Microsoft und Amazon beleben die KI-Rally, Europa erreicht Rekorde. Doch Fed und Zinsen bremsen. Gold hält 4.000,- USD, Kupfer bleibt knapp – und die nächste Datenwoche wird entscheidend.

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
Volatilität war das bestimmende Wort dieser Börsenwoche. Halbleiter- und KI-Aktien schwankten heftig, Quartalszahlen wurden gefeiert oder gnadenlos abgestraft – und die US-Notenbank sorgte mit ihrer unklaren Kommunikation für zusätzliche Nervosität.
Zum Wochenschluss bewiesen die Märkte jedoch Widerstandskraft. Starke Ergebnisse von Microsoft und Amazon ließen die Zweifel an der milliardenschweren KI-Offensive vorerst verstummen. Die US-Indizes schlossen die Woche im Plus, während der STOXX Europe 600 sogar ein neues Rekordhoch erreichte.

Eigene Darstellung
Seit Ende Juni hatten zahlreiche Halbleiter-, Software- und KI-Aktien kräftig korrigiert. Anleger fragten sich zunehmend, ob die Technologiekonzerne mit ihren gewaltigen Investitionen schnell genug Geld verdienen können.
Microsoft lieferte eine überzeugende Antwort. Das starke Cloudgeschäft und der optimistische Ausblick für Azure ließen die Aktie kräftig steigen. Amazon setzte mit einem beschleunigten Umsatzwachstum und überzeugenden Zahlen der Cloud-Sparte AWS nach.
Die KI-Investitionen bleiben teuer, beginnen bei den führenden Plattformunternehmen aber zunehmend messbare Erträge zu erzeugen. Das bedeutet nicht, dass jede KI-Aktie wieder steigen muss. Nun zählen belastbare Geschäftsmodelle, Gewinne und Mittelzuflüsse. Doch die KI-Geschichte vorschnell abzuschreiben wäre ein Fehler.
Wie erwartet ließ die US-Notenbank ihren Leitzins unverändert bei 3,50 bis 3,75 %. Auffällig war jedoch die offene Spaltung im geldpolitischen Ausschuss: Drei Mitglieder stimmten für eine sofortige Zinserhöhung.
Fed-Chef Kevin Warsh vermied dennoch eine klare Aussage zu einem möglichen Schritt im September. Das verunsicherte die Märkte. Vor allem die langfristigen Anleiherenditen zogen an, weil Anleger an der Entschlossenheit der Fed zweifeln, die Inflation konsequent zu bekämpfen.
Diese Zweifel wiegen besonders schwer, da US-Präsident Donald Trump wiederholt niedrigere Zinsen gefordert hat. Die Terminmärkte rechnen inzwischen mit einer Wahrscheinlichkeit von rund zwei Dritteln mit einer Zinserhöhung im September. Damit bleibt die Geldpolitik der wichtigste kurzfristige Belastungsfaktor für Aktien, Edelmetalle und hoch bewertete Wachstumswerte.
Auf den ersten Blick enttäuschte die Konjunktur. Das US-Bruttoinlandsprodukt wuchs im zweiten Quartal aufs Jahr hochgerechnet lediglich um 1,5 % und damit schwächer als erwartet.
Unter der Oberfläche blieb die private Binnennachfrage jedoch robust. Konsum und private Investitionen entwickelten sich deutlich stärker als das Gesamtwachstum. Vor allem der Ausbau der KI-Infrastruktur, Softwareinvestitionen und widerstandsfähige Verbraucherausgaben stützen die Wirtschaft.
Auch die Inflation ging etwas zurück. Dennoch liegt sie weiterhin über dem Ziel der Fed. Die US-Wirtschaft verliert somit an Geschwindigkeit, steckt aber keineswegs in einer Rezession.
Gold stand erneut zwischen sinkender Inflation und hohen Anleiherenditen. Die unveränderten Leitzinsen boten Unterstützung, während steigende Renditen und ein fester Dollar das Aufwärtspotenzial begrenzten.
Dennoch behauptete sich das Edelmetall oberhalb von 4.000,- USD je Unze und beendete im Juli eine mehrmonatige Verlustserie. Dass Gold selbst bei hohen Realzinsen und einem robusten Dollar diese Marke verteidigt, spricht für eine starke strukturelle Nachfrage.

