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Alkohol und Drogen am Steuer


Von MPU-Beratung Günter Faßbender

Unter Alkohol- oder Drogeneinfluss am Straßenverkehr teilzunehmen, ist kein Kavaliersdelikt.
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Alkohol oder Drogen am Steuer erhöhen das Unfallrisiko. Bereits geringe Mengen können die Wahrnehmung beeinträchtigen, die Reaktionsfähigkeit und das Sehvermögen einschränken. Das Unfallrisiko für Autofahrer steigt bei 0,5 Promille um das Zweifache, bei 0,8 Promille um das Vierfache und bei 1,1 Promille um das Zwölffache.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes gab es 2022 insgesamt 26.882 Unfälle, an denen mindestens eine Person alkoholisiert war oder unter Drogen stand. Jeder 16. Unfalltote steht in Zusammenhang mit Alkohol.
Fahrten unter Alkohol- und Drogeneinfluss sind der häufigste Grund für den Führerscheinverlust.
Der ADAC geht davon aus, dass nur jede 600. Alkoholfahrt überhaupt entdeckt wird.
Wer seinen Führerschein verloren hat, weil er unter Einfluss von Alkohol oder Drogen am Straßenverkehr teilgenommen hat, ist in einer schwierigen Lage. Der Schein ist weg, der Job ist eventuell in Gefahr und man fühlt sich schlecht. Jetzt ist gute Beratung wichtig. Betroffene sollten sich sofort nach Verlust des Führerscheins über die notwendigen Schritte und die richtige Vorgehensweise informieren, um keine Zeit zu verlieren.
Die meisten Betroffenen sind verunsichert, was genau zu tun ist. Ab einem Promillewert von 1,6 und bei wiederholter Auffälligkeit mit Alkohol am Steuer ist auf jeden Fall eine MPU (Medizinisch psychologische Untersuchung) erforderlich. Bei der MPU untersuchen Verkehrsmediziner und Verkehrspsychologen, ob die für den Entzug des Führerscheins ursächlichen Probleme noch bestehen oder nicht.
Die Einsicht in die persönliche Alkoholproblematik und entsprechende Einstellungs- und Verhaltensänderungen sollen eine erneute Fahrt unter Alkohol oder Drogen "mit großer Wahrscheinlichkeit" ausschließen. Bei der MPU gilt die "Beweislastumkehr; d. h., nicht der Gutachter muss nachweisen, dass der Betroffene eine Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer darstellt, sondern der Betroffene muss glaubhaft darlegen können, dass er zukünftig nicht mehr im Straßenverkehr auffällig wird. Das MPU-Gutachten ist die psychologische und medizinische Entscheidungsgrundlage für die Straßenverkehrsbehörden, ob eine Person die Fahrerlaubnis zurückerhalten kann oder nicht. Alkoholfahrten waren 2020 mit 39 Prozent als stärkste Anlassgruppe der MPU-Gutachten. Es folgen "Drogen und Medikamente" mit 33 Prozent (Bast-Bundesanstalt für Straßenwesen).
Hierdurch sollte klar sein, dass vom Betreffenden erwartet wird, dass er sich aktiv und selbstkritisch mit seinem bisherigen Umgang mit Alkohol bzw. Drogen auseinandergesetzt. Man muss eine dauerhafte und stabile Einstellungs- und Verhaltensänderung erreicht haben, um die MPU bestehen zu können. Die Durchfallquote bei der MPU liegt bei 35 %. Betroffene, die bei der MPU durchfallen, haben sich zu 80 % nicht durch einen Verkehrspsychologen oder eine MPU-Beratung auf die MPU vorbereitet.
Um eine realistische Hoffnung auf Wiedererlangung des Führerscheins zu haben, muss der Betroffene bei der Medizinisch-Psychologischen-Untersuchung dem Gutachter glaubhaft darlegen können, dass er.
• die Hintergründe seines Fehlverhaltens erkannt hat,
• sich der Wirkung des Suchtmittels in psychischer, physischer und sozialer Hinsicht bewusst gemacht hat,
• Einsicht in die Zusammenhänge Alkohol/Drogen und Straßenverkehr gewonnen hat,
• die persönlichkeitsverändernden und leistungseinschränkenden Folgen von Alkohol/Drogen erkannt hat,
• die sein früheres Trinkverhalten/Drogenkonsums bedingenden und aufrechterhaltenden Faktoren erkannt und verändert hat,
• die Konsequenz daraus gezogen hat und seine Einstellungen gegenüber Alkohol-/Drogenkonsum grundsätzlich geändert hat,
• alternative Verhaltensweisen entwickelt und erprobt hat, die eine Rückfälligkeit in frühere Trinkgewohnheiten vermeiden können.
• die für ihn gefährlichen Risikosituationen und Rückfallgefahren erkannt und Vermeidungsstrategien dafür entwickelt hat.
Das Wichtigste um die MPU zu bestehen ist, dass der Betroffene bei der Wahrheit bleibt und nicht versucht durch Wunschantworten zu glänzen. TÜV Süd sagt "Wir können es nicht oft genug betonen: Versuchen Sie auf gar keinen Fall, sich mit schön gefärbten oder erfundenen Geschichten in ein bestimmtes Licht zu rücken."



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Hinweis Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Herr Günter Faßbender (Tel.: 01739211780), verantwortlich.

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