info@PortalDerWirtschaft.de | 02635/9224-11
Suchmaschinenoptimierung
mit Content-Marketing - Ihre News
Steuerstrafrecht Hildebrandt |

Zu den Voraussetzungen der Hinzuschätzung im Rahmen einer Außenprüfung

Bewerten Sie hier diesen Artikel:
1 Bewertung (Durchschnitt: 3)


FG Köln Urteil v. 15.7.14 (6 V 1134/14)


Auf den Antrag eines Steuerpflichtigen hin äußerte sich das Finanzgericht Köln zu den Voraussetzungen einer Hinzuschätzung nach einer Außenprüfung. Der Antragsteller wollte mit dem Antrag gegen eine Hinzuschätzung nach einer Außenprüfung und die festgesetzte Höhe des Aufgabengewinns vorgehen.

 Sofern Besteuerungsgrundlagen nicht ermittelt werden können, ist es grundsätzlich möglich, diese zu schätzen, § 162 Abs. AO. Als Regelbeispiel ist dazu in § 162 Abs. 2 Satz 2 die Verletzung von Buchführungs- und Aufzeichnungspflichten normiert. Die Buchführung hat dabei gemäß § 146 Abs. 1 Satz 1 AO stets vollständig, richtig, zeitgerecht und geordnet zu erfolgen.

Die Daten aus der Buchführung und Aufzeichnungen, die diesen Voraussetzungen genügen, müssen nach § 146 Abs. 4 AO weiterhin dem Maßstab der Unveränderlichkeit genügen. Die elektronische Speicherung auf Datenträgern wird als zulässig angesehen. Für die Besteuerung ist notwendig, dass diese Daten jederzeit und unverzüglich verfügbar sind. Dies muss nach § 146 Abs. 5 Satz 2 AO bis zum Ablauf der Frist zur Aufbewahrung gewährleistet sein.

 Diese Voraussetzungen sah das FG Köln als nicht erfüllt an. Der Steuerpflichtige verfügte lediglich über handschriftliche Aufzeichnungen. Diese waren offenkundig im Nachhinein durch Streichungen und Korrekturen mit Tipp-EX verändert worden. Zusätzlich war die Feststellung einer ordnungsgemäßen Kassenführung nicht möglich. Denn das Kassenbuch war ebenfalls nur in einer handschriftlichen Form auffindbar. Nicht enthalten waren darin die täglichen Kassenbestände.

Die Entscheidung des FG Köln verdeutlicht abermals die enorme Bedeutung einer ordnungsgemäßen Buchführung und Aufzeichnung bei der pflichtgemäßen Führung eines Unternehmens.



Web: http://www.rechtsanwalt-berlin.info


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Rechtsanwalt Hildebrandt (Tel.: (030) 398 898 23), verantwortlich.


Keywords: Steuerstrafrecht, Steuerhinterziehung, Rechtsanwalt, Geschäftsführung, Hinzuschätzung, Aussetzung

Pressemitteilungstext: 246 Wörter, 2140 Zeichen. Als Spam melden

Unternehmensprofil: Steuerstrafrecht Hildebrandt


Kommentare:

Es wurde noch kein Kommentar zu diesem Thema abgegeben.



Ihr Kommentar zum Thema





Weitere Pressemitteilungen von Steuerstrafrecht Hildebrandt lesen:

Steuerstrafrecht Hildebrandt | 15.06.2017

Wenn sich das Werbegeschenk nicht mehr lohnt...

Bundesfinanzhof, Urteil vom 30.03.2017, IV R 13/14   Im Geschäftsalltag stellt es ein alltägliches Phänomen dar: Das Geschenk an einen Geschäftspartner, sei es zu Gewinnung von Neukunden, sei es zur Bindung von bestehenden Kontakten oder schlich...
Steuerstrafrecht Hildebrandt | 25.05.2017

Zur Neuregelung des „Schmuggelprivilegs“ in § 32 des Zollverwaltungsgesetzes zum 16.03.2017

Die Neufassung des § 32 ZollVG weitet den Anwendungsbereich des sog. Schmuggelprivilegs erheblich aus. Nach der bis 15.03.2017 geltenden Fassung waren ausschließlich Steuerstraftaten im grenzüberschreitenden Reiseverkehr unter bestimmten Vorausset...
Steuerstrafrecht Hildebrandt | 14.05.2017

Überblick zur Neuregelung der strafrechtlichen Vermögensabschöpfung zum 01.07.2017

Am 01.07.2017 tritt das Gesetz zur Reform der strafrechtlichen Vermögensabschöpfung in Kraft. Mit diesem Gesetz, durch welches grundlegende Änderungen im Strafgesetzbuch und der Strafprozessordnung vorgenommen werden, verfolgt der Gesetzgeber das ...