Begrenztes Angebot, starke Investmentnachfrage und Zentralbanken als Dauer-Käufer machen Gold zum Stabilitätsanker und liefern zugleich neue Chancen für Investoren.
HINWEIS: Redaktionsbeitrag / Marktkommentar (Gold). Keine Finanzanalyse, keine Anlageberatung, keine Anlageempfehlung. Stand: 20.02.2026.
Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
der globale Goldmarkt präsentiert sich Anfang 2026 in einer Phase struktureller Stärke, die sowohl durch makroökonomische Unsicherheiten als auch durch langfristige Angebots- und Nachfragefaktoren getragen wird. Nach einer mehrjährigen Aufwärtsbewegung erreichte der Goldpreis in den vergangenen Quartalen neue historische Höchststände. Treiber dieser Entwicklung sind geopolitische Spannungen, steigende Staatsverschuldung, Inflations- und Währungsrisiken sowie eine zunehmende Diversifikation institutioneller Portfolios.
Angebot bleibt begrenzt: Minenproduktion bleibt vorerst stabil, ist aber nur sehr langsam ausweitbar. Recycling würde helfen, hat jedoch natürliche Grenzen. Die Nachfrage ist immens: Schmuck, Technologie/Industrie, Investment und Zentralbanken tragen den Markt parallel. Das Renditeprofil bleibt attraktiv: Gold dient als Diversifikator und Portfolio-Versicherung mit Chancen.
Auf der Angebotsseite blieb die Minenproduktion zuletzt stabil. Der World Gold Council weist für 2025 eine Minenproduktion von rund 3.672 Tonnen aus. Gleichzeitig zeigt die Produzentenlandschaft laut USGS 2024, wie konzentriert die Primärförderung ist: China (~380 t), Russland (~310 t), Australien (~290 t), Kanada (~200 t) und die USA (~160 t). Neue Projekte sind kapitalintensiv, genehmigungsabhängig und benötigen Zeit, deshalb reagiert das Angebot selbst bei hohen Preisen nur träge.

Globales Goldangebot 2025 – eigene Darstellung auf Basis World Gold Council.
Zusätzlich zur Primärproduktion trägt langsam das Recycling zum Angebot bei. 2025 stammten laut World Gold Council rund 1.404 Tonnen aus Recycling, zusammen mit dem Minenangebot und dem (negativen) Netto-Produzenten-Hedging ergab sich ein weltweites Gesamtangebot von rund 5.002 Tonnen. Recycling wirkt damit als wichtiger Puffer, ist aber kein unendliches Reservoir.
Die Nachfrageseite scheint nach 2025 auch 2026 weiterhin außergewöhnlich breit zu bleiben: Schmuck bleibt der größte Einzelblock, Technologie und Industrie liefert strategische Basiskäufe, Investment kann in Stressphasen schnell skalieren und Zentralbanken fungieren als strukturelle Käufer im Hintergrund.

Globale Goldnachfrage 2025 (inkl. OTC) – eigene Darstellung auf Basis World Gold Council.
Die industrielle Nachfrage liegt aktuell bei etwa 300 bis 330 Tonnen jährlich. Der größte Anteil entfällt auf die Elektronikindustrie (u.a. Halbleiter, Leiterplatten, Steckverbinder), wo Gold aufgrund seiner hervorragenden Leitfähigkeit und Korrosionsbeständigkeit eingesetzt wird. Weitere Anwendungsfelder sind Medizintechnik, Luft- und Raumfahrt sowie spezialisierte chemische Prozesse. Mit dem Ausbau digitaler Infrastruktur, künstlicher Intelligenz, 5G-Netzen und Elektromobilität dürfte die Nachfrage mittelfristig moderat wachsen, auch wenn Effizienzsteigerungen den Materialeinsatz pro Einheit teilweise reduzieren.
Ergänzt wird das Nachfragebild durch den stark wachsenden Investmentsektor, der 2025 um rund 84 % auf ca. 2.175 Tonnen zulegte. Physische Barren, Münzen und börsengehandelte Produkte dienen institutionellen wie privaten Investoren als Absicherung gegen Inflation, Währungsabwertung und Finanzmarktvolatilität.
Besonders dynamisch entwickelte sich in den vergangenen Jahren die Nachfrage der Zentralbanken. Laut World Gold Council lagen die Nettozukäufe 2022 bei rund 1.082 Tonnen, 2023 bei rund 1.037 Tonnen, 2024 bei rund 1.092 Tonnen und 2025 bei rund 863 Tonnen. Damit bewegte sich der Anteil der Zentralbanken an der globalen Gesamtnachfrage zuletzt im Bereich eines knappen Fünftels (2024 gut 20%, 2025 rund 17%).
Fast unglaublich aber wahr: Deutschland verfügt über die zweitgrößten offiziellen Goldreserven weltweit.

