Iran-Spannungen, Ölpreissprung und wacklige KI-Werte bremsen die Rally. Doch Panik bleibt aus: Rohstoffe, Banken und Substanz rücken vor der Berichtssaison wieder in den Fokus.

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
die Börsen hatten sich gerade an neue Rekorde, sinkende Zinssorgen und die Rotation raus aus heiß gelaufenen KI-Werten gewöhnt. Doch in der vergangenen Woche tauchte ein neues Hindernis auf: Der Konflikt zwischen den USA und Iran flammte wieder auf – und mit ihm die Sorge, dass steigende Ölpreise die Inflation erneut anheizen könnten.
Zur Wochenmitte sorgten neue militärische Schläge zwischen den USA und Iran für Nervosität. Öl zog an, die Hoffnung auf eine stabile Waffenruhe bekam Risse, und die Märkte mussten eine alte Frage neu bewerten: Was passiert, wenn geopolitische Risiken nicht nur Schlagzeilen produzieren, sondern wieder an Tankstellen, in Frachtraten und Inflationsdaten sichtbar werden?
Panik kam trotzdem nicht auf. Offenbar setzt der Markt weiter darauf, dass am Ende Diplomatiestatt Eskalation gewinnt. Donald Trump deutete an, dass Gespräche mit Teheran wieder aufgenommen werden könnten. Konkrete Fortschritte sind bislang allerdings nicht bestätigt.
Die Ölpreise reagierten dennoch deutlich. Für die Börse ist das entscheidend: Teureres Öl kann die Inflation wieder anschieben. Höhere Inflation wiederum begrenzt den Spielraum der US-Notenbank für Zinssenkungen – oder bringt im schlimmsten Fall sogar neue Zinserhöhungsfantasie zurück.
Genau hier liegt das eigentliche Problem der vergangenen Woche. Nicht Iran allein. Nicht Öl allein. Sondern die Kombination aus Geopolitik, Energiepreisen und Zinsen. Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe stieg wieder in den Bereich von rund 4,6 %. Gleichzeitig weitete sich der Abstand zu deutschen Bundesanleihen aus. Das stützte den US-Dollar gegenüber dem Euro und machte die Lage für Rohstoffe sowie Schwellenländer nicht einfacher.
An den Aktienmärkten blieb das Bild gemischt:

Quelle: wallstreetonline.de
Technologie- und Halbleiterwerte schwankten stark. Seit mehreren Wochen ist eine Rotation zu beobachten: raus aus Teilen des KI- und Chipsegments, hinein in Gesundheitswerte, kleinere Unternehmen und Finanzwerte. Das ist noch kein klassisches Warnsignal für ein unmittelbar bevorstehendes Markttop. Im Gegenteil: Eine breitere Marktteilnahme kann sogar gesund sein. Aber im Sommer reichen bei dünneren Umsätzen kleinere Verkäufe oft aus, um größere Kursschwankungen auszulösen.
Gold konnte von der neuen Unsicherheit erstaunlich wenig profitieren. Eigentlich müsste ein Aufflammen der Spannungen im Nahen Osten dem Edelmetall Rückenwind geben. Doch diesmal blickten Anleger stärker auf die Zweitrundeneffekte: Steigende Ölpreise könnten Inflation und Renditen hochhalten. Genau das ist ungünstig für Gold, weil Gold keine laufenden Zinsen zahlt. Trotzdem hielt sich das Edelmetall robust über der symbolisch wichtigen Marke von 4.000,- USD je Unze.

