los ist, die auch noch vom sozialen Stand her unterschiedlich ist, zufrieden geben. Logischerweise kann man auch heute kein Gesetz machen, das im Rentenalter 70 oder 67 endet, das ist schlicht und einfach Kaffeesatzleserei.

In den unteren bis mittleren sozialen Schichten wird zum größten Teil viel früher gestorben und das heißt faktisch, dass bei den Betroffenen keine Rente oder Pension mit 70 anfällt. Die obere soziale Schichte, ca. 10-15 Prozent, benötigen nicht unbedingt Rente und könnten sich auch mit ihrem Vermögen versorgen. Realistisch ist wahrscheinlich, ganz genau kann das keiner sagen, dass die Menschen, die über die 70 hinaus noch Renten beziehen werden nur ein paar besonders gesunde Menschen sind und wer ist das schon mit 70.

Kommt es nun, wie von den Wirtschaftsverbänden gewünscht zum Rentenalter 70, man sollte nicht unbedingt daran zweifeln, geschieht folgendes. Ein Arbeiter mit 58 und befristetem Arbeitsvertrag verliert seinen Arbeitsplatz und keiner will ihn mehr einstellen. In der Gegenwart der Normalfall.

Nach 18 Monaten Arbeitslosengeld landet er in Hartz IV (Arbeitslosengeld II) und darf jetzt zuerst mal von seinen Ersparnissen leben. Ist das schöne, teure Auto und auch das Häuschen mitverlebt, sitzt er nun auf Hartz IV fest und darf von ein paar Groschen leben. Warten bis er 70 ist und vielleicht, wenn er die Hartz-Tortur gut überlebt, denn die kostet Lebenserwartung, bekommt er noch ein Jahr Rente, mit der er aus Alters- und Gesundheitsgründen nichts mehr richtiges Anfangen kann. In die Rente eingezahlt hat er in diesem Falle ca. 40 Jahre. Geschieht es so wie Geschilderte kann man wahrhaftig noch von einem Erfolgserlebnis sprechen.

So, plus minus wird es mit Rentenalter 70, oder auch schon 67, in geringerem Maße, sowieso kommen, denn schon bei Rente 65 ist es in der Proportion oft nicht viel anders. 2010, 2029 oder 2050 diese Zeiten sind vollkommen gleichgültig und spielen nicht die geringste Rolle. Der demografische Faktor, der hier als Krücke der Politik in der Rentenfrage zum Argument werden soll ist unwichtig und verläuft sich in Relativität.

Herr Hüther, seine Kollegen, Mitstreiter und Politiker versuchen mit Hilfe des demografischen Faktors ein Problem zu lösen, dass man so gar nicht lösen kann. Den die Logik und Realität sieht ganz anders aus. Es ist einfach nicht möglich das Altern und das Altwerden zu überlisten, indem man sagt ein heute 76jähriger wird 2050 ein 66jähriger sein, denn genau das wird uns hier vorgegaukelt. Das ist schlicht und einfach eine unrealistische Hochrechnung, die nicht dem Leben, sondern Mathematik folgt. Das Leben folgt keinen mathematischen Regeln und auch keinen marktwirtschaftlichen Vorgaben.

Richtig ist jung ist jung und alt ist alt und krank ist krank und tot ist tot. Am Alter geht kein Weg vorbei, das ist Natur und Realität und kein demografischen Faktor. Man kann nur bis zu einem gewissen Alter voll, mit Geist und Körper tätig sein und auch nur, wenn man gesund ist. Man wird dann aufhören müssen, wenn es nicht mehr geht und am besten ist für die Gesundheit so früh wie möglich. Das kann auch der demografische Faktor eines Bürokraten nicht ändern, oder will er einen 60jährigen Demenzkranken noch 10 Jahre zur Arbeit schicken. Wer den logischen Zusammenhang zwischen dem Alter und dem damit verbunden, schleichenden Verlust der Kräfte und des Geistes, der Normalfall, nicht verstehen kann, der sollte sich nicht Bevölkerungswissenschaft und Rentenalter beschäftigen.

Rente mit 70 ist nicht nur bevölkerungswissenschaftlicher Unsinn, sondern auch für die Markt- und Volkswirtschaften ein Desaster, das den Binnenmärkten den Rest geben wird und das lässt sich realmathematisch nachweisen. So wie es derzeit aussieht hat da noch niemand gerechnet. Der Ökonom sollte sich Gedanken machen und rechnen und wenn er es mit Logik angeht, ohne utopische Erwartungen, dass z.B. ein 76jähriger plötzlich 66 wird, wird er die volkswirtschaftlichen Verluste beziffern können.

Ein großes Meeting des Geistes, Vernunft und der Intelligenz mit Sachverstand ist das, was die aktuelle Gegenwart, die Menschheit und unsere Welt braucht. Eine weltweite Lösung aller Probleme sollte angestrebt werden, eine Neue Welt und Weltordnung in Demokratie und Frieden für alle: "Erneuerbare Zahlungsmittel" könnte so eine Lösung sein, ohne die Lebensarbeitszeit zu verlängern.

Ganz im Gegenteil, man könnte zurücksetzen und somit den Menschen und deren Gesundheit und einem glücklichen Dasein entgegenkommen.
(free download: "www.weltversorgungsgesellschaft.de").

Wolfgang Bergmann


Web: http://www.weltversorgungsgesellschaft.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Wolfgang Bergmann, verantwortlich.

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