Pressemitteilung von: KulturForum Europa e.V.
Alle Vorstellungen im Nachhinein zu benennen, wäre müßig, es sei dem Chronisten gegönnt, seine Highlights auszuwählen und ein wenig näher zu beschreiben ... (von Dieter Topp)
Zum vierten Mal stieg im Dezember in Cluj (Klausenburg), im rumänischen Siebenbürgen, das internationale Theaterfestival INTERFERENCES, eine gelungene Dokumentation für rumänisches Theater ins Ausland und die Begegnung von rumänischem Publikum mit Theatergästen aus dem europäischen und internationalen Raum. Das Festival findet als biennales Ereignis in einem sehr speziellen multi-nationalen und multi-ethnischen Raum statt. Das Ungarische Teatrul National de Stat, ähnlich unserem Stadttheaterstatus, gibt seine Vorstellungen in ungarischer Sprache und bietet der dort lebenden Minderheit einen weitläufigen Überblick über Theatergeschehen im In- und Ausland. Mit rund 700.000 Einwohnern der Region Cluj und der Kreisstadt Cluj-Napoca zählt diese zur zweitgrößten Stadt nach der Hauptstadt Bukarest. Der ungarische Bevölkerungsanteil ist mit durchschnittlich 15% recht hoch, womit sich die Eigenständigkeit des Theaters (und der dort ebenfalls angesiedelten Ungarischen Oper) erklären lässt.
Jede Festivalausgabe stand unter einem Motto, so z.B. der Wirkung unterschiedlicher Kulturen auf- und zueinander, der Wirkung von Raum auf Kulturereignisse oder dem Dialog zwischen Musik und Theater. 2014 ging es um "Geschichten von Körper und Körperlichkeit", innerem und äußerem Erscheinen, von Jugend und Alter, der Chemie, die der Körper aussendet, Sexualität. "Wie könnte man diese Themen besser darstellen als im Theater und durch Theater", so Festivalchef Gabor Tompa, "wo eben dort beide in ihrer vollkommenen physischen Präsens zusammentreffen, Schauspieler und Publikum, um mit unterschiedlichsten Fragen und Antworten konfrontiert zu werden. Die Grenzen zwischen realem Leben und Kunst sind zeitweise verwischt. Wird der menschliche Körper, der so viele Male entwürdigt, gequält, entehrt und im Rahmen der Geschichte ausgelöscht wurde, irgendwann wiederauferstehen, werden unsere Seelen gerettet, ...? Dies sind einige Fragen, auf die unsere eingeladenen Festival-Vorstellungen versuchen, jede auf ihre Art, eine Antwort zu geben", so Tompa weiter.
INTERFERENCES 2014 wartete mit einigen prominenten Highlights der Bühne auf, darunter die Berliner Schaubühne mit Thomas Ostermeiers "Volksfeind" von Ibsen oder Declan Donnallean, künstlerischer Leiter von Cheek by Jowl, mit seiner Neu-Interpretation von Alfred Jarry´s "UBU Roi", derzeit im Londoner Westend am europäischsten angesagt. Beide besuchten zum ersten Mal das Festival und sorgten für Furore, was gewollt war. Katalog und Übertitel in mehreren Sprachen, ungarisch, rumänisch, englisch, französisch, sorgten dafür, dass jeder Besucher das Thema verstehen und angehen konnte. Divergierende Meinungen waren unbedingt erwünscht.
Zum vierten Mal stieg im Dezember in Cluj (Klausenburg), im rumänischen Siebenbürgen, das internationale Theaterfestival INTERFERENCES, eine gelungene Dokumentation für rumänisches Theater ins Ausland und die Begegnung von rumänischem Publikum mit Theatergästen aus dem europäischen und internationalen Raum. Das Festival findet als biennales Ereignis in einem sehr speziellen multi-nationalen und multi-ethnischen Raum statt. Das Ungarische Teatrul National de Stat, ähnlich unserem Stadttheaterstatus, gibt seine Vorstellungen in ungarischer Sprache und bietet der dort lebenden Minderheit einen weitläufigen Überblick über Theatergeschehen im In- und Ausland. Mit rund 700.000 Einwohnern der Region Cluj und der Kreisstadt Cluj-Napoca zählt diese zur zweitgrößten Stadt nach der Hauptstadt Bukarest. Der ungarische Bevölkerungsanteil ist mit durchschnittlich 15% recht hoch, womit sich die Eigenständigkeit des Theaters (und der dort ebenfalls angesiedelten Ungarischen Oper) erklären lässt.
Jede Festivalausgabe stand unter einem Motto, so z.B. der Wirkung unterschiedlicher Kulturen auf- und zueinander, der Wirkung von Raum auf Kulturereignisse oder dem Dialog zwischen Musik und Theater. 2014 ging es um "Geschichten von Körper und Körperlichkeit", innerem und äußerem Erscheinen, von Jugend und Alter, der Chemie, die der Körper aussendet, Sexualität. "Wie könnte man diese Themen besser darstellen als im Theater und durch Theater", so Festivalchef Gabor Tompa, "wo eben dort beide in ihrer vollkommenen physischen Präsens zusammentreffen, Schauspieler und Publikum, um mit unterschiedlichsten Fragen und Antworten konfrontiert zu werden. Die Grenzen zwischen realem Leben und Kunst sind zeitweise verwischt. Wird der menschliche Körper, der so viele Male entwürdigt, gequält, entehrt und im Rahmen der Geschichte ausgelöscht wurde, irgendwann wiederauferstehen, werden unsere Seelen gerettet, ...? Dies sind einige Fragen, auf die unsere eingeladenen Festival-Vorstellungen versuchen, jede auf ihre Art, eine Antwort zu geben", so Tompa weiter.
INTERFERENCES 2014 wartete mit einigen prominenten Highlights der Bühne auf, darunter die Berliner Schaubühne mit Thomas Ostermeiers "Volksfeind" von Ibsen oder Declan Donnallean, künstlerischer Leiter von Cheek by Jowl, mit seiner Neu-Interpretation von Alfred Jarry´s "UBU Roi", derzeit im Londoner Westend am europäischsten angesagt. Beide besuchten zum ersten Mal das Festival und sorgten für Furore, was gewollt war. Katalog und Übertitel in mehreren Sprachen, ungarisch, rumänisch, englisch, französisch, sorgten dafür, dass jeder Besucher das Thema verstehen und angehen konnte. Divergierende Meinungen waren unbedingt erwünscht.
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