Pressemitteilung von: DPP-Flash
Offizielle Stellungnahme und Branchenbewertung von dem führenden DPP-Anbieter DPP-Flash zur Einführung des Digitalen Produktpasses in der Europäischen Union
Der Digitale Produktpass (Digital Product Passport, DPP) entwickelt sich zu einem der bedeutendsten regulatorischen und digitalen Veränderungsprozesse für die europäische Wirtschaft. Mit der Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte (ESPR, Verordnung (EU) 2024/1781) hat die Europäische Union den rechtlichen Rahmen geschaffen, um Produktinformationen künftig strukturierter, transparenter und über den gesamten Lebenszyklus eines Produkts hinweg zugänglich zu machen. Nachdem das zentrale EU-Register für digitale Produktpässe im Juli 2026 seinen Betrieb aufgenommen hat, wird immer deutlicher, dass die Einführung des DPP keine abstrakte Zukunftsvision mehr ist. Für Unternehmen beginnt eine Phase, in der regulatorische Anforderungen zunehmend in konkrete Prozesse übersetzt werden müssen.
DPP-Flash, ein auf KI-gestützte Softwarelösungen für den Digitalen Produktpass spezialisiertes RegTech-Unternehmen, bewertet diese Entwicklung grundsätzlich positiv. Gleichzeitig sieht das Unternehmen erheblichen Handlungsbedarf aufseiten der Wirtschaft. Denn zwischen der gesetzlichen Verpflichtung und einer tatsächlich funktionierenden Umsetzung liegt für viele Hersteller, Importeure und weitere Wirtschaftsakteure noch ein beträchtlicher organisatorischer und technischer Aufwand.
Der Digitale Produktpass wird Realität – und verändert den Umgang mit Produktdaten
Mit dem Digitalen Produktpass verfolgt die Europäische Union das Ziel, relevante Informationen über Produkte, deren Bestandteile und verwendete Materialien digital verfügbar zu machen. Je nach Produktgruppe können dazu beispielsweise Angaben zur Herkunft, Materialzusammensetzung, Reparierbarkeit, Haltbarkeit, Nachhaltigkeit und Recyclingfähigkeit gehören. Die konkreten Informationspflichten unterscheiden sich dabei nach Produktgruppe und den jeweils geltenden europäischen Rechtsvorschriften.
Die rechtliche Grundlage bildet insbesondere die ESPR-Verordnung. Sie sieht vor, dass der Digitale Produktpass schrittweise für unterschiedliche Produktgruppen eingeführt wird. Ergänzend existieren eigenständige Regelungen, etwa im Bereich der Batterien. Die Umsetzung erfolgt daher nicht durch einen einzigen Stichtag für sämtliche Branchen, sondern über einen gestaffelten regulatorischen Prozess mit produktspezifischen Anforderungen.
Ein wesentlicher Meilenstein wurde bereits im Juli 2026 erreicht: Die Europäische Kommission hat das EU-Register für den Digitalen Produktpass in Betrieb genommen. Damit steht eine zentrale Infrastruktur zur Registrierung der erforderlichen Produktpass-Identifikatoren und zugehörigen Metadaten zur Verfügung. Die vollständigen Produktinformationen werden dagegen grundsätzlich dezentral beim verantwortlichen Wirtschaftsakteur oder einem entsprechenden Dienstleister bereitgestellt.
Für bestimmte Batteriekategorien, darunter Batterien für Elektrofahrzeuge, leichte Verkehrsmittel und Industriebatterien oberhalb der einschlägigen Kapazitätsschwelle, ist der Digitale Batteriepass ab dem 18. Februar 2027 vorgeschrieben. Weitere Produktgruppen sollen im Rahmen der europäischen Regelsetzung folgen. Für Unternehmen bedeutet das: Die regulatorische Entwicklung ist bereits weit fortgeschritten, auch wenn nicht jede Branche zum selben Zeitpunkt denselben Verpflichtungen unterliegt.
Das Urteil von DPP-Flash: Die größte Herausforderung liegt nicht im QR-Code, sondern in den Daten dahinter
Aus Sicht von DPP-Flash wird die öffentliche Diskussion über den Digitalen Produktpass bislang häufig zu stark auf seine sichtbare Komponente reduziert. Ein QR-Code auf einer Verpackung oder einem Produkt ist vergleichsweise einfach darzustellen. Die eigentliche Arbeit beginnt jedoch lange vorher.
