Acht neue Targets und ein auffälliges „Pipe“-Ziel stärken die These eines tiefen Kupfer-Gold-Systems auf Fairchilds Nevada-Titan-Projekt.
Fairchild Gold identifiziert auf dem Nevada-Titan-Projekt acht magnetische Ziele – darunter ein markantes „Pipe Target“, das auf ein porphyrisch-skarnnahes Kupfersystem hindeutet. Drohnen-Magnetik, Feldkartierung und hochgradige historische Kupferfunde schärfen die Bohrziele für die nächste Explorationsphase.
Fairchild Gold (WKN A3D1D5 / TSXV FAIR) treibt die geologische Auswertung seines Nevada-Titan-Projekts im Goodsprings Mining District in Nevada voran. Das Projektgebiet liegt rund 26 Meilen südwestlich von Las Vegas und umfasst ein historisch intensiv genutztes Areal mit zahlreichen alten Grubenbauen und Stollen. Das Unternehmen sieht in der Kombination aus Feldkartierung, Probenahmen und neuen geophysikalischen Daten Hinweise darauf, dass hier ein größeres, porphyrisch geprägtes Kupfersystem mit skarnnahen Zonen vorhanden sein könnte.
Die jüngste vor Kurzem veröffentlichte Projektmeldung stützt sich vor allem auf eine hochauflösende Drohnen-Magnetik über eine Fläche von rund 26 Quadratkilometern. Ziel dieser Untersuchung war es, magnetische Anomalien zu präzisieren und daraus priorisierte Bohrziele abzuleiten. Parallel wertet Fairchild Gold historische Hinweise aus dem Revier aus: In dem Gebiet existieren laut Unternehmensangaben über 100 alte Minen und Abbaustellen, die teils aus dem frühen 20. Jahrhundert stammen und seinerzeit ohne moderne geologische oder geophysikalische Methoden erschlossen wurden.
Kernstück des Updates ist die Auswertung der Drohnen-Magnetik, aus der acht magnetische Targets abgeleitet wurden. Für die Interpretation wurden 3D-Modelle herangezogen, die eigenständig die Geometrie der Anomalien beschreiben. Besonders hervorgehoben wird dabei das sogenannte „Pipe Target“ (Target #7): Es soll als kompakter, steil stehender Körper erscheinen und damit zu einer Rohr- bzw. Schlotstruktur passen, wie sie in porphyrisch-skarnnahen Systemen auftreten kann.
Wichtig ist aus Sicht von Fairchild Gold die Übereinstimmung mehrerer Datenebenen. Im Feld wurde eine röhrenförmige geologische Struktur kartiert, die sich mit der modellierten magnetischen Signatur unter Tage decken soll. Darüber hinaus wurde direkt über dem „Pipe Target“ eine stark magnetische Probe (P07) entnommen, in der nach Angaben des Unternehmens Magnetit und Granat nachgewiesen wurden. Diese Minerale gelten typischerweise als Indikatoren für skarnbezogene Prozesse – und damit als ein Baustein in dem Porphyr-Skarn-Modell, das Fairchild Gold für Nevada Titan diskutiert.
Ein weiterer Punkt, den das Unternehmen herausstellt, ist die Einordnung des „Pipe Target“ im räumlichen Kontext. Es wird als Teil eines komplexen Systems beschrieben und als potenziell „peripher“ zu einer höhergradigen Kupfer-Gold-Skarn-Zone in der näheren Umgebung interpretiert. Für die Exploration bedeutet das: Fairchild Gold versucht, von sichtbarer, oxidierter Kupfermineralisierung an der Oberfläche zu einem vermuteten tieferen Zentrum des Systems vorzudringen, das die Mineralisierung gespeist haben könnte.