Eigene Darstellung
Zentralbankkäufe, hohe Staatsschulden, geopolitische Risiken und Zweifel an der langfristigen Stabilität klassischer Papierwährungen bleiben tragende Säulen der Goldgeschichte. Sollten die nächsten Arbeitsmarkt- oder Inflationsdaten schwächer ausfallen, könnten die Erwartungen an eine Zinserhöhung wieder sinken. Gold und Silber würden davon unmittelbar profitieren.
Kupfer setzte seinen positiven Grundtrend fort und notierte an der London Metal Exchange bei rund 13.800,- USD je Tonne. Ein starker Dollar und die Aussicht auf höhere Zinsen bremsen zwar die Risikobereitschaft. Gleichzeitig bleibt die physische Versorgung angespannt.
Ein erheblicher Teil der weltweit sichtbaren Kupferbestände wurde aufgrund der amerikanischen Zolldebatte in die USA umgeleitet. Gleichzeitig sinken die Lagerbestände in China, während steigende Prämien auf eine robuste Importnachfrage hindeuten.
Damit bleibt Kupfer einer der wichtigsten strategischen Rohstoffe. Rechenzentren, Stromnetze, Energieversorgung und Elektromobilität benötigen gewaltige Mengen des roten Metalls. Die Rohstoffgeschichte ist somit unmittelbar mit dem KI-Boom verbunden.
Künstliche Intelligenz benötigt keine virtuellen Metalle. Sie benötigt reales Kupfer, Silber, Energie und eine leistungsfähige Infrastruktur.
Die Börse hat Ende Juli gezeigt, dass die KI-Rally noch lebt. Microsoft und Amazon konnten demonstrieren, dass hohe Investitionen zunehmend messbare Erträge liefern. Gleichzeitig wird der Markt anspruchsvoller: Wachstum muss sich nun auch in Gewinnen und Mittelzuflüssen widerspiegeln.
Die größte Unsicherheit kommt derzeit von der Geldpolitik. Drei abweichende Stimmen innerhalb der Fed, steigende langfristige Renditen und Zweifel an Kevin Warshs Entschlossenheit machen die September-Sitzung zur nächsten großen Bewährungsprobe.
Für Rohstoffanleger bleibt das Bild konstruktiv. Gold verteidigt 4.000,- USD, Kupfer bleibt physisch knapp und der KI-Ausbau erhöht dauerhaft den Bedarf an Metallen und Energie.
Die Technologieaktien haben zurückgeschlagen. Doch ohne Rohstoffe kann auch die größte KI-Revolution nicht stattfinden.
Auch in der ersten Augustwoche legen zahlreiche Unternehmen ihre Ergebnisse vor. In den USA stehen unter anderem Palantir, SpaceX, Eli Lilly und Sandisk im Fokus. In Europa folgen HSBC, Siemens und Allianz.
Die Zahlen werden zeigen, ob der jüngste Stimmungsumschwung bei KI- und Wachstumswerten Bestand hat und wie sich Kreditqualität, Investitionen und industrielle Nachfrage entwickeln.
Den entscheidenden makroökonomischen Abschluss bildet am Freitag der US-Arbeitsmarktbericht für Juli. Ein überraschend starker Beschäftigungsaufbau würde die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September weiter erhöhen. Schwächere Zahlen könnten dagegen Dollar und Anleiherenditen drücken – und damit besonders Gold, Silber und Rohstoffaktien neuen Rückenwind verleihen. Weitere interessante Informationen können Sie unserem folgenden Wochenrückblick entnehmen.
Mogotes Metals / Blue Moon Metals

Es ist die langfristig wachsende Nachfrage nach dem Konjunkturindikator Kupfer, die trotz einem aktuellen Überschuss den Preis stärkt.
Starke Zahlen...

