Im Anfang war das Wort.
Mario Kluge ist Texter, Redakteur und Ghostwriter. Hier interviewt er sich selbst - über die Überlebenschancen seines Berufs, der von KI attackiert wird. Als Zugabe und zum Vergleich kommt im Anschluss ans menschliche Interview die maschinelle Fassung, wie sie ChatGPT nur anhand der Fragen zusammengestellt hat.
Mario, du bist als Texter Freiberufler. Wieso tust du dir das an - übernimmt demnächst nicht eh die KI?
Ich glaube an die KI erst dann, wenn sie auch an mich glaubt. Und davon ist sie noch staubige Meilen entfernt. Sie glaubt nur, mich zu kennen. Sie liest meine Prompts, streift durchs Netz und versucht, Veröffentlichungen mir zuzuordnen. Nur: Ich signiere die wenigsten meiner Arbeiten. Es steckt auch sehr viel Kluge in Texten, die unter anderen Namen erschienen sind. KI liefert ein Surrogat dessen, was sie für meinen Stil hält.
Wenn du sagst, du promptest, nutzt du also KI für deine Texte?
Ich nutze sie für Recherchen. Und dazu, längere Texte und Gliederungen auf deren Schlüssigkeit und Konsistenz zu prüfen. Da kommen dann manchmal nützliche Ratschläge retour und manchmal unsinnige. KI ist für mich Logik-Dienstleister und Synonymwörterbuch. Meine Texte haben meine tatsächliche DNA intus.
Welche KI-Modelle nutzt du?
ChatGPT in der Go-Version. Natürlich sehe ich aus dem Augenwinkel die Aufgeregtheiten rund um die aktuelltesten KI-Modelle und -Aggregatoren. KI-Hopping bringt mir aber nichts, da ich fast nur mit Texten arbeite und also keine Tools für z.B. Videos brauche. Und weil die KI-Entwicklung so schnell ist, dass ich beim Hoppen ins Stolpern käme.
Was meinst du mit KI-Aggregatoren?
Plattformen, die unterschiedliche KI-Anwendungen integrieren. Manche sind abonnierbar, manche rechnen als Pay-as-you-go ab oder kombinieren beide Bezahlmodelle. Der Log-in gibt Zugang zu Grundfunktionen der angeschlossenen Tools. Ein Beispiel dafür ist Perplexity. In der Pro-Version bietet die Plattform Zugang zu ChatGPT, Claude, Gemini von Google und weiteren KI-Anwendungen. Nächsten Monat oder nächste Woche hat das Leben dieses Interview aber schon wieder überholt.
Wenn die Entwicklung so schnell ist, wird dein Beruf ja vielleicht doch überrannt ...
Eine literarische Übersetzerin hat mir mal gesagt, dass ihr Beruf vielleicht nicht durch die KI ausstürbe, sondern an anderen Dingen, und zwar zusammen mit den Lesern: Es gebe mehr Medien und weniger Leser. Also Social Media und Seriengucken statt der neueste Roman. Übertragen auf meinen Beruf ist eine Zukunft vorstellbar, in der fast alle Texte von KI stammen. Und auch nur noch von KI gelesen werden. Bis die KI irgendwann durchdreht - und ein kaltblütiger Raumkadett sie erschießt, so wie Pilot Pirx den durchgeknallten Roboter Setaurus bei Stanisław Lem. Aber bis es soweit ist, werden ich und meine Kollegen gebraucht.
Weil es immer um die Person hinter dem Text geht und um das Personal Branding?
Deshalb auch, ja. Klar könnte ich auch prompten: Nutze in meinem Text einmal das Wort _aktuelltest_ als Kennzeichen. Was Kosmetik wäre oder Mimikry. Und unwichtig, weil das Entscheidende woanders erfolgt: Menschen wollen ab und an mit Menschen zusammenhocken. Um gesehen zu werden, um sich auszutauschen, um sich zu beraten. Oder nur einfach so, ganz ohne tiefere Absicht. Dieses Zwischenmenschliche leistet keine KI.
Muss es denn zwischenmenschlich sein? Eine dpa-Meldung ist doch auch nicht zwischenmenschlich.
