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Studie: Niedrigere Kosten und bessere Absatzchancen drängen den Mittelstand zu Auslandsinvestitionen

Von Medienbüro Sohn

Wirtschaftspolitik muss Deutschland attraktiver und zukunftsorientierter gestalten

Berlin - Nach der aktuellen Studie "Investitionen im Ausland" des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) http://www.dihk.de setzt sich die Abwanderung deutscher Unternehmen ins Ausland fort. Basierend auf einer Umfrage von 7.500 Unternehmen ist die Zahl derjenigen, die sich in diesem Jahr außerhalb Deutschlands engagieren wollen, von zuletzt 38 Prozent auf 43 Prozent gestiegen. Als Gründe werden nach wie vor Kostenersparnisse (39 Prozent der Nennungen) angeführt, aber schon dicht gefolgt von Absatzchancen (36 Prozent).
Der Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW) http://www.bvmwonline.de , Mario Ohoven, sieht den Mittelstand hier dem Trend der Großunternehmen folgen: "Der überregulierte Arbeitsmarkt und die Kostensituation bewegen auch den Mittelstand dazu, mehr im Ausland zu investieren. Aber es ist kein neues Phänomen, dass die Produktionsstandorte den Absatzmärkten folgen. Auch viele mittelständische Unternehmen denken und handeln heute global." Für Ohoven fehlen für Investitionen in Deutschland die richtigen Anreize, Investitionen ausländische Standorte seien für viele Unternehmer oftmals die bessere Alternative. Letztlich trage dies auch zur Sicherung von Arbeitsplätzen in Deutschland bei. Nach der Untersuchung des DIHK sind es besonders Elektrotechnik, Maschinenbau, chemische Industrie, sowie die Textilbranche, die in den neuen EU-Ländern in Mittel- und Osteuropa investieren. "Wir gehen davon aus, dass der Anteil im Ausland erbrachter Wertschöpfung an deutschen Produkten weiter wächst", so DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben. Nach den Angaben des Statistischen Bundesamtes war dieser Anteil bereits bis 2002 auf 39 Prozent angestiegen. Parallel zum Anstieg der Auslandsinvestitionen geht die Planung für Inlandsinvestitionen zurück, im Frühsommer 2004 ergab sich schon ein Rückgang von acht Prozent. Aus der Studie des DIHK geht deutlich hervor, dass der Investitionsstandort der Unternehmen mit der geschäftlichen Lage korrespondiert: Unternehmen mit einer guten Geschäftslage investieren eher im Inland, hingegen wird das Ausland von den Unternehmen bevorzugt, deren Geschäftserwartung eher trübe ist. Der Exportboom, den Deutschland derzeit erlebt, unterstützt zusätzlich den Trend zu Auslandsinvestitionen. Zwar bedeuten Auslandsinvestitionen nicht zwangsläufig den Verlust von Arbeitsplätzen im Inland, sondern können über Vorleistungen und Vorprodukte auch inländische Standorte positiv stimulieren, aber sie sind nach Ohovens Ansicht ein klares Zeichen dafür, dass woanders bessere Geschäfte gemacht werden können. "Es sind nicht nur der überregulierte Arbeitsmarkt und die im internationalen Vergleich extrem hohen Arbeitskosten, es sind auch die wachsenden Steuer - und Abgabenlasten der Unternehmen und die Bürokratie, die zur schlechten Bewertung unseres Standortes beitragen", so Ohoven. Jede Auslandsinvestition stelle sich somit doch als ein Verlust für die deutsche Wirtschaft dar. Der BVMW-Präsident fordert daher von der Wirtschaftspolitik, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass Deutschland als Investitionsstandort wieder attraktiv und profitabel wird. Auch die Situation für Bankkredite sei gerade für viele mittelständische Unternehmen in Deutschland sehr schlecht, führt Ohoven aus: "Die Banken bewerten zu wenig zukunftsorientiert. Gerade neue Geschäftsideen und Geschäftskonzepte scheitern zu oft wegen mangelnden Eigenkapitals. Auch dieser Zustand führt dazu, dass viele mittelständische Unternehmen mit dünner Eigenkapitaldecke gar nicht investieren können, während die kapitalstarken Unternehmen ihre profitableren Auslandsstandorte ausbauen. Die Wirtschaftspolitik muss hier dringend die Weichen neu stellen.“
01. Sep 2004

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Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Claudia Klemp, verantwortlich.

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