Stéphane Etrillard, Management Institute SECS, Düsseldorf: Ob es nun ein Bewerber um eine Position, ein Politiker auf Stimmenfang oder auch ein Verhandlungspartner ist, der seine Ziele durchsetzen will in allen Fällen entscheiden gerade die jeweiligen rhetorischen Fähigkeiten darüber, inwieweit wir uns für bestimmte Botschaften öffnen oder verschließen. Nicht selten kommt es gar nicht mal so sehr darauf an, was genau eine Aussage beinhaltet am wichtigsten ist immer, wie der Zuhörer die Aussage wertet. Es gilt also, triftige Argumente zu finden, die beim Gegenüber wirklich ankommen und hier auf offene Ohren stoßen. Das Hauptargument ist dabei die eigene Person: Ein Mensch, der insgesamt einen guten Eindruck auf Sie macht und Ihnen sympathisch ist, wird viel eher Ihre Zustimmung erhalten, als ein anderer, der Ihnen unsympathisch ist dieser kann sich noch so sehr ins Zeug legen, seine Argumente werden kaum zu Ihnen durchdringen. Und genau dies macht die Rhetorik so bedeutend: Es bestehen unmittelbare Wechselwirkungen zwischen den rhetorischen Fähigkeiten eines Menschen und seiner persönlichen Ausstrahlung. Das eine bedingt zweifellos das andere.
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