Quelle: MinerDeck auf X
Kupfer erlebte ebenfalls eine unruhige Woche. Zunächst belastete die neue Risikoaversion. Dann halfen ein zeitweise schwächerer Dollar und die Hoffnung auf Entspannung im Nahen Osten, womit der Kupferpreis mit einem Plus von rund 1,8 % ins Wochenende ging. Für Anleger bleibt Kupfer der ehrliche Konjunkturtest: Bleiben Weltwirtschaft, Stromnetzausbau, Rechenzentren, Elektromobilität und Infrastruktur robust, bleibt Kupfer strukturell gefragt. Bleiben die Zinsen dagegen zu lange zu hoch, wird auch Kupfer anfällig.
Nun richtet sich der Blick auf die kommende Woche. PepsiCo hat die Berichtssaison bereits eröffnet. Die große Bewährungsprobe kommt aber erst jetzt: Ab dem 14. Juli treten die US-Banken auf die Bühne. Dann wird sich zeigen, ob die Unternehmensgewinne die hohen Erwartungen rechtfertigen können.
Und diese Erwartungen sind anspruchsvoll. Viele Anleger rechnen mit stabilen Margen, solider Kreditqualität, widerstandsfähigem Konsum und weiterem Gewinnwachstum. Genau das macht die Berichtssaison gefährlich. Gute Zahlen könnten die Rally verlängern. Enttäuschungen dagegen dürften härter bestraft werden als sonst.
Parallel wird es makroökonomisch brisant. Die US-Inflationsdaten stehen an, und Fed-Chef Kevin Warsh muss vor dem Repräsentantenhaus und dem Senat zur Geldpolitik aussagen. Besonders wichtig: Warsh gilt als weniger mitteilsam als seine Vorgänger. Weniger klare Signale der Notenbank bedeuten für die Märkte aber nicht weniger Risiko – sondern mehr Interpretationsspielraum.
Damit steht die Börse vor einer entscheidenden Woche. Die Anleger müssen gleich drei Fragenbeantworten: Bleibt die Inflation trotz Ölpreisanstieg beherrschbar? Können die Unternehmen ihre hohen Gewinnversprechen erfüllen? Und ist die Rotation aus KI und Halbleitern in Banken, Gesundheit, Nebenwerte und Rohstofftitel nur eine kurze Sommerlaune – oder der Beginn einer neuen Marktphase?
Für Rohstoffanleger könnte genau das spannend werden. Wenn Kapital aus überfüllten Technologiewetten herausfließt, sucht es neue Geschichten mit Substanz. Dann kommen Energie, Kupfer, Gold, Silber, Infrastruktur und ausgewählte Minenwerte wieder stärker ins Spiel.
Die Börse hat kein Verkaufssignal geliefert. Aber sie hat eine Warnlampe eingeschaltet. Die Rallye lebt weiter – nur der Weg wird holpriger. Was weiterhin für Rohstoffe und Rohstoff-Aktien spricht, lesen Sie gerne in unserem folgenden Beiträgen:
OR Royalties / Gold Royalty

Privatanleger richteten sich meist nach den kurzfristigen Kursbewegungen. Größere Händler hielten ihre Positionen eher stabil.
Welche Sektoren bevorzugen

McDonald’s, Pepsi, Gold, Minen oder Bitcoin: Wo lauert jetzt die beste Chance – und welcher kaum beachtete Indikator könnte die nächste große Marktbewegung frühzeitig ankündigen?
Kupfer-Gold-Hausse

180 Meter mit 0,98 % Kupferäquivalent ab 108 Meter Tiefe: Die neue Meldung macht Albor zum stärksten Bohrtreffer der laufenden Filo-Sur-Saison.
Nickel-Chance

Genehmigungsfortschritt, Net-Zero-Strategie, RWE-MOU, mögliche Kreditfazilität bis zu 600 Mio. USD und wachsende Projektbasis: Canada Nickel trifft zentrale Themen strategischer Rohstoffinvestoren.
Aurania Resources / Canada Nickel Company

Der Strombedarf wächst weiter schneller als das gesamte Energieangebot. Die Zukunft wird viele Rohstoffe brauchen.
Turnaround!

Bei diesem Rohstoff-Giganten formiert sich eine operative und bilanzielle Erholungsstory, die antizyklische Value-Investoren jetzt genau beobachten dürften.
Strategische Transformation...

Vom Silberprojekt zum Multi-Metall-Player: Mit Kidd kommen Kupfer, Zink und Silber ins Spiel – und damit neue Chancen im boomenden Markt für kritische Mineralien.
Amex Gold Mining / Axo Metals

Laut der neuesten Einschätzung des World Gold Council sollte sich der Goldpreis im Rest des Jahres relativ stabil halten.
Wachstum...

Die weltweite Ernährungssicherheit ist auf Kalium als wichtigen Pflanzennährstoff angewiesen. Kali-Dünger bleibt damit ein zentraler Baustein der modernen Landwirtschaft.
Im Fokus...

