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Katastrophenhilfe: verfügbare Satelliten-Kapazitäten schnell finden

Von SCISYS

ESA beauftragt SCISYS mit einer Machbarkeitsstudie, ein Serviceportal zu entwickeln, das verfügbare Satellitenkapazitäten erfasst, um kommerzielle und institutionelle SatKom-Märkte zu bedienen

Ist ein Serviceportal realisierbar, das europäischen Behörden einen Echtzeit-Überblick über verfügbare Kapazitäten von Kommunikationssatelliten bietet? Um diese Frage zu beantworten hat die Europäische Weltraumorganisation ESA das Bochumer Raumfahrtunternehmen SCISYS mit einer Studie zur Ergänzung ihrer Technologiestudien PACIS (innovative Lösungen für einen sicheren Zugang zu kommerziellen SatKom-Diensten) und ebenso zur Vorbereitung der EU-Initiative „Governmental Satellite Communications“ (GOVSATCOM) beauftragt. Das Serviceportal könnte beispielsweise die Katastrophenhilfe unterstützen, oder andere Anwendungen folgender Nutzer: Zivilschutzbehörden, maritime Sicherheitsbehörden auf EU- und nationaler Ebene.

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Im Erdorbit kreisen zahlreiche Kommunikationssatelliten für die Übertragung von Sprach- und Datendiensten, sowie von Fernseh- und Rundfunkprogrammen. Die Betreiber haben oftmals ungenutzte Satellitenkapazitäten, die eine wichtige Ressource für Behörden sind, welche sich mit Sicherheit und Katastrophenhilfe beschäftigen. Warum? Weil die Kommunikation über Satelliten auch dann funktioniert, wenn Naturkatastrophen wie Überschwemmungen terrestrische Internetverbindungen und Mobilfunkmasten außer Funktion gesetzt haben. Das Problem: derzeit ist es für Behörden mit viel Aufwand verbunden, Betreiber mit verfügbaren Kapazitäten für die betreffende Region ausfindig zu machen. Und das kann im Extremfall einfach zu lange dauern.

SCISYS erstellt die Architektur eines Pooling-and-Sharing Systems für verfügbare Satellitenkapazitäten
Gibt es für Behörden einen schnelleren Weg, verfügbare Satellitenkapazitäten zu finden und anzumieten? Das soll über diese Studie nun herausgefunden werden. Die ESA hat das Bochumer Raumfahrtunternehmen mit einer Machbarkeitsstudie für ein europaweites Pooling-and-Sharing System beauftragt, das die behördliche Satellitenkommunikation vereinfachen soll. „An einem solch wichtigen Projekt beteiligt zu sein, freut uns besonders. Es ist ebenso eine große Herausforderung, die wir mit vollem Engagement annehmen“, erklärt Dr. Stephan Recher, Geschäftsentwicklung Space der SCISYS Deutschland GmbH. „Wir haben in den nächsten zwölf Monaten ein straffes Programm.“

Die Idee des Pooling-and-Sharing Systems: Satellitenbetreiber tragen verfügbare Kapazitäten in ein Serviceportal ein. Benötigen Behörden mit Sicherheitsaufgaben kurzfristig Kapazitäten, beispielsweise weil ein Großereignis wie die Fußballweltmeisterschaft mit vielen Sicherheitskräften ansteht, könnten sie Angebote auf einen Blick erkennen, nach geographischen Regionen sortiert, und so schneller und zielgerichteter an benötigte Kapazitäten gelangen.

Vorausgesetzt, die Betreiber haben überhaupt Interesse daran, an einem solchen Pooling-and-Sharing System teilzunehmen - gegenwärtig sind bereits fünf Satellitenbetreiber und Dienstleister in laufenden PACIS Projekten involviert. „Wir werden uns im Rahmen der Machbarkeitsstudie daher zunächst mit Satellitenbetreibern und Dienstleistern in Verbindung setzen, gemeinsame Workshops veranstalten und Möglichkeiten einer Zusammenarbeit diskutieren“, erklärt Recher. „Parallel dazu beschäftigen wir uns mit dem Design des Serviceportals.“

ESA schätzt Spezialisierung von SCISYS
SCISYS konnte sich gegen zahlreiche Wettbewerber durchsetzen. Überzeugt habe das Bochumer Raumfahrtunternehmen unter anderem mit seinem hohen Grad an Spezialisierung auf Softwarelösungen. „Unsere Experten verfügen über das nötige Know-how, um ein solch komplexes Serviceportal aufsetzen zu können“, unterstreicht Recher. Die ESA schätze zudem die wirtschaftliche Unabhängigkeit des Unternehmens. „Wir kennen den Raumfahrtmarkt mit allen Akteuren, betreiben aber keine eigenen Satelliten und sind auch nicht Tochterfirma eines Satellitenbetreibers. Wir haben daher bei diesem Projekt eine neutrale technische wie kommerzielle Sicht auf den Markt und können uns objektiv gegenüber den Satellitenbetreibern verhalten.“

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Hinweis

Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Thomas Lübke (Tel.: +49 228 4221388-0), verantwortlich.

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