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go.eIDAS-Initiative startet in ganz Europa und darüber hinaus

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Ein wichtiger Meilenstein für eine vertrauenswürdige elektronische Identifizierung in Europa steht bevor: Die grenzübergreifende Anerkennung von notifizierten elektronischen Identifizierungssystemen (eID) startet am 29. September 2018 in ganz Europa....

Michelau, 27.09.2018 (PresseBox) - Ein wichtiger Meilenstein für eine vertrauenswürdige elektronische Identifizierung in Europa steht bevor: Die grenzübergreifende Anerkennung von notifizierten elektronischen Identifizierungssystemen (eID) startet am 29. September 2018 in ganz Europa. Vor diesem Hintergrund haben sich führende europäische Verbände, Projekte und Expertenorganisationen aus dem Bereich eID und Vertrauensdienste zusammengefunden, um die gemeinnützige go.eIDAS-Initiative zu starten, die die flächendeckende Nutzung von elektronischen Identifizierungsmitteln und Vertrauensdiensten gemäß der eIDAS-Verordnung (EU) Nr. 910/2014 unterstützen soll.

EU-weite Anerkennung von notifizierten eIDs startet am 29. September 2018

Die Verordnung (EU) No 910/2014 über elektronische Identifizierung und Vertrauensdienste für elektronische Transaktionen im Binnenmarkt, die allgemein als “eIDAS-Verordnung” bekannt ist, wurde 2014 eingeführt und ist am 01. Juli 2016 vollständig in Kraft getreten. Ein wichtiges Konzept dieser Verordnung besteht darin, dass die EU-Mitgliedsstaaten ihr nationales eID-System notifizieren können, damit die ausgegebenen Identifizierungsmittel nach einem eingehenden Peer-Review-Verfahren bei der grenzüberschreitenden Authentifizierung von anderen EU-Mitgliedsstaaten anerkannt werden. Erste EU-Mitgliedsstaaten wie Deutschland und Italien haben das Notifizierungsverfahren bereits erfolgreich abgeschlossen und weitere Mitgliedsstaaten wie Spanien, Luxemburg, Estland, Kroatien, Belgien, Portugal und Großbritannien folgen. Am 29. September 2018 wird ein wichtiger Meilenstein erreicht, da an diesem Tag die EU-weite Anerkennung von notifizierten elektronischen Identifizierungssystemen beginnt. Dies bedeutet, dass der deutsche Personalausweis mit Online-Ausweisfunktion, der bereits im September 2017 auf dem höchstmöglichen Sicherheitsniveau (Level of Assurance “high“) notifiziert wurde, in ganz Europa zur Identifizierung anerkannt wird. Alle anderen notifizierten eID-Systeme werden nach einer Übergangsfrist von einem Jahr nach dem Abschluss der formalen Notifizierung in entsprechender Weise anerkannt.

go.eIDAS – Initiative zur Förderung der praktischen Umsetzung der eIDAS-Verordnung

Vor diesem Hintergrund haben führende europäische Verbände, Projekte und Expertenorganisationen aus dem Bereich eID und Vertrauensdienste ihre Kräfte gebündelt und heute die gemeinnützige go.eIDAS-Initiative gestartet.

Die Hauptziele der go.eIDAS-Initiative sind

Aufklärung und Sensibilisierung für eIDAS in Europa und darüber hinaus,

Aufzeigen der Vorteile der Nutzung von eIDAS innerhalb von Anwendungsdiensten und verdeutlichen der enormen Chancen für den Europäischen Außenhandel durch die internationale Akzeptanz der in der eIDAS-Verordnung regulierten eID- und Vertrauensdienste,

Demonstration der einfachen Verwendung von eID- und Vertrauensdiensten,

Unterstützung der Integration von eIDAS in Anwendungsdiensten unter besonderer Berücksichtigung der Belange von kleinen und mittleren Behörden und Unternehmen in ausgewählten Sektoren wie Transport, Finanzdienstleistungen sowie in Online-Plattformen,

Förderung der Anwendung und Akzeptanz von eIDAS in mobilen Umgebungen,

Unterstützung der Entwicklung des eIDAS-Ökosystems und des Binnenmarktes,

Förderung der globalen Interoperabilität zwischen Lösungskomponenten und nicht zuletzt

Unterstützung der Schaffung eines nachhaltig erfolgreichen thematischen eIDAS-Netzwerkes.