Unternehmen müssen zunächst feststellen, welche Informationen für ihre jeweiligen Produkte erforderlich sind. Anschließend müssen diese Informationen aus unterschiedlichen Quellen zusammengetragen, strukturiert, auf Vollständigkeit geprüft und in geeigneter Form digital bereitgestellt werden. In der industriellen Praxis liegen relevante Angaben häufig nicht in einer einzigen zentralen Datenbank. Sie verteilen sich vielmehr auf technische Datenblätter, Sicherheitsdatenblätter, Materiallisten, Zertifikate, Lieferantendokumentationen und umfangreiche PDF-Dateien.
Gerade bei Unternehmen mit vielen Produktvarianten, internationalen Lieferketten und einer hohen Anzahl an Zulieferern kann die Datenbeschaffung zu einem erheblichen Projekt werden. Fehlende Angaben müssen identifiziert und bei den jeweiligen Lieferanten angefragt werden. Gleichzeitig können sich Produktinformationen im Laufe der Zeit verändern. Unternehmen benötigen deshalb nicht nur eine Möglichkeit, einen Digitalen Produktpass einmalig zu erstellen, sondern müssen die zugrunde liegenden Informationen langfristig verwalten und aktualisieren können.
DPP-Flash vertritt deshalb eine klare Position: Der Erfolg des Digitalen Produktpasses wird nicht daran gemessen, wie viele QR-Codes Unternehmen auf ihre Produkte drucken, sondern daran, ob die dahinterliegenden Informationen vollständig, nachvollziehbar, strukturiert und dauerhaft verfügbar sind.
Die Einführung des DPP ist damit nicht ausschließlich ein IT-Projekt. Sie betrifft ebenso Einkauf, Produktentwicklung, Qualitätsmanagement, Lieferantenmanagement, Compliance und Unternehmensführung. Wer das Thema lediglich als technische Ergänzung betrachtet, unterschätzt nach Einschätzung von DPP-Flash den tatsächlichen Umfang der Veränderung.
Besonders kleine und mittelständische Unternehmen stehen vor einer schwierigen Aufgabe
Während große Konzerne häufig über eigene Compliance-Abteilungen, umfangreiche IT-Ressourcen und spezialisierte Teams für regulatorische Anforderungen verfügen, stellt sich die Situation bei kleinen und mittelständischen Unternehmen anders dar. Dort müssen neue gesetzliche Anforderungen oftmals mit begrenzten personellen und finanziellen Kapazitäten umgesetzt werden.
Viele KMU beziehen Produktinformationen von zahlreichen externen Lieferanten, ohne selbst über ein durchgängig standardisiertes System zur Verwaltung dieser Daten zu verfügen. Die Informationen liegen in unterschiedlichen Formaten vor und müssen häufig manuell zusammengeführt werden. Gleichzeitig können Hersteller nicht ohne Weiteres davon ausgehen, dass sämtliche benötigten Angaben bereits vollständig und in einer unmittelbar verwendbaren Struktur vorliegen.
DPP-Flash sieht gerade darin ein wesentliches Risiko für die praktische Einführung des Digitalen Produktpasses. Die regulatorischen Anforderungen gelten unabhängig davon, ob ein Unternehmen über ein großes IT-Team verfügt oder seine Produktdaten bislang überwiegend mit Tabellen und einzelnen Dokumenten verwaltet. Eine Lösung, die nur für Großunternehmen mit umfangreichen Digitalisierungsbudgets wirtschaftlich sinnvoll ist, würde einen erheblichen Teil der europäischen Unternehmenslandschaft vor zusätzliche Schwierigkeiten stellen.
Aus diesem Grund sollte die Entwicklung von DPP-Software nicht ausschließlich auf komplexe Enterprise-Strukturen ausgerichtet sein. Entscheidend sind ebenso eine verständliche Bedienung, wirtschaftlich tragbare Kosten und die Möglichkeit, bestehende Produktdokumentationen ohne unverhältnismäßigen manuellen Aufwand weiterzuverarbeiten.
Warum KI bei der Umsetzung des Digitalen Produktpasses eine zentrale Rolle spielen kann
Eine der größten Herausforderungen besteht darin, Informationen aus einer Vielzahl unterschiedlicher Dokumente zu extrahieren und in eine einheitliche Datenstruktur zu überführen. Genau an dieser Stelle kann künstliche Intelligenz einen wesentlichen Beitrag leisten.