Offizielle Goldreserven (Auswahl) – eigene Darstellung auf Basis offizieller Institutionen.
Für Anleger ist das mehr als Symbolik: Es unterstreicht, dass Gold im institutionellen System weiterhin eine Währungs- und Vertrauensfunktion erfüllt.
Weitere gute und wertvolle Informationen können Sie dem folgenden Interview entnehmen:
Für die kommenden Jahre sprechen mehrere strukturelle Faktoren für ein weiterhin konstruktives Umfeld: Das Angebotswachstum bleibt begrenzt, während Zentralbanken voraussichtlich Netto-Käufer bleiben. Die industrielle Nachfrage dürfte im Zuge technologischer Innovation moderat expandieren, und auch die Schmucknachfrage wird langfristig durch demografische Trends in Asien gestützt. Kurzfristige Preisschwankungen bleiben dennoch möglich, insbesondere bei stark steigenden Realzinsen. Insgesamt jedoch bleibt Gold angesichts globaler Unsicherheiten, struktureller Verschuldung und geopolitischer Fragmentierung ein strategischer Baustein in internationalen Portfolios.
Glück auf und herzliche Grüße aus der Schweiz.
Marc Ollinger
Die Swiss Resource Capital AG auf einen Blick:
SRC Mining Special Situations Zertifikat: http://www.wikifolio.com/de/ch/w/wf0srcplus
Quellen World Gold Council: Gold Demand Trends (Q4 & FY 2025) – Daten zu Angebot und Nachfrage, USGS (2024): Angaben zu den größten Goldproduzenten (Auszug), U.S. Treasury (Gold Reserve Report), Deutsche Bundesbank, Banca d'Italia, Banque de France: offizielle Goldreserven.
Rechtlicher Hinweis
Diese Veröffentlichung dient ausschließlich Informationszwecken und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Trotz sorgfältiger Recherche wird keine Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität übernommen. Rohstoff- und Edelmetallinvestments können erheblichen Schwankungen unterliegen und sind mit Risiken bis hin zum Totalverlust verbunden. Die in diesem Dokument verwendeten Grafiken sind eigene Darstellungen/Neuerstellungen auf Basis der genannten Quellen.
HINWEIS: Redaktionsbeitrag / Marktkommentar (Gold). Keine Finanzanalyse, keine Anlageberatung, keine Anlageempfehlung. Stand: 20.02.2026.
Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
der globale Goldmarkt präsentiert sich Anfang 2026 in einer Phase struktureller Stärke, die sowohl durch makroökonomische Unsicherheiten als auch durch langfristige Angebots- und Nachfragefaktoren getragen wird. Nach einer mehrjährigen Aufwärtsbewegung erreichte der Goldpreis in den vergangenen Quartalen neue historische Höchststände. Treiber dieser Entwicklung sind geopolitische Spannungen, steigende Staatsverschuldung, Inflations- und Währungsrisiken sowie eine zunehmende Diversifikation institutioneller Portfolios.
Angebot bleibt begrenzt: Minenproduktion bleibt vorerst stabil, ist aber nur sehr langsam ausweitbar. Recycling würde helfen, hat jedoch natürliche Grenzen. Die Nachfrage ist immens: Schmuck, Technologie/Industrie, Investment und Zentralbanken tragen den Markt parallel. Das Renditeprofil bleibt attraktiv: Gold dient als Diversifikator und Portfolio-Versicherung mit Chancen.
Auf der Angebotsseite blieb die Minenproduktion zuletzt stabil. Der World Gold Council weist für 2025 eine Minenproduktion von rund 3.672 Tonnen aus. Gleichzeitig zeigt die Produzentenlandschaft laut USGS 2024, wie konzentriert die Primärförderung ist: China (~380 t), Russland (~310 t), Australien (~290 t), Kanada (~200 t) und die USA (~160 t). Neue Projekte sind kapitalintensiv, genehmigungsabhängig und benötigen Zeit, deshalb reagiert das Angebot selbst bei hohen Preisen nur träge.

Globales Goldangebot 2025 – eigene Darstellung auf Basis World Gold Council.
Zusätzlich zur Primärproduktion trägt langsam das Recycling zum Angebot bei. 2025 stammten laut World Gold Council rund 1.404 Tonnen aus Recycling, zusammen mit dem Minenangebot und dem (negativen) Netto-Produzenten-Hedging ergab sich ein weltweites Gesamtangebot von rund 5.002 Tonnen. Recycling wirkt damit als wichtiger Puffer, ist aber kein unendliches Reservoir.
Die Nachfrageseite scheint nach 2025 auch 2026 weiterhin außergewöhnlich breit zu bleiben: Schmuck bleibt der größte Einzelblock, Technologie und Industrie liefert strategische Basiskäufe, Investment kann in Stressphasen schnell skalieren und Zentralbanken fungieren als strukturelle Käufer im Hintergrund.

