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Groß und Klein: Keuchhusten-Welle erfasst Deutschland

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Seit Beginn der Meldepflicht für Keuchhusten im Jahr 2013 ist die Zahl der Keuchhusten-Infektionen auf einen neuen Höchststand gestiegen. Grund ist fehlender Impfschutz.

Derzeit erkranken ungewöhnlich viele Menschen an Keuchhusten. Im vergangenen Jahr registrierte das Robert Koch-Institut (RKI) 22.142 Fälle und das sind mit Abstand die meisten seit im März 2013 die Meldepflicht für die hochansteckende Krankheit eingeführt wurde. Damals zählte man rund 12.000 Patienten, 2015 rund 14.000. Seit Jahresbeginn 2017 wurden auch schon wieder 1.554 Keuchhusten-Patienten dem RKI gemeldet.



Impfen zum Schutz vor Krankheiten ist eine der größten medizinischen Errungenschaften und doch lassen die Impfraten immer wieder zu wünschen übrig. Eingeführt wurde die Impfung gegen Keuchhusten in den 1930er Jahren und heute scheint es völlig vergessen zu sein, dass vor dieser Zeit jedes Jahr etwa 10.000 Säuglinge an Pertussis gestorben sind. In unserem Land starben im vergangenen Jahr drei Babys an der Infektion - das sind zu viele!



Babys sind ganz besonders gefährdet, weil sie erst nach dem vollendeten zweiten Monat geimpft werden können und einen eigenen Schutz aufbauen. Bis dahin sind sie darauf angewiesen, dass möglichst viele Menschen insgesamt und auch in ihrer Familie geimpft sind. Die hochansteckenden Bakterien verbreiten sich "in Windeseile" durch Husten, Niesen oder Sprechen über winzige Tröpfchen. Wenn aber viele Menschen vor Ansteckung geschützt sind, dann können sich die Erreger nur begrenzt ausbreiten, weil die große Zahl der Geimpften quasi wie ein "Schutzwall" wirkt. Das nennt man dann Herdenimmunität.



Auch Erwachsene sind nicht davor gefeit, an Keuchhusten zu erkranken. Bei ihnen fehlen zwar meist die typischen Anzeichen wie bei Kindern, aber sie leiden oft auch viele Wochen lang. Der Grund dafür: Häufig wird dann die Diagnose hartnäckiger Husten oder Bronchitis gestellt, wenn die Betroffenen überhaupt zum Arzt gehen und sich untersuchen lassen. Erwachsene, die an Keuchhusten leiden, können als Folge davon durch Schlafstörungen, Inkontinenz, Hustenattacken, Rippenbrüche, Gewichtsverlust und Erbrechen beeinträchtigt werden.



Damit man gar nicht erst an Keuchhusten erkrankt, hilft nur konsequentes Impfen und regelmäßiges Auffrischen, denn der Impfschutz lässt im Verlaufe der Jahre nach. Auch eine durchgemachte Keuchhusten-Erkrankung bietet keinen Schutz. Nach der Grundimmunisierung im Babyalter steht die erste Auffrischung zwischen dem fünften und sechsten Lebensjahr an, dann wieder zwischen dem neunten und 17. Geburtstag und schließlich und ganz wichtig auch im Erwachsenenalter. Mit nur einem Piks ist das schnell erledigt. Eine gut verträgliche Dreifach-Impfung, die auch gegen Tetanus und Diphtherie schützt, macht dieses Boostern einfach.



Wir alle - in fast jedem Alter - verbringen viel Zeit vor dem PC, dem Laptop, mit dem Tablet oder dem Smartphone - warum nicht mal auf www.impfen.de klicken und alles Wichtige über Impfungen nachlesen. Dort gibt es auch Impfpläne und sogar einen "Vergissmeinnicht-Service", der an anstehende Impftermine erinnert.


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Frau Angelika Lemp (Tel.: 06196 9519968), verantwortlich.

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