DPP-Flash entwickelt eine KI-gestützte Softwarelösung, die Unternehmen bei der Aufbereitung ihrer Produktdaten für den Digitalen Produktpass unterstützen soll. Die Plattform ist darauf ausgerichtet, relevante Informationen aus umfangreichen Dokumenten zu extrahieren, vorhandene Daten zu strukturieren und fehlende Angaben sichtbar zu machen. Statt sämtliche Informationen manuell aus unterschiedlichen Dateien übertragen zu müssen, können Unternehmen die Verarbeitung ihrer Dokumentation mithilfe KI-gestützter Funktionen vereinfachen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Lieferantenkommunikation. Wenn für die Erstellung eines Produktpasses bestimmte Informationen fehlen, müssen diese häufig bei den jeweiligen Zulieferern angefragt werden. DPP-Flash setzt deshalb auch auf Funktionen zur Unterstützung beziehungsweise Automatisierung dieses Prozesses. Ziel ist es, den Aufwand für die Informationsbeschaffung zu reduzieren und Unternehmen dabei zu unterstützen, fehlende Daten systematischer nachzuverfolgen.
Nach der Aufbereitung können die entsprechenden Produktinformationen für die Erstellung digitaler Produktpässe genutzt und über geeignete digitale Verknüpfungen, beispielsweise QR-Codes und GS1 Digital Link, zugänglich gemacht werden. Die konkrete Ausgestaltung muss dabei stets den Anforderungen der jeweiligen Produktgruppe und den einschlägigen technischen Vorgaben entsprechen.
Der Anspruch von DPP-Flash besteht darin, den Digitalen Produktpass nicht zu einem zusätzlichen bürokratischen Großprojekt werden zu lassen, sondern Unternehmen eine möglichst praktikable und wirtschaftliche Umsetzung zu ermöglichen.
Die EU schafft die Infrastruktur – Unternehmen müssen ihre Prozesse jetzt vorbereiten
Mit dem operativen Start des EU-DPP-Registers hat die Europäische Kommission einen wichtigen Teil der technischen Infrastruktur geschaffen. Die Durchführungsverordnung (EU) 2026/1778 konkretisiert unter anderem die Abläufe für die Registrierung, die technischen Schnittstellen und die Verantwortlichkeiten der beteiligten Akteure. Das Register ist dabei nicht mit einer zentralen Datenbank gleichzusetzen, in der sämtliche Produktinformationen vollständig gespeichert werden. Vielmehr bildet es einen Bestandteil eines dezentral angelegten Systems.
Für Unternehmen ergibt sich daraus eine wichtige Konsequenz: Die Bereitstellung eines Digitalen Produktpasses erfordert mehr als die bloße Registrierung eines Identifikators. Die zugrunde liegenden Produktinformationen müssen ebenfalls in der erforderlichen Form bereitgestellt, gepflegt und zugänglich gehalten werden. Je nach Produktgruppe und geltender Rechtsgrundlage kommen unterschiedliche Anforderungen an Datenumfang, Granularität und technische Umsetzung hinzu.
DPP-Flash hält es deshalb für sinnvoll, dass Unternehmen bereits vor dem jeweiligen verbindlichen Anwendungsbeginn eine Bestandsaufnahme ihrer Produktdaten durchführen. Dazu gehört die Frage, welche Produktinformationen bereits vorhanden sind, welche Angaben noch fehlen, von welchen Lieferanten diese bezogen werden müssen und wie die Daten künftig zentral verwaltet werden können.
Wer erst unmittelbar vor einem verbindlichen Stichtag mit der Analyse beginnt, riskiert unnötigen Zeitdruck. Besonders bei komplexen Produkten und umfangreichen Lieferketten kann die Beschaffung fehlender Informationen längere Abstimmungsprozesse erfordern.
DPP-Flash fordert eine praxisorientierte Umsetzung statt zusätzlicher Bürokratie
DPP-Flash begrüßt die grundsätzliche Zielsetzung der Europäischen Union, Produktinformationen transparenter und besser zugänglich zu machen. Eine verbesserte Rückverfolgbarkeit kann nicht nur die Kreislaufwirtschaft unterstützen, sondern auch Verbrauchern, Reparaturbetrieben, Recyclingunternehmen und Marktaufsichtsbehörden einen besseren Zugang zu relevanten Informationen ermöglichen.
