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Wer bekommt eine Blaue Karte der EU?


Von VFR Verlag für Rechtsjournalismus GmbH

Der Fachkräftemangel wird innerhalb Deutschlands seit einigen Jahren zu einem immer weitreichenderen Problem. Um dieses auszugleichen, arbeitet die Politik an Maßnahmen, die auch für Fachkräfte interessant sein könnten, die keine deutsche Staatsbürgerschaft besitzen. Dank des Aufenthaltsgesetzes (AufenthaltsG) gibt es sieben unterschiedliche Aufenthaltstitel, in denen auch die sogenannte Blaue Karte der EU zu finden ist. Doch was beinhaltet sie und wer hat das Recht, sie zu erhalten?

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Welcher Aufenthaltstitel ist der Beste?

Innerhalb des Aufenthaltsgesetzes sind insgesamt sieben unterschiedliche Aufenthaltstitel zusammengefasst. Diese schlüsseln sich wie folgt auf:

·         Visum

·         Aufenthaltserlaubnis

·         Blaue Karte EU

·         ICT-Karte

·         Mobile ICT-Karte

·         Niederlassungserlaubnis

·         Erlaubnis zum Daueraufenthalt-EU

 

Während es sich bei den ersten fünf Stück um zeitlich begrenzte Aufenthaltstitel handelt, sind die beiden letzten unbefristet. Zudem ist es sinnvoll zu erwähnen, dass sowohl die ICT-Karte als auch die mobile ICT-Karte ausschließlich für Drittstaatsangehörige Geltung besitzen, die bereits in ihrem Heimatland angestellt sind, in Deutschland jedoch nur vorübergehend arbeiten sollen.

 

Eine Fachkraft, die innerhalb Deutschlands Arbeit sucht und dort eine entsprechende Anstellung ins Auge fasst, kann die Blaue Karte der EU das richtige sein.

 

Welche Voraussetzungen sind für den Erhalt einer Blauen Karte EU erforderlich?

In erster Linie ist es so, dass eine Blaue Karte der EU ausschließlich ausländische Akademikerinnen und Akademiker erhalten. Allerdings gehört noch ein wenig mehr dazu, um sie letzten Endes beantragen zu können. Die Voraussetzungen beinhalten im Detail:

 

·         abgeschlossenes Hochschulstudium, das in Deutschland anerkannt ist

·         alternativ ein tertiärer Bildungsabschluss, welcher der Stufe 6 der internationalen Standardklassifikation im Bildungswesen entspricht

·         Anstellung in einem Beruf, für den aktuell ein Engpass an Fachkräften herrscht

 

Sofern diese Voraussetzungen erfüllt sind, kann eine Blaue Karte EU beantragt werden. Viele sind sich jedoch nicht bewusst darüber, dass ein konkretes Jobangebot bereits vorhanden sein muss, welches zudem mindestens eine Beschäftigungszeit von sechs Monaten umfasst.

 

Eine weitere Bedingung ist der Mindestverdienst, welcher an die Beantragung geknüpft ist. Für gewöhnlich muss ein Mindestgehalt von 45.300 Euro brutto pro Jahr erreicht werden. Wird eine Beschäftigung innerhalb eines Engpassberufes angestrebt, genügt hingegen auch ein Bruttojahresgehalt in Höhe von 41.041,80 Euro. Weitere Ausnahmen werden für Berufseinsteiger gemacht, wobei deren Hochschulabschluss zwingend nicht länger, als zwei Jahre zurückliegen darf.

 

Welche Dokumente sind für eine Blaue Karte EU notwendig?

Für den eigentlichen Antrag müssen gewisse Dokumente bei der Ausländerbehörde eingereicht werden. Zuständig ist jeweils die Behörde des deutschen Wohnortes. Zudem ist es essenziell, dass der Antrag gestellt wird, solange ein Visum vorhanden ist und dieses noch Gültigkeit besitzt. Neben einer direkten Antragstellung ist diese auch online über das Internet möglich.

 

Neben dem gültigen Visum, welches zur Einreise und zum Zweck der Arbeitsaufnahme notwendig ist, stellen sich die erforderlichen Unterlagen wie folgt zusammen:

 

·         Antrag für die Blaue Karte EU

·         Reisepass

·         Aktuelles Passfoto (biometrisch)

·         Qualifikationsnachweis

·         Unterlagen zum verbindlichen Arbeitsplatzangebot oder Arbeitsvertrag

·         Berufsausübungserlaubnis (nicht immer erforderlich)

·         Unterlagen zum Krankenversicherungsschutz

·         Mietvertrag

 

Gut zu wissen: Welche Unterlagen letzten Endes von der jeweiligen Behörde gefordert werden, ist durchaus unterschiedlich. Daher bietet es sich an, sich früh genug zu informieren. Denn: Die Bearbeitung des Antrags und die Ausstellung der Blauen Karte EU nimmt ebenfalls noch eine Weile in Anspruch. Diese Zeit sollte nicht zu knapp bemessen sein.

 

Wie viel kostet eine Blaue Karte EU?

Eine Blaue Karte EU zu erhalten, geht nicht ohne die Zahlung einer Gebühr vonstatten. Allerdings ist die Höhe des zu zahlenden Betrages unterschiedlich.

 

Besitzt man bereits einen Aufenthaltstitel und möchte das Arbeitsverhältnis um weitere drei Monate verlängern, fallen Gebühren in Höhe von 96 Euro an. Wenn es sich um mehr als drei Monate handelt, schlagen diese mit 93 Euro zu Buche.

 

Wird der Antrag erst gestellt und es ist noch kein Aufenthaltstitel vorhanden, beträgt die zu zahlende Gebühr 100 Euro.

 

Wie lange ist eine Blaue Karte gültig?

Wie bereits erwähnt, hat die Blaue Karte EU lediglich eine begrenzte Gültigkeit. Diese läuft nach insgesamt vier Jahren ab, woraufhin der Arbeitnehmer im regulären Fall wieder in sein Heimatland zurückkehrt. Allerdings trifft die besagte Gültigkeit nur dann zu, wenn das befristete Arbeitsverhältnis vier Jahre umfasst. Ist die Anstellung lediglich auf drei Jahre oder weniger begrenzt, läuft die Karte bereits vorher ab. Sie wird nämlich jeweils ausschließlich über den Zeitraum des bestehenden Arbeitsverhältnisses ausgestellt.

 

Eine Verlängerung ist jedoch ebenfalls möglich, sofern die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt werden.

 

Wer länger als vier Jahre innerhalb Deutschlands arbeitet und dort in einem stabilen Arbeitsverhältnis steht, in dem sogar Aussicht auf eine unbefristete Tätigkeit besteht, der sollte über die Beantragung einer Niederlassungserlaubnis nachdenken. Mit dieser wird eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis angestrebt.

 

Allerdings erfordert ihre Beantragung wiederum weitere Voraussetzungen. Mit dazu gehört zum Beispiel eine ausreichende Sprachkenntnis. Wer eine Blaue Karte EU besitzt und sich über einen Zeitraum von 21, beziehungsweise 27 Monaten in einer Beschäftigung befindet, ist sprachlich womöglich bereits so weit. Die Behörden gehen hierbei nach den Richtlinien des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GER). Der Antragsteller sollte mindestens das Niveau der Stufe A1 erreicht haben.



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Hinweis Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Kathrin Weise (Tel.: +49 30 83794753), verantwortlich.

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