São Jorge modelliert 532,5 Mio. US-Dollar Nachsteuer-NPV, La Mina rund 1,0 Mrd. US-Dollar. Dazu kommen rund 185 Mio. US-Dollar Barmitteln und börsennotierten Beteiligungen sowie laufende Bohr- und Entwicklungsprogramme.
Doppelter Katalysator...

Bei Previsto enthalten 323 von 323 Kanalproben Gold oder Silber, während die mineralisierte Brekzie auf 305 Meter wächst. Parallel stehen in Schweden die ersten Ergebnisse aus 1.040 Bohrmetern an.
GoGold Resources / Banyan Gold

Gold dient seit mehr als 5000 Jahren als bedeutendste Geldform. Weltweit wird es praktisch überall akzeptiert.
US-Uran-Comeback...

Repräsentatives Kernmaterial für die Optimierung und zwei US-ISR-Plattformen fahren hoch.
Bohrstart...

Die ‚Whistler-PEA‘ liefert 2,04 Mrd. USD Nachsteuer-NPV. Jetzt testet ein voll finanziertes 6.000-Meter-Programm acht bis zehn Top-Ziele – erste Ergebnisse werden bis Ende Q3 erwartet.
Goldfieber

8,62 Mio. Unzen bei AurMac, eine PEA im vierten Quartal 2026 und jetzt 1,62 g/t Gold über 5,0 Meter bei Nitra, inkl. 17,80 g/t über 0,4 Meter: Banyan verbindet Projektentwicklung mit neuem regionalem Entdeckungspotenzial
Mächtiges Mineralisierungsplus

323 von 323 Kanalproben lieferten Gold oder Silber, der kartierte mineralisierte Brekzienkörper wächst auf 305 Meter. Parallel läuft das DIA-Verfahren – und aus Schweden stehen erste Bohrergebnisse aus.
Der Schlüssel ist da...

SEMARNAT genehmigt die MIA für Bau und Betrieb in San Antonio. Sie umfasst Infrastruktur und aktuelle Ressourcen. Für drei Lagerstätten steht noch der CUS-Folgeschritt aus.
Aufbruch...

GoGold verbindet eine laufende Produktion mit einem genehmigten Wachstumsprojekt. 284 Mio. USD Liquidität, keine Finanzschulden und der Baubeschluss für Los Ricos South schaffen eine ungewöhnlich starke Ausgang.
Produktionsstart voraus…

Vollständig genehmigt und per Ende Juni bereits zu 62 % fertiggestellt. Erstproduktion im zweiten Quartal 2027 realistisch. Hohe Reservengehalte, starke Kennzahlen und neu geordnete Finanzierung prägen diese Story.
Chance…

Die Welt braucht mehr Nahrung – und damit mehr Kali. In Gabun nimmt ein gewaltiges Projekt Form an, das für die globale Düngemittelversorgung wichtig werden könnte.
Die Weichen sind gestellt…

576.000 Unzen Gold, historische Infrastruktur und starke Bohrresultate: San Antonio rückt ins Rampenlicht. Die kommende PEA könnte zum entscheidenden Wendepunkt werden.
Multiple Entwicklungspfade...

