Wir nutzen Cookies, um Ihren Besuch auf unserer Website und unseren Service zu optimieren.
Wir betrachten die weitere Nutzung unserer Website als Zustimmung zu der Verwendung von Cookies.
PortalDerWirtschaft.de



Suchmaschinenoptimierung mit PdW
mit Content-Marketing - Ihre News

Schwimmen mit Biowärme

Von Initiativkreis Stadtwerke Nordbayern

Im Passivhaus-Hallenbad Bambados wird regenerativ geheizt

Die Art der Energieversorgung habe beim neuen Bamberger Hallenbad Bambados von Beginn an eine zentrale Rolle gespielt, so Klaus Rubach, Geschäftsführer des Betreibers Stadtwerke Bamberg. Knapper werdende Ressourcen und steigende Energiepreise seien berücksichtigt worden. Rubach: „Ein ökologisch und ökonomisch nachhaltiger Betrieb gelingt unter diesen Bedingungen am besten, wenn die Energie dezentral mit Hilfe erneuerbarer Quellen und einer Technologie mit hohem Wirkungsgrad erzeugt wird.“
Die Art der Energieversorgung habe beim neuen Bamberger Hallenbad Bambados von Beginn an eine zentrale Rolle gespielt, so Klaus Rubach, Geschäftsführer des Betreibers Stadtwerke Bamberg. Knapper werdende Ressourcen und steigende Energiepreise seien berücksichtigt worden. Rubach: „Ein ökologisch und ökonomisch nachhaltiger Betrieb gelingt unter diesen Bedingungen am besten, wenn die Energie dezentral mit Hilfe erneuerbarer Quellen und einer Technologie mit hohem Wirkungsgrad erzeugt wird.“ Die Lösung: ein hocheffizientes Blockheizkraftwerk mit Biomasse aus eigenem Anbau. Basis ist eine Pappelplantage im stadtwerkeeigenen Wassergewinnungsgebiet Bamberg-Süd. „So bleiben die Kosten langfristig kalkulierbar und dem Planungsziel Umweltfreundlichkeit wird Rechnung getragen“, sagt Rubach. Ein nachwachsender Energieträger sei klimaneutral, so Rubach weiter. „Hinzu kommen weitere, sehr wichtige Vorteile: Die Energieerzeugung aus Biomasse ist planbar.“ Während der Ertrag von Windenergie- und Photovoltaikanlagen vom Wetter abhängt, liefern die Pappeln zuverlässig Nachschub an Brennmaterial. Der eigene Anbau macht die Stadtwerke darüber hinaus weitgehend unabhängig von Zulieferern und dem Markt. Gleichzeitig werden die Transportwege auf ein Minimum reduziert, was die Umwelt abermals entlastet. 133.000 Balsampappeln Im Frühjahr 2010 und 2011 wurden auf insgesamt 16,5 Hektar rund 133.000 Balsampappeln gepflanzt. Kurzumtriebsplantagen werden die Pflanzungen genannt, weil die gewählte Pappelart so schnell wächst, dass eine „Ernte“ alle fünf bis sechs Jahre möglich ist. Bereits innerhalb des ersten halben Jahres schießen die Setzlinge bis zu 2,5 Meter in die Höhe. Durch die permanente Bedeckung des Bodens können Regen und Wind weniger Erde abtragen. „Für uns war diese positive Wirkung aufs Grundwasser der entscheidende Grund, die Pappeln in unserem Wasserschutzgebiet anzupflanzen“, berichtet Georg Spörlein, verantwortlich für die Wasserversorgung bei den Stadtwerken Bamberg. Zwar stehe die umweltschonende Energiegewinnung im Vordergrund, „aber wir haben stets auch das für die Lebensqualität so wichtige Trinkwasser im Blick“. Weil die Bäume aus dem Stock austreiben, muss die Fläche nicht erneut aufgebrochen werden, das im Boden enthaltene Nitrat wird damit nicht mobilisiert und kann somit nicht ins Grundwasser gelangen. Auf einen Einsatz von Dünger und Pflanzenschutzmitteln verzichten die Stadtwerke. Über Holzvergasung ins BHKW Die geernteten Stämme werden im Schredder zerkleinert und die Hackschnitzel dann ins Hallenbad Bambados gefahren. Dort steht eine Holzvergasungsanlage, in der aus dem festen Brennstoff ein Gas entsteht. Dieses wiederum wird im Blockheizkraftwerk (BHKW) des Bambados verbrannt und damit in Strom sowie Wärme umgewandelt. Mit dem hocheffizienten BHKW sollen ca. 65 Prozent des Energiebedarfs gedeckt werden. Die elektrische Leistung beträgt 125 Kilowatt, die thermische 270 Kilowatt. Das BHKW deckt die Grundlast an Wärme, also den Bedarf an normalen Tagen. Dank nachwachsendem Rohstoff und dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung mit ihrem hohen Wirkungsgrad sinkt der CO2-Ausstoß gegenüber einer konventionellen Heizung um rund 80 Prozent. Für die Spitzenlast wurden drei Erdgas-Brennwertkessel installiert. Erdgas habe man deshalb gewählt, so Rubach, weil es weniger Kohlendioxid produziert als alle anderen fossilen Energieträger. Mit der gefundenen innovativen Lösung Pappelanbau plus Holzvergasung plus BHKW sei man sehr zufrieden, sagt Rubach, und auch die Badegäste freuten sich übers Schwimmen mit Biowärme. Komplettiert wird das ökologische Konzept des Bads mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach, an der sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger aus der Region beteiligt haben. Engagement im Initiativkreis Stadtwerke Wie Rubach betont, seien die dezentrale und regenerative Energieerzeugung fürs Bambados und weitere schon installierte Photovoltaikanlagen nur ein Anfang. „Wir werden das sukzessive ausbauen.“ Um dabei Kompetenzen zu bündeln, engagiere man sich im Initiativkreis Stadtwerke Nordbayern, dem rund 20 lokale und regionale Energieversorger angehören. Rubach: „Gemeinsam wollen wir die Energiewende in der Region voranbringen. Insbesondere werden wir mehr eigene Anlagen errichten, in denen auf nachhaltige Art Wärme und Strom produziert werden.“ Pressekontakt: Siynet Spangenberg Fröhlich PR GmbH im Auftrag des Initiativkreises Stadtwerke Nordbayern Alexanderstraße 14 95444 Bayreuth Tel. +49(09 21) 7 59 35-53 Fax +49(09 21) 7 59 35-60 E-Mail s.spangenberg@froehlich-pr.de
10. Feb 2012