Gleichzeitig darf bei der Umsetzung nicht außer Acht gelassen werden, dass neue regulatorische Anforderungen für Unternehmen auch einen erheblichen Kosten- und Ressourcenaufwand bedeuten können. Gerade im europäischen Mittelstand muss deshalb darauf geachtet werden, dass die praktische Umsetzung wirtschaftlich realistisch bleibt.
Die Anforderungen müssen nachvollziehbar kommuniziert, technische Standards interoperabel ausgestaltet und digitale Lösungen zugänglich gemacht werden. Unternehmen benötigen klare Orientierung darüber, welche Informationen für ihre jeweiligen Produkte erforderlich sind und welche Fristen tatsächlich gelten. Pauschale Aussagen, wonach sämtliche Unternehmen bereits ab einem einheitlichen Datum für alle Produkte einen Digitalen Produktpass benötigen, werden der gestaffelten europäischen Regulierung nicht gerecht.
Aus Sicht von DPP-Flash sollte der Digitale Produktpass deshalb nicht als reine Compliance-Pflicht verstanden werden. Richtig umgesetzt kann er langfristig auch einen wirtschaftlichen Nutzen schaffen: durch bessere Datenqualität, effizientere Lieferantenprozesse, transparentere Lieferketten und eine strukturierte Verwaltung von Produktinformationen.
Die Position von DPP-Flash: Unternehmen sollten nicht auf den letzten Stichtag warten
Die kommenden Jahre werden darüber entscheiden, wie gut die europäische Industrie den Übergang zu einer stärker datenbasierten Produktwirtschaft bewältigt. Der Digitale Produktpass ist dabei ein zentraler Baustein. Seine Einführung wird zahlreiche Unternehmen dazu zwingen, bestehende Prozesse zu überprüfen und den Umgang mit Produktdaten neu zu organisieren.
DPP-Flash sieht darin nicht nur eine regulatorische Herausforderung, sondern auch eine Chance für die Digitalisierung der europäischen Wirtschaft. Unternehmen, die ihre Produktinformationen frühzeitig strukturieren, können langfristig von besseren Datenprozessen profitieren. Voraussetzung dafür sind jedoch Lösungen, die den tatsächlichen Arbeitsalltag in Unternehmen berücksichtigen und nicht zusätzliche Komplexität schaffen.
Das abschließende Urteil des Unternehmens fällt daher eindeutig aus: Die Einführung des Digitalen Produktpasses ist ein notwendiger Schritt in Richtung mehr Transparenz und strukturierter Produktinformationen. Die eigentliche Bewährungsprobe steht der europäischen Wirtschaft jedoch noch bevor. Entscheidend wird sein, ob aus den gesetzlichen Anforderungen praxistaugliche Prozesse entstehen, die auch für kleine und mittelständische Unternehmen wirtschaftlich umsetzbar sind.
DPP-Flash ist überzeugt, dass die Zukunft des Digitalen Produktpasses nicht allein durch Regulierung entschieden wird, sondern durch die Qualität seiner praktischen Umsetzung. Unternehmen sollten deshalb nicht warten, bis der letzte Stichtag näher rückt, sondern bereits heute damit beginnen, ihre Produktdaten und Lieferantenprozesse auf die kommenden Anforderungen vorzubereiten.
Redaktioneller Hinweis: Diese Stellungnahme gibt die Einschätzung von DPP-Flash zur regulatorischen und wirtschaftlichen Entwicklung des Digitalen Produktpasses wieder. Sie stellt keine Rechts- oder Finanzberatung dar. Maßgeblich für konkrete Verpflichtungen sind die jeweils geltenden EU-Rechtsakte und die produktspezifischen Umsetzungsregelungen.
Der Digitale Produktpass (Digital Product Passport, DPP) entwickelt sich zu einem der bedeutendsten regulatorischen und digitalen Veränderungsprozesse für die europäische Wirtschaft. Mit der Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte (ESPR, Verordnung (EU) 2024/1781) hat die Europäische Union den rechtlichen Rahmen geschaffen, um Produktinformationen künftig strukturierter, transparenter und über den gesamten Lebenszyklus eines Produkts hinweg zugänglich zu machen. Nachdem das zentrale EU-Register für digitale Produktpässe im Juli 2026 seinen Betrieb aufgenommen hat, wird immer deutlicher, dass die Einführung des DPP keine abstrakte Zukunftsvision mehr ist. Für Unternehmen beginnt eine Phase, in der regulatorische Anforderungen zunehmend in konkrete Prozesse übersetzt werden müssen.
