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Der Umbau der Deutschen Bank

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Wir müssen uns einmal mehr mit der größten Privatbank in Deutschland beschäftigen. Die Deutsche Bank hatte allein im II. Quartal immerhin ein Ergebnis von 3,4 Milliarden Euro ausgewiesen, das wohlgemerkt als Verlust. ...

Wir müssen uns einmal mehr mit der größten Privatbank in Deutschland beschäftigen. Die Deutsche Bank hatte allein im II. Quartal immerhin ein Ergebnis von 3,4 Milliarden Euro ausgewiesen, das wohlgemerkt als Verlust. Das einstmals international renommierteste deutsche Geldhaus ist heute nur noch ein Schatten seiner selbst. Während andere Geldhäuser jenseits des großen Teiches wieder prächtig verdienen und das in jedem Quartal, müssen die Anleger der Deutschen Bank ständig neue Hiobsbotschaften aus Frankfurt/ Main verkraften. Ein Wunder, dass es überhaupt noch Anteilseigner gibt.

Große Umbaupläne der "Blauen"
Im Rahmen eines Umbauplans von CEO Christian Sewing baut die Deutsche Bank bekanntlich bis zu 18.000 Stellen ab. So steigt die Bank aus großen Teilen des Aktienhandels aus und reduziert auch das Geschäft mit den festverzinslichen Wertpapieren, in dem sie traditionell stark ist. Speziell die Investmentsparte in London wird dezimiert.

Die Deutsche Bank plant, die negativen Geschäftseinheiten, welche sie herunterfahren will, in eine sogenannte Bad Bank, 362 Milliarden Euro schwer, auszulagern. Diese soll in den kommenden Jahren 288 Milliarden Euro an Schulden sowie 74 Milliarden Euro an risikogewichteten Aktiva veräußern. Eigentlich sollten wir uns freuen, wir hatten den Vorschlag der Bad Bank bereits anlässlich der gescheiterten Fusionsverhandlungen mit der Commerzbank angesprochen. Gut, das man es jetzt umsetzt, auch wenn unsere Gedankengänge damals für beide Banken gegolten haben.

Die Prime Brokerage, das Investmentbank-Geschäft für institutionelle Kunden wie Hedgefonds, soll an die französische Großbank BNP Paribas gehen. Zeit, um eine Einigung herbeizuführen und den Deal abzuwickeln, bleibt nicht mehr viel. Berichten zufolge ziehen Kunden 1 Milliarde Dollar pro Tag ab, während die Banken immer noch über die Details verhandeln.

Zu dem Stellenabbau ist zu bemerken, dass auf Grund der Vergangenheit ein paar Zweifel angebracht sind, dass die geplanten Strukturmaßnahmen rechtzeitig greifen, auch wenn schon die ersten 900 Mitarbeiter, darunter auch Mitarbeiter in London und New York, schon im Juli gehen mussten. Die deutschen Mitarbeiter werden sich die Kündigungen mit Hilfe der Personalvertretung, Gewerkschaften und Arbeitsgerichte teuer bezahlen lassen. Sie können am wenigsten für die fünfte Strategieänderung in den letzten 7 Jahren.

Die Bad Bank

Die Bad Bank ist keine neue Idee. Mit der Einführung des entsprechenden Gesetzes im Jahre 2009 wird es den Banken erlaubt, eigene Bad Banks zu gründen und strukturierte Wertpapiere, Risikopositionen sowie nicht strategienotwendige Geschäftsbereiche auf diese auszulagern.
Ziel des Gesetzes ist es die Bilanzen der Banken zu bereinigen und die Kreditvergabe in der Realwirtschaft anzukurbeln, ohne den Steuerzahler mehr als notwendig und über Gebühr zu belasten.

Nach dem Beispiel der beiden der großen Krisenbanken, West LB und Hypo Real Estate, versucht nun auch die Deutsch Bank den Weg aus der Krise mit Hilfe einer Bad Bank zu finden. Natürlich wird das Institut nicht marketingschädlich Bad Bank genannt, sondern als Non-Core Operation Unit (NCOU) zu gut Deutsch als Nicht- Kerngeschäftsbereich bezeichnet.
Was die Bad Banks dem deutschen Steuerzahler letztendlich doch kosten wird, werden wir erst erfahren wenn die letzte dieser Abwicklungsanstalten ihre Arbeit erledigt hat.

Einige Fehler der Deutschen Bank

Die Deutsch Bank war einst ein traditionsreiche und die letzte Universalbank, die in einigen Feldern international erfolgreich mit den großen US- Instituten mitspielen konnte.

Die Finanzkrise kam und die Deutsche Bank wurde in der Aufarbeitung, nicht bei uns, sondern in internationalen Untersuchungen speziell in den USA, immer in mehr die Aufdeckung damit verbundener Skandale verwickelt. Die Strafzahlungen in Milliardenhöhe drehten dem Geldhaus die ohne hin dünner gewordene Luft weiter ab. Der Ruf ist zunächst auch erst einmal ruiniert. Es ist schon bezeichnend, dass keine, aber auch gar keine andere Bank, ernsthaftes Interesse an einer Übernahme bis heute gezeigt hat. Trotz des von über 100 Euro auf kümmerliche aktuell rund 7 Euro geschrumpften Aktienkurses.

Vielleicht wäre alles anders gekommen, wenn die Manager und der Aufsichtsrat der Deutsche Bank, sich nicht zu fein gewesen wären, mit geminderten Bezügen unter den Rettungsschirm des Staates zu schlüpfen. Die Commerzbank hat dies getan und die entsprechenden Lehren aus der Finanzkrise gezogen. Auch wenn sie aktuell immer noch mit staatlicher Beteiligung arbeitet, zahlt sie doch schon wieder eine kleine Dividende.
Und viel zu spät haben sich alle Banken mit den Konsequenzen einer langjährigen Nullzinspolitik der EZB auseinandergesetzt.
Das Kapital ist ein scheues Reh, das sich seine bestmöglichen Verwertungsbedingungen sucht. Neue Finanzdienstleister mit neuer innovativer Technologie helfen dabei. Sie werden nicht nur der Deutschen Bank noch einiges Kopfzerbrechen bereiten.

Fazit

Deutschlands größte Privatbank hat endlich geschaltet und das Ruder herum gerissen, allerdings weiß auch dieses Mal niemand, ob der neue Kurs von Erfolg gekrönt sein wird oder ob ein sechster Strategiewechsel mit wieder neuem Führungspersonal anstehen wird. Von Bankaktien sollten sich Kleinanleger ganz weit entfernt halten. Kontakt
Niedersächsische Aktienclub
Torsten Arends
Gudesstraße 3-5
29525 Uelzen
+ (0) 581 97369600
info@ndac.de
https://www.ndac.de

Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Torsten Arends (Tel.: + (0) 581 97369600), verantwortlich.


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