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Mittelstandsforscher Hamer: „PWC verbreitet blühenden Unsinn über den Mittelstand“

Von Medienbüro Sohn

Geringe Eigenkapitalquote liegt nicht an großzügigen Privatentnahmen der Unternehmer

Berlin, www.ne-na.de – Der Mittelstandsforscher Professor Eberhard Hamer hat Interviewaussagen von Norbert Winkeljohann, Vorstandsmitglied der weltweit größten Wirtschafts- und Steuerberatungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) http://www.pwc.de, über das Finanzgebaren von Mittelständlern heftig kritisiert. Winkeljohann sagte nach einem Bericht des Manager Magazins http://www.manager-magazin.de, dass die niedrige Eigenkapitalquote in Deutschland unter anderem auf zu großzügige Privatentnahmen der Unternehmen zurückzuführen sei. „Wenn ein Mittelständler privat ein Haus bauen will, dann geht er in sein Unternehmen und lässt sich das Geld aus der Kasse anweisen,“ wird Winkeljohann zitiert, der bei PWC für das Segment „Neuer Mittelstand“ verantwortlich ist.
Berlin, www.ne-na.de – Der Mittelstandsforscher Professor Eberhard Hamer hat Interviewaussagen von Norbert Winkeljohann, Vorstandsmitglied der weltweit größten Wirtschafts- und Steuerberatungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) http://www.pwc.de, über das Finanzgebaren von Mittelständlern heftig kritisiert. Winkeljohann sagte nach einem Bericht des Manager Magazins http://www.manager-magazin.de, dass die niedrige Eigenkapitalquote in Deutschland unter anderem auf zu großzügige Privatentnahmen der Unternehmen zurückzuführen sei. „Wenn ein Mittelständler privat ein Haus bauen will, dann geht er in sein Unternehmen und lässt sich das Geld aus der Kasse anweisen,“ wird Winkeljohann zitiert, der bei PWC für das Segment „Neuer Mittelstand“ verantwortlich ist. „Solchen blühenden Unsinn kann nur jemand aus einem Konzern absondern, der von der Praxis keine Ahnung hat, der wohl nicht einmal weiß, was ‚Mittelstand’ überhaupt bedeutet. Nach Forschungen des Mittelstandsinstituts Niedersachsen spielt eine Entnahme nur bei Existenzgründern und Übernehmern eine nennenswerte Rolle. Der klassische mittelständische Unternehmer lässt sein Geld im Unternehmen und entnimmt diesem Unternehmen in der Regel weniger, als er seinen führenden Mitarbeitern zahlen muss. Empirische Großuntersuchungen des Instituts haben auch nachgewiesen, dass die Finanzknappheit der mittelständischen Inhaberbetriebe vor allem auf die steuerliche Diskriminierung des Personalunternehmens gegenüber Kapitalgesellschaften zurückzuführen ist. Während Kapitalgesellschaften ihren Gewinn mit 25 Prozent versteuern dürfen, muss der Inhaber 47,5 Prozent zahlen“, führt Hamer in einem Beitrag für den Pressedienst des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW) http://www.bvmwonline.de aus. „Während Kapitalgesellschaften auf dem Kapitalmarkt Eigen- und Fremdkapital einwerben können, kann das Personalunternehmen nur durch Gewinn oder Erbschaft zu zusätzlichem Eigenkapital kommen. Scheidet letzteres aus, müssen also die - fast doppelt - versteuerten Gewinne einzige Quelle für die Eigenkapitalbasis sein“, so Hamer. Kapitalgesellschaften könnten zudem die hohen Managergehälter und Abfindungen voll als Kosten versteuern, bei Personalunternehmen gehe der Fiskus davon aus, dass jeder Cent Überschuss Gewinn und Konsum des Unternehmers sei. Dabei würden weder die Inflationsraten des Anlagevermögens noch Investitionen oder Personalabfindungen steuerlich berücksichtigt. „Der größte Skandal liegt aber darin, dass Herr Winkeljohann für das Segment ‚Neuer Mittelstand’ zuständig ist. Einen Unkundigeren hätte die Beratungsfirma kaum finden können“, kritisiert Hamer, der das Mittelstandsinstitut in Hannover leitet.
22. Jan 2004

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