Diese Webseite verwendet Cookies. Mehr Infos
info@PortalDerWirtschaft.de | 02635/9224-11
Suchmaschinenoptimierung
mit Content-Marketing - Ihre News
Professionelle Exzellenz |

Die federleichte Unverbindlichkeit der digitalen Beziehung

Bewerten Sie hier diesen Artikel:
1 Bewertung (Durchschnitt: 5)


Haben Bindungslust und Beziehungsfähigkeit im digitalen Zeitalter bereits gelitten?


Die neue Unverbindlichkeit der Beziehung wird von der Digitalisierung gefördert. Die Anonymität des Netzes reduziert die Lust auf ein gesundes Miteinander unter den Menschen. Wenn es vielleicht erst den Einzelnen betrifft, ist doch zu fürchten, dass die ganze Gesellschaft davon erfasst wird. Wie wird sich dies auswirken? fragt der Berliner Coach Thomas Wehrs. Über Thomas Wehrs Thomas Wehrs ist systemischer Coach, Organisationsentwickler und transaktionsanalytischer Berater. Sein Gebiet ist die Kommunikation zwischen Menschen, sei es privat oder beruflich. Er fokussiert sich auf das Miteinander in Beziehungen und die Auswirkungen auf individueller und gesellschaftlicher Ebene.

Beziehung sieht anders aus: Stellen Sie sich Herrn K. bei einem Event vor. Mit vollem Teller bewegt er sich strikt in Büffetnähe und schlingt die ersten Bissen hinunter, während er die vor ihm lockenden Köstlichkeiten mit den Augen nach den nächsten Happen absucht. Später sehen wir ihn im Zweiergespräch. Seinem Gegenüber schenkt er rudimentäre Aufmerksamkeit, denn sein Blick wandert herum auf der Suche nach dem nächsten Kick - Möchten Sie den sympathischen Herrn K. kennenlernen? Ist es das was Sie sich unter Kommunikation und Beziehung vorstellen?

Beziehungsfähigkeit unter dem Dach von Bits & Byts

Die Digitalisierung hat uns in einen überwältigenden Kosmos der Optionen, Chancen, Daten, Informationen und Möglichkeiten katapultiert. Das macht vor der Frage der Partnerwahl nicht halt. Die einen freuen sich über die Gleichstellung der "Ehe für alle" und erleben es als Liberalisierung, neue Verbindlichkeit und Freude an der Lebenspartnerschaft. Gleichzeitig wachsen neue Lebensformen, in denen immer mehr Menschen ihr Heil in unverbindlich-losen Beziehungen ("Offen für alles") suchen", meint der Berliner Gesprächsexperte und Systemische Coach Thomas Wehrs. Was ist der offenbar bezwingende Reiz solcher Verknappung und was hat dieses Phänomen gefördert?

"Wollen wir uns einmal unverbindlich verabreden?"

Der im neuen Talk unerfahrene Mensch mit analoger Lust auf das pralle Leben, auf dessen Reichtum aus nährenden Kontakten, Freundschaften und Beziehungen, kapiert nur mühsam: Müssen wir uns heute so strikt voneinander abschotten, dass Spontaneität und gesunde Neugier im Keim ersticken? Worauf reduziert sich der Mensch, wenn er feste soziale Bindungen als obsolet und lästig empfindet und sich selbst der unschätzbaren Fülle an spiegelnden, wertschätzenden Beziehungserlebnissen beraubt?

"Ist Online-Dating die Vorhölle zu promiskuitiver digitaler Beziehungs-Unverbindlichkeit?" fragt Coach Thomas Wehrs bewusst provokant.

Ist die unvorstellbare Unendlichkeit der Optionen, mit der uns die digitale Welt dreist blendet, letztendlich eine selbstgewählte Begrenzung auf ein minimales Mensch-Sein? Zugegeben, nicht-bindende Beziehungen sind pflegeleicht: Man trennt sich per SMS oder sperrt kurzerhand die Mobile-Nummer. Keine Kosten für Scheidungen, Unterhalt, Aufteilung des Hausrats, kein Trennungsschmerz - Jeder macht seins und jeder lebt für sich, nur sich selbst verpflichtet. Das klingt cool. Wirklich? Cool ist ziemlich kühl. Ist das Leben nicht zu kurz für virtuelle Nicht-Beziehungen?

Single, Mingle oder LAT (Living-apart-together)?

Ja, was nun? Der Single reibt sich die Augen: Hat er eben noch nach Rechtfertigungen suchen müssen, warum er sein Leben allein fristet und nicht selten Restriktionen, Animositäten und Vorurteile erlebt, wird er heute als Langweiler empfunden, wenn er sich zu seiner Lebenspartnersuche (spätere Ehe nicht ausgeschlossen) bekennt.

Bindungsscheu oder bindungsunfähig zu sein war in vor-digitaler Zeit ein Makel, nahe dran am Unsozialen. Kinderlose Singles Kleinganoven gleichgestellt, als nicht gesellschaftlich konforme Pflichtverweigerer deklassiert. Heute scheint Bindungsferne die Unabhängigkeitserklärung für alle zu sein, denen es an Ernsthaftigkeit und Mut mangelt, sich dem Spagat zwischen den wunderbaren und den sperrigen Seiten von fester Beziehung zu stellen - egal welcher Dauer. Heute ist ständige Alarmbereitschaft angesagt im Drang nach Selbstoptimierung. Distanz statt Nähe, Abchecken statt Sich Einlassen. Digitale Berührungen ohne Haptik, Tiefe, Sinn, Substanz, Emotionalität = allenfalls gemeinsame Langeweile. "Kümmerlich", meint Thomas Wehrs aus langjähriger Beratungspraxis als Coach und Organisationsentwickler.

Was vor einiger Zeit als Verhalten des "misfits" angesehen wurde, wird heute als neue Unabhängigkeit deklariert und verklärt - Ist das der Preis, den die Digitalisierung von uns fordert - digitale Unverbindlichkeit im sozialen Miteinander? Dann ist es nur ein Mausklick zur Verkümmerung des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Kontakt
Professionelle Exzellenz
Thomas Wehrs
Schillerstr. 34
10627 Berlin
+4915142615577
kontakt@thwehrs.com
http://www.thwehrs.com

Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Thomas Wehrs (Tel.: +4915142615577), verantwortlich.


Keywords: Beziehungsfähigkeit, Digitale Beziehung, Online Dating, Systemischer Coach, Kommunikation, Gesprächsexperte, Organisationsentwickler, transaktionsanalytischer Berater, Bindung

Pressemitteilungstext: 601 Wörter, 4621 Zeichen. Pressemitteilung reklamieren

Unternehmensprofil: Professionelle Exzellenz


Kommentare:

Es wurde noch kein Kommentar zu diesem Thema abgegeben.



Ihr Kommentar zum Thema





Weitere Pressemitteilungen von Professionelle Exzellenz lesen:

Professionelle Exzellenz | 20.09.2017

Mensch, bleib be-greifbar!

Gibt es eine Renaissance der Dinge, die man haptisch, visuell, auditiv und sensorisch erfassen kann? Was besitzt die konkret-reale, bodenständige Welt um uns herum was Algorithmen nicht bieten? Haben Sie tatsächlich alle Schallplatten und Platten...