Bewerten Sie diesen Artikel

2 Bewertungen (Durchschnitt: 4.5)

Teilen Sie diesen Artikel

Keywords




Hinweis

Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Fröhlich PR GmbH, verantwortlich.

Pressemitteilungstext: 587 Wörter, 4664 Zeichen. Pressemitteilung reklamieren

Über Initiativkreis Stadtwerke Nordbayern


Kommentar hinzufügen

Name*
E-Mail*
Institution
Website
Ihr Kommentar*

Weitere Pressemeldungen von Initiativkreis Stadtwerke Nordbayern


Bürger investieren in grünen Strom vor Ort

Energieversorgung Selb-Marktredwitz baut Windpark mit Beteiligung der Bevölkerung

03.12.2015
03.12.2015: Aktien? Immobilien? Festgeld? Das alles gab es für Anleger schon immer. Relativ neu sind Möglichkeiten zur Investition in regenerative Energieerzeugung. Und wenn diese gut geplant sowie kommuniziert werden, dann ist der Zuspruch groß. Das jedenfalls zeigt das jüngste Projekt der Energieversorgung Selb-Marktredwitz (ESM), die ESM-Bürgerenergie 2.1. Innerhalb von zehn Tagen haben Bürger aus der Region ihre Zeichnungswünsche in Höhe von 3,25 Mio. EUR bei der Bürgerbeteilung der ESM angemeldet. Der Erlös des qualifizierten Nachtragsdarlehens fließt in die Realisierung des Windparks Viel... | Von Initiativkreis Stadtwerke Nordbayern

Strom und Wärme aus Abfall

Stadtwerke Kulmbach betreiben Blockheizkraftwerk mit Faulgas

05.06.2012
05.06.2012: Abwasser enthält zahlreiche organische Stoffe, aus denen Energie gewonnen werden kann. Werden die organischen Reststoffe zum Beispiel in einer Kläranlage zersetzt, entsteht das sogenannte Faulgas. Hauptbestandteil ist Methan, eine Verbindung von einem Kohlenstoffatom mit vier Wasserstoffatomen. Auch Erdgas enthält hauptsächlich Methan und so wird klar, warum sich Faulgas gut als Energieträger in einem BHKW eignet. Zumal dann, wenn eine ausreichende Menge an Abwasser für einen hohen Anfall an Faulgas sorgt – wie in Kulmbach, wo rund sieben Millionen Kubikmeter pro Jahr das Klärwerk erre... | Von Initiativkreis Stadtwerke Nordbayern

Mikro-Blockheizkraftwerke im Kommen

Informationen auf Homepage des Initiativkreises Stadtwerke Nordbayern

23.05.2012
23.05.2012: Wer im Netz auf die Seite www.initiativkreis-stadtwerke.de geht, findet dort einen Link zur Initiative „BHKW in der Region“. Klickt er diesen an, gelangt er zu einer Karte, auf der zahlreiche Anlagen in Privathaushalten, öffentlichen Einrichtungen und Gewerbebetrieben dargestellt sind. Die Einträge sind jeweils mit Detailinfos hinterlegt, die sich ebenfalls per Mausklick abrufen lassen. Unter anderem erfährt der Internet-Nutzer, wie das jeweilige Modell heißt, welche elektrische und welche thermische Leistung es hat, wie viel Kohlendioxid sich damit einsparen lässt und wer der zuständi... | Von Initiativkreis Stadtwerke Nordbayern