Neue Top-Treffer, bis zu 47 % Antimon und ein Explorationsstollen: Southern Cross Gold treibt Sunday Creek mit Tempo in die nächste Entwicklungsphase.
Mogotes Metals / Arizona Sonoran Copper

Verteidigung, künstliche Intelligenz und Netzmodernisierung treiben den Kupferpreis an.
Discovery Mining / Endeavour Silver

Seit Anfang Juli hat Silber preislich wieder Stärke gezeigt. Die Zeit war wohl reif für eine Gegenbewegung.
Nächster Meilenstein erreicht

Hohe Renditen, schnelle Amortisation und ein günstiges Kostenprofil: Fortuna Minings neue ‚Diamba Sud‘-Studie zeigt, warum Senegal zum nächsten wichtigen Wachstumsschritt werden könnte.
U.S. GoldMining / Fortuna Mining

Die Saisonalität beim Gold war immer ein spannendes Phänomen, aber heute übernehmen mehr andere Einflussfaktoren die Macht.
STARTSCHUSS UNTER TAGE!

Dieses Gold-Antimon-Projekt in Victoria verbindet hochgradige Treffer, ein laufendes Großbohrprogramm und den Einstieg in die untertägige Exploration – eine chancenreiche, aber klar spekulative Rohstoffstory.
Uran Boom

IsoEnergy verbindet eine der hochgradigsten Uranressourcen der Welt, neue Bohrziele im Athabasca-Becken, US-Produktionsoptionen und die abgeschlossene Toro-Übernahme zu einer der spannendsten Uran-Stories.
Viele Grüße
Ihr
Jörg Schulte
Quellen: Marketscreener.com, onvista.de, Reuters.de, eigener Research, Bildquellen: tradingeconomics.com, onvista.de, MinerDeck, Intro Bild: stock.adobe.com,
Gemäß §34 WpHG weise ich darauf hin, dass Jörg Schulte, JS Research GmbH oder Mitarbeiter des Unternehmens jederzeit eigene Geschäfte in den Aktien der vorgestellten Unternehmen erwerben oder veräußern (z.B. Long- oder Shortpositionen) können. Das gilt ebenso für Optionen und Derivate, die auf diesen Wertpapieren basieren. Die daraus eventuell resultierenden Transaktionen können unter Umständen den jeweiligen Aktienkurs des Unternehmens beeinflussen. Die auf den „Webseiten“, dem Newsletter oder den Research-Berichten veröffentlichten Informationen, Empfehlungen, Interviews und Unternehmenspräsentationen werden von den jeweiligen Unternehmen oder Dritten (sogenannte „third parties“) bezahlt. Zu den „third parties“ zählen z.B. Investor Relations- und Public Relations-Unternehmen, Broker oder Investoren. JS Research GmbH oder dessen Mitarbeiter können teilweise direkt oder indirekt für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und andere Dienstleistungen von den besprochenen Unternehmen oder sogenannten „third parties“ mit einer Aufwandsentschädigung entlohnt werden. Auch wenn wir jeden Bericht nach bestem Wissen und Gewissen erstellen, raten wir Ihnen bezüglich Ihrer Anlageentscheidungen noch weitere externe Quellen, wie z.B. Ihre Hausbank oder einen Berater Ihres Vertrauens, hinzuzuziehen. Deshalb ist auch die Haftung für Vermögensschäden, die aus der Heranziehung der hier behandelten Ausführungen für die eigenen Anlageentscheidungen möglicherweise resultieren können, kategorisch ausgeschlossen. Die Depotanteile einzelner Aktien sollten gerade bei Rohstoff- und Explorationsaktien und bei gering kapitalisierten Werten nur so viel betragen, dass auch bei einem Totalverlust das Gesamtdepot nur marginal an Wert verlieren kann. Besonders Aktien mit geringer Marktkapitalisierung (sogenannte "Small Caps") und speziell Explorationswerte sowie generell alle börsennotierten Wertpapiere sind zum Teil erheblichen Schwankungen unterworfen. Die Liquidität in den Wertpapieren kann entsprechend gering sein. Bei Investments im Rohstoffsektor (Explorationsunternehmen, Rohstoffproduzenten, Unternehmen die Rohstoffprojekte entwickeln) sind unbedingt zusätzliche Risiken zu beachten. Nachfolgend einige Beispiele für gesonderte Risiken im Rohstoffsektor: Länderrisiken, Währungsschwankungen, Naturkatastrophen und Unwetter (z.B. Überschwemmungen, Stürme), Veränderungen der rechtlichen Situation (z.B. Ex- und Importverbote, Strafzölle, Verbot von Rohstoffförderung bzw. Rohstoffexploration, Verstaatlichung von Projekten), umweltrechtliche Auflagen (z.B. höhere Kosten für Umweltschutz, Benennung neuer Umweltschutzgebiete, Verbot von diversen Abbaumethoden), Schwankungen der Rohstoffpreise und erhebliche Explorationsrisiken.
Disclaimer: Alle im Bericht veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche. Die Informationen stellen weder ein Verkaufsangebot für die besprochenen Aktien noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Dieser Bericht gibt nur die persönliche Meinung von Jörg Schulte wieder und ist auf keinen Fall mit einer Finanzanalyse gleichzustellen. Bevor Sie irgendwelche Investments tätigen, ist eine professionelle Beratung durch ihre Bank unumgänglich. Den Ausführungen liegen Quellen zugrunde, die der Herausgeber und seine Mitarbeiter für vertrauenswürdig erachten. Für die Richtigkeit des Inhalts kann trotzdem keine Haftung übernommen werden. Für die Richtigkeit der dargestellten Charts und Daten zu den Rohstoff-, Devisen- und Aktienmärkten wird keine Gewähr übernommen. Die Ausgangssprache (in der Regel Englisch), in der der Originaltext veröffentlicht wird, ist die offizielle, autorisierte und rechtsgültige Version. Diese Übersetzung wird zur besseren Verständigung mitgeliefert. Die deutschsprachige Fassung kann gekürzt oder zusammengefasst sein. Es wird keine Verantwortung oder Haftung: für den Inhalt, für die Richtigkeit, der Angemessenheit oder der Genauigkeit dieser Übersetzung übernommen. Aus Sicht des Übersetzers stellt die Meldung keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar! Lesen Sie hier https://www.js-research.de/disclaimer-agb/.