Eine selektive Großprobe liefert hohe Werte für Germanium, Gallium und Kupfer. Parallel wird ein 67.000-Meter-Bohrprogramm vorbereitet, ergänzt um eine weitere Entwicklungsperspektive in Norwegen.
Viele Grüße
Ihr
Jörg Schulte
Quellen: Marketscreener.com, onvista.de, Reuters.de, eigener Research, Bildquellen: tradingeconomics.com, onvista.de, MinerDeck, Intro Bild: stock.adobe.com,
Gemäß §34 WpHG weise ich darauf hin, dass Jörg Schulte, JS Research GmbH oder Mitarbeiter des Unternehmens jederzeit eigene Geschäfte in den Aktien der vorgestellten Unternehmen erwerben oder veräußern (z.B. Long- oder Shortpositionen) können. Das gilt ebenso für Optionen und Derivate, die auf diesen Wertpapieren basieren. Die daraus eventuell resultierenden Transaktionen können unter Umständen den jeweiligen Aktienkurs des Unternehmens beeinflussen. Die auf den „Webseiten“, dem Newsletter oder den Research-Berichten veröffentlichten Informationen, Empfehlungen, Interviews und Unternehmenspräsentationen werden von den jeweiligen Unternehmen oder Dritten (sogenannte „third parties“) bezahlt. Zu den „third parties“ zählen z.B. Investor Relations- und Public Relations-Unternehmen, Broker oder Investoren. JS Research GmbH oder dessen Mitarbeiter können teilweise direkt oder indirekt für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und andere Dienstleistungen von den besprochenen Unternehmen oder sogenannten „third parties“ mit einer Aufwandsentschädigung entlohnt werden. Auch wenn wir jeden Bericht nach bestem Wissen und Gewissen erstellen, raten wir Ihnen bezüglich Ihrer Anlageentscheidungen noch weitere externe Quellen, wie z.B. Ihre Hausbank oder einen Berater Ihres Vertrauens, hinzuzuziehen. Deshalb ist auch die Haftung für Vermögensschäden, die aus der Heranziehung der hier behandelten Ausführungen für die eigenen Anlageentscheidungen möglicherweise resultieren können, kategorisch ausgeschlossen. Die Depotanteile einzelner Aktien sollten gerade bei Rohstoff- und Explorationsaktien und bei gering kapitalisierten Werten nur so viel betragen, dass auch bei einem Totalverlust das Gesamtdepot nur marginal an Wert verlieren kann. Besonders Aktien mit geringer Marktkapitalisierung (sogenannte "Small Caps") und speziell Explorationswerte sowie generell alle börsennotierten Wertpapiere sind zum Teil erheblichen Schwankungen unterworfen. Die Liquidität in den Wertpapieren kann entsprechend gering sein. Bei Investments im Rohstoffsektor (Explorationsunternehmen, Rohstoffproduzenten, Unternehmen die Rohstoffprojekte entwickeln) sind unbedingt zusätzliche Risiken zu beachten. Nachfolgend einige Beispiele für gesonderte Risiken im Rohstoffsektor: Länderrisiken, Währungsschwankungen, Naturkatastrophen und Unwetter (z.B. Überschwemmungen, Stürme), Veränderungen der rechtlichen Situation (z.B. Ex- und Importverbote, Strafzölle, Verbot von Rohstoffförderung bzw. Rohstoffexploration, Verstaatlichung von Projekten), umweltrechtliche Auflagen (z.B. höhere Kosten für Umweltschutz, Benennung neuer Umweltschutzgebiete, Verbot von diversen Abbaumethoden), Schwankungen der Rohstoffpreise und erhebliche Explorationsrisiken.
Disclaimer: Alle im Bericht veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche. Die Informationen stellen weder ein Verkaufsangebot für die besprochenen Aktien noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Dieser Bericht gibt nur die persönliche Meinung von Jörg Schulte wieder und ist auf keinen Fall mit einer Finanzanalyse gleichzustellen. Bevor Sie irgendwelche Investments tätigen, ist eine professionelle Beratung durch ihre Bank unumgänglich. Den Ausführungen liegen Quellen zugrunde, die der Herausgeber und seine Mitarbeiter für vertrauenswürdig erachten. Für die Richtigkeit des Inhalts kann trotzdem keine Haftung übernommen werden. Für die Richtigkeit der dargestellten Charts und Daten zu den Rohstoff-, Devisen- und Aktienmärkten wird keine Gewähr übernommen. Die Ausgangssprache (in der Regel Englisch), in der der Originaltext veröffentlicht wird, ist die offizielle, autorisierte und rechtsgültige Version. Diese Übersetzung wird zur besseren Verständigung mitgeliefert. Die deutschsprachige Fassung kann gekürzt oder zusammengefasst sein. Es wird keine Verantwortung oder Haftung: für den Inhalt, für die Richtigkeit, der Angemessenheit oder der Genauigkeit dieser Übersetzung übernommen. Aus Sicht des Übersetzers stellt die Meldung keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar! Lesen Sie hier https://www.js-research.de/disclaimer-agb/.