Wer sich für die Wirkung von Kommunikation interessiert, kann sich durch die Kommunikationstheorie lesen. Dabei wird er merken, dass Wissenschaftler lange sperrige Sätze mögen. Ich empfehle deshalb eine bequeme Abkürzung: den Dokumentarfilm _The Artist is present _über die Performance-Künstlerin Marina Abramović. Der Film zeigt ihre Performance von 2010 im New Yorker Museum of Modern Arts. Sie setzt sich an einen Tisch im Atrium - drei Monate lang, sieben Stunden am Tag. Ihr gegenüber kann jeweils ein Besucher der Ausstellung Platz nehmen. Abramović sieht ihn nur an, schweigend. Gespräche sind untersagt. Nach maximal einer Viertelstunde wird es Zeit für den nächsten.
Die Leute stehen Schlange, um an den Tisch zu kommen. Abramović geht kurz in sich und konzentrierte sich dann völlig auf den neuen Besucher. Und dann passiert Wunderbares: Die Leute sind tief bewegt, viele sogar zu Tränen gerührt. Weil es so selten passiert, dass sich jemand ausschließlich auf sie fokussiert, ohne Verkaufsabsicht, ohne Überredungsversuche. Sie fühlen sich akzeptiert und verbunden.
Menschen wollen wahrgenommen werden, geschätzt und geliebt. Und nur wenn das geschieht, sind sie bereit und willens, andere Menschen wahrzunehmen, zu schätzen, zu lieben. Viel mehr gibt es nicht zu lernen im Grundlagenkurs Kommunikation. Nimm das, KI.
Vielen Dank für das Interview.
Und hier die Fassung von ChatGPT. Das Prompting dafür war: "Ich bin freiberuflicher Texter, Redakteur und Ghoswriter. Im Nachgang stelle ich dir Fragen für ein Interview mit mir für die Plattform openPR. Bitte entwickele dazu meine Antworten anhand der nachstehenden Fragen so, dass ein Text entsteht, der mich als vertrauenswürdigen Experten zeigt." Darunter waren die einzelnen Fragen nacheinander aufgeführt.
Mario, du bist als Texter derzeit Freiberufler. Wieso tust du dir das an - übernimmt demnächst nicht eh die KI?
Diese Frage höre ich inzwischen fast täglich. Meine Antwort lautet: KI verändert meinen Beruf grundlegend, aber sie ersetzt ihn nicht. Sie nimmt mir Routinetätigkeiten ab, beschleunigt Recherche und Ideenfindung und hilft dabei, Texte effizienter zu entwickeln. Entscheidend bleibt aber die Fähigkeit, Themen zu durchdringen, Zusammenhänge zu erkennen und Inhalte so aufzubereiten, dass sie die Ziele eines Unternehmens oder einer Organisation tatsächlich unterstützen. Genau das ist mein Beruf - und der besteht aus weit mehr als dem Schreiben einzelner Sätze.
Wenn du sagst, du promptest, nutzt du also KI für deine Texte?
Selbstverständlich. Es wäre fahrlässig, diese Möglichkeiten nicht zu nutzen. Der Unterschied liegt darin, _wie_ man KI einsetzt. Ich lasse mir keine fertigen Texte ausgeben und veröffentliche sie ungeprüft. Ich nutze KI als Sparringspartner: für Perspektiven, Strukturvorschläge, Recherchen oder Formulierungsalternativen. Die eigentliche Arbeit beginnt danach. Ich prüfe Fakten, gleiche Aussagen ab, passe Sprache und Tonalität an und stelle sicher, dass der Text zur Persönlichkeit und zu den Zielen des Auftraggebers passt. Am Ende verantworte ich jedes Wort, das meinen Schreibtisch verlässt.
Welche KI-Modelle nutzt du?
Ich arbeite bewusst nicht nur mit einem Modell. Je nach Aufgabe nutze ich unter anderem ChatGPT, Claude, Gemini oder Perplexity. Die Modelle unterscheiden sich deutlich - etwa bei Recherche, Argumentation, Kreativität oder sprachlicher Präzision. Wer sich auf nur ein Werkzeug verlässt, verschenkt Potenzial. Deshalb vergleiche ich Ergebnisse und entscheide je nach Projekt, welches Modell den größten Mehrwert bietet.
Was meinst du mit KI-Aggregatoren?
KI-Aggregatoren bündeln den Zugang zu mehreren Sprachmodellen auf einer Plattform. Statt für jede Anwendung ein eigenes Abo abzuschließen, kann ich verschiedene Modelle direkt miteinander vergleichen und flexibel auswählen. Das spart Zeit und Kosten. Vor allem aber ermöglicht es, die jeweiligen Stärken gezielt einzusetzen. Für professionelle Anwender ist das oft sinnvoller, als sich dauerhaft auf einen einzigen Anbieter festzulegen.