Neben der Geophysik verweist Fairchild Gold auf eine Reihe historischer Abbaustellen, an denen hochgradige Kupferwerte dokumentiert wurden. Genannt werden unter anderem Bereiche wie Azurite, Copper Chief, Fitzhugh Lee und Copperside. Die gemeldeten Gehalte liegen dabei teils im hohen Prozentbereich (beispielsweise bis 34% Kupfer an der Copperside Mine). Solche Werte deuten auf lokal sehr stark angereicherte Oxidationsmineralisierung hin – sie sind jedoch in der Regel punktuell und spiegeln zunächst nur das, was an oder nahe der Oberfläche in alten Grubenbauen sichtbar war.
Aus dem Blickwinkel moderner Lagerstättenkunde sind diese historischen Hinweise dennoch relevant: Ein ausgedehnter, oxidierter „Footprint“ kann ein oberflächennahes Ausdrucksbild tieferer hydrothermaler Systeme sein, insbesondere wenn er entlang von Strukturen und Intrusionen organisiert ist. Fairchild Gold berichtet zudem, dass die Oberflächenbeprobung einen diskontinuierlichen Kupfertrend über etwa 1,5 Kilometer nachzeichnete, ergänzt durch weitere kürzere Trends an anderen Stellen des Projekts. In Summe sieht das Unternehmen damit Argumente, dass es sich nicht nur um einzelne Vorkommen handelt, sondern um ein größeres mineralisiertes System, das bislang nicht mit modernen Methoden systematisch erfasst wurde.
Zur Einordnung zieht Fairchild Gold auch die Lage in einer Region heran, in der mehrere große Porphyr-Kupfersysteme bekannt sind. In diesem Zusammenhang werden als Referenzen unter anderem Minen- und Lagerstättenkomplexe genannt, die mit den Namen großer Produzenten verbunden sind – etwa Freeport-McMoRan (NYSE: FCX; WKN: 896476), BHP (ASX: BHP; WKN: 850524) oder Rio Tinto (NYSE/LSE: RIO; WKN: 852147). Fairchild Gold betont dabei, dass benachbarte oder regionale Vergleiche keine Aussage darüber erlauben, ob auf Nevada Titan ähnliche Ergebnisse erzielt werden können – sie dienen vielmehr der geologischen Rahmensetzung.
Mit der Magnetik allein ist die Bohrplanung noch nicht abgeschlossen. Als nächsten Arbeitsschritt kündigt Fairchild Gold deshalb IP-Messungen (Induced Polarization) über ausgewählten Zielbereichen an. IP-Daten können, vereinfacht gesagt, Informationen über elektrische Ladbarkeit und Widerstände liefern und damit Hinweise auf Sulfidverteilungen und bestimmte Gesteinstypen geben – ein nützlicher Zusatz, um magnetische Zielkörper zu „charakterisieren“ und die Interpretation zu schärfen.
Parallel sollen Geologie, Geochemie und Geophysik weiter integriert werden, um die Zielprioritäten zu verfeinern. Fairchild Gold möchte die Vielzahl der historischen Hinweise und die neu identifizierten geophysikalischen Anomalien in ein konsistentes Modell überführen – mit dem Ziel, die Bohrmeter, die in einer frühen Bohrphase zur Verfügung stehen, möglichst effizient auf jene Bereiche zu konzentrieren, die das größte Erkenntnispotenzial liefern. Damit rückt das Nevada-Titan-Projekt in eine Phase, in der aus Kartierung und Vermessung konkret bohrfähige Hypothesen werden sollen.
I. Informationsfunktion und Haftungsausschluss: Die GOLDINVEST Consulting GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Analysen und Nachrichten auf www.goldinvest.de zu veröffentlichen. Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle, fachkundige Anlageberatung. Es handelt sich nicht um Finanzanalysen oder Verkaufsangebote, noch liegt eine Handlungsaufforderung zum Kauf bzw. Verkauf von Wertpapieren vor. Entscheidungen, die auf Basis der veröffentlichten Informationen getroffen werden, erfolgen vollständig auf eigene Gefahr. Zwischen der GOLDINVEST Consulting GmbH und den Lesern bzw. Nutzern entsteht kein vertragliches Verhältnis, da sich unsere Informationen ausschließlich auf das Unternehmen und nicht auf persönliche Anlageentscheidungen beziehen.