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Volatilität war das bestimmende Wort dieser Börsenwoche. Halbleiter- und KI-Aktien schwankten heftig, Quartalszahlen wurden gefeiert oder gnadenlos abgestraft – und die US-Notenbank sorgte mit ihrer unklaren Kommunikation für zusätzliche Nervosität.
Zum Wochenschluss bewiesen die Märkte jedoch Widerstandskraft. Starke Ergebnisse von Microsoft und Amazon ließen die Zweifel an der milliardenschweren KI-Offensive vorerst verstummen. Die US-Indizes schlossen die Woche im Plus, während der STOXX Europe 600 sogar ein neues Rekordhoch erreichte.

Eigene Darstellung
Seit Ende Juni hatten zahlreiche Halbleiter-, Software- und KI-Aktien kräftig korrigiert. Anleger fragten sich zunehmend, ob die Technologiekonzerne mit ihren gewaltigen Investitionen schnell genug Geld verdienen können.
Microsoft lieferte eine überzeugende Antwort. Das starke Cloudgeschäft und der optimistische Ausblick für Azure ließen die Aktie kräftig steigen. Amazon setzte mit einem beschleunigten Umsatzwachstum und überzeugenden Zahlen der Cloud-Sparte AWS nach.
Die KI-Investitionen bleiben teuer, beginnen bei den führenden Plattformunternehmen aber zunehmend messbare Erträge zu erzeugen. Das bedeutet nicht, dass jede KI-Aktie wieder steigen muss. Nun zählen belastbare Geschäftsmodelle, Gewinne und Mittelzuflüsse. Doch die KI-Geschichte vorschnell abzuschreiben wäre ein Fehler.
Wie erwartet ließ die US-Notenbank ihren Leitzins unverändert bei 3,50 bis 3,75 %. Auffällig war jedoch die offene Spaltung im geldpolitischen Ausschuss: Drei Mitglieder stimmten für eine sofortige Zinserhöhung.
Fed-Chef Kevin Warsh vermied dennoch eine klare Aussage zu einem möglichen Schritt im September. Das verunsicherte die Märkte. Vor allem die langfristigen Anleiherenditen zogen an, weil Anleger an der Entschlossenheit der Fed zweifeln, die Inflation konsequent zu bekämpfen.
Diese Zweifel wiegen besonders schwer, da US-Präsident Donald Trump wiederholt niedrigere Zinsen gefordert hat. Die Terminmärkte rechnen inzwischen mit einer Wahrscheinlichkeit von rund zwei Dritteln mit einer Zinserhöhung im September. Damit bleibt die Geldpolitik der wichtigste kurzfristige Belastungsfaktor für Aktien, Edelmetalle und hoch bewertete Wachstumswerte.
Auf den ersten Blick enttäuschte die Konjunktur. Das US-Bruttoinlandsprodukt wuchs im zweiten Quartal aufs Jahr hochgerechnet lediglich um 1,5 % und damit schwächer als erwartet.
Unter der Oberfläche blieb die private Binnennachfrage jedoch robust. Konsum und private Investitionen entwickelten sich deutlich stärker als das Gesamtwachstum. Vor allem der Ausbau der KI-Infrastruktur, Softwareinvestitionen und widerstandsfähige Verbraucherausgaben stützen die Wirtschaft.
Auch die Inflation ging etwas zurück. Dennoch liegt sie weiterhin über dem Ziel der Fed. Die US-Wirtschaft verliert somit an Geschwindigkeit, steckt aber keineswegs in einer Rezession.
Gold stand erneut zwischen sinkender Inflation und hohen Anleiherenditen. Die unveränderten Leitzinsen boten Unterstützung, während steigende Renditen und ein fester Dollar das Aufwärtspotenzial begrenzten.
Dennoch behauptete sich das Edelmetall oberhalb von 4.000,- USD je Unze und beendete im Juli eine mehrmonatige Verlustserie. Dass Gold selbst bei hohen Realzinsen und einem robusten Dollar diese Marke verteidigt, spricht für eine starke strukturelle Nachfrage.

