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Beim Bergbauern in Oberforst

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Beeindruckendes Panoram im Gailtal


Sattgrün leuchtet das Gras der steilen Wiesenflächen, die um den Hof herum durch Apfel-, Birn- und Pflaumenbäume aufgelockert sind. Darüber thront der mächtige Reißkofel. Es ist immer wieder etwas Besonderes, einen traditionellen Bergbauernhof zu besuchen. Wir haben uns dazu nach Oberforst im Kärntner Gailtal begeben. Der Michal-Hof wird noch bewirtschaftet, und so manches Leckere wird selbst erzeugt, vom Brot über die Marmelade bis zum Gailtaler Schinkenspeck und Obstler. Immer wieder beeindruckend ist, gleich vom Küchenfenster aus, der tolle Panoramablick auf die Karnischen Alpen sowie im Westen ins Lesachtal und in die Lienzer Dolomiten. \r\n

August 2010. Reisach/Siegen (dia/juw). Im Kärntner Gailtal nehmen wir bei unserer Autotesttour die Bergstraße von Reisach Richtung Forst unter die Räder, überthront vom mächtigen Reißkofel. Der geteerte Weg ist eng und steil. Aber als Forst erreicht ist, geht es noch weiter bergan, ins über 900 Meter hoch gelegene Oberforst zum Bergbauern.
Im Mini-Dorf auf der kleinen Anhöhe gab's früher traditionell nur zwei Bergbauernhöfe. Seit wenigen Jahren sind am unteren Wegesrand drei neue Privathäuser hinzugekommen. Wir sind ganz oben zu Besuch, am Michal-Bauernhof bei Hermine und Hans.

Schon leicht oberhalb von Reisach wird der Blick weiter. Je nach Kehre blicken wir ins westliche und mal ins östliche Tal. Nach rund zehn Minuten, zig Kehren und engen Kurven ist nach gut drei Kilometern der Michal-Hof erreicht. Ein lautes "Hallo", weil man sich von früher kennt. Die große Tenne hat sich verändert. Wo früher uriger Dielenboden war, haben Steinfliesen Einzug gehalten. Das große Ofentor in der Diele ist noch da. Wie zu alten Zeiten wird in diesem Steinofen das Brot gebacken. Ein kräftig derbes Brot, das ideal zu den anderen bäuerlichen Produkten passt. Wo das Brot gebacken wird, hat in der Gluthitze auch der Reindling seinen Platz. Dieser besondere Hefekuchen mit Zimt- und/oder Marmeladenfüllung ist eine Kärntner Spezialität. Man isst ihn einfach so, mit Butter oder mit Gailtaler Speck. Wer"s noch nicht gekostet hat, ist ungläubig: Passen denn gut gewürzter Schinkenspeck und süßer Kuchen zusammen? Nach unserem und vieler anderer Eindruck nach: ja, bestens! Es schmeckt außerordentlich gut.
Traum-Ausblick
Hier bei den Michals hat man bereits aus dem Küchenfenster einen Ausblick auf die Karnischen Alpen und Almen sowie aufs Tal, wovon andere nur träumen können. Da drüben liegen auf den grünen Wiesenflecken zum Beispiel Waidegger und Straniger Alm, fast gegenüber der über 2.000 Meter hohe Hochwipfel. Im Südwesten blicken wir oberhalb von Mauthen zu den felsigen Massiven des Karnischen Hauptkamms, im Nordwesten kommen nach der Gailtalhöhe die Lienzer Dolomiten in den Blick. Wie aus dem Flugzeug erscheint das Tal mit Reisach, Kirchbach, St. Daniel und Kötschach. Im Westen schaut man weit über Kötschach-Mauthen hinaus. Geht man auf den kleinen Balkon am Ende der Diele, dann geht"s, wie uns Bergbauer Hans erklärt, bei guter Sicht westlich bis Kartitsch. Das ist schon weiter als das Lesachtal, das Tiroler Gailtal, fast in Südtirol. Einfach nur beeindruckend.
Steil sind die Bergwiesen, die Jahr für Jahr bearbeitet werden müssen. Mähen, Heu machen, zweite Maad. Und ernten. Da stehen auf dem schrägen Grün Apfel-, Birn- und Pflaumenbäume, deren Früchte gepflückt und zu Marmelade oder Einkochobst verarbeitet werden wollen und, bei den Birnen, auch zum typischen Schnaps der Region, dem Obstler. Die Bauern haben die Lizenz zum Brennen - aber je nach Hof nur in begrenzten Literzahlen, zum Eigengebrauch. In urigen Anlagen nach Ansetzen sowie mit Aufkochen und Kühlen kommt das Destillat dann irgendwann in der Flasche an. Kräftig, solch ein original Obstler. Wie auch die übrigen Produkte, von der Butter über Brot, Hauswurst und Schinkenspeck, ist es keine Massenware, sondern individuell und natürlich Gefertigtes.
Die Arbeit ist hart. Macht der Nachwuchs nicht mit, muss man reduzieren. Zwei Schweine stehen bei den Michals noch im Stall sowie vier Kühe. Zwei sind auf der Alm. Oben auf der Jochalm, unterhalb des Reißkofels. Dort gibt"s die noch kräuterreichen und saftigeren Wiesen - eine Erholung für die Kühe. Die Milch ist fetter und würziger. Daraus entsteht unter anderem der Gailtaler Almkäse. Der schmeckt! Von der Almsaison werden auch für die Oberforster wieder ein paar Laiber bleiben, eine Bereicherung jeder Brotzeit.
Hans hat sich seit Jahren der Zucht gewidmet. Gute Milchkühe. Die zahlreichen Auszeichnungen sind bereits am Eingang zum Haus zu sehen: gute, gesunde Kühe und reichlich Milch.
Zum Abschluss des Besuchs serviert Hermine eine deftige Gailtaler Jause mit Bauernbrot, Gailtaler Speck, Hauswurst, Schotten - das ist geräucherter Quark - und Marmelade; klar, alles hausgemacht. Das ist nicht nur natürlich, sondern schmeckt auch fantastisch.
Und als wir uns nun die Straße runterwinden, blicken wir in anderer Richtung auf die Berge und das Gailtal, das nun fast in die Dämmerung fällt. Eine beeindruckende Welt! Und so hoffen wir, irgendwann wieder nach Oberforst kommen zu können.

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