Wenn die Entwicklung so schnell ist, wird dein Beruf ja vielleicht doch überrannt?
Ich glaube eher, dass sich der Beruf verändert als verschwindet. Früher bestand die Herausforderung darin, Informationen zu beschaffen. Heute besteht sie darin, Informationen zu bewerten, einzuordnen und daraus überzeugende Kommunikation zu entwickeln. Das wird durch KI eher wichtiger als unwichtiger. Wer lediglich Standardtexte produziert, wird es tatsächlich schwerer haben. Wer hingegen strategisch denkt, komplexe Themen verständlich macht und Unternehmen hilft, eine glaubwürdige Stimme zu entwickeln, wird auch künftig gefragt sein.
Weil es immer um die Person hinter dem Text geht - also um Personal Branding?
Nicht nur. Personal Branding ist ein gutes Beispiel, weil Menschen sehr schnell merken, ob ein Text authentisch wirkt oder austauschbar ist. Das gilt aber genauso für Unternehmen, Verbände oder Institutionen. Gute Kommunikation transportiert Haltung, Werte und Persönlichkeit. Das kann eine KI nicht von selbst erzeugen. Sie kennt Daten und Muster - die Identität eines Unternehmens muss ihr erst vermittelt werden. Genau dabei unterstütze ich meine Kunden.
Muss es denn zwischenmenschlich sein? Eine dpa-Meldung ist doch auch nicht zwischenmenschlich.
Auch Nachrichten folgen menschlichen Entscheidungen. Welche Information ist relevant? Welcher Zusammenhang muss erklärt werden? Welche Überschrift trifft den Kern? Selbst eine sachliche Meldung entsteht nicht automatisch aus Daten, sondern aus journalistischer Einordnung.
Bei Unternehmenskommunikation ist dieser Faktor noch deutlich wichtiger. Dort geht es nicht nur um Information, sondern auch um Vertrauen, Glaubwürdigkeit und Wiedererkennbarkeit. Menschen kaufen Produkte, vergeben Aufträge oder unterstützen Organisationen nicht allein wegen Fakten, sondern weil sie den Eindruck haben, dass hinter der Kommunikation kompetente und verlässliche Menschen stehen. Genau deshalb wird gute Redaktion auch im Zeitalter der KI ihren Wert behalten.
Mario Kluge ist Texter, Redakteur und Ghostwriter. Hier interviewt er sich selbst - über die Überlebenschancen seines Berufs, der von KI attackiert wird. Als Zugabe und zum Vergleich kommt im Anschluss ans menschliche Interview die maschinelle Fassung, wie sie ChatGPT nur anhand der Fragen zusammengestellt hat.
Mario, du bist als Texter Freiberufler. Wieso tust du dir das an - übernimmt demnächst nicht eh die KI?
Ich glaube an die KI erst dann, wenn sie auch an mich glaubt. Und davon ist sie noch staubige Meilen entfernt. Sie glaubt nur, mich zu kennen. Sie liest meine Prompts, streift durchs Netz und versucht, Veröffentlichungen mir zuzuordnen. Nur: Ich signiere die wenigsten meiner Arbeiten. Es steckt auch sehr viel Kluge in Texten, die unter anderen Namen erschienen sind. KI liefert ein Surrogat dessen, was sie für meinen Stil hält.
Wenn du sagst, du promptest, nutzt du also KI für deine Texte?
Ich nutze sie für Recherchen. Und dazu, längere Texte und Gliederungen auf deren Schlüssigkeit und Konsistenz zu prüfen. Da kommen dann manchmal nützliche Ratschläge retour und manchmal unsinnige. KI ist für mich Logik-Dienstleister und Synonymwörterbuch. Meine Texte haben meine tatsächliche DNA intus.
Welche KI-Modelle nutzt du?
ChatGPT in der Go-Version. Natürlich sehe ich aus dem Augenwinkel die Aufgeregtheiten rund um die aktuelltesten KI-Modelle und -Aggregatoren. KI-Hopping bringt mir aber nichts, da ich fast nur mit Texten arbeite und also keine Tools für z.B. Videos brauche. Und weil die KI-Entwicklung so schnell ist, dass ich beim Hoppen ins Stolpern käme.
Was meinst du mit KI-Aggregatoren?
Plattformen, die unterschiedliche KI-Anwendungen integrieren. Manche sind abonnierbar, manche rechnen als Pay-as-you-go ab oder kombinieren beide Bezahlmodelle. Der Log-in gibt Zugang zu Grundfunktionen der angeschlossenen Tools. Ein Beispiel dafür ist Perplexity. In der Pro-Version bietet die Plattform Zugang zu ChatGPT, Claude, Gemini von Google und weiteren KI-Anwendungen. Nächsten Monat oder nächste Woche hat das Leben dieses Interview aber schon wieder überholt.