Eigene Darstellung
Zentralbankkäufe, hohe Staatsschulden, geopolitische Risiken und Zweifel an der langfristigen Stabilität klassischer Papierwährungen bleiben tragende Säulen der Goldgeschichte. Sollten die nächsten Arbeitsmarkt- oder Inflationsdaten schwächer ausfallen, könnten die Erwartungen an eine Zinserhöhung wieder sinken. Gold und Silber würden davon unmittelbar profitieren.
Kupfer setzte seinen positiven Grundtrend fort und notierte an der London Metal Exchange bei rund 13.800,- USD je Tonne. Ein starker Dollar und die Aussicht auf höhere Zinsen bremsen zwar die Risikobereitschaft. Gleichzeitig bleibt die physische Versorgung angespannt.
Ein erheblicher Teil der weltweit sichtbaren Kupferbestände wurde aufgrund der amerikanischen Zolldebatte in die USA umgeleitet. Gleichzeitig sinken die Lagerbestände in China, während steigende Prämien auf eine robuste Importnachfrage hindeuten.
Damit bleibt Kupfer einer der wichtigsten strategischen Rohstoffe. Rechenzentren, Stromnetze, Energieversorgung und Elektromobilität benötigen gewaltige Mengen des roten Metalls. Die Rohstoffgeschichte ist somit unmittelbar mit dem KI-Boom verbunden.
Künstliche Intelligenz benötigt keine virtuellen Metalle. Sie benötigt reales Kupfer, Silber, Energie und eine leistungsfähige Infrastruktur.
Die Börse hat Ende Juli gezeigt, dass die KI-Rally noch lebt. Microsoft und Amazon konnten demonstrieren, dass hohe Investitionen zunehmend messbare Erträge liefern. Gleichzeitig wird der Markt anspruchsvoller: Wachstum muss sich nun auch in Gewinnen und Mittelzuflüssen widerspiegeln.
Die größte Unsicherheit kommt derzeit von der Geldpolitik. Drei abweichende Stimmen innerhalb der Fed, steigende langfristige Renditen und Zweifel an Kevin Warshs Entschlossenheit machen die September-Sitzung zur nächsten großen Bewährungsprobe.
Für Rohstoffanleger bleibt das Bild konstruktiv. Gold verteidigt 4.000,- USD, Kupfer bleibt physisch knapp und der KI-Ausbau erhöht dauerhaft den Bedarf an Metallen und Energie.
Die Technologieaktien haben zurückgeschlagen. Doch ohne Rohstoffe kann auch die größte KI-Revolution nicht stattfinden.
Auch in der ersten Augustwoche legen zahlreiche Unternehmen ihre Ergebnisse vor. In den USA stehen unter anderem Palantir, SpaceX, Eli Lilly und Sandisk im Fokus. In Europa folgen HSBC, Siemens und Allianz.
Die Zahlen werden zeigen, ob der jüngste Stimmungsumschwung bei KI- und Wachstumswerten Bestand hat und wie sich Kreditqualität, Investitionen und industrielle Nachfrage entwickeln.
Den entscheidenden makroökonomischen Abschluss bildet am Freitag der US-Arbeitsmarktbericht für Juli. Ein überraschend starker Beschäftigungsaufbau würde die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September weiter erhöhen. Schwächere Zahlen könnten dagegen Dollar und Anleiherenditen drücken – und damit besonders Gold, Silber und Rohstoffaktien neuen Rückenwind verleihen. Weitere interessante Informationen können Sie unserem folgenden Wochenrückblick entnehmen.
Mogotes Metals / Blue Moon Metals

Es ist die langfristig wachsende Nachfrage nach dem Konjunkturindikator Kupfer, die trotz einem aktuellen Überschuss den Preis stärkt.
Starke Zahlen...

