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Bremer Weserstadion mit deutschem CleanTech Siegel ausgezeichnet

Von Deutsches CleanTech Institut GmbH

Bonn / Bremen. Zum ersten Mal geht in diesem Jahr das CleanTech Siegel „Applied CleanTech“ des Deutschen CleanTech Instituts an ein Fußballstadion. Der Bundesligist Werder Bremen und die Bremer Weser-Stadion GmbH werden damit für ein vorbildliches und nachhaltiges Engagement im Bereich der sauberen Technologien ausgezeichnet. Grund für die Auszeichnung ist die Tatsache, dass der Bremer „Hexenkessel“ über das derzeit größte Photovoltaikprojekt der Liga verfügt und damit einen erheblichen Beitrag zur Klima- und Ressourcenschonung leistet.
„Wir freuen uns, dass wir mit dem Weserstadion ein attraktives Referenzprojekt auszeichnen können, das sowohl aufgrund seiner überzeugenden Leistungsdaten, als auch aufgrund seiner architektonischen Ästhetik ganz erhebliche Signalwirkung für den Einsatz alternativer Energietechniken hat“, so Philipp Wolff, Geschäftsführer der Deutschen CleanTech Institut GmbH, bei der Verleihung des Siegels. Viele Stadien haben in der letzten Zeit aufgerüstet und tragen mit vergleichbaren Projekten zur umweltfreundlichen Energiegewinnung bei, so Wolff. 840.000 kWh „sauberer Strom“ pro Jahr Gemeinsam mit ihren Partnern, dem Oldenburger Energiekonzern EWE und dem Bremer Energieversorger swb erzeugen die Stadionbetreiber auf einer Fläche von mehr als 16.000 Quadratmetern rund 840.000 kWh Strom pro Jahr, was dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von rund 240 Haushalten entspricht. Nach Angaben der beiden Energieversorger entlaste das Stadion die Umwelt jährlich um mehr als 450 Tonnen CO2. Insgesamt kommt die Photovoltaikanlage mit einer Fläche von zwei Fußballfeldern auf eine Nennleistung von rund 1,2 MW. „Es freut uns sehr, dass die Photovoltaikanlage mit dem CleanTech Siegel ausgezeichnet wird. Das ist ein klares Signal, innovative und herausfordernde Projekte aus dem Bereich der erneuerbaren Energien zu realisieren. Mit der Installation der Photovoltaikanlage unterstreicht EWE seine Rolle als Innovationstreiber in der Energie-wirtschaft“, sagt Dr. Thomas Neuber, EWE-Vorstand Beschaffung und Produktion. Geplant wurde die Anlage von EWE und der Procon Ingenieurgesellschaft, die neben der Energiebilanz auch die architektonische Aussage des Stadions im Blick hatte. Eine gebäudehohe, umlaufende Glasfassade aus halbtransparenten Glas/Glas-PV-Modulen ist entlang der Süd- und Ostseite des Stadions installiert und leistet auf rund 6.000 Quadratmetern 400 kW, eine zweite Anlage aus Dünnschichtfolien-Modulen erzeugt auf 7.000 Quadratmetern etwa die gleiche Nennleistung. Ein zusätzliches bauliches Highlight mit energietechnischem Nutzwert ist zudem der Dachinnenring, für den eigens multikristalline Zellen auf besonders leichte Trägerplatten aufgebracht wurden. CleanTech Siegel soll Diffusionsprozess beschleunigen „Das Weserstadion erfüllt demnach alle Kriterien, die das DCTI im Rahmen des Prüfprozesses untersucht hat. Besonders die Öffentlichkeitswirkung des Stadions führt dazu, dass der Clean Tech-Gedanke für die Vielzahl der Besucher greifbar und erlebbar wird. Die Auszeichnung durch das Prüfsiegel „Applied CleanTech“ soll dazu beitragen, den Diffusionsprozess von CleanTech-Anwendungen bundesweit voranzutreiben und als Zukunftsfeld der deutschen Wirtschaft weiter zu etablieren“, erklärt Philipp Wolff. Für die Zukunft erhofft sich das DCTI, dass vermehrt Bauflächen zur nachhaltigen Energiegewinnung eingesetzt würden. Das Potential dafür sei in Deutschland ganz enorm. „Auf Messehallen und Fußballstadien sind Photovoltaikanlagen inzwischen keine Seltenheit mehr. Wünschenswert wäre, dass auch andere Immobilen und Bauflächen folgen“, so Wolff.
10. Jun 2009

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Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Daniel Pohl, verantwortlich.

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