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Kupfer - Ein wichtiger Indikator für die Märkte

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Wenn Anleger nach dem Zustand der Weltwirtschaft fragen, kommen die meisten Experten mit den bekannten Konjunkturdaten des Bruttosozialproduktes, der Umlaufgeschwindigkeit, den Rendite- und Umsatzerwartungen der Unternehmen usw. ...

Wenn Anleger nach dem Zustand der Weltwirtschaft fragen, kommen die meisten Experten mit den bekannten Konjunkturdaten des Bruttosozialproduktes, der Umlaufgeschwindigkeit, den Rendite- und Umsatzerwartungen der Unternehmen usw.
Wir probieren es einmal anders und wenden uns dem Industriemetall Kupfer zu.

Das Element Kupfer

Aus dem Chemieunterricht wissen wir vielleicht noch, dass Kupfer (lat. Cuprum) ein chemisches Element mit dem Symbol Cu und der Ordnungszahl 29 im Periodensystem der Elemente ist. Kupfer ist als relativ weiches Metall gut formbar und zäh. Als hervorragender Wärme- und Stromleiter findet es vielseitige Verwendung. Besonders auffällig ist seine Farbe: lachsrosa und metallisch glänzend.
Darüber hinaus zählt es zur Gruppe der Münzmetalle. Schon im Altertum gab es Kupfermünzen. Kupfer gehört als schwach reaktives Schwermetall zu den Halbedelmetallen.

Als nahezu unverwüstliches und leicht zu verarbeitendes Industriemetall wird besonders seine elektrische Leitfähigkeit geschätzt. Außerdem rostet es nicht. Seine mechanischen, magnetischen, akustischen, optischen und biologisch-chemischen Eigenschaften lassen Kupfer als Industriemetall allgegenwärtig erscheinen.

Die Kupferminen

Kupfererze kommen häufig im Erdreich vor. So wird Kupfer meistens aus Chalkopyrit (Kupferkies, CuFeS2) und Chalkosin (Kupferglanz, Cu2S) gewonnen.
Der bedeutendste Kupferproduzent weltweit ist Chile, mit großem Abstand gefolgt von Peru und den USA. In Europa sind Polen, Portugal und Schweden nennenswert. Auch Deutschland baute bis 1990 im Mansfelder Land im südlichen Sachsen-Anhalt Kupferschiefer ab.
Die Chuquicamata-Mine in Chile und die Bingham Canyon Mine im US-Bundestaat Utah gehören zu den größten und bedeutendsten Kupferminen der Welt.

Kupfer als Industriemetall

Es ist naheliegend, dass das meiste Kupfer für die Herstellung von Kabeln und Elektronikbauteilen verwendet wird. Im vergangenen Jahr machte dies immerhin 57 Prozent des weltweiten Kupferbedarfs aus, gefolgt von 15 Prozent im Bauwesen, 9 Prozent im Automobilbau und 8 Prozent im Maschinenbau. Die weltweite Nachfrage steigerte sich überdies von 19,71 Millionen Tonnen im Jahr 2011 auf 23,76 Millionen Tonnen 2017. Angesichts der international angestrebten Elektromobilität ist mit einer weiteren Zunahme zu rechnen.

Ohne Kupfer könnten wir Autos, Handys, Computer und Laptops, Fernseher und vieles andere mehr vergessen. "Eine Tonne Kupfer lässt 40 Autos fahren, versorgt 60 000 Mobiltelefone, ermöglicht den Betrieb von 400 Computern und hilft bei der Verteilung von Strom an 40 Haushalte", lässt uns die International Copper Association als weltweiter Branchenverband der Kupferindustrie wissen.
Und erwähnen möchten wir auch, dass der Handel mit Kupfer als Investitionsobjekt an den Börsenplätzen stark zugenommen hat. Das bedeutet nichts anderes, als dass Kupfer und seine Preisfindung längst als Spekulationsobjekt wahrgenommen wird.
Es gibt eigentlich keine Engpässe in der Kupferproduktion. Dennoch stellt sich der Markt alles andere als entspannt dar. Doch obwohl der Preis von Händlern, Minenbetreibern, Analysten und Experten unterschiedlich eingeschätzt wird, sind sich alle in einem einig: Die Richtung zeigt weiter nach oben. Die durchschnittlichen Schätzungen liegen für eine Tonne Kupfer im Jahr 2022 zwischen 7500 bis 8000 Dollar (aktuell rund 6325 Dollar/Tonne).

Kupfer als Indikator

Kupfer gilt unter Experten als Konjunkturindikator. Denn da das Metall in vielen Bereichen der Automobil-, Elektronik- und Bauindustrie zum Einsatz kommt, reagiert sein Preis sehr sensibel und schnell auf die konjunkturellen Veränderungen der Weltwirtschaft.
Trüben sich die Aussichten ein, wird nicht so viel Kupfer geordert und der Preis sinkt, und umgekehrt steigt die Nachfrage nach Kupfer und der Preis dafür wieder, sobald sich die dunklen Wolken beim Konjunkturanstieg wieder aufhellen und wieder mehr produziert wird.
Speziell in Deutschland wird sehr viel Kupfer benötigt für die Energiewende (alternative Energien, Elektromobilität etc.). Doch auch wenn das Vorhaben augenblicklich stockt, wird für das Jahr 2035 allein ein zusätzlicher Bedarf von 5 Millionen Tonnen von der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) geschätzt.

Auf unserem Niedersächsischen Anlegertag im September 2018 konnten wir mit Elke Brinkmann eine Vertreterin der Aurubis AG begrüßen. Die börsennotierte Aurubis AG ist ein deutscher Kupferproduzent und Kupferwiederverwerter. Aurubis gehört zu den weltgrößten Produzenten und Wiederverwertern im Kupfersegment. Anleger sollten einen Blick auf die Aktie schon wegen der zukünftigen "kupfernen" Aussichten werfen, auch wenn sie aktuell mit nur circa 53 Euro konjunkturbedingt nicht so hoch im Kurs steht. Aber das 52-Wochen-Hoch wurde immerhin in diesem Jahr mit 86,80 Euro notiert.

Fazit

Wenn wir den Chart des Kupferpreises und der globalen Bruttoinlandsproduktion übereinandergelegt betrachten, dann fällt auf, dass der Kupferpreis die Schwankungen des weltweiten BIP ziemlich genau abbildet bzw. vorwegnimmt. An den Turbulenzen der Märkte sehen wir, dass wir uns auf einen Konjunkturabschwung einstellen müssen. Der Kupferpreis hat den Abschwung als zuverlässiger Frühindikator schon vorweggenommen.

Bildquelle: https://pixabay.com/photos/wire-copper-electric-stop-closeup-2681887/ Firmenkontakt
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