São Jorge modelliert 532,5 Mio. US-Dollar Nachsteuer-NPV, La Mina rund 1,0 Mrd. US-Dollar. Dazu kommen rund 185 Mio. US-Dollar Barmitteln und börsennotierten Beteiligungen sowie laufende Bohr- und Entwicklungsprogramme.
Doppelter Katalysator...

Bei Previsto enthalten 323 von 323 Kanalproben Gold oder Silber, während die mineralisierte Brekzie auf 305 Meter wächst. Parallel stehen in Schweden die ersten Ergebnisse aus 1.040 Bohrmetern an.
GoGold Resources / Banyan Gold

Gold dient seit mehr als 5000 Jahren als bedeutendste Geldform. Weltweit wird es praktisch überall akzeptiert.
US-Uran-Comeback...

Repräsentatives Kernmaterial für die Optimierung und zwei US-ISR-Plattformen fahren hoch.
Bohrstart...

Die ‚Whistler-PEA‘ liefert 2,04 Mrd. USD Nachsteuer-NPV. Jetzt testet ein voll finanziertes 6.000-Meter-Programm acht bis zehn Top-Ziele – erste Ergebnisse werden bis Ende Q3 erwartet.
Goldfieber

8,62 Mio. Unzen bei AurMac, eine PEA im vierten Quartal 2026 und jetzt 1,62 g/t Gold über 5,0 Meter bei Nitra, inkl. 17,80 g/t über 0,4 Meter: Banyan verbindet Projektentwicklung mit neuem regionalem Entdeckungspotenzial
Mächtiges Mineralisierungsplus

323 von 323 Kanalproben lieferten Gold oder Silber, der kartierte mineralisierte Brekzienkörper wächst auf 305 Meter. Parallel läuft das DIA-Verfahren – und aus Schweden stehen erste Bohrergebnisse aus.
Der Schlüssel ist da...

SEMARNAT genehmigt die MIA für Bau und Betrieb in San Antonio. Sie umfasst Infrastruktur und aktuelle Ressourcen. Für drei Lagerstätten steht noch der CUS-Folgeschritt aus.
Aufbruch...

GoGold verbindet eine laufende Produktion mit einem genehmigten Wachstumsprojekt. 284 Mio. USD Liquidität, keine Finanzschulden und der Baubeschluss für Los Ricos South schaffen eine ungewöhnlich starke Ausgang.
Produktionsstart voraus…

Vollständig genehmigt und per Ende Juni bereits zu 62 % fertiggestellt. Erstproduktion im zweiten Quartal 2027 realistisch. Hohe Reservengehalte, starke Kennzahlen und neu geordnete Finanzierung prägen diese Story.
Chance…

Die Welt braucht mehr Nahrung – und damit mehr Kali. In Gabun nimmt ein gewaltiges Projekt Form an, das für die globale Düngemittelversorgung wichtig werden könnte.
Die Weichen sind gestellt…

576.000 Unzen Gold, historische Infrastruktur und starke Bohrresultate: San Antonio rückt ins Rampenlicht. Die kommende PEA könnte zum entscheidenden Wendepunkt werden.
Multiple Entwicklungspfade...

