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Verheimlichte Grafikkartenverkäufe fürs Mining: Nvidia zahlt 5,5-Millionen-Strafe

Von Smart IT Alliance GmbH

Durch das Versäumnis von Nvidia, diese Daten offenzulegen, wurden den Investoren wichtige Informationen vorenthalten, um die Geschäftsaktivitäten der Firma in einem wichtigen Markt akkurat bewerten zu können

Wie die US-Börsenaufsicht Securities and Exchance Commission (SEC) mitteilte, hat sich Nvidia auf die Zahlung einer Strafe in Höhe von 5,5 Millionen Dollar mit der SEC geeinigt. Hintergrund ist, dass Nvidia sein Umsatzwachstum durch das Geschäft im Krypto-Mining...
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Bad Salzdetfurth, 10.05.2022 (PresseBox) - Wie die US-Börsenaufsicht Securities and Exchance Commission (SEC) mitteilte, hat sich Nvidia auf die Zahlung einer Strafe in Höhe von 5,5 Millionen Dollar mit der SEC geeinigt. Hintergrund ist, dass Nvidia sein Umsatzwachstum durch das Geschäft im Krypto-Mining nicht ordnungsgemäß ausgewiesen hat. 

Denn der derzeitige Hype um das Mining von Kryptowährungen ist nicht ganz neu. So kam es auch schon 2018 zu einer hohen Nachfrage nach Mining-fähigen Grafikkarten für das schürfen von Coins. Auch Nvidia konnte in diesem Zeitraum Gewinne verzeichnen, spielte den Einfluss der Mining-Verkäufe aber in den damaligen Geschäftszahlen herunter.

Vorwürfe der SEC gegenüber Nvidia

Konkret wirft die Börsenaufsicht dem Videochiphersteller (GPU) Nvidia vor, seine Aktionäre 2018 getäuscht zu haben, indem Nvidia wissentlich Einkünfte durch den Verkauf von Grafikkarten für das Mining verschwieg und fälschlicher Weise dem Gaming-Segment zuordnete.

Zwar wurde auch die zunehmende Nachfrage durch das Mining als eine treibende Kraft für den Gewinn genannt, allerdings schrieb Nvidia dem Gaming-Bereich den hauptsächlichen Grund für den massiven Umsatzwachstum zu. Da es sich beim Krypto-Mining um ein „volatiles Geschäftsfeld“ handelt, habe Nvidia seinen Aktionären keine glaubhaften Daten zur Risikoabschätzung geliefert.

„Durch das Versäumnis von Nvidia, diese Daten offenzulegen, wurden den Investoren wichtige Informationen vorenthalten, um die Geschäftsaktivitäten der Firma in einem wichtigen Markt akkurat bewerten zu können“, erklärte Kristina Littman, Chefin der Krypto-Abteilung der SEC.

Wenn wir uns zurück erinnern boomte das Mining-Geschäft in den Jahren 2017 und 2018. Besonders beliebt war das Mining von Ethereum, welches sich mittels Grafikkarten schürfen lässt. Im Laufe des Jahres 2018 platze dann aber die damalige Krypto-Blase und zeigte sich in einem Rückgang der Nachfrage von Mining-Hardware. Dies spiegelte sich auch in den Verkaufszahlen von Nvidia wider. Der Gewinneinbruch führte dann auch unweigerlich zu einem Wertverlust von Nvida´s Aktienkurs.

Nvidia einigt sich mit SEC

Nun konnten die SEC eine Einigung mit dem Chiphersteller erzielen. Nvidia ist bereit 5,5 Million US-Dollar zu zahlen, um eine Abmahnung mit Unterlassungsaufforderung der SEC zu entgehen. Im Rahmen dieser Einigung muss Nvidia aber kein Schuldgeständnis machen. Das Unternehmen zahlt die Strafe unter dem Vorbehalt, die Vorwürfe der SEC weder zu bestätigen noch zu dementieren.

Wahrscheinlich möchte Nvidia das Thema einfach abhaken, denn angesichts der relativ geringen Strafe scheint diese eher symbolischen Charakter zu haben. Der Konzern verzeichnete nämlich im Jahr 2018 in der Gaming-Sparte einen Gewinn von rund 5,5 Milliarden US-Dollar. Angesichts dessen fällt die Millionenstrafe dann kaum mehr ins Gewicht und stellt für Nvidia eine günstige Möglichkeit dar, die SEC daran zu hindern weitere Schritte zu unternehmen.

Unklares Ausmaß an Grafikkartenverkäufe fürs Mining

Der Vorwurf das Nvidia den Umsatzwachstum aus dem Krypto-Geschäft nicht richtig beziffert und das Unternehmen somit seine Investoren absichtlich täuscht, ist nicht der erste. So verklagten bereits Aktionäre Nivida-Manager in einem zivilrechtlichen Verfahren. Im März 2021 wies aber ein amerikanischer Bundesrichter die Sammelklage ab, da kein eindeutiger Zusammenhang zwischen den Manageraussagen und der internen Kommunikation nachgewiesen werden konnte.

Seit 2021 häufen sich derartige Vorwürfe wieder, doch Nvidia scheint daraus gelernt zu haben. Vor rund einem Jahr brachte das Unternehmen die überarbeitete Grafikkarte „RTX 3000“ mit Mining-Drosselung heraus - alias Lite Hash Rate (LHR). Das diese Bremse aber vollständig umgangen werden kann, berichtete zum Beispiel erst kürzlich der Netzwerkanbieter NiceHash in einem Blogpost. Die Dunkelziffer an Grafikkarten, welche beim Mining dennoch zum Einsatz kommen, dürfte also beachtlich höher liegen als von Nvidia angegeben wird.

Der Konzern verpflichtete sich nun bei der Einigung mit der SEC darauf, in Zukunft klarer zu informieren. Doch nun kann sich Nvidia mit der LHR-Variante darauf berufen, keinen Einfluss darauf zu haben wo die Grafikkarten zum Einsatz kommen und macht sich damit weniger angreifbar.

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