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Tatort mit allen Details dokumentieren

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iX über 3D-Panoramatechnik in der Polizeiarbeit


Damit am Tatort möglichst nichts übersehen wird, nutzen immer mehr Polizeibehörden das 3D-Panoramasystem der Firma SPHERON-VR. Die hochauflösenden Rundumansichten erlauben den Ermittlern, auch nachträglich noch Details visuell und messtechnisch zu bewerten....

Hannover, 22.11.2012 - Damit am Tatort möglichst nichts übersehen wird, nutzen immer mehr Polizeibehörden das 3D-Panoramasystem der Firma SPHERON-VR. Die hochauflösenden Rundumansichten erlauben den Ermittlern, auch nachträglich noch Details visuell und messtechnisch zu bewerten. Das berichtet das IT-Profimagazin iX in seiner aktuellen Dezember-Ausgabe.

Zu einer forensischen Tatort-Dokumentation gehören normaler­weise Fotos, gegebenenfalls Videos und Tondokumente, die am Tatort gesicherten Spuren wie Fingerabdrücke, DNA- und Reifenspuren sowie im weiteren Verlauf der Ermittlungen auch Laborberichte. Üblicherweise gibt es trotz sorgfältiger Doku­mentation und Spurensicherung bei der späteren Aus- und Bewertung zwei Probleme. Erstens waren die beurteilenden Personen etwa Staatsanwalt oder Richter meist nicht persönlich am Ort des Geschehens, und zweitens lässt die Tatortbeschreibung eventuell Details vermissen, die vielleicht erst durch spätere Zeugenaussagen eine große Bedeutung für die Bewertung des Tathergangs bekommen. Hier setzt die Dokumentation auf der Basis von 3D-Kugelpanorama-Aufnahmen an. Mit ihrer Hilfe können sich auch Personen, die nicht persönlich am Tatort waren, einen umfassenden Eindruck davon verschaffen. Darüber hinaus kann man in die Ansicht hineinzoomen und damit auch kleine Objekte und Strukturen detailgetreu abbilden, die man zuvor nicht als relevant identifiziert hatte.

Dieses Konzept hat den großen Vorteil, vor der Filterung durch selektive Wahrnehmung anzusetzen, die es bei der klassischen Tatortbeschreibung durch die Ermittlungsbeamten unvermeid­lich gibt. Eine virtuelle Tatortbegehung mithilfe des SPHERON-Systems schaltet diesen Wahrnehmungsvorgang zwar nicht aus, stellt aber allen beteiligten Personen dieselbe objektive Datenbasis zur Verfügung.

Vor Gericht gelten die mit dem Scene-Cam-System erstellten Panoramabilder als Beweisstück. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist, dass das Panorama sozusagen in einem Stück am Tatort aufgenommen und nicht aus Einzelbildern zusammengesetzt wurde.


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