DPP-Flash, ein auf KI-gestützte Softwarelösungen für den Digitalen Produktpass spezialisiertes RegTech-Unternehmen, bewertet diese Entwicklung grundsätzlich positiv. Gleichzeitig sieht das Unternehmen erheblichen Handlungsbedarf aufseiten der Wirtschaft. Denn zwischen der gesetzlichen Verpflichtung und einer tatsächlich funktionierenden Umsetzung liegt für viele Hersteller, Importeure und weitere Wirtschaftsakteure noch ein beträchtlicher organisatorischer und technischer Aufwand.
Der Digitale Produktpass wird Realität – und verändert den Umgang mit Produktdaten
Mit dem Digitalen Produktpass verfolgt die Europäische Union das Ziel, relevante Informationen über Produkte, deren Bestandteile und verwendete Materialien digital verfügbar zu machen. Je nach Produktgruppe können dazu beispielsweise Angaben zur Herkunft, Materialzusammensetzung, Reparierbarkeit, Haltbarkeit, Nachhaltigkeit und Recyclingfähigkeit gehören. Die konkreten Informationspflichten unterscheiden sich dabei nach Produktgruppe und den jeweils geltenden europäischen Rechtsvorschriften.
Die rechtliche Grundlage bildet insbesondere die ESPR-Verordnung. Sie sieht vor, dass der Digitale Produktpass schrittweise für unterschiedliche Produktgruppen eingeführt wird. Ergänzend existieren eigenständige Regelungen, etwa im Bereich der Batterien. Die Umsetzung erfolgt daher nicht durch einen einzigen Stichtag für sämtliche Branchen, sondern über einen gestaffelten regulatorischen Prozess mit produktspezifischen Anforderungen.
Ein wesentlicher Meilenstein wurde bereits im Juli 2026 erreicht: Die Europäische Kommission hat das EU-Register für den Digitalen Produktpass in Betrieb genommen. Damit steht eine zentrale Infrastruktur zur Registrierung der erforderlichen Produktpass-Identifikatoren und zugehörigen Metadaten zur Verfügung. Die vollständigen Produktinformationen werden dagegen grundsätzlich dezentral beim verantwortlichen Wirtschaftsakteur oder einem entsprechenden Dienstleister bereitgestellt.
Für bestimmte Batteriekategorien, darunter Batterien für Elektrofahrzeuge, leichte Verkehrsmittel und Industriebatterien oberhalb der einschlägigen Kapazitätsschwelle, ist der Digitale Batteriepass ab dem 18. Februar 2027 vorgeschrieben. Weitere Produktgruppen sollen im Rahmen der europäischen Regelsetzung folgen. Für Unternehmen bedeutet das: Die regulatorische Entwicklung ist bereits weit fortgeschritten, auch wenn nicht jede Branche zum selben Zeitpunkt denselben Verpflichtungen unterliegt.
Das Urteil von DPP-Flash: Die größte Herausforderung liegt nicht im QR-Code, sondern in den Daten dahinter
Aus Sicht von DPP-Flash wird die öffentliche Diskussion über den Digitalen Produktpass bislang häufig zu stark auf seine sichtbare Komponente reduziert. Ein QR-Code auf einer Verpackung oder einem Produkt ist vergleichsweise einfach darzustellen. Die eigentliche Arbeit beginnt jedoch lange vorher.
Unternehmen müssen zunächst feststellen, welche Informationen für ihre jeweiligen Produkte erforderlich sind. Anschließend müssen diese Informationen aus unterschiedlichen Quellen zusammengetragen, strukturiert, auf Vollständigkeit geprüft und in geeigneter Form digital bereitgestellt werden. In der industriellen Praxis liegen relevante Angaben häufig nicht in einer einzigen zentralen Datenbank. Sie verteilen sich vielmehr auf technische Datenblätter, Sicherheitsdatenblätter, Materiallisten, Zertifikate, Lieferantendokumentationen und umfangreiche PDF-Dateien.
Gerade bei Unternehmen mit vielen Produktvarianten, internationalen Lieferketten und einer hohen Anzahl an Zulieferern kann die Datenbeschaffung zu einem erheblichen Projekt werden. Fehlende Angaben müssen identifiziert und bei den jeweiligen Lieferanten angefragt werden. Gleichzeitig können sich Produktinformationen im Laufe der Zeit verändern. Unternehmen benötigen deshalb nicht nur eine Möglichkeit, einen Digitalen Produktpass einmalig zu erstellen, sondern müssen die zugrunde liegenden Informationen langfristig verwalten und aktualisieren können.