Derzeitige Maßnahmen, die im Rahmen dieser Initiative umgesetzt werden, umfassen das Erstellen, Pflegen und Zugänglichmachen von lokalisierbarem und erweiterbarem eIDAS-bezogenem Informationsmaterial, die Durchführung lokaler eIDAS-Webinare und die Erstellung und Pflege von Open Source-Software, durch die die Anwendung und Akzeptanz von eID und Vertrauensdiensten erleichtert wird.

go.eIDAS ist eine offene Initiative, die alle interessierten Organisationen und Einzelpersonen, die sich für die oben genannten Ziele engagieren wollen, herzlich willkommen heißt. Die go.eIDAS Initiative lädt alle Interessensgruppen des eIDAS-Ökosystems, wie Anwendungsanbieter, Stakeholder im eID-Umfeld, Vertrauensdiensteanbieter, Konformitätsbewertungsstellen, sonstige Dienstleister, Regulierungsbehörden und andere öffentliche Stellen, öffentlich finanzierte Projekte und gemeinnützige Initiativen, akademische Einrichtungen und Standardisierungsorganisationen ein, Teil dieser gemeinnützigen Initiative zu werden. Selbst kommerziell orientierte Organisationen können mitwirken, sofern sie im Rahmen der Initiative in einem angemessenen Umfang ehrenamtliche Unterstützung oder andere dem Gemeinwohl dienende Pro Bono-Leistungen anbieten.

Die go.eIDAS Initiative wurde von folgenden Verbänden, Projekten und Expertenorganisationen initiiert:

BITKOM – Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (https://bitkom.org)

buergerservice.org e.V. (https://buergerservice.org)

ecsec GmbH (https://ecsec.de)

EEMA – Europäische Vereinigung für eID und Sicherheit (https://www.eema.org)

European Trust Foundation (https://www.europeantrustfoundation.eu/...)

Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO (https://iao.fraunhofer.de)

FutureTrust – H2020 Forschungsprojekt (https://futuretrust.eu)

Kantara Initiative (https://kantarainitiative.org)

LIGHTest – H2020 Forschungsprojekt (https://www.lightest.eu/)

NorStella – Norwegische Vereinigung für Digitalisierung und eID (https://www.norstella.no/)

OSI – Open Signature Initiative (https://www.opensignature.org)

TeleTrusT – Bundesverband IT-Sicherheit e.V. (https://www.teletrust.de/)

“Mit großer Freude starten wir heute die go.eIDAS-Initiative und richten unseren Blick gespannt auf die bevorstehende EU-weite eID-Anerkennung, die das Vertrauen in elektronische Geschäftsprozesse in Europa und darüber hinaus weiter stärken wird”, erklärt Jon Shamah, Vorsitzender der Europäischen Vereinigung für eID und Sicherheit (EEMA).

“Wir begrüßen die go.eIDAS-Initiative sehr herzlich und freuen uns darauf, einen Beitrag zur globalen Anerkennung von eID- und Vertrauensdiensten zu leisten,” ergänzt Collin Wallis, Geschäftsführer der Kantara Initiative. “Da Kantara eine global operierende, auf ethischen Grundsätzen beruhende, gemeinnützige Organisation ist, in der kürzlich die US-amerikanische Identity Ecosystem Steering Group (IDESG) aufgegangen ist, befinden wir uns in einer sehr guten Position, die go.eIDAS-Initiative hier tatkräftig zu unterstützen.”

Wir erkennen dankbar an, dass die Europäische Union die go.eIDAS-Initiative durch die einschlägigen Forschungsprojekte FutureTrust (Förderkennzeichen Nr. 700542) und LIGHTest (Förderkennzeichen Nr. 700321) unterstützt.


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, PresseBox.de, verantwortlich.

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