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
die Börsen hatten sich gerade an neue Rekorde, sinkende Zinssorgen und die Rotation raus aus heiß gelaufenen KI-Werten gewöhnt. Doch in der vergangenen Woche tauchte ein neues Hindernis auf: Der Konflikt zwischen den USA und Iran flammte wieder auf – und mit ihm die Sorge, dass steigende Ölpreise die Inflation erneut anheizen könnten.
Zur Wochenmitte sorgten neue militärische Schläge zwischen den USA und Iran für Nervosität. Öl zog an, die Hoffnung auf eine stabile Waffenruhe bekam Risse, und die Märkte mussten eine alte Frage neu bewerten: Was passiert, wenn geopolitische Risiken nicht nur Schlagzeilen produzieren, sondern wieder an Tankstellen, in Frachtraten und Inflationsdaten sichtbar werden?
Panik kam trotzdem nicht auf. Offenbar setzt der Markt weiter darauf, dass am Ende Diplomatiestatt Eskalation gewinnt. Donald Trump deutete an, dass Gespräche mit Teheran wieder aufgenommen werden könnten. Konkrete Fortschritte sind bislang allerdings nicht bestätigt.
Die Ölpreise reagierten dennoch deutlich. Für die Börse ist das entscheidend: Teureres Öl kann die Inflation wieder anschieben. Höhere Inflation wiederum begrenzt den Spielraum der US-Notenbank für Zinssenkungen – oder bringt im schlimmsten Fall sogar neue Zinserhöhungsfantasie zurück.
Genau hier liegt das eigentliche Problem der vergangenen Woche. Nicht Iran allein. Nicht Öl allein. Sondern die Kombination aus Geopolitik, Energiepreisen und Zinsen. Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe stieg wieder in den Bereich von rund 4,6 %. Gleichzeitig weitete sich der Abstand zu deutschen Bundesanleihen aus. Das stützte den US-Dollar gegenüber dem Euro und machte die Lage für Rohstoffe sowie Schwellenländer nicht einfacher.
An den Aktienmärkten blieb das Bild gemischt:

Quelle: wallstreetonline.de
Technologie- und Halbleiterwerte schwankten stark. Seit mehreren Wochen ist eine Rotation zu beobachten: raus aus Teilen des KI- und Chipsegments, hinein in Gesundheitswerte, kleinere Unternehmen und Finanzwerte. Das ist noch kein klassisches Warnsignal für ein unmittelbar bevorstehendes Markttop. Im Gegenteil: Eine breitere Marktteilnahme kann sogar gesund sein. Aber im Sommer reichen bei dünneren Umsätzen kleinere Verkäufe oft aus, um größere Kursschwankungen auszulösen.
Gold konnte von der neuen Unsicherheit erstaunlich wenig profitieren. Eigentlich müsste ein Aufflammen der Spannungen im Nahen Osten dem Edelmetall Rückenwind geben. Doch diesmal blickten Anleger stärker auf die Zweitrundeneffekte: Steigende Ölpreise könnten Inflation und Renditen hochhalten. Genau das ist ungünstig für Gold, weil Gold keine laufenden Zinsen zahlt. Trotzdem hielt sich das Edelmetall robust über der symbolisch wichtigen Marke von 4.000,- USD je Unze.

Quelle: MinerDeck auf X
Kupfer erlebte ebenfalls eine unruhige Woche. Zunächst belastete die neue Risikoaversion. Dann halfen ein zeitweise schwächerer Dollar und die Hoffnung auf Entspannung im Nahen Osten, womit der Kupferpreis mit einem Plus von rund 1,8 % ins Wochenende ging. Für Anleger bleibt Kupfer der ehrliche Konjunkturtest: Bleiben Weltwirtschaft, Stromnetzausbau, Rechenzentren, Elektromobilität und Infrastruktur robust, bleibt Kupfer strukturell gefragt. Bleiben die Zinsen dagegen zu lange zu hoch, wird auch Kupfer anfällig.
Nun richtet sich der Blick auf die kommende Woche. PepsiCo hat die Berichtssaison bereits eröffnet. Die große Bewährungsprobe kommt aber erst jetzt: Ab dem 14. Juli treten die US-Banken auf die Bühne. Dann wird sich zeigen, ob die Unternehmensgewinne die hohen Erwartungen rechtfertigen können.
Und diese Erwartungen sind anspruchsvoll. Viele Anleger rechnen mit stabilen Margen, solider Kreditqualität, widerstandsfähigem Konsum und weiterem Gewinnwachstum. Genau das macht die Berichtssaison gefährlich. Gute Zahlen könnten die Rally verlängern. Enttäuschungen dagegen dürften härter bestraft werden als sonst.
Parallel wird es makroökonomisch brisant. Die US-Inflationsdaten stehen an, und Fed-Chef Kevin Warsh muss vor dem Repräsentantenhaus und dem Senat zur Geldpolitik aussagen. Besonders wichtig: Warsh gilt als weniger mitteilsam als seine Vorgänger. Weniger klare Signale der Notenbank bedeuten für die Märkte aber nicht weniger Risiko – sondern mehr Interpretationsspielraum.
Damit steht die Börse vor einer entscheidenden Woche. Die Anleger müssen gleich drei Fragenbeantworten: Bleibt die Inflation trotz Ölpreisanstieg beherrschbar? Können die Unternehmen ihre hohen Gewinnversprechen erfüllen? Und ist die Rotation aus KI und Halbleitern in Banken, Gesundheit, Nebenwerte und Rohstofftitel nur eine kurze Sommerlaune – oder der Beginn einer neuen Marktphase?
Für Rohstoffanleger könnte genau das spannend werden. Wenn Kapital aus überfüllten Technologiewetten herausfließt, sucht es neue Geschichten mit Substanz. Dann kommen Energie, Kupfer, Gold, Silber, Infrastruktur und ausgewählte Minenwerte wieder stärker ins Spiel.
Die Börse hat kein Verkaufssignal geliefert. Aber sie hat eine Warnlampe eingeschaltet. Die Rallye lebt weiter – nur der Weg wird holpriger. Was weiterhin für Rohstoffe und Rohstoff-Aktien spricht, lesen Sie gerne in unserem folgenden Beiträgen:
OR Royalties / Gold Royalty