Globale Goldnachfrage 2025 (inkl. OTC) – eigene Darstellung auf Basis World Gold Council.
Die industrielle Nachfrage liegt aktuell bei etwa 300 bis 330 Tonnen jährlich. Der größte Anteil entfällt auf die Elektronikindustrie (u.a. Halbleiter, Leiterplatten, Steckverbinder), wo Gold aufgrund seiner hervorragenden Leitfähigkeit und Korrosionsbeständigkeit eingesetzt wird. Weitere Anwendungsfelder sind Medizintechnik, Luft- und Raumfahrt sowie spezialisierte chemische Prozesse. Mit dem Ausbau digitaler Infrastruktur, künstlicher Intelligenz, 5G-Netzen und Elektromobilität dürfte die Nachfrage mittelfristig moderat wachsen, auch wenn Effizienzsteigerungen den Materialeinsatz pro Einheit teilweise reduzieren.
Ergänzt wird das Nachfragebild durch den stark wachsenden Investmentsektor, der 2025 um rund 84 % auf ca. 2.175 Tonnen zulegte. Physische Barren, Münzen und börsengehandelte Produkte dienen institutionellen wie privaten Investoren als Absicherung gegen Inflation, Währungsabwertung und Finanzmarktvolatilität.
Besonders dynamisch entwickelte sich in den vergangenen Jahren die Nachfrage der Zentralbanken. Laut World Gold Council lagen die Nettozukäufe 2022 bei rund 1.082 Tonnen, 2023 bei rund 1.037 Tonnen, 2024 bei rund 1.092 Tonnen und 2025 bei rund 863 Tonnen. Damit bewegte sich der Anteil der Zentralbanken an der globalen Gesamtnachfrage zuletzt im Bereich eines knappen Fünftels (2024 gut 20%, 2025 rund 17%).
Fast unglaublich aber wahr: Deutschland verfügt über die zweitgrößten offiziellen Goldreserven weltweit.

Offizielle Goldreserven (Auswahl) – eigene Darstellung auf Basis offizieller Institutionen.
Für Anleger ist das mehr als Symbolik: Es unterstreicht, dass Gold im institutionellen System weiterhin eine Währungs- und Vertrauensfunktion erfüllt.
Weitere gute und wertvolle Informationen können Sie dem folgenden Interview entnehmen:
Für die kommenden Jahre sprechen mehrere strukturelle Faktoren für ein weiterhin konstruktives Umfeld: Das Angebotswachstum bleibt begrenzt, während Zentralbanken voraussichtlich Netto-Käufer bleiben. Die industrielle Nachfrage dürfte im Zuge technologischer Innovation moderat expandieren, und auch die Schmucknachfrage wird langfristig durch demografische Trends in Asien gestützt. Kurzfristige Preisschwankungen bleiben dennoch möglich, insbesondere bei stark steigenden Realzinsen. Insgesamt jedoch bleibt Gold angesichts globaler Unsicherheiten, struktureller Verschuldung und geopolitischer Fragmentierung ein strategischer Baustein in internationalen Portfolios.
Glück auf und herzliche Grüße aus der Schweiz.
Marc Ollinger
Die Swiss Resource Capital AG auf einen Blick:
SRC Mining Special Situations Zertifikat: http://www.wikifolio.com/de/ch/w/wf0srcplus
Quellen World Gold Council: Gold Demand Trends (Q4 & FY 2025) – Daten zu Angebot und Nachfrage, USGS (2024): Angaben zu den größten Goldproduzenten (Auszug), U.S. Treasury (Gold Reserve Report), Deutsche Bundesbank, Banca d'Italia, Banque de France: offizielle Goldreserven.
Rechtlicher Hinweis
Diese Veröffentlichung dient ausschließlich Informationszwecken und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Trotz sorgfältiger Recherche wird keine Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität übernommen. Rohstoff- und Edelmetallinvestments können erheblichen Schwankungen unterliegen und sind mit Risiken bis hin zum Totalverlust verbunden. Die in diesem Dokument verwendeten Grafiken sind eigene Darstellungen/Neuerstellungen auf Basis der genannten Quellen.
|
Herr Jörg Schulte |
|
|
|
|
Frau Claudia thur technischer Support thur@portalderwirtsc... |
|
|
|
|
Herr Jörg Schulte |
|
|
|
|
Frau Claudia thur technischer Support thur@portalderwirtsc... |
|
|
|
Artikel bewerten
Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller () verantwortlich.
Mit Pressemitteilungen sichtbarer bei Google.
39,- € zzgl. MwSt.
Dieser Beitrag bewirbt ein Video zu Rohstoffmärkten und Bitcoin und dient lediglich der Information. Keine Anlageberatung. Sehr geehrte Leserinnen und Leser, wenn Dirk Müller (Mr. DAX) und ... | mehr
In den Schatten der gewaltigen Hochöfen von Duisburg, dort, wo seit Jahrzehnten das Herz der europäischen Stahlindustrie schlägt, vollzieht sich ein leiser, aber tiefgreifender Wandel. ... | mehr
Lüdenscheid, die pulsierende Industriestadt im märkischen Sauerland, steht vor einer neuen Ära der Rohstoffwirtschaft. In Zeiten globaler Lieferkettenprobleme und volatiler Metallpreise gewinnt die Rückgewinnung von ... | mehr