II. Risikoaufklärung: Der Erwerb von Wertpapieren birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Trotz sorgfältiger Recherche übernimmt die GOLDINVEST Consulting GmbH und ihre Autoren keine Haftung für Vermögensschäden oder die inhaltliche Garantie bezüglich Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der veröffentlichten Informationen. Bitte beachten Sie auch unsere weiteren Nutzungshinweise.
III. Interessenkonflikte: Gemäß §34b WpHG und §48f Abs. 5 BörseG (Österreich) weisen wir darauf hin, dass die GOLDINVEST Consulting GmbH sowie ihre Partner, Auftraggeber oder Mitarbeiter Aktien der oben genannten Unternehmen halten. Zudem besteht ein Beratungs- oder sonstiger Dienstleistungsvertrag zwischen diesen Unternehmen und der GOLDINVEST Consulting GmbH, und es ist möglich, dass die GOLDINVEST Consulting GmbH jederzeit Aktien dieser Unternehmen kauft oder verkauft. Diese Umstände können zu Interessenkonflikten führen, da die oben genannten Unternehmen die GOLDINVEST Consulting GmbH für die Berichterstattung entlohnen.
Fairchild Gold (WKN A3D1D5 / TSXV FAIR) treibt die geologische Auswertung seines Nevada-Titan-Projekts im Goodsprings Mining District in Nevada voran. Das Projektgebiet liegt rund 26 Meilen südwestlich von Las Vegas und umfasst ein historisch intensiv genutztes Areal mit zahlreichen alten Grubenbauen und Stollen. Das Unternehmen sieht in der Kombination aus Feldkartierung, Probenahmen und neuen geophysikalischen Daten Hinweise darauf, dass hier ein größeres, porphyrisch geprägtes Kupfersystem mit skarnnahen Zonen vorhanden sein könnte.
Die jüngste vor Kurzem veröffentlichte Projektmeldung stützt sich vor allem auf eine hochauflösende Drohnen-Magnetik über eine Fläche von rund 26 Quadratkilometern. Ziel dieser Untersuchung war es, magnetische Anomalien zu präzisieren und daraus priorisierte Bohrziele abzuleiten. Parallel wertet Fairchild Gold historische Hinweise aus dem Revier aus: In dem Gebiet existieren laut Unternehmensangaben über 100 alte Minen und Abbaustellen, die teils aus dem frühen 20. Jahrhundert stammen und seinerzeit ohne moderne geologische oder geophysikalische Methoden erschlossen wurden.
Kernstück des Updates ist die Auswertung der Drohnen-Magnetik, aus der acht magnetische Targets abgeleitet wurden. Für die Interpretation wurden 3D-Modelle herangezogen, die eigenständig die Geometrie der Anomalien beschreiben. Besonders hervorgehoben wird dabei das sogenannte „Pipe Target“ (Target #7): Es soll als kompakter, steil stehender Körper erscheinen und damit zu einer Rohr- bzw. Schlotstruktur passen, wie sie in porphyrisch-skarnnahen Systemen auftreten kann.
Wichtig ist aus Sicht von Fairchild Gold die Übereinstimmung mehrerer Datenebenen. Im Feld wurde eine röhrenförmige geologische Struktur kartiert, die sich mit der modellierten magnetischen Signatur unter Tage decken soll. Darüber hinaus wurde direkt über dem „Pipe Target“ eine stark magnetische Probe (P07) entnommen, in der nach Angaben des Unternehmens Magnetit und Granat nachgewiesen wurden. Diese Minerale gelten typischerweise als Indikatoren für skarnbezogene Prozesse – und damit als ein Baustein in dem Porphyr-Skarn-Modell, das Fairchild Gold für Nevada Titan diskutiert.