Privatanleger richteten sich meist nach den kurzfristigen Kursbewegungen. Größere Händler hielten ihre Positionen eher stabil.
Welche Sektoren bevorzugen

McDonald’s, Pepsi, Gold, Minen oder Bitcoin: Wo lauert jetzt die beste Chance – und welcher kaum beachtete Indikator könnte die nächste große Marktbewegung frühzeitig ankündigen?
Kupfer-Gold-Hausse

180 Meter mit 0,98 % Kupferäquivalent ab 108 Meter Tiefe: Die neue Meldung macht Albor zum stärksten Bohrtreffer der laufenden Filo-Sur-Saison.
Nickel-Chance

Genehmigungsfortschritt, Net-Zero-Strategie, RWE-MOU, mögliche Kreditfazilität bis zu 600 Mio. USD und wachsende Projektbasis: Canada Nickel trifft zentrale Themen strategischer Rohstoffinvestoren.
Aurania Resources / Canada Nickel Company

Der Strombedarf wächst weiter schneller als das gesamte Energieangebot. Die Zukunft wird viele Rohstoffe brauchen.
Turnaround!

Bei diesem Rohstoff-Giganten formiert sich eine operative und bilanzielle Erholungsstory, die antizyklische Value-Investoren jetzt genau beobachten dürften.
Strategische Transformation...

Vom Silberprojekt zum Multi-Metall-Player: Mit Kidd kommen Kupfer, Zink und Silber ins Spiel – und damit neue Chancen im boomenden Markt für kritische Mineralien.
Amex Gold Mining / Axo Metals

Laut der neuesten Einschätzung des World Gold Council sollte sich der Goldpreis im Rest des Jahres relativ stabil halten.
Wachstum...

Die weltweite Ernährungssicherheit ist auf Kalium als wichtigen Pflanzennährstoff angewiesen. Kali-Dünger bleibt damit ein zentraler Baustein der modernen Landwirtschaft.
Im Fokus...

Neue Top-Treffer, bis zu 47 % Antimon und ein Explorationsstollen: Southern Cross Gold treibt Sunday Creek mit Tempo in die nächste Entwicklungsphase.
Mogotes Metals / Arizona Sonoran Copper

Verteidigung, künstliche Intelligenz und Netzmodernisierung treiben den Kupferpreis an.
Discovery Mining / Endeavour Silver

Seit Anfang Juli hat Silber preislich wieder Stärke gezeigt. Die Zeit war wohl reif für eine Gegenbewegung.
Nächster Meilenstein erreicht

Hohe Renditen, schnelle Amortisation und ein günstiges Kostenprofil: Fortuna Minings neue ‚Diamba Sud‘-Studie zeigt, warum Senegal zum nächsten wichtigen Wachstumsschritt werden könnte.
U.S. GoldMining / Fortuna Mining

Die Saisonalität beim Gold war immer ein spannendes Phänomen, aber heute übernehmen mehr andere Einflussfaktoren die Macht.
STARTSCHUSS UNTER TAGE!

Dieses Gold-Antimon-Projekt in Victoria verbindet hochgradige Treffer, ein laufendes Großbohrprogramm und den Einstieg in die untertägige Exploration – eine chancenreiche, aber klar spekulative Rohstoffstory.
Uran Boom

