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Köhler setzt die richtigen Akzente

Von Medienbüro Sohn

Gründergeist, Ideen und Mut zum Unternehmertum

Neuss - Deutschland soll nach den Vorstellungen des neuen Bundespräsidenten Professor Horst Köhler ein Land der Ideen werden. „Im 21. Jahrhundert bedeutet das mehr als das Land der Dichter und Denker, mehr als Made in Germany, mehr als typisch deutsche Tugenden. Das ist ganz sicher etwas anderes als Großmannssucht und Selbstüberschätzung. Deutschland, ein Land der Ideen, das ist nach meiner Vorstellung Neugier und Experimentieren, das ist in allen Lebensbereichen Mut, Kreativität und Lust auf Neues, ohne Altes und Alte auszugrenzen. Das sind neue Gründerjahre, das ist auch die Kraft, mit Rückschlägen umzugehen und wieder neu anzufangen“, sagte Köhler in seiner kurzen Dankesrede vor der Bundesversammlung in Berlin.
Nach Ansicht von Michael Müller, Wirtschaftssenator des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW), habe Köhler die richtigen Akzente gesetzt, um Deutschland aus der politischen und wirtschaftlichen Lethargie herauszuführen. „Wir brauchen in Deutschland dringend einen Gründerboom, um neue Arbeitsplätze zu schaffen und international wettbewerbsfähiger zu werden“, betont Müller. „Als Staaten wie Großbritannien oder die skandinavischen Länder, die in den siebziger Jahren noch allesamt als ausgeprägte Sozialstaats-Nationen mit durchgängiger Angestelltenmentalität bekannt waren, im Laufe der achtziger Jahre die Zeichen klar auf eine liberale Wirtschaftspolitik stellten, vergaß die deutsche Politik, aber auch der größte Teil der Wirtschaftseliten in Deutschland, aus den Untertanen und Angestellten mündige Bürger zu machen“, kritisiert Müller. Als die Erfolge der neuen Wirtschaft aus den USA und in Großbritannien Mitte der neunziger Jahre unübersehbar wurden, sei in Deutschland das Steuer nur halbherzig herumgerissen worden: „Unternehmensgründer, vor allem jene in den IT-Bereichen der New Economy, wurden schlagartig zum neuen Leitbild ernannt und ebenso schnell, mit der Krise des Neuen Marktes, wieder zu den Buhmännern der Nation“, sagt der Mittelständler Müller, Geschäftsführer der a & o aftersales und onsite services GmbH http://www.ao-services.de in Neuss. Es fehle nach wie vor eine Kultur der Selbständigkeit. Das belege eine Umfrage des Global Entrepreneurship Monitor (GEM). Die Frage "Haben Sie Vorbehalte gegenüber erfolgreichen Unternehmensgründern?" beantworteten 30 Prozent der befragten Bundesbürger mit "Ja", etwa dreimal so viele wie in den USA. Die gleiche Frage, gestellt an "Experten", also den Angehörigen der gesellschaftlichen Elite, wurde von jedem Zweiten mit "Ja" beantwortet, ein internationaler Spitzenwert, der in keinem Land, in dem die Befragung erfolgte, auch nur annähernd erreicht wurde. „Das sind besorgniserregende Werte. Mit dieser Denkweise können wir die Wirtschaftskrise nicht bewältigen. Hier wird der neue Bundespräsident für einen Mentalitätswandel sorgen müssen“, so Müller. Es fehle den Deutschen, egal, ob Angehöriger der Eliten oder einfacher Bürger, schlicht an Erfahrungen im Umgang mit Selbstständigkeit. "Die von Köhler geforderte Wagniskultur ist in breiten Teilen der Bevölkerung und besonders bei jungen Menschen ein Fremdwort geblieben," führt Müller aus. In einer Studie des Freizeit-Forschungsinstituts der British American Tobacco (BAT) orteten die Trendforscher bei den 18- bis 34-Jährigen ein Sicherheitsdenken erster Ordnung: Nur einer von zehn würde die sichere Anstellung zu Gunsten der Selbstständigkeit aufgegeben. „Es dominiert immer noch das Leitbild des Industriezeitalters - der unselbstständig und abhängig Beschäftigte, für den Versorgungsmentalität attraktiver als Unternehmerrisiko ist. Köhler kann hier eine Menge bewegen“, so Müller.
24. Mai 2004

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Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Silke Landwehr, verantwortlich.

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