Was in Deutschland noch wie ein exotisches Randthema wirkt, ist in den USA längst ein anerkannter Forschungszweig.
Denn seit Ende der 90er Jahre steht dort an renommierten Universitäten das Fach "Positive Psychology" auf dem Lehrplan. Der US-amerikanische Psychologe und Direktor des Positive Psychology Center an der University of Pennsylvania, Martin Seligman, gilt als Mitbegründer dieser Forschungsrichtung. Das Ziel der Pioniere der "Positive Psychology" ist es, sich auf die Stärken der Psyche zu konzentrieren und damit auf "die Erforschung derjenigen Aspekte des menschlichen Lebens und Miteinanders, die beides gesünder, besser und glücklicher machen". (Rückriegel, Karlheinz) Positive Psychologie geht Themen wie Lebenszufriedenheit, Resilienz, Wohlbefinden oder positive Emotionen wissenschaftlich auf den Grund - mit dem Ziel, optimale Entwicklungsmöglichkeiten für Individuen, Unternehmen und Institutionen zu definieren. Damit unterscheidet sie sich von der traditionellen Psychologie, die sich in der Regel auf klinische Fälle und emotionale Probleme konzentriert. (Rückriegel, Karlheinz)
Seligman geht jedoch in seinem 2011 erschienenen Buch `Flourish: A Visionary New Understanding of Happiness and Well-being` (auf Deutsch etwa: "Erblühen: Ein visionäres neues Verständnis von Glück und Wohlbefinden") noch einen Schritt weiter als Vertreter der Glücksforschung und vieler seiner Kollegen. Er tauscht den Begriff "Glück" gegen "Wohlbefinden" (Flourishing) aus. Denn seiner Ansicht nach ist die Bezeichnung "Wohlbefinden" noch nicht so überladen und verbraucht wie "Glück" und trifft den Kern des wahren Glücklichseins sogar besser. (Die Welt) Bei der Erforschung des "Glücks" ist die Erhöhung der Lebenszufriedenheit das Ziel. "Flourishing" will mehr als nur die Erhöhung des Glückempfindens und der Lebenszufriedenheit. Zum "Wohlbefinden" (Flourishing) tragen fünf "Pfeiler" bei: Positive Emotionen, Engagement, positive Beziehungen, Sinn/Bedeutung und Zielerreichung. (NZZ) Es geht um das "Gefühl des Wachsens der eigenen Persönlichkeit, in dem man sowohl glücklich und zufrieden mit seinem Leben ist, als auch Sinn und Bedeutung im Leben findet und seine Ziele erreicht, auch wenn dies im Moment den Verzicht auf Glücksempfindungen erfordert und erst einmal mit Anstrengungen verbunden ist." (Fischer, Barbara) "Wir wollen Bedeutung im Leben. Wir wollen Beziehungen. Wenn wir in der Geschichte der Evolution nur positive Gefühle gewollt hätten, wären wir längst ausgestorben", konstatiert Seligman. (Die Welt)
Denn seit Ende der 90er Jahre steht dort an renommierten Universitäten das Fach "Positive Psychology" auf dem Lehrplan. Der US-amerikanische Psychologe und Direktor des Positive Psychology Center an der University of Pennsylvania, Martin Seligman, gilt als Mitbegründer dieser Forschungsrichtung. Das Ziel der Pioniere der "Positive Psychology" ist es, sich auf die Stärken der Psyche zu konzentrieren und damit auf "die Erforschung derjenigen Aspekte des menschlichen Lebens und Miteinanders, die beides gesünder, besser und glücklicher machen". (Rückriegel, Karlheinz) Positive Psychologie geht Themen wie Lebenszufriedenheit, Resilienz, Wohlbefinden oder positive Emotionen wissenschaftlich auf den Grund - mit dem Ziel, optimale Entwicklungsmöglichkeiten für Individuen, Unternehmen und Institutionen zu definieren. Damit unterscheidet sie sich von der traditionellen Psychologie, die sich in der Regel auf klinische Fälle und emotionale Probleme konzentriert. (Rückriegel, Karlheinz)
Seligman geht jedoch in seinem 2011 erschienenen Buch `Flourish: A Visionary New Understanding of Happiness and Well-being` (auf Deutsch etwa: "Erblühen: Ein visionäres neues Verständnis von Glück und Wohlbefinden") noch einen Schritt weiter als Vertreter der Glücksforschung und vieler seiner Kollegen. Er tauscht den Begriff "Glück" gegen "Wohlbefinden" (Flourishing) aus. Denn seiner Ansicht nach ist die Bezeichnung "Wohlbefinden" noch nicht so überladen und verbraucht wie "Glück" und trifft den Kern des wahren Glücklichseins sogar besser. (Die Welt) Bei der Erforschung des "Glücks" ist die Erhöhung der Lebenszufriedenheit das Ziel. "Flourishing" will mehr als nur die Erhöhung des Glückempfindens und der Lebenszufriedenheit. Zum "Wohlbefinden" (Flourishing) tragen fünf "Pfeiler" bei: Positive Emotionen, Engagement, positive Beziehungen, Sinn/Bedeutung und Zielerreichung. (NZZ) Es geht um das "Gefühl des Wachsens der eigenen Persönlichkeit, in dem man sowohl glücklich und zufrieden mit seinem Leben ist, als auch Sinn und Bedeutung im Leben findet und seine Ziele erreicht, auch wenn dies im Moment den Verzicht auf Glücksempfindungen erfordert und erst einmal mit Anstrengungen verbunden ist." (Fischer, Barbara) "Wir wollen Bedeutung im Leben. Wir wollen Beziehungen. Wenn wir in der Geschichte der Evolution nur positive Gefühle gewollt hätten, wären wir längst ausgestorben", konstatiert Seligman. (Die Welt)
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