Eine selektive Großprobe liefert hohe Werte für Germanium, Gallium und Kupfer. Parallel wird ein 67.000-Meter-Bohrprogramm vorbereitet, ergänzt um eine weitere Entwicklungsperspektive in Norwegen.
Viele Grüße
Ihr
Jörg Schulte
Quellen: Marketscreener.com, onvista.de, Reuters.de, eigener Research, Bildquellen: tradingeconomics.com, onvista.de, MinerDeck, Intro Bild: stock.adobe.com,
Gemäß §34 WpHG weise ich darauf hin, dass Jörg Schulte, JS Research GmbH oder Mitarbeiter des Unternehmens jederzeit eigene Geschäfte in den Aktien der vorgestellten Unternehmen erwerben oder veräußern (z.B. Long- oder Shortpositionen) können. Das gilt ebenso für Optionen und Derivate, die auf diesen Wertpapieren basieren. Die daraus eventuell resultierenden Transaktionen können unter Umständen den jeweiligen Aktienkurs des Unternehmens beeinflussen. Die auf den „Webseiten“, dem Newsletter oder den Research-Berichten veröffentlichten Informationen, Empfehlungen, Interviews und Unternehmenspräsentationen werden von den jeweiligen Unternehmen oder Dritten (sogenannte „third parties“) bezahlt. Zu den „third parties“ zählen z.B. Investor Relations- und Public Relations-Unternehmen, Broker oder Investoren. JS Research GmbH oder dessen Mitarbeiter können teilweise direkt oder indirekt für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und andere Dienstleistungen von den besprochenen Unternehmen oder sogenannten „third parties“ mit einer Aufwandsentschädigung entlohnt werden. Auch wenn wir jeden Bericht nach bestem Wissen und Gewissen erstellen, raten wir Ihnen bezüglich Ihrer Anlageentscheidungen noch weitere externe Quellen, wie z.B. Ihre Hausbank oder einen Berater Ihres Vertrauens, hinzuzuziehen. Deshalb ist auch die Haftung für Vermögensschäden, die aus der Heranziehung der hier behandelten Ausführungen für die eigenen Anlageentscheidungen möglicherweise resultieren können, kategorisch ausgeschlossen. Die Depotanteile einzelner Aktien sollten gerade bei Rohstoff- und Explorationsaktien und bei gering kapitalisierten Werten nur so viel betragen, dass auch bei einem Totalverlust das Gesamtdepot nur marginal an Wert verlieren kann. Besonders Aktien mit geringer Marktkapitalisierung (sogenannte "Small Caps") und speziell Explorationswerte sowie generell alle börsennotierten Wertpapiere sind zum Teil erheblichen Schwankungen unterworfen. Die Liquidität in den Wertpapieren kann entsprechend gering sein. Bei Investments im Rohstoffsektor (Explorationsunternehmen, Rohstoffproduzenten, Unternehmen die Rohstoffprojekte entwickeln) sind unbedingt zusätzliche Risiken zu beachten. Nachfolgend einige Beispiele für gesonderte Risiken im Rohstoffsektor: Länderrisiken, Währungsschwankungen, Naturkatastrophen und Unwetter (z.B. Überschwemmungen, Stürme), Veränderungen der rechtlichen Situation (z.B. Ex- und Importverbote, Strafzölle, Verbot von Rohstoffförderung bzw. Rohstoffexploration, Verstaatlichung von Projekten), umweltrechtliche Auflagen (z.B. höhere Kosten für Umweltschutz, Benennung neuer Umweltschutzgebiete, Verbot von diversen Abbaumethoden), Schwankungen der Rohstoffpreise und erhebliche Explorationsrisiken.
Disclaimer: Alle im Bericht veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche. Die Informationen stellen weder ein Verkaufsangebot für die besprochenen Aktien noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Dieser Bericht gibt nur die persönliche Meinung von Jörg Schulte wieder und ist auf keinen Fall mit einer Finanzanalyse gleichzustellen. Bevor Sie irgendwelche Investments tätigen, ist eine professionelle Beratung durch ihre Bank unumgänglich. Den Ausführungen liegen Quellen zugrunde, die der Herausgeber und seine Mitarbeiter für vertrauenswürdig erachten. Für die Richtigkeit des Inhalts kann trotzdem keine Haftung übernommen werden. Für die Richtigkeit der dargestellten Charts und Daten zu den Rohstoff-, Devisen- und Aktienmärkten wird keine Gewähr übernommen. Die Ausgangssprache (in der Regel Englisch), in der der Originaltext veröffentlicht wird, ist die offizielle, autorisierte und rechtsgültige Version. Diese Übersetzung wird zur besseren Verständigung mitgeliefert. Die deutschsprachige Fassung kann gekürzt oder zusammengefasst sein. Es wird keine Verantwortung oder Haftung: für den Inhalt, für die Richtigkeit, der Angemessenheit oder der Genauigkeit dieser Übersetzung übernommen. Aus Sicht des Übersetzers stellt die Meldung keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar! Lesen Sie hier https://www.js-research.de/disclaimer-agb/.
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