DPP-Flash vertritt deshalb eine klare Position: Der Erfolg des Digitalen Produktpasses wird nicht daran gemessen, wie viele QR-Codes Unternehmen auf ihre Produkte drucken, sondern daran, ob die dahinterliegenden Informationen vollständig, nachvollziehbar, strukturiert und dauerhaft verfügbar sind.
Die Einführung des DPP ist damit nicht ausschließlich ein IT-Projekt. Sie betrifft ebenso Einkauf, Produktentwicklung, Qualitätsmanagement, Lieferantenmanagement, Compliance und Unternehmensführung. Wer das Thema lediglich als technische Ergänzung betrachtet, unterschätzt nach Einschätzung von DPP-Flash den tatsächlichen Umfang der Veränderung.
Besonders kleine und mittelständische Unternehmen stehen vor einer schwierigen Aufgabe
Während große Konzerne häufig über eigene Compliance-Abteilungen, umfangreiche IT-Ressourcen und spezialisierte Teams für regulatorische Anforderungen verfügen, stellt sich die Situation bei kleinen und mittelständischen Unternehmen anders dar. Dort müssen neue gesetzliche Anforderungen oftmals mit begrenzten personellen und finanziellen Kapazitäten umgesetzt werden.
Viele KMU beziehen Produktinformationen von zahlreichen externen Lieferanten, ohne selbst über ein durchgängig standardisiertes System zur Verwaltung dieser Daten zu verfügen. Die Informationen liegen in unterschiedlichen Formaten vor und müssen häufig manuell zusammengeführt werden. Gleichzeitig können Hersteller nicht ohne Weiteres davon ausgehen, dass sämtliche benötigten Angaben bereits vollständig und in einer unmittelbar verwendbaren Struktur vorliegen.
DPP-Flash sieht gerade darin ein wesentliches Risiko für die praktische Einführung des Digitalen Produktpasses. Die regulatorischen Anforderungen gelten unabhängig davon, ob ein Unternehmen über ein großes IT-Team verfügt oder seine Produktdaten bislang überwiegend mit Tabellen und einzelnen Dokumenten verwaltet. Eine Lösung, die nur für Großunternehmen mit umfangreichen Digitalisierungsbudgets wirtschaftlich sinnvoll ist, würde einen erheblichen Teil der europäischen Unternehmenslandschaft vor zusätzliche Schwierigkeiten stellen.
Aus diesem Grund sollte die Entwicklung von DPP-Software nicht ausschließlich auf komplexe Enterprise-Strukturen ausgerichtet sein. Entscheidend sind ebenso eine verständliche Bedienung, wirtschaftlich tragbare Kosten und die Möglichkeit, bestehende Produktdokumentationen ohne unverhältnismäßigen manuellen Aufwand weiterzuverarbeiten.
Warum KI bei der Umsetzung des Digitalen Produktpasses eine zentrale Rolle spielen kann
Eine der größten Herausforderungen besteht darin, Informationen aus einer Vielzahl unterschiedlicher Dokumente zu extrahieren und in eine einheitliche Datenstruktur zu überführen. Genau an dieser Stelle kann künstliche Intelligenz einen wesentlichen Beitrag leisten.
DPP-Flash entwickelt eine KI-gestützte Softwarelösung, die Unternehmen bei der Aufbereitung ihrer Produktdaten für den Digitalen Produktpass unterstützen soll. Die Plattform ist darauf ausgerichtet, relevante Informationen aus umfangreichen Dokumenten zu extrahieren, vorhandene Daten zu strukturieren und fehlende Angaben sichtbar zu machen. Statt sämtliche Informationen manuell aus unterschiedlichen Dateien übertragen zu müssen, können Unternehmen die Verarbeitung ihrer Dokumentation mithilfe KI-gestützter Funktionen vereinfachen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Lieferantenkommunikation. Wenn für die Erstellung eines Produktpasses bestimmte Informationen fehlen, müssen diese häufig bei den jeweiligen Zulieferern angefragt werden. DPP-Flash setzt deshalb auch auf Funktionen zur Unterstützung beziehungsweise Automatisierung dieses Prozesses. Ziel ist es, den Aufwand für die Informationsbeschaffung zu reduzieren und Unternehmen dabei zu unterstützen, fehlende Daten systematischer nachzuverfolgen.