Wenn die Entwicklung so schnell ist, wird dein Beruf ja vielleicht doch überrannt ...
Eine literarische Übersetzerin hat mir mal gesagt, dass ihr Beruf vielleicht nicht durch die KI ausstürbe, sondern an anderen Dingen, und zwar zusammen mit den Lesern: Es gebe mehr Medien und weniger Leser. Also Social Media und Seriengucken statt der neueste Roman. Übertragen auf meinen Beruf ist eine Zukunft vorstellbar, in der fast alle Texte von KI stammen. Und auch nur noch von KI gelesen werden. Bis die KI irgendwann durchdreht - und ein kaltblütiger Raumkadett sie erschießt, so wie Pilot Pirx den durchgeknallten Roboter Setaurus bei Stanisław Lem. Aber bis es soweit ist, werden ich und meine Kollegen gebraucht.
Weil es immer um die Person hinter dem Text geht und um das Personal Branding?
Deshalb auch, ja. Klar könnte ich auch prompten: Nutze in meinem Text einmal das Wort _aktuelltest_ als Kennzeichen. Was Kosmetik wäre oder Mimikry. Und unwichtig, weil das Entscheidende woanders erfolgt: Menschen wollen ab und an mit Menschen zusammenhocken. Um gesehen zu werden, um sich auszutauschen, um sich zu beraten. Oder nur einfach so, ganz ohne tiefere Absicht. Dieses Zwischenmenschliche leistet keine KI.
Muss es denn zwischenmenschlich sein? Eine dpa-Meldung ist doch auch nicht zwischenmenschlich.
Wer sich für die Wirkung von Kommunikation interessiert, kann sich durch die Kommunikationstheorie lesen. Dabei wird er merken, dass Wissenschaftler lange sperrige Sätze mögen. Ich empfehle deshalb eine bequeme Abkürzung: den Dokumentarfilm _The Artist is present _über die Performance-Künstlerin Marina Abramović. Der Film zeigt ihre Performance von 2010 im New Yorker Museum of Modern Arts. Sie setzt sich an einen Tisch im Atrium - drei Monate lang, sieben Stunden am Tag. Ihr gegenüber kann jeweils ein Besucher der Ausstellung Platz nehmen. Abramović sieht ihn nur an, schweigend. Gespräche sind untersagt. Nach maximal einer Viertelstunde wird es Zeit für den nächsten.
Die Leute stehen Schlange, um an den Tisch zu kommen. Abramović geht kurz in sich und konzentrierte sich dann völlig auf den neuen Besucher. Und dann passiert Wunderbares: Die Leute sind tief bewegt, viele sogar zu Tränen gerührt. Weil es so selten passiert, dass sich jemand ausschließlich auf sie fokussiert, ohne Verkaufsabsicht, ohne Überredungsversuche. Sie fühlen sich akzeptiert und verbunden.
Menschen wollen wahrgenommen werden, geschätzt und geliebt. Und nur wenn das geschieht, sind sie bereit und willens, andere Menschen wahrzunehmen, zu schätzen, zu lieben. Viel mehr gibt es nicht zu lernen im Grundlagenkurs Kommunikation. Nimm das, KI.
Vielen Dank für das Interview.
Und hier die Fassung von ChatGPT. Das Prompting dafür war: "Ich bin freiberuflicher Texter, Redakteur und Ghoswriter. Im Nachgang stelle ich dir Fragen für ein Interview mit mir für die Plattform openPR. Bitte entwickele dazu meine Antworten anhand der nachstehenden Fragen so, dass ein Text entsteht, der mich als vertrauenswürdigen Experten zeigt." Darunter waren die einzelnen Fragen nacheinander aufgeführt.
Mario, du bist als Texter derzeit Freiberufler. Wieso tust du dir das an - übernimmt demnächst nicht eh die KI?
Diese Frage höre ich inzwischen fast täglich. Meine Antwort lautet: KI verändert meinen Beruf grundlegend, aber sie ersetzt ihn nicht. Sie nimmt mir Routinetätigkeiten ab, beschleunigt Recherche und Ideenfindung und hilft dabei, Texte effizienter zu entwickeln. Entscheidend bleibt aber die Fähigkeit, Themen zu durchdringen, Zusammenhänge zu erkennen und Inhalte so aufzubereiten, dass sie die Ziele eines Unternehmens oder einer Organisation tatsächlich unterstützen. Genau das ist mein Beruf - und der besteht aus weit mehr als dem Schreiben einzelner Sätze.
