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Weniger Umsatz wegen Rauchverbot

Von Canerolia

Weniger Umsatz wegen Rauchverbot – Darüber klagen Wirte in Nordrhein-Westfalen. Seit nun einem Jahr ist das Rauchen in Restaurants, Kneipen und Festzelten verboten und es werden keine Ausnahmen mehr geduldet. Und das obwohl laut einer Umfrage mehr als die Hälfte der Befragten dieses strikte Verbot ablehnen.

Geteilte Meinungen

Knapp ein Jahr ist es nun her – am 1. Mai 2013 wurde das verschärfte Rauchverbot in NRW von der rot-grünen Landesregierung eingeführt. Dieses wir jedoch laut einer aktuellen Umfrage des Hotel und Gaststättenverbandes NRW von rund 63 Prozent der NRW Bürger abgelehnt. Am meisten über das Verbot werden sich wohl die Gastronomen ärgern. 81 Prozent der Schank- und Tanzbetrieben klagen über Umsatzeinbußen. Über die Hälfte von Ihnen verzeichnet einen Rückgang des Umsatzes von über 10 Prozent. Auf der anderen Seite verzeichnen 13 Prozent der Speise-Restaurants einen Anstieg des Umsatzes.

Sogar Grünen-Wähler sind für eine Auflockerung des Verbotes

Interessant ist auch die Parteizugehörigkeit der Menschen. Rund 80 Prozent der FDP Wähler sind für Raucherausnahmen sowie Raucherkneipen und Raucherräume. Darauf folgen die Wähler der SPD mit 63 Prozent und die Wähler der CDU mit 51 Prozent. In der Mitte mit 55 Prozent stehen die Wähler der Grünen. Sogar Sie befürworten eine Auflockerung des strikten Rauchverbotes, obwohl ihre Gesundheitsministerin Barbara Steffens es damals eingeführt hat.

Rückkehr einer Ausnahmeregel wird gefordert

Eine Rückkehr der Ausnahmeregel fordert auch der Hotel- und Gaststättenverband (Kurz: Dehoga). Das Rauchverbot wirke „wie ein Brandbeschleuniger auf das Kneipensterben“. Die Gesundheitsministerin Barbara Steffens hingegen verwies auf einen Rückgang von Lungenerkrankungen und Herzinfarkten. Auch ein Rückgang von Frühgeburten sei durch den strikten Nichtraucherschutz zu verursachen. Eine repräsentative Umfrage der Dehoga ergab, dass nur rund ein Drittel der NRW-Bürger ein Nichtraucherschutzgesetz ohne Ausnahmen befürworten. 81 Prozent sind jedoch für ein striktes Rauchverbot falls Kinder im Raum sind.

Volksbegehren soll Ausnahmen bringen

Günter Guder, der Geschäftsführer des Deutschen Getränkefachgroßhandels fordert eine baldige Überprüfung des Gesetzes. Mit einem Volksbegehren will das Aktionsbündnis „NRW genießt!“ eine Rückkehr zum Rauchverbot mit Ausnahmen durchsetzen. Für eine Zulassung des Volksbegehrens will die Initiative in zwei Monaten mindestens 4500 Unterschriften beim Innenministerium vorlegen. Bei einem erfolgreichen Volksbegehren müsste sich der Landtag noch einmal mit dem umstrittenen Nichtraucherschutzgesetz befassen. Damit dies geschieht müssen jedoch knapp über eine Millionen Unterschriften in Nordrhein Westfalen gesammelt werden.

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