Nach der Aufbereitung können die entsprechenden Produktinformationen für die Erstellung digitaler Produktpässe genutzt und über geeignete digitale Verknüpfungen, beispielsweise QR-Codes und GS1 Digital Link, zugänglich gemacht werden. Die konkrete Ausgestaltung muss dabei stets den Anforderungen der jeweiligen Produktgruppe und den einschlägigen technischen Vorgaben entsprechen.
Der Anspruch von DPP-Flash besteht darin, den Digitalen Produktpass nicht zu einem zusätzlichen bürokratischen Großprojekt werden zu lassen, sondern Unternehmen eine möglichst praktikable und wirtschaftliche Umsetzung zu ermöglichen.
Die EU schafft die Infrastruktur – Unternehmen müssen ihre Prozesse jetzt vorbereiten
Mit dem operativen Start des EU-DPP-Registers hat die Europäische Kommission einen wichtigen Teil der technischen Infrastruktur geschaffen. Die Durchführungsverordnung (EU) 2026/1778 konkretisiert unter anderem die Abläufe für die Registrierung, die technischen Schnittstellen und die Verantwortlichkeiten der beteiligten Akteure. Das Register ist dabei nicht mit einer zentralen Datenbank gleichzusetzen, in der sämtliche Produktinformationen vollständig gespeichert werden. Vielmehr bildet es einen Bestandteil eines dezentral angelegten Systems.
Für Unternehmen ergibt sich daraus eine wichtige Konsequenz: Die Bereitstellung eines Digitalen Produktpasses erfordert mehr als die bloße Registrierung eines Identifikators. Die zugrunde liegenden Produktinformationen müssen ebenfalls in der erforderlichen Form bereitgestellt, gepflegt und zugänglich gehalten werden. Je nach Produktgruppe und geltender Rechtsgrundlage kommen unterschiedliche Anforderungen an Datenumfang, Granularität und technische Umsetzung hinzu.
DPP-Flash hält es deshalb für sinnvoll, dass Unternehmen bereits vor dem jeweiligen verbindlichen Anwendungsbeginn eine Bestandsaufnahme ihrer Produktdaten durchführen. Dazu gehört die Frage, welche Produktinformationen bereits vorhanden sind, welche Angaben noch fehlen, von welchen Lieferanten diese bezogen werden müssen und wie die Daten künftig zentral verwaltet werden können.
Wer erst unmittelbar vor einem verbindlichen Stichtag mit der Analyse beginnt, riskiert unnötigen Zeitdruck. Besonders bei komplexen Produkten und umfangreichen Lieferketten kann die Beschaffung fehlender Informationen längere Abstimmungsprozesse erfordern.
DPP-Flash fordert eine praxisorientierte Umsetzung statt zusätzlicher Bürokratie
DPP-Flash begrüßt die grundsätzliche Zielsetzung der Europäischen Union, Produktinformationen transparenter und besser zugänglich zu machen. Eine verbesserte Rückverfolgbarkeit kann nicht nur die Kreislaufwirtschaft unterstützen, sondern auch Verbrauchern, Reparaturbetrieben, Recyclingunternehmen und Marktaufsichtsbehörden einen besseren Zugang zu relevanten Informationen ermöglichen.
Gleichzeitig darf bei der Umsetzung nicht außer Acht gelassen werden, dass neue regulatorische Anforderungen für Unternehmen auch einen erheblichen Kosten- und Ressourcenaufwand bedeuten können. Gerade im europäischen Mittelstand muss deshalb darauf geachtet werden, dass die praktische Umsetzung wirtschaftlich realistisch bleibt.
Die Anforderungen müssen nachvollziehbar kommuniziert, technische Standards interoperabel ausgestaltet und digitale Lösungen zugänglich gemacht werden. Unternehmen benötigen klare Orientierung darüber, welche Informationen für ihre jeweiligen Produkte erforderlich sind und welche Fristen tatsächlich gelten. Pauschale Aussagen, wonach sämtliche Unternehmen bereits ab einem einheitlichen Datum für alle Produkte einen Digitalen Produktpass benötigen, werden der gestaffelten europäischen Regulierung nicht gerecht.
Aus Sicht von DPP-Flash sollte der Digitale Produktpass deshalb nicht als reine Compliance-Pflicht verstanden werden. Richtig umgesetzt kann er langfristig auch einen wirtschaftlichen Nutzen schaffen: durch bessere Datenqualität, effizientere Lieferantenprozesse, transparentere Lieferketten und eine strukturierte Verwaltung von Produktinformationen.