Wenn du sagst, du promptest, nutzt du also KI für deine Texte?
Selbstverständlich. Es wäre fahrlässig, diese Möglichkeiten nicht zu nutzen. Der Unterschied liegt darin, _wie_ man KI einsetzt. Ich lasse mir keine fertigen Texte ausgeben und veröffentliche sie ungeprüft. Ich nutze KI als Sparringspartner: für Perspektiven, Strukturvorschläge, Recherchen oder Formulierungsalternativen. Die eigentliche Arbeit beginnt danach. Ich prüfe Fakten, gleiche Aussagen ab, passe Sprache und Tonalität an und stelle sicher, dass der Text zur Persönlichkeit und zu den Zielen des Auftraggebers passt. Am Ende verantworte ich jedes Wort, das meinen Schreibtisch verlässt.
Welche KI-Modelle nutzt du?
Ich arbeite bewusst nicht nur mit einem Modell. Je nach Aufgabe nutze ich unter anderem ChatGPT, Claude, Gemini oder Perplexity. Die Modelle unterscheiden sich deutlich - etwa bei Recherche, Argumentation, Kreativität oder sprachlicher Präzision. Wer sich auf nur ein Werkzeug verlässt, verschenkt Potenzial. Deshalb vergleiche ich Ergebnisse und entscheide je nach Projekt, welches Modell den größten Mehrwert bietet.
Was meinst du mit KI-Aggregatoren?
KI-Aggregatoren bündeln den Zugang zu mehreren Sprachmodellen auf einer Plattform. Statt für jede Anwendung ein eigenes Abo abzuschließen, kann ich verschiedene Modelle direkt miteinander vergleichen und flexibel auswählen. Das spart Zeit und Kosten. Vor allem aber ermöglicht es, die jeweiligen Stärken gezielt einzusetzen. Für professionelle Anwender ist das oft sinnvoller, als sich dauerhaft auf einen einzigen Anbieter festzulegen.
Wenn die Entwicklung so schnell ist, wird dein Beruf ja vielleicht doch überrannt?
Ich glaube eher, dass sich der Beruf verändert als verschwindet. Früher bestand die Herausforderung darin, Informationen zu beschaffen. Heute besteht sie darin, Informationen zu bewerten, einzuordnen und daraus überzeugende Kommunikation zu entwickeln. Das wird durch KI eher wichtiger als unwichtiger. Wer lediglich Standardtexte produziert, wird es tatsächlich schwerer haben. Wer hingegen strategisch denkt, komplexe Themen verständlich macht und Unternehmen hilft, eine glaubwürdige Stimme zu entwickeln, wird auch künftig gefragt sein.
Weil es immer um die Person hinter dem Text geht - also um Personal Branding?
Nicht nur. Personal Branding ist ein gutes Beispiel, weil Menschen sehr schnell merken, ob ein Text authentisch wirkt oder austauschbar ist. Das gilt aber genauso für Unternehmen, Verbände oder Institutionen. Gute Kommunikation transportiert Haltung, Werte und Persönlichkeit. Das kann eine KI nicht von selbst erzeugen. Sie kennt Daten und Muster - die Identität eines Unternehmens muss ihr erst vermittelt werden. Genau dabei unterstütze ich meine Kunden.
Muss es denn zwischenmenschlich sein? Eine dpa-Meldung ist doch auch nicht zwischenmenschlich.
Auch Nachrichten folgen menschlichen Entscheidungen. Welche Information ist relevant? Welcher Zusammenhang muss erklärt werden? Welche Überschrift trifft den Kern? Selbst eine sachliche Meldung entsteht nicht automatisch aus Daten, sondern aus journalistischer Einordnung.
Bei Unternehmenskommunikation ist dieser Faktor noch deutlich wichtiger. Dort geht es nicht nur um Information, sondern auch um Vertrauen, Glaubwürdigkeit und Wiedererkennbarkeit. Menschen kaufen Produkte, vergeben Aufträge oder unterstützen Organisationen nicht allein wegen Fakten, sondern weil sie den Eindruck haben, dass hinter der Kommunikation kompetente und verlässliche Menschen stehen. Genau deshalb wird gute Redaktion auch im Zeitalter der KI ihren Wert behalten.
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Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller Herr Mario Kluge (01709022773) verantwortlich.
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