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Tierrechtler beerdigen Eier- Qualitätssiegel "KAT" vor Firmenzentrale in Bonn

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Neueste Undercover-Recherche belegt: Siegel wertlos

Am 01.08.2017 haben die Tierrechtler des Deutschen Tierschutzbüros symbolisch das Eier-Qualitätssiegel KAT beerdigt. "KAT gaukelt dem Verbraucher im Supermarkt eine Qualität vor, die es überhaupt nicht gibt", kritisiert Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Tierschutzbüros.



Vor der Zentrale von KAT demonstrierten 10 Aktivisten der Tierrechtsorganisation für mehr und bessere Tierrechte im Bereich der industriellen Eierproduktion. Zwei in Hühnerkostümen verkleidete Aktivisten beerdigten symbolisch das KAT-Siegel in einem mit Erde befüllten Sarg, um auf dessen Wertosigkeit aufmerksam zu machen. Weitere Aktivisten prostestierten mit Bannern und Plakaten, die aktuelle Aufnahmen aus Betrieben zeigten.



Gestern hat die ARD in der Sendereihe "ARD-Exclusiv" über die aktuelle Undercover-Recherche vom Deutsche Tierschutzbüro berichtet. Die heimlich erstellten Videoaufnahmen zeigen auf, wie Hühner in Bio- und Freilandställen gehalten werden. 8 Ställe wurden in Deutschland und in den Niederlanden dokumentiert. "Betriebe mit 35.000 und mehr Tieren sind offenbar völlig normal, auch im Biosektor", so Jan Peifer. Die Tierrechtler haben auch Ställe vorgefunden, in denen der Hühnerhalter die Tiere nicht in den gesetzlich vorgeschriebenen Auslauf gelassen hat. "In 2 Betrieben wurden an den Auslaufklappen ein Stromdraht oder Nägel montiert, offenbar mit dem Ziel, dass die Tiere nicht in den Auslauf gelangen können", kritisiert Peifer, der die Gesetzesverstöße dokumentiert und angezeigt hat. Zudem haben die Aktivisten bei ihren Vorort Recherchen ungestempelte Eier vorgefunden, die zum Verkauf angeboten worden sind.



Aber auch in den Ställen sieht es nicht nach Bio-Idylle aus. Auf mehreren Etagen, übereinandergestapelt, werden die Hühner teilweise gehalten. Über Förderbänder werden das Futter und die Eier transportiert "Bio ist mittlerweile auch Massentierhaltung", so Peifer. Die Aktivisten haben bei ihren Recherchen auch sterbende, tote und selbst verweste Hühner in den Ställen vorgefunden.



Die Eier der geschundenen Hühner werden auch in deutschen Supermärkten verkauft. Dies erfolgt regelmäßig unter dem Siegel von KAT. Bei KAT handelt es sich um einen Verein der Eierwirtschaft mit Sitz in Bonn. "Bei Kontrollen durch KAT hätten die Gesetzesverstöße auffallen müssen, entweder wurde nicht richtig kontrolliert oder es fanden überhaupt keine Kontrollen statt; aus unserer Sicht ist das Siegel wertlos", so das Fazit von Jan Peifer.



Unter dem Titel "Hinter jedem Ei steckt Tierquälerei" haben die Tierrechtler gestern eine Aufklärungskampagne, mit dem Ziel, die Verbraucher über Hühnerhaltung in Bio- und Freilandbetrieben zu informieren, gestartet. "Wer diese Tierquälerei nicht unterstützen möchte, dem empfehlen wir auf Ei-Alternativen auszuweichen", so Peifer abschließend.



Weitere Informationen unter https://www.tierschutzbuero.de/ei-tierquaelerei/



Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Herr Jan Peifer (Tel.: 030-27004960), verantwortlich.

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