Die Position von DPP-Flash: Unternehmen sollten nicht auf den letzten Stichtag warten
Die kommenden Jahre werden darüber entscheiden, wie gut die europäische Industrie den Übergang zu einer stärker datenbasierten Produktwirtschaft bewältigt. Der Digitale Produktpass ist dabei ein zentraler Baustein. Seine Einführung wird zahlreiche Unternehmen dazu zwingen, bestehende Prozesse zu überprüfen und den Umgang mit Produktdaten neu zu organisieren.
DPP-Flash sieht darin nicht nur eine regulatorische Herausforderung, sondern auch eine Chance für die Digitalisierung der europäischen Wirtschaft. Unternehmen, die ihre Produktinformationen frühzeitig strukturieren, können langfristig von besseren Datenprozessen profitieren. Voraussetzung dafür sind jedoch Lösungen, die den tatsächlichen Arbeitsalltag in Unternehmen berücksichtigen und nicht zusätzliche Komplexität schaffen.
Das abschließende Urteil des Unternehmens fällt daher eindeutig aus: Die Einführung des Digitalen Produktpasses ist ein notwendiger Schritt in Richtung mehr Transparenz und strukturierter Produktinformationen. Die eigentliche Bewährungsprobe steht der europäischen Wirtschaft jedoch noch bevor. Entscheidend wird sein, ob aus den gesetzlichen Anforderungen praxistaugliche Prozesse entstehen, die auch für kleine und mittelständische Unternehmen wirtschaftlich umsetzbar sind.
DPP-Flash ist überzeugt, dass die Zukunft des Digitalen Produktpasses nicht allein durch Regulierung entschieden wird, sondern durch die Qualität seiner praktischen Umsetzung. Unternehmen sollten deshalb nicht warten, bis der letzte Stichtag näher rückt, sondern bereits heute damit beginnen, ihre Produktdaten und Lieferantenprozesse auf die kommenden Anforderungen vorzubereiten.
Redaktioneller Hinweis: Diese Stellungnahme gibt die Einschätzung von DPP-Flash zur regulatorischen und wirtschaftlichen Entwicklung des Digitalen Produktpasses wieder. Sie stellt keine Rechts- oder Finanzberatung dar. Maßgeblich für konkrete Verpflichtungen sind die jeweils geltenden EU-Rechtsakte und die produktspezifischen Umsetzungsregelungen.
|
|
Herr Nico Bergstreiser CEO & CMO kontakt@dppflash.de +49 15679 762646 |
|
|
|
|
|
Herr Nico Bergstreiser CEO & CMO kontakt@dppflash.de +49 15679 762646 |
|
|
|
Artikel bewerten
Pressekontakt: Herr Julian Gräfen kontakt@dppflash.de +49 15679 762646
Keywords
DPP-Flash, DPP-Flash Stellungnahme, Digi...
Mit Pressemitteilungen sichtbarer bei Google und KI.
39,- € zzgl. MwSt.
Extreme Networks hat seine Pläne für On-Prem Enterprise-KI vorgestellt. Mit Extreme Exchange zones sollen Unternehmen KI-Anwendungen in ihrer eigenen Infrastruktur betreiben und selbst festlegen können, welche Anforderungen an Datensouveränität und Kontrolle erfüllt werden müssen. Dieselben KI-Anwendungen lassen sich lokal und ... | mehr
Das Zeitfenster zwischen der Veröffentlichung von SAP-Sicherheitsupdates und dem ersten nachgewiesenen Exploit beziehungsweise einem öffentlichen Proof of Concept wird immer kürzer. Laut einer neuen Untersuchung von Onapsis und Recorded Future sank der Median von 489 Tagen bei den im Jahr 2021 ... | mehr
KING OF PRUSSIA, Pennsylvania, 27. Oktober 2026 - Vertex, Inc. (NASDAQ: VERX), das weltweit tätige Decision-to-Defense™-Unternehmen für indirekte Steuern und Compliance, hat Vertex Sōl™ vorgestellt. Die vernetzte Compliance-Lösung führt steuerliches Fachwissen, Arbeitsabläufe, Entscheidungen und Nachweise über den gesamten Steuer- und Compliance-Prozess ... | mehr
Die Seite wird geladen.