Knapp 40 Prozent aller Unternehmen bieten noch keine betriebliche Altersvorsorge (bAV) an Die bAV wird an Attraktivität gewinnen Gesetzliche Neuerungen vielfach nicht umgesetzt Handlungsbedarf vor allem bei mittleren und kleinen Unternehmen
München, den 18. Juni 2002 Im Zuge der Rentenreform haben Arbeitnehmer seit dem 1. Januar 2002 einen gesetzlichen Anspruch darauf, dass ihnen der Arbeitgeber die Möglichkeit zur Entgeltumwandlung im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge anbietet. Hiermit will der Gesetzgeber die betriebliche Altersvorsorge stärken, denn im staatlichen Rentensystem klafft angesichts der steigenden Lebenserwartung eine große Lücke. Bis zur Halbzeit der Umsetzungsverpflichtung dieser neuen gesetzlichen Vorgaben haben die Unternehmen bislang jedoch eher zurückhaltend reagiert. Eine aktuelle Studie von Mercer Management Consulting und der Universität Leipzig unter 180 deutschen Unternehmen hat ergeben, dass 38 Prozent ihren Mitarbeitern noch keine betriebliche Altersvorsorge ermöglichen. Insgesamt sehen 60 Prozent aller befragten Unternehmen für die Zukunft keine Veränderungen vor, und bei einem Drittel ist die Entscheidungsphase, in welcher Form die betriebliche Altersvorsorge künftig gestaltet werden soll, noch nicht abgeschlossen. Zudem zeigt sich insbesondere bei mittleren und kleinen Unternehmen ein Informationsdefizit. In diesen Gruppen gab jeweils ca. die Hälfte der Befragten an, wenig oder nicht ausreichend über die bAV informiert zu sein.
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Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller Konrad Schiller () verantwortlich.
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