Ein weiterer Punkt, den das Unternehmen herausstellt, ist die Einordnung des „Pipe Target“ im räumlichen Kontext. Es wird als Teil eines komplexen Systems beschrieben und als potenziell „peripher“ zu einer höhergradigen Kupfer-Gold-Skarn-Zone in der näheren Umgebung interpretiert. Für die Exploration bedeutet das: Fairchild Gold versucht, von sichtbarer, oxidierter Kupfermineralisierung an der Oberfläche zu einem vermuteten tieferen Zentrum des Systems vorzudringen, das die Mineralisierung gespeist haben könnte.
Neben der Geophysik verweist Fairchild Gold auf eine Reihe historischer Abbaustellen, an denen hochgradige Kupferwerte dokumentiert wurden. Genannt werden unter anderem Bereiche wie Azurite, Copper Chief, Fitzhugh Lee und Copperside. Die gemeldeten Gehalte liegen dabei teils im hohen Prozentbereich (beispielsweise bis 34% Kupfer an der Copperside Mine). Solche Werte deuten auf lokal sehr stark angereicherte Oxidationsmineralisierung hin – sie sind jedoch in der Regel punktuell und spiegeln zunächst nur das, was an oder nahe der Oberfläche in alten Grubenbauen sichtbar war.
Aus dem Blickwinkel moderner Lagerstättenkunde sind diese historischen Hinweise dennoch relevant: Ein ausgedehnter, oxidierter „Footprint“ kann ein oberflächennahes Ausdrucksbild tieferer hydrothermaler Systeme sein, insbesondere wenn er entlang von Strukturen und Intrusionen organisiert ist. Fairchild Gold berichtet zudem, dass die Oberflächenbeprobung einen diskontinuierlichen Kupfertrend über etwa 1,5 Kilometer nachzeichnete, ergänzt durch weitere kürzere Trends an anderen Stellen des Projekts. In Summe sieht das Unternehmen damit Argumente, dass es sich nicht nur um einzelne Vorkommen handelt, sondern um ein größeres mineralisiertes System, das bislang nicht mit modernen Methoden systematisch erfasst wurde.
Zur Einordnung zieht Fairchild Gold auch die Lage in einer Region heran, in der mehrere große Porphyr-Kupfersysteme bekannt sind. In diesem Zusammenhang werden als Referenzen unter anderem Minen- und Lagerstättenkomplexe genannt, die mit den Namen großer Produzenten verbunden sind – etwa Freeport-McMoRan (NYSE: FCX; WKN: 896476), BHP (ASX: BHP; WKN: 850524) oder Rio Tinto (NYSE/LSE: RIO; WKN: 852147). Fairchild Gold betont dabei, dass benachbarte oder regionale Vergleiche keine Aussage darüber erlauben, ob auf Nevada Titan ähnliche Ergebnisse erzielt werden können – sie dienen vielmehr der geologischen Rahmensetzung.
Mit der Magnetik allein ist die Bohrplanung noch nicht abgeschlossen. Als nächsten Arbeitsschritt kündigt Fairchild Gold deshalb IP-Messungen (Induced Polarization) über ausgewählten Zielbereichen an. IP-Daten können, vereinfacht gesagt, Informationen über elektrische Ladbarkeit und Widerstände liefern und damit Hinweise auf Sulfidverteilungen und bestimmte Gesteinstypen geben – ein nützlicher Zusatz, um magnetische Zielkörper zu „charakterisieren“ und die Interpretation zu schärfen.
Parallel sollen Geologie, Geochemie und Geophysik weiter integriert werden, um die Zielprioritäten zu verfeinern. Fairchild Gold möchte die Vielzahl der historischen Hinweise und die neu identifizierten geophysikalischen Anomalien in ein konsistentes Modell überführen – mit dem Ziel, die Bohrmeter, die in einer frühen Bohrphase zur Verfügung stehen, möglichst effizient auf jene Bereiche zu konzentrieren, die das größte Erkenntnispotenzial liefern. Damit rückt das Nevada-Titan-Projekt in eine Phase, in der aus Kartierung und Vermessung konkret bohrfähige Hypothesen werden sollen.
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Björn Junker redaktion@goldinvest... +49 (0)40-44 195 195 |
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