IsoEnergy verbindet eine der hochgradigsten Uranressourcen der Welt, neue Bohrziele im Athabasca-Becken, US-Produktionsoptionen und die abgeschlossene Toro-Übernahme zu einer der spannendsten Uran-Stories.
Viele Grüße
Ihr
Jörg Schulte
Quellen: Marketscreener.com, onvista.de, Reuters.de, eigener Research, Bildquellen: tradingeconomics.com, onvista.de, MinerDeck, Intro Bild: stock.adobe.com,
Gemäß §34 WpHG weise ich darauf hin, dass Jörg Schulte, JS Research GmbH oder Mitarbeiter des Unternehmens jederzeit eigene Geschäfte in den Aktien der vorgestellten Unternehmen erwerben oder veräußern (z.B. Long- oder Shortpositionen) können. Das gilt ebenso für Optionen und Derivate, die auf diesen Wertpapieren basieren. Die daraus eventuell resultierenden Transaktionen können unter Umständen den jeweiligen Aktienkurs des Unternehmens beeinflussen. Die auf den „Webseiten“, dem Newsletter oder den Research-Berichten veröffentlichten Informationen, Empfehlungen, Interviews und Unternehmenspräsentationen werden von den jeweiligen Unternehmen oder Dritten (sogenannte „third parties“) bezahlt. Zu den „third parties“ zählen z.B. Investor Relations- und Public Relations-Unternehmen, Broker oder Investoren. JS Research GmbH oder dessen Mitarbeiter können teilweise direkt oder indirekt für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und andere Dienstleistungen von den besprochenen Unternehmen oder sogenannten „third parties“ mit einer Aufwandsentschädigung entlohnt werden. Auch wenn wir jeden Bericht nach bestem Wissen und Gewissen erstellen, raten wir Ihnen bezüglich Ihrer Anlageentscheidungen noch weitere externe Quellen, wie z.B. Ihre Hausbank oder einen Berater Ihres Vertrauens, hinzuzuziehen. Deshalb ist auch die Haftung für Vermögensschäden, die aus der Heranziehung der hier behandelten Ausführungen für die eigenen Anlageentscheidungen möglicherweise resultieren können, kategorisch ausgeschlossen. Die Depotanteile einzelner Aktien sollten gerade bei Rohstoff- und Explorationsaktien und bei gering kapitalisierten Werten nur so viel betragen, dass auch bei einem Totalverlust das Gesamtdepot nur marginal an Wert verlieren kann. Besonders Aktien mit geringer Marktkapitalisierung (sogenannte "Small Caps") und speziell Explorationswerte sowie generell alle börsennotierten Wertpapiere sind zum Teil erheblichen Schwankungen unterworfen. Die Liquidität in den Wertpapieren kann entsprechend gering sein. Bei Investments im Rohstoffsektor (Explorationsunternehmen, Rohstoffproduzenten, Unternehmen die Rohstoffprojekte entwickeln) sind unbedingt zusätzliche Risiken zu beachten. Nachfolgend einige Beispiele für gesonderte Risiken im Rohstoffsektor: Länderrisiken, Währungsschwankungen, Naturkatastrophen und Unwetter (z.B. Überschwemmungen, Stürme), Veränderungen der rechtlichen Situation (z.B. Ex- und Importverbote, Strafzölle, Verbot von Rohstoffförderung bzw. Rohstoffexploration, Verstaatlichung von Projekten), umweltrechtliche Auflagen (z.B. höhere Kosten für Umweltschutz, Benennung neuer Umweltschutzgebiete, Verbot von diversen Abbaumethoden), Schwankungen der Rohstoffpreise und erhebliche Explorationsrisiken.
Disclaimer: Alle im Bericht veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche. Die Informationen stellen weder ein Verkaufsangebot für die besprochenen Aktien noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Dieser Bericht gibt nur die persönliche Meinung von Jörg Schulte wieder und ist auf keinen Fall mit einer Finanzanalyse gleichzustellen. Bevor Sie irgendwelche Investments tätigen, ist eine professionelle Beratung durch ihre Bank unumgänglich. Den Ausführungen liegen Quellen zugrunde, die der Herausgeber und seine Mitarbeiter für vertrauenswürdig erachten. Für die Richtigkeit des Inhalts kann trotzdem keine Haftung übernommen werden. Für die Richtigkeit der dargestellten Charts und Daten zu den Rohstoff-, Devisen- und Aktienmärkten wird keine Gewähr übernommen. Die Ausgangssprache (in der Regel Englisch), in der der Originaltext veröffentlicht wird, ist die offizielle, autorisierte und rechtsgültige Version. Diese Übersetzung wird zur besseren Verständigung mitgeliefert. Die deutschsprachige Fassung kann gekürzt oder zusammengefasst sein. Es wird keine Verantwortung oder Haftung: für den Inhalt, für die Richtigkeit, der Angemessenheit oder der Genauigkeit dieser Übersetzung übernommen. Aus Sicht des Übersetzers stellt die Meldung keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar! Lesen Sie hier https://www.js-